Paddelasse werben beim Potsdamer Kanalsprint für den Kanu-Rennsport

Der 10. Kanalsprint auf dem Potsdamer Stadtkanal, der eigens für diese zuschauerträchtige Sportveranstaltung mit etwa 5.000 Kubikmeter Wasser zuvor geflutet wurde, bot am 17.08. auch in diesem Jahr den Tausenden von Zuschauern wieder einen einzigartigen und hautnahen Einblick in die Welt des Kanu-Rennsports. Allein die Tatsache, dass siebzehn der diesjährigen deutschen Weltmeisterschaftsteilnehmer von Moskau und dazu mit Peter Molnar (Ungarn), Maxime Beaumont (Frankreich) und Hugues Fourmet (Kanada) drei ausländische Paddelasse ihr Können unter den nicht einfachen Bedingungen demonstrierten, machte die Veranstaltung sowohl für die Aktiven als auch dem äußerst interessierten Publikum aus Nah und Fern zu einem Erlebnis besonderer Art. Insgesamt starteten 24 Athleten, davon 8 Kajakdamen, bei den spektakulären Kanurennen in der Stadtmitte.
Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich über den Werdegang und die Erfolge einzelner Sportler zu informieren, sich zusammen mit ihnen fotografieren zu lassen sowie etwas mehr über die Besonderheiten des Kanu-Rennsports in Erfahrung zu bringen. Dabei standen natürlich der diesjährige Doppelwelt- und Europameister Sebastian Brendel ebenso im Mittelpunkt wie die MW-Medaillengewinner Ronald Rauhe, Tom Liebscher, Franziska Weber, Tina Dietze, Ronald Verch, Yul Oeltze und Stefan Holtz.
Bei diesem Wettkampf der besonderen Art wurden zwar im direkten Wettstreit je zweier Boote gegeneinander die Sieger und Platzierten ermittelt, es wurden jedoch keine Titel und Medaillen vergeben. Wenngleich sich die Kontrahenten auf dem Wasser nichts schenkten, war bei ihnen dennoch die Freude am Sport deutlich sichtbar. Nach dem Zieleinlauf bemerkte der Sieger im Einer-Canadier Stefan Holtz (SC Magdeburg), der sich gegen Sebastian Brendel (KC Potsdam) knapp durchgesetzt hatte, lakonisch: „Nicht immer gewinnt der Bessere, manchmal auch der Glücklichere“. Und auch für Olympiasieger Kurt Kuschela (KC Potsdam), der nach seiner berufsbedingten Auszeit erst seit zwei Wochen wieder voll trainiert, war das Mitmachen das Allerwichtigste. Seine Erschöpfung im Ziel hatte jedoch auch einen zweiten Grund. „Die Geburt meines Sohnes Pepe Timo am Vortrag des Kanalsprints war für mich ebenfalls echt aufregend und anstrengend“, gestand er ein.
Im Einer-Kajak der Herren gewann das rein ausländische Finale der Ungar Peter Molnar vor Maxime Beaumont (Frankreich). Den Sprint der Damen im Kajak entschied Sabine Volz (Rheinbrüder Karlsruhe) gegen die Leipzigerin Tina Dietze.
Der eigentliche Gewinner des nunmehr zur Tradition gewordenen Potsdamer Kanalsprints war jedoch der Kanusport im eigentlichen Sinn. Denn nicht nur Potsdamer Einwohner waren als begeisterte Zuschauer zugegen, sondern auch zahlreiche Interessenten aus anderen Brandenburger Städten sowie in der Landeshauptstadt weilende Touristen spendeten den Aktiven reichlich Beifall für ihre Leistungen und zeigten sich erfreut über diese Art des unmittelbaren Erlebens sportlicher Aktivitäten.
Ergebnisse 10. Potsdamer Kanalsprint:
Kajak Damen:
K1  1.Sabine Volz Rheinbrüder Karlsruhe
     2.Tina Dietze LVB Leipzig
     3.Conny Waßmuth KC Potsdam
     4.Steffi Kriegerstein WSV BW Dresden

K2  1.Franziska Weber (KC Potsdam)/ Tina Dietze (LVB Leipzig)
     2.Sabine Volz (Rheinbrüder Karlsruhe)/ Conny Waßmuth (KC Potsdam)

Kajak Herren:
K1  1.Peter Molnar Ungarn
     2.Maxime Beaumont Frankreich
     3.Ronald Rauhe KC Potsdam
     4.Tom Liebscher KC Dresden

K2  1.Ronald Rauhe (KC Potsdam)/ Tom Liebscher (KC Dresden)
     2.Peter Molna (Ungarn)/ Maxime Beaumont (Frankreich)

Canadier Herren:
C1  1.Stefan Holtz SC DHfK Leipzig
     2.Sebastian Brendel KC Potsdam
     3.Peter Kretschmer SC DHfK Leipzig
     4.Stefan Kiraj KC Potsdam

C2  1.Sebastian Brendel (KC Potsdam/ Stefan Kiraj (KC Potsdam)
     2.Yul Oeltze (SC Magdeburg)/ Ronald Verch (KC Potsdam)

Potsdam, 18.08.2014
Günter Welke

Tausende Zuschauer erlebten den Neunten Potsdamer Kanalsprint mit zahlreichen WM-Teilnehmern

Die Tagespresse berichtete von 5000 Zuschauern, die am Nachmittag des achten September den vom Kanu-Club Potsdam und seinem Förderverein veranstalteten 9. Kanalsprint in der Potsdamer Innenstadt hautnah miterlebten. Zählen konnte sie zwar keiner, aber die Anzahl der Schaulustige war mit Sicherheit nicht übertrieben. Neben einer Vielzahl Unentwegter, die von Beginn der Veranstaltung bis zur letzten Siegerehrung ausharrten, waren auch zahlreiche Beobachter dabei, die sich für ein oder zwei Stunden am Kanalrand aufhielten. Darüber hinaus fanden sich nicht wenige Interessierte für das Schnupperpaddeln auf dem Kanalteil hinter dem Startbereich ein.
Die große Öffentlichkeitswirksamkeit des 9. Kanalsprints ist auch sicherlich darauf zurückzuführen, dass ein Großteil der Athleten aus der erfolgreichen deutschen Kanuflotte bei den Weltmeisterschaften Kanu-Rennsport in Duisburg unmittelbar vor den Deutschen Meisterschaften vom 10.-15.09. in Köln noch einmal in Potsdam aufeinander traf. Das verfehlte natürlich nicht seine Anziehungskraft auf die Wassersportbegeisterten aus Nah und Fern, zumal mit Mathieu Goubel und Maxime Beaumont vom befreundeten französischen Verein Boulogne - sur - Mer sowie einigen Rennkanuten aus Ungarn und Polen weitere WM-Teilnehmer am Start waren. Spannende Wettkämpfe von jeweils zwei Bootsbesatzungen im Einer bzw. Zweier gegeneinander waren also vorprogrammiert.
Bei der Begrüßung der Potsdamer WM-Teilnehmer und ihrer Trainer unterstrich der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes Thomas Konietzko die Wirkung des Potsdamer Kanalsprints als bedeutsame Werbeveranstaltung für den Kanusport. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und sein Vorgänger Matthias Platzeck ließen sich das Spektakel in der Landeshauptstadt nicht entgehen.
Unter den Zuschauern waren viele Kanubegeisterte aus den Heimatvereinen der Potsdamer Paddelasse zu finden. So hatten sich auch die Nachwuchskanuten von Einheit Spremberg zusammen mit ihrer Landesstützpunktleiterin Berit Klaua in die Landeshauptstadt aufgemacht. Sie hatten natürlich einen besonderen Grund beim Potsdamer Kanalsprint dabei zu sein. Sie wollten unbedingt den ursprünglich in Spremberg beheimateten und immer noch eng mit ihrem Heimatverein verbundenen Olympiasieger und Weltmeister Kurt Kuschela und Stefan Kiray zujubeln und ihnen bei den Starts auf dem Potsdamer Kanal lautstark Unterstützung gewähren. Zudem nutzten sie die Gelegenheit, auch von anderen Weltklasseathleten das eine oder andere Autogramm zu erhaschen.
Nicht nur angesichts dieser begeisternden Atmosphäre und aufgrund seines Sieges im C1 gegen seinen Clubgefährten Stefan Kiray nach dem 170m - Sprint im Finallauf strahlte an diesem Tag der Potsdamer Olympiasieger und Weltmeister Sebastian Brendel. Vielmehr konnte er stolz verkünden, dass am Vortag sein Sohn Edwin mit einer Größe von 53 cm und nahezu 3800 Gewicht das Licht der Welt erblickte. Übrigens taggenau wie die ältere Schwester des Neugeborenen. . Viele fleißige Helfer, Sponsoren und Unterstützer sorgten dafür, dass auch der neunte Kanalsprint reibungslos ablaufen konnte und wieder zu einem Erlebnis besonderer Art sowohl für die Aktiven als auch für die Zuschauer wurde. Für den Aufbau und das einwandfreie Funktionieren der Startanlage fühlte sich zum Beispiel ein Team um Mathias Kenzler vom Regattateam Brandenburg Beetzsee verantwortlich.

Potsdam, 12.09.2013
Günter Welke

Ergebnisse:
Kajak Frauen
1. Tina Dietze (Leipzig)
2. Katrin Wagner-Augustin (KC Potsdam)

Kajak Herren
1. Ronald Rauhe (KC Potsdam)
2. Sandor Totka (Ungarn)

Canadier Herren
1. Sebastian Brendel (KC Potsdam)
2. Stefan Kiray (KC Potsdam)

C2 Herren / K2 Damen / K2 Herren
Stefan Holtz & Robert Nuck (Leipzig); Katrin Wagner-Augustin & Conny Waßmuth (beide Potsdam); Ronald Rauhe (Potsdam) & Jonas Ems (Essen)

9. Kanalsprint

Auch in diesem Jahr erwarten wir wieder schnelle und aufregende Sprintrennen. Der wichtigste Teil sind Sie, die Zuschauer, welche die Sportler lautstark anfeuern und ihre Sieger feiern. Genau diese Unterstützung macht es für die Sportler so besonders dort starten zu dürfen. „Diese wahnsinnige Unterstützung der Fans, gibt mir immer persönlich einen extra Kraftschub. Hier zu paddeln macht mir unheimlichen Spaß!“, so der Olympiasieger Sebastian Brendel. Dieses Event sollten Sie nicht verpassen, denn es werden wieder Teilnehmer aus ganz Europa am Start stehen und sich nichts schenken.

8. Kanalsprint Rückblick

Am 8. August 2012 beim letzten Kanalsprint gab es viele knappe, spannende, den Puls hochtreibende und Nerven zerreißende Rennen und Entscheidungen. Schlag auf Schlag wurden die Rennen gestartet und die Spannung wuchs mit jedem Startschuss. Tausende Besucher drängten sich um den gefluteten Kanal in der Innenstadt um die hitzigen Duelle der Sportler zu verfolgen und diese Lautstark anzufeuern. Die knisternde Spannung des Publikums erweckte Gänsehaut und steckte die Neugier vieler zufälliger Passanten an.

Ergebnisse:
Canadier Herren
1. Stefan Kiraj (Potsdam)
2. Stefan Holtz (Leipzig)
3. Jan Vandrey (Potsdam)

Kajak Frauen
1. Yvonne Schuring (Österreich)
2. Tina Dietze (Leipzig)
3. Franziska Weber (Potsdam)

Kajak Männer
1. Miklos Dudas (Ungarn)
2. Maxime Beaumont (Frankreich)
3. Denis Ambrosziak (Polen)

K2 Damen/C2 Herren/K2 Herren
1. Dietze-Weber / Kretschmer-Kuschela/ Rauhe-König