50 Jahre Kanu Club Potsdam
KC Potsdam Impressionen

Aktuelles im August 2010

Medaillenflut für Potsdamer Kanuten bei deutschen Meisterschaften in Köln

Auch die in Köln vorherrschenden widrigen Wetterbedingungen mit starkem Regen und Wind und teilweise morgendlichen Temperaturen um 6 Grad Celsius konnten die Potsdamer Kanuten nicht davon abhalten, ihre Vormachtstellung im Kanu-Rennsport auf dem Fühlinger See zu demonstrieren. Mit insgesamt 21 Gold-, 9 Silber- und 11 Bronzemedaillen und deutlichem Vorsprung vor den Renngemeinschaften des LKV Nordrhein-Westfalen (12/ 8/ 11) und des LKV Baden-Württemberg (8/ 3/ 8) behauptete der Kanu-Club Potsdam im OSC den ersten Platz in der Medaillenwertung unter den 106 teilnehmenden Vereinen/ Renngemeinschaften. In der Gesamtbilanz der Deutschen Meisterschaften (Duisburg und Köln) stehen für den KC Potsdam gar 25 Gold- sowie je 13 Silber- und Bronzemedaillen zu Buche.
Als eindeutig erfolgreichste Goldhamster für die Landeshauptstädter erwiesen sich in Köln vor allem die Canadierfahrer, die allein 15 Goldmedaillen einheimsten und die Kajakdamen mit 5 Meistertiteln. Die männlichen Kajakfahrer der Leistungsklasse, die auf Ronald Rauhe verzichten mussten, gingen bei der Medaillenjagd leider leer aus.
Das Canadier-Duo Ronald Verch/ Stefan Kirej paddelte im C2 über 200m, 500m und 5000m zum Sieg, holte zusammen mit Sebastian Brendel und Kurt Kuschela im C4 über 200m und 1000m zwei weitere Goldmedaillen und gewann auch das Rennen über 500m im C8-Flaggschiff gemeinsam mit diesen beiden Vereinsgefährten und den zur Bootsbesatzung gehörenden Peter Kretschmer/ Jan Vandrey/ Felix Lademann/ Tom Siebeneicher. Zusätzlich zu ihren 6 goldenen Plätzen gewannen Verch/ Kiraj im C2-Rennen über 1000m, das ihre Clubgefährten Brendel/ Kuschela siegreich gestalteten, eine Silbermedaille. Der eigentliche Meisterschaftsfavorit Sebastian Brendel holte im Endspurt seine fünfte Goldmedaille im C1 über 5000m. Zwar nur eine knappe Sekunde vor dem Magdeburger Erik Leue, aber deutlich vor dem Drittplatzierten, den Marathonspezialisten Matthias Ebhardt aus Bochum. In der Gesamtbilanz der Deutschen Meisterschaften erwies sich Sebastian Brendel mit insgesamt 7 Titelgewinnen als der erfolgreichste aller Teilnehmer, denn bereits Ende April siegte er zweimal im C1 (200m und 1000m) bei den als Deutsche Meisterschaften ausgetragenen Qualifikationen für die WM 2010.
Nach dem ärgerlichen Algendesaster eine Woche zuvor bei den Weltmeisterschaften in Poznan zeigte Katrin Wagner-Augustin auf dem Fühlinger See, was sie wirklich zu leisten vermag. Mit fünfmal Gold und einmal Bronze avancierte sie bei den Deutschen Meisterschaften in Köln zur erfolgreichsten Kajakdame. Im Einerboot siegte sie über 1000m, holte zudem zweimal Gold im K2 zusammen mit Fanny Fischer über 200m und 500m sowie einmal im K2 über 1000m gemeinsam mit Franziska Weber. Die fünfte Goldmedaille gewann sie im Viererkajak über 500m (mit Fanny Fischer/ Franziska Weber/Henrica von Rauchhaupt). Einen Bronzeplatz erpaddelte Wagner-Augustin im K4 über 200m mit Fanny Fischer/ Franziska Weber/ Carolin Kratochwil. Auch Fanny Fischer konnte zusammen mit den beiden Siegen im K1 über 200m und 500m bei den WM-Qualifikationen in Duisburg insgesamt fünf DM-Titel in diesem Jahr erkämpfen.
Im Juniorenbereich (17/ 18 Jahre) unterstrich Peter Kretschmer mit fünfmal Gold und viermal Silber in Köln, dass im nächsten Jahr in der Leistungsklasse ebenfalls mit ihm zu rechnen ist. Er gewann im C1 die Rennen über 500m, 1000m und 5000m, paddelte zusammen mit Christian Rybarz im C2 über 500m zum Sieg und gehörte auch zur erfolgreichen Besatzung des Achterbootes der Leistungsklasse.
Auch im Kampf um den Nationalmannschaftscup sahnten die Potsdamer jugendlichen Kanuten (15/ 16 Jahre) kräftig ab. Sie gewannen nicht nur mit Felix König (Kajak) und Marc Dunkel (Canadier) zwei von drei Einzelwertungen, sondern sicherten sich ebenso souverän den Mannschaftspokal vor dem SC Magdeburg.
Das Aufgebot des Kanuvereins Brandenburger Adler (BA) mit den leistungsstärksten Nachwuchskanuten der Altersklasse 13/14 (Schüler A) des LKV Brandenburg konnte sich bei den Deutschen Meisterschaften mit 5 Gold-, 4 Silber- und 3 Bronzemedaillen klar vor den altersmäßig gleichartigen Kanuteams aus Berlin (4/ 3/ 1) und Baden-Würtemberg (3/ 2/ 1) platzieren. Mit je drei gemeinsamen Siegen erwiesen sich Nico van der Meer (Heimatverein ESV Lok RAW Cottbus) und Eric Lieseke (Heimatverein BW Wusterwitz) als die Erfolgreichsten der Brandenburger Auswahl. Jedoch auch die von Petra Welke trainierten Kajakmädchen des KC Potsdam, die für den KV BA starteten, haben großen Anteil an dessen Erfolgen. So u.a Alexandra Hoffmann mit 1 x Gold und 3 x Silber und Alina Stelzer mit 1 x Gold und 2 x Silber.

