Wintertrainingslager der Sportschüler in Klingenthal

Wie in den vergangenen Jahren war auch im Januar 2017 die Jugendherberge in Klingenthal das Reiseziel der 42 Nachwuchskanuten des Kanu Club Potsdam. Sie wurden durch vier Trainer begleitet, betreut und angeleitet. Nicht alle der Angereisten konnten die zehntägige winterliche Vorbereitung auf die bevorstehende Wettkampfsaison voll ausschöpfen, denn fünf der teilnehmenden Paddeltalente mussten aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig abreisen.

Ansonsten boten ideale Wetterbedingungen sowie die gewohnten guten Unterbringungs- und Versorgungsmöglichkeiten beste Voraussetzungen für ein anspruchsvolles Grundlagen-/ Ausdauertraining. Das wurde voll ausgenutzt und bereitete darüber hinaus den Teilnehmern neben allen Anstrengungen auch entsprechenden Spaß. Der gemeinschaftliche Erlebnisfaktor trug zudem wesentlich dazu bei, die eigene Leistungsbereitschaft zu steigern und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle dem Busunternehmen Andreas Nickol, das die Teilnehmer des Trainingslagers wie in der Vergangenheit sicher, pünktlich und zuverlässig von Potsdam zum Zielort und wieder zurück chauffierte.

Die jungen Potsdamer Sportlerinnen und Sportler haben ihre Eindrücke von dem Trainingsaufenthalt im schneebedeckten sächsischen Vogtland zu Papier gebracht. Davon an dieser Stelle einige Beispiele.

 

 

Für Ben Hanisch war bereits der erste Tag anstrengend:

 

„Als wir am Anreisetag in Klingenthal aus dem Bus ausgestiegen waren, durften wir zunächst einen ziemlich hohen und steilen Berg hochlaufen. Mit dem ganzen Gepäck war das schon sehr anstrengend. Oben angekommen, konnten wir uns über ein leckeres Mittagessen freuen. Danach erhielten wir unsere Skier für den ersten Lauf in das Skistadion. Da wurden wir in der klassischen Langlauftechnik unterwiesen. Der Rückweg durch den Wald war für die Skater unter uns ziemlich anstrengend, weil man in der Loipe laufen musste und da ist man oft weggerutscht. Die anschließende Freizeit nutzten wir auf unserem Zimmer zum Ausruhen. Nach dem Abendbrot konnten wir bis 21.00 Uhr irgendetwas machen. Eine halbe Stunde später war Nachtruhe angesagt. Bis zum Morgen hat es durchgeschneit und für mich war es eine ziemlich kühle Nacht.“

 

 

Als erfolgreichen Trainingstag empfanden Patrizia Schwarz und Maurice Dolezel den dritten Trainingstag:

 

„Unser dritter Trainingstag begann wie jeder andere um 07.00 Uhr. Eine halbe Stunde später trafen wir uns beim Frühstück, gönnten danach unserem Magen ein wenig Zeit zur Verdauung und bereits um 08.30 Uhr fuhren zwei Trainingsgruppen hinaus in die eisige Kälte. Beide Gruppen trainierten zusammen, weil unser Trainer Herr Danz zwei erkrankte Sportler zum Bahnhof bringen musste. Unsere schnellsten Skifahrer, eigentlich waren es nur die Skater, hatten es bis Weitersglashütte geschafft. Alle anderen sind so weit gefahren, wie sie es in 2,5 Stunden schafften. Der erste Streckenabschnitt erwies sich für die meisten von uns als sehr anstrengend. Deswegen waren alle erleichtert, dass es auf der Rücktour viel bergab ging. Sehr erschöpft aber sicher sind alle wieder in der Jugendherberge angekommen. Nachdem wir uns ein wenig aufgewärmt und geduscht hatten, gab es auch schon Mittagessen. Über die Nudeln mit Tomatensoße haben sich alle gefreut. Von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr hatten wir Gelegenheit zum Krafttanken und Ausruhen. Dreißig Minuten darauf ging es dann bei wunderschönem Wetter wieder in die Loipe. Für unsere Trainingsgruppe standen Staffelrennen auf dem Plan. Das war sehr amüsant, weil die Fahrweise einige Sportler ausgesprochen lustig anmutete. Nach einer Trainingsstunde im Schnee ging es zurück zur Herberge. Dreißig Minuten hatten wir zum Verschnaufen und ab 16.00 Uhr trafen wir uns zum Krafttraining. Vier Kreise zu durchlaufen war wirklich sehr anstrengend, denn danach waren alle ziemlich geschafft. Nun noch schnell duschen und ab zum Abendbrot. Hier genossen wir die leckere Kartoffelsuppe, Salat und verschiedene Brotsorten mit Aufstrich. Um 19.00 Uhr war Hausaufgabenzeit und eine Stunde danach konnte jeder seine Freizeit selbst gestalten. Im Großen und Ganzen hatten wir einen sehr anstrengenden, jedoch erfolgreichen Tag im Schnee verbracht.“

 

 

 

Spaß am Wettkampf für Patrick Pelzer

 

„Der neunte Januar war eigentlich ein ganz normaler Tag, abgesehen davon, dass wir heute einen Skiwettkampf zu bestreiten hatten. Wir konnten alle eine Zahl ziehen, die den jeweiligen Startplatz bestimmte. Viele durften während des Wettkampfes nur drei Runden laufen. Ich wollte aber noch zwei Runden mehr zurücklegen, weil es mir so viel Spaß gemacht hat. Von den beiden Partnern, die zusammen ein Paar bildeten, musste der eine Skaten und der andere im Klassikstil laufen.

Am anstrengendsten war ein Berg, der nach einer richtig coolen Abfahrt folgte. Der Rest der Strecke nach dem Überwinden des Berggipfels war richtig entspannend. Als das Rennen beendet war, hatte ich ordentlichen Hunger. Zum Glück gab es ein schmackhaftes und reichliches Mittagessen. Am Nachmittag war Muskeltraining im Kraftkreis angesagt.“

 

 

 

Die Geburtstagstorte für Ben Hanisch hat auch dem Sportfreund Nicolas Eckert geschmeckt:

 

„Acht Trainingstage sind nun schon vorbei und das Frühstück war auch heute dazu angetan, sich für den anstehenden Wettkampf gut zu stärken.

Dennoch war der 11. Januar besonderer Tag, denn als wir um 07.30 Uhr den Speisesaal betraten, standen auf einem Tisch eine Torte und ein Geschenkpäckchen für Ben Hanisch, der heute seinen 12. Geburtstag hatte. Nach dem Geburtstagslied haben wir ihm alle gratuliert und alles Gute gewünscht. Zum Feiern blieb jedoch wenig Zeit, denn um 09.00 Uhr wurde der Wettkampf gestartet. Die Startreihenfolge richtete sich nach den Wettkampfplatzierungen des Vortages. Nicht alle standen das Rennen bis zum Ende durch, denn die Anstrengungen der vorangegangenen Tage und die damit verbundenen Muskelschmerzen hatten Spuren hinterlassen. Nach dem Wettkampf fuhren wir mit großem Hunger zurück zur Herberge. Zu Mittag gab es Spaghetti mit Bolognese.

Ab 15.30 Uhr war für die Trainingsgruppe Welke Krafttraining angesagt. Der Kraftkreis beinhaltete vier Runden. Daraus wurden aber fünf Runden, weil Julian in der ‚Flitzerrunde‘ beim Seilspringen hängen geblieben ist. Wir waren ihm alle sehr dankbar, denn dadurch konnten wir ein bisschen mehr Sport machen.

Beim Abendbrot gab es heute zusätzlich zum Brot auch noch Chicken Wings. Da eine Klasse aus Leipzig, die ebenfalls in der Jugendherberge untergebracht ist, heute um 19.15 Uhr eine Disco veranstaltet, dürfen wir uns aussuchen, ob wir dorthin gehen wollen oder Hausaufgaben machen. Die Nachtruhe beginnt jedoch trotzdem für alle ab 21.00 Uhr.“

 

 

 

In den Abendstunden des vorletzten Trainingstages war ebenfalls für Greta Siwula Sachenpacken angesagt:

 

Auch heute am 12. Januar waren alle pünktlich gegen 07.30 Uhr zum Frühstück erschienen, denn gleich anschließend informierten uns die Trainer über den Tagesablauf. Während für die Gruppe eins als Streckenziel Schöneck bestimmt wurde, war für die Gruppe zwei ein Ausflug in Richtung der Ortschaft Schneckenstein geplant. Um 08.30 Uhr machten sich beide Trainingsgruppen auf den Weg.  Nach Erreichen von Schneckenstein machte die zweite Gruppe noch einen Abstecher zum Panoramablick. Kurz nach 11.00 Uhr trafen alle wieder glücklich und erschöpft in der Jugendherberge ein. Über das Mittagessen, es gab Schnitzel mit Kartoffeln und Gemüse, haben sich alle gefreut.

Für den Nachmittag war der dritte Skiwettkampf, ein Staffelrennen, vorgesehen. Der Start erfolgte um 15.00 Uhr und eine Stunde später standen die Sieger fest. Zurückgekehrt in die Herberge wurde um 18.00 Uhr das Abendessen eingenommen und wie gewohnt, wurden die Hausaufgaben ab 19.00 Uhr erledigt.  Bereits ab 19.30 Uhr wurde die Auswertung der Wettkämpfe und Auszeichnung der Sieger in den einzelnen Disziplin- und Altersgruppen sowie unterteilt nach Laufarten (Skaten und Klassik) vorgenommen. Beim Staffelwettkampf gewann die Mannschaft von Ophelia, Ole und Julias vor dem Trio Patricia, Bennett und Linus sowie den Drittplatzierten Chantal, Svea und Ecki.

In der Zeit von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr haben die meisten Sportler schon ihre Sachen für die Heimreise gepackt, denn wenig später war Nachtruhe angesagt.“

 

 

Potsdam, 17.01.2016

Günter Welke

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