Training und Schneevergnügen in Klingenthals Umgebung
Vierzehn Tage nach der Abreise der Potsdamer Sportschüler aus der Jugendherberge Klingenthal bezog die Trainingsgruppe von Joaquin Delgado mit den jüngsten Rennpaddlern des KC Potsdam für eine Woche Quartier im gleichen Sporthotel. Die Winterferien wurden genutzt, um in dem Wintersportgebiet rund um den Aschberg auf den Skiern vor allem Ausdauer zu trainieren. Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz, der allerdings am Heimreisetag gründlich verdorben war, als die eisigen Minustemperaturen einen pünktlichen Start in Richtung Potsdam verhinderten. Erst mit fremder Hilfe konnte der eingefrorene Dieselkraftstoff eines Kleinbusses wieder aufgetaut werden.
Einige der sechzehn 11- bis 13-jährigen Nachwuchssportler schildern hier ihre Eindrücke vom Trainingslager in den Winterferien vom 28.01.bis 04.02.2012
Günter Welke
Probleme mit den Schneemassen
Johanna Kürbis (11 Jahre):
„Heute (28.01.) fuhren wir mit dem Bus ins Trainingslager. Dafür musste ich bereits um 06.00 Uhr aufstehen. Da ich so aufgeregt war, konnte ich zum Frühstück nichts essen. Meine Mami packte mir deshalb etwas zum Essen ein. Mit zwei Bussen fuhren wir gegen 07.30 Uhr vom Luftschiffhafen los. Ich saß mit vier anderen Mädchen und zwei Jungen in einem Bus. Der ‚Jungen-Bus’ stand während der Fahrt im Stau auf der Autobahn und wir steckten mit unserem Fahrzeug bei Klingenthal im Schnee fest. Das passierte uns übrigens noch weitere drei Mal. Als wir endlich in unserer Jugendherberge eintrafen, konnten wir Mädchen unser Sechsbettzimmer beziehen. Die Jungen waren in einem Acht- und Zweibettzimmer untergebracht.
Gleich nachdem wir ausgepackt hatten sind wir zum INTERSPORT gefahren, um die Skier abzuholen. Allerdings haben wir die Skier nicht bei dem zuerst angefahrenen INTERSPORT bekommen. Bei der Rücktour konnten wir den Berg zu unserer Unterkunft nur zur Hälfte hochfahren. Die zweite Hälfte mussten wir zu Fuß zurücklegen, da ein Bus immer im Schnee stecken blieb und alle passten wir nicht in den anderen Bus hinein. Oben angekommen sind wir zuerst duschen und danach zum Essen gegangen. Anschließend haben wir noch ein bisschen gequatscht und sind schließlich um 21.30 Uhr ins Bett gegangen.“
Bergauf fahren war anstrengend
Annika Loske (13 Jahre):
„Heute (29.01.) ging es früh raus. Um 07.00 Uhr klingelte bei uns Mädchen der Wecker. Nachdem wir uns angezogen hatten, gingen wir um 08.00 Uhr zum Essen. Eine dreiviertel Stunde später fuhren wir los, um unsere Skier abzuholen. Als die Skier und Schuhe angepasst waren, legten wir gleich los. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt: einmal diejenigen, die noch nie mit Skiern gefahren sind und zum anderen diejenigen, die sich bereits im Skifahren auskannten. Ich gehörte zu denen, die schon Ski fahren konnten.
Unser Trainer und einige der Jungen zogen sofort schnell davon. Ungefähr sechs Kilometer fuhren wir in eine Richtung und drehten dann um. Jetzt ging es bergauf und das war anstrengend. Aber nein, das war noch nicht alles! Wir mussten noch mal drei Kilometer bis zu unserer Jugendherberge fahren – natürlich alles bergauf. Endlich konnten wir dann die lang ersehnte Mittagspause genießen. Um 15.00 Uhr standen wir wieder aud den Skiern. Unser Trainer meinte: ‚Na ja, jetzt wird es nicht so viel, etwa acht Kilometer.’ Daraus wurden jedoch ganz schnell 15 Kilometer. Dennoch war es sehr lustig. Zweimal sind wir einen sehr steilen Berg hinauf und natürlich ach wieder herunter. Als wir wieder heimgekehrt waren, beklagte sich unser Trainer fürchterlich über Krämpfe.
Die andere Gruppe kam etwa 40 Minuten später in der Jugendherberge an. Um 18.00 Uhr gab es Abendbrot, dann noch schnell unter die Dusche und anschließend hatten wir Freizeit.
Spaß im Schwimmbad
Hannah Blechschmidt (11 Jahre):
„Nachdem wir aufgestanden waren (31.01.) gingen wir zum Frühstück. Um 09.00 Uhr begann unser Wettkampf. Unsere zweite Trainingseinheit nach dem Mittagsessen verbrachten wir in einem Ferienbad. Dort gab es zwei Wasserbecken, zwei Rutschen und einen Whirlpool. Einige Jungs sind in die Sauna gegangen. Nach unserem Badespaß haben wir bei McDonald gegessen. Zu Hause angekommen, packten wir uns alle in die Betten.
Auch Skaten muss erlernt werden
Bastian Loske und Jason Sahm (beide 13 Jahre):
„Begonnen hat der Mittwoch (01.02.) um 08.00 Uhr mit dem Frühstück. Mit unserer Gruppe sind wir morgens 22 Kilometer bis Weitersglashütte gefahren. Nach der Rücktour waren wir alle so fertig, dass wir den Mittagsschlaf herbeisehnten. Während der zweiten Trainingseinheit versuchten wir uns im Skaten. Annika hatte den Trick am schnellsten raus. Zurück in Richtung Aschberg sind wir alle zusammen mit Herrn Delgado gefahren. Vor dem Abendbrot haben wir noch Tischtennis gespielt und nach dem Essen war noch Krafttraining angesagt. Das hat uns die letzte Kraft geraubt. Den restlichen Abend haben wir gepokert.“
Trotz abschließender Fahrzeugpanne war Klingenthal ein super Trainingslager
Malou Mikeleit (11 Jahre)
„Gestern (03.02. hatten wir zwei Wettkämpfe. Zunächst einen Langstreckenwettkampf von 10 Kilometern. Nach einer zweistündigen Mittagspause ging es weiter. Nachdem alle ihre Skier angeschnallt hatten, fuhren wir gemeinsam zum nächsten Wettkampf. Für das Staffelrennen wurden immer Zweierpärchen gebildet. Jeder musste sechs Kilometer fahren, puh wie anstrengend! Aber dann war es geschafft und wir fielen alle todmüde in unsere Betten. Davor gab es jedoch noch einen Siegerkuchen!
Oh Gott, was für ein Tag! Am letzten Tag (04.02.) des Winterlagers ging alles schief. Nachdem wir aufgestanden waren, wollten uns die Jungs auf unserem Zimmer anmalen. Das haben sie aber nicht geschafft. Wir sind also frühstücken gegangen, haben unsere letzten Sachen verstaut und dann sprang das Auto nicht mehr an. Vier Stunden saßen wir noch in unserem Hotel bevor der ADAC kam. Dann fuhren wir mit dem Bus zur Werkstatt und der Aufenthalt dort dauerte ebenfalls eine Stunde. Heraus kam eine hohe Rechnung! Schließlich fuhren wir doch noch sicher nach Hause und zwar ohne Zwischenfälle. Zuvor hatten unsere Trainer gesagt, dass wir vielleicht eine weitere Nacht in der Jugendherberge zubringen müssen.
Über unseren Aufenthalt in Klingenthal haben wir uns alle riesig gefreut. Es war ein super Trainingslager!“
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