Potsdam, 30.08.2010
Günter Welke

Zwei Titel für Brandenburger Kanunachwuchs bei Mehrkampfmeisterschaften in Köln

Während der Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport in Köln wurden erstmals auch für die Nachwuchskanuten in den Altersgruppen 13 bis 16 Jahre die Besten im Mehrkampf ermittelt. Neben den Leistungen im Einerboot (100m bzw. 200m und 1000m) wurden auch die Zeiten beim 1500m-Lauf und die erzielten Weiten beim Medizinballstoßen für die Platzierungen im Mehrkampf berücksichtigt. Unter den 370 Wettkampfteilnehmern belegten in der Gesamtwertung die Nachwuchskanuten des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg mit zwei Titelgewinnen und fünf Bronzemedaillen den zweiten Rang hinter der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen (3/ 4/ 3). Den dritten Platz sicherte sich Baden-Württemberg (2/ 1/ 0).
Die zwei Brandenburger Mehrkampfsiege verbuchten Marc Dunkel (AK 15, KC Potsdam) und Marius Radow (AK 16, ESV Lok RAW Cottbus). Je eine Bronzemedaille erkämpften sich der Potsdamer Anton Regorius (AK 15), der Eisenhüttenstädter Christian Ihlow (AK 16) sowie die für den KV Brandenburger Adler startenden Tom-Jörg Koose (AK 13, KC Potsdam), Nico van der Meer (AK 14, ESV Lok RAW Cottbus) und Paul Bergemann (AK 13; Stahl Beetzsee Brandenburg).
Für die 15- und 16-jährigen Nachwuchspaddler war dieser Mehrkampf gleich in dreifacher Hinsicht von Bedeutung. Denn neben der Titel- und Medaillenvergabe für die Mehrkampfplatzierungen wurden die Gesamtergebnisse des Mehrkampfes ebenfalls bei der Wertung im Nationalmannschaftscup der Jugend und bei der Nominierung für die Teilnahme an der internationalen Nachwuchsregatta (Olympic Hope Games) am 18./ 19. 09. in Piestany/ Slowakei berücksichtigt. Zu dem 24-köpfigen Aufgebot des Deutschen Kanu-Verbandes für Piestany gehören mit den beiden Mehrkampfsiegern Marc Dunkel und Marius Radow sowie dem Deutschen Meister über 200m von Köln, Felix König (KC Potsdam), auch drei Brandenburger Nachwuchspaddler.

Potsdam, 31.08.2010
Günter Welke

3 Titel und 4 weitere Medaillen für Potsdamer Kanuten bei den Weltmeisterschaften 2010 in Poznan

Es waren nicht nur Algen, die von unseren Rennkanuten aus dem Maltasee bei Poznan gefischt wurden. Nein, es war auch Edelmetall dabei. Wenngleich sich auch nicht alle Medaillenhoffnungen erfüllten, hatten unsere Potsdamer Kanuten unbestritten einen wesentlichen Anteil an den 5 Gold-, 4 Silber- und 2 Bronzemedaillen der deutschen Auswahl, die Rang zwei in der Medaillenwertung hinter Ungarn (6/ 5/ 1) belegte. Denn sechs der acht WM-Starter des KC Potsdam, die in insgesamt 15 Rennen auf dem Maltasee an den Start gingen, waren unmittelbar an drei Titelgewinnen sowie je zweimal Silber und Bronze der deutschen Mannschaft beteiligt. An dieser Stelle gilt daher der Glückwunsch den Potsdamer Medaillengewinnern und ihren Trainern, aber auch den in den Finalläufen platzierten Athleten.
Wir gratulieren an dieser Stelle den Weltmeistern und Medaillengewinnern:
Ergebnisübersicht Weltmeisterschaften 2010 in Posen
Gold
KI 1000mFranziska Weber
CI 5000mRonald Verch
KI 200m Damen StaffelKatrin Wagner-Augustin mit (Nicole Reinhardt, Tina Dietze, Conny Waßmuth)
Silber
KIV 500m DamenKatrin Wagner-Augustin, Fanny Fischer mit (Nicole Reinhardt, Tina Dietze)
KI 200mRonald Rauhe
Bronze
CI 1000mSebastian Brendel
CIV 1000mRonald Verch mit (Erik Rebstock, Chris Wend, Tomasz Wylenzek)
Die weiteren Platzierungen
4.Platz KIV 1000mTim Wieskötter mit (Marcus Groß, Norman Bröckl, Hendrik Bertz)
4.Platz KII 200mFanny Fischer mit (Conny Waßmuth)
5.Platz KII 200mStefan Kiraj mit (Björn Wäschke)
6.Platz Staffel 4x200m CISebastian Brendel, Stefan Kiraj mit (Stefan Holtz, Tomasz Wylenzek)
7.Platz KI 500mKatrin Wagner-Augustin
7.Platz Staffel 4x200m KIRonald Rauhe mit (Jonas Ems, Norman Bröckl, Sören Schust)
8.Platz KI 5000mFranziska Weber
8.Platz CI 500mSebastian Brendel





Ein großes Achtungszeichen setzte Stefan Kiraj zusammen mit seinem Berliner Partner Björn Wäschke mit dem fünften Platz im C2 über die 200m-Sprintstrecke. Das eigene Vorhaben wurde damit in die Tat umgesetzt, und mehr konnte von dem 21-jährigen Sportsoldaten bei seinem ersten WM-Start nicht erwartet werden, zumal die Konkurrenten keineswegs „heurige Hasen“ darstellten.
Äußerst knapp war gleichfalls die Entscheidung um die Medaillenvergabe im K4 der Herren über 1000m mit dem Potsdamer Tim Wieskötter, denn nur um 0,12 Sekunden verfehlten sie als Viertplatzierte die Bronzemedaille der Slowakei und gar winzige 0,3 Sekunden fehlten auf den silbernen Rang des weißrussischen Quartetts. Ähnlich eng ging es im Finalrennen des Kajakzweiers der Damen mit Fanny Fischer und ihrer Magdeburger Partnerin Conny Waßmuth zu, die ebenfalls auf Rang vier einkamen und denen letztlich 0,3 Sekunden zur Bronze- sowie 0,4 Sekunden zur Silbermedaille fehlten.
Nicht zu vergessen ist das Pech, das Katrin Wagner-Augustin bei ihrem Rennen im K1 über 500m förmlich an der Steuerflosse hing. Das meterlange Algengeflecht ließ jegliche Aussichten auf einen Sieg oder eine Medaille von vornherein scheitern. Ein mehr als ärgerliches Malheur machte damit ein Jahr harte Trainingsarbeit zunichte.

Potsdam, 23.08.2010
Günter Welke

Weltmeisterschaften Kanurennsport 2010 in Posen (Zwischenbericht)

Tag 3 der diesjährigen WM brachte die ersten Entscheidungen mit Potsdamer Beteiligung. Gleich am Morgen standen die gesamten deutschen Fans bereit, waren gespannt und voller Vorfreude auf die 1000m Finals. Und dann jagte ein Ereignis das Nächste. Der CIV mit Ronald Verch zeigte einen Klasse Endspurt, unterlag aber knapp dem Romänischen Team und den siegreichen Weissrussen. Folgend startete Franziska Weber im KI. Nach ihren Erfahrungen im vergangenen Jahr und der diesjährigen EM fuhr sie mutig im direkten Kontakt zu ihrer Ungarischen Konkurentin und konnte auf den letzten 250m am meisten zusetzen. Mit einem passablen Vorsprung gewann Franziska damit ihren ersten WM-Titel. Im CI fand sich Sebastian Brendel einem sehr starken Feld wieder. Bei jedem aufgerufenen Namen waren sofort grosse Erfolge in der Erinnerung. Es waren die Dominatoren der letzten beiden Jahre aber auch wieder erstarkte Kanustars aus Peking und Athen wieder in Topform. In einem kämpferischen Finale konnte sich Sebastian Platz 3 und damit Bronze sichern.

Zweimal Gold und weitere drei Medaillen für Potsdamer Nachwuchskanuten bei EM in Moskau – Stefan Kiraj und Kurt Kuschela holen EM-Titel.

Bei den Europameisterschaften im Kanu-Rennsport der U23 und Junioren vom 29.07.-01.08.2010 in Russlands Hauptstadt präsentierte sich der Nachwuchs des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) mit 6 Gold-, 7 Silber- und 5 Bronzemedaillen in guter Verfassung.
Die vier Canadierfahrer des Kanu-Clubs Potsdam im OSC, die dem DKV-Aufgebot angehörten, trugen nicht unwesentlich zu den Erfolgen des deutschen Nachwuchsteams bei. Denn bei insgesamt sieben Rennen eingesetzt, hatten sie an je zwei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen unmittelbaren Anteil. Und jeder der Potsdamer EM-Teilnehmer kehrte mit mindestens einer Meisterschaftsmedaille geschmückt zurück in heimatliche Gefilde.
Auf das Konto der beiden 21-jährigen Rennpaddler Stefan Kiraj und Kurt Kuschela gehen die zwei EM-Titel bei den U23-Rennen. Zusammen mit seinem Berliner Partner Björn Wäschke schnappte sich Stefan Kiraj die Goldmedaille im C2 über 200m vor dem Duo aus der Ukraine. Im Einer-Canadier gewann der Potsdamer zudem über die Sprintstrecke noch eine Bronzemedaille. Für eine besonders positive Überraschung, sowohl für sich selbst als auch für seinen Trainer Ralph Welke, sorgte indes der gebürtige Spremberger Kurt Kuschela mit seinem Sieg im C1 über 1000m.
Nicht minder erfolgreich erkämpfte sich der 18-jährige Peter Kretschmer bei den Junioren zweimal Silber und einmal Bronze. Im Ziel des 1000m-Rennens im C1 trennten ihn nur knapp 0,6 Sekunden von dem siegenden russischen Konkurrenten. Hinter dem rumänischen Siegerboot gewann Kretschmer im C4 über 1000m zusammen mit seinem Potsdamer Clubgefährten Jonas Markowski sowie dem Berliner Alexander Thiele und dem Leipziger Sebastian Hennig seine zweite Silbermedaille. Sein drittes und viertes Rennen absolvierte Peter Kretschