13 Medaillen für Potsdamer Sportschüler und Nachwuchskanuten in Szeged

An den vom 23.-25.09. in Szeged veranstalteten Olympic Hope Games für den 15- bis 17-jährigen Paddelnachwuchs nahmen die erfolgreichsten Sporttalente aus vier Kontinenten teil. Die nach Altersklassen über 200 m, 500 m und 1000 m ausgetragenen Wettkämpfe hatten  damit schon den Charakter von Weltmeisterschaften für die künftigen Olympiahoffnungen.

Das Auswahlteam des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV), dem auch zwölf am Landesstützpunkt des KC Potsdam trainierende Sportschüler angehörten, belegte mit 10 Gold- und jeweils 13 Silber- und Bronzemedaillen hinter den überragenden ungarischen jungen Rennpaddlern in der Medaillenstatistik den zweiten Rang. Sieben der jungen Brandenburger Nachwuchskanuten hatten an 5 Gold-, 5 Silber- und 3 Bronzemedaillen des DKV Anteil. Zudem belegten sie zahlreiche weitere Finalplätze in den Endläufen.

Als erfolgreichste Sportler aus Potsdamer Sicht erwiesen  mit je zweimal Gold sowie einmal Silber und Bronze der Canadierfahrer Florian Köppen und der Kajakspezialist Leonardt Busch. Martin Hiller gewann zwei und Katharina Diederichs eine  der Potsdamer Goldmedaillen.

In den Siegerbooten paddelten:

C1/ 200 m und 500 m Florian Köppen,

K4/ 200 m und 500 m Leonardt Busch und Martin Hiller,

K4/ 500 m Katharina Diederichs.

Zweimal Silber erkämpfte sich Tom-Lucas Hinz (C1/ 200 m und 500 m). Je eine Silbermedaille erhielten im K2/ 500 m Martin Hiller und Leonard Busch, im C2/ 200 m Florian Köppen sowie  im K2/ 500 m Katharina Diederichs und Stine Noack.

Für den Gewinn der Bronzemedaillen sorgten Florian Köppen/ T.-L. Hinz im C2/ 1000 m, L. Busch/ Jonas Schmitt im K2/ 1000 m und nochmals T.-L. Hinz im C1/ 200 m.

Darüber hinaus schrammten mit ihren vierten Finalrängen S. Noack, K. Diederichs, M. Hiller, Fabien Schatz und Roar Bennecke an weiteren Medaillengewinnen knapp vorbei.

 

Potsdam, 29.09.2016

Günter Welke

 

 

Eine der Potsdamer Teilnehmerinnen an den Wettkämpfen in Szeged, die Sportschülerin Lara-Noelle Reiner, schildert nachstehend ihre Eindrücke. Sie selbst war in mehreren Finalrennen vertreten und erreichte u.a. im C1 den fünften Rang über 500 m und Platz sechs über 200 m.

 

Olympic Hope Games Szeged 2016

 

Die Olympic Hopes Regatta ist ein internationaler Wettkampf, an welchem viele junge Talente der Altersklassen Jugend  bis Junioren  teilnehmen. Die Rennen fanden in diesem Jahr an der Regattastrecke in Szeged statt. 40 deutsche Nachwuchssportler hatten sich bei den deutschen Meisterschaften im August dafür qualifiziert. Ich habe mich dieses Jahr das erste Mal für diesen Wettkampf qualifiziert und so war es eine große Freude für mich, daran teilnehmen zu dürfen. Einige Sportler waren schon sehr viel erfahrender als ich, da sie schon öfter an dieser Regatta und auch anderen internationalen Wettkämpfen teilgenommen haben.  Es ist schon ein tolles Gefühl, in eine Gruppe aufgenommen zuwerden, in der man viel von den anderen lernen kann.

Wir haben uns gemeinsam zwei Tage in Kienbaum auf diesen Wettkampf vorbereitet und dabei vorrangig in  den Mannschaftsbooten trainiert. Am Mittwoch ging es dann mit dem Bus nach Tegel und von dort aus mit dem Flieger nach Budapest. Als wir am frühen Nachmittag in Szeged an der Regattastrecke eintrafen, waren schon viele Teams da und man hat einen ersten Eindruck davon bekommen, wie viele Nationen dort waren. Den nächsten Tag verbrachten wir damit, die Strecke in Augenschein zu nehmen  und uns einzufahren. Der Wettkampf begann dann am frühen Freitagmorgen mit den ersten 200 m - Vorläufen. Am Samstag fuhren wir die 1000 m und am Sonntag ging es über die 500 m - Strecke. Insgesamt war das deutsche Team wieder sehr erfolgreich und wir belegten so den 2. Platz in der Mannschaftswertung. Ich denke, für jeden Sportler war es eine Ehre, zum deutschen Team gehören zu dürfen.

Da es mein erster internationaler Wettkampf war, bin ich sehr zufrieden mit meinen Platzierungen und habe sehr viel Erfahrungen gesammelt. Es ist für mich ein unglaubliches Gefühl gewesen, am Start zu stehen und nicht mit der Vereinszugehörigkeit, sondern als deutsches Teammitglied aufgerufen zu werden.. Außerdem ist es eine große Motivation, da man nun weiß, wofür  man das ganze Training letztendlich macht. Ich denke, dass es mir helfen wird, mich selbst wieder für das Wintertraining zu motivieren und alles zu geben, damit die nächste Saison wieder ein Erfolg wird.

 

Lara-Noelle Reiner

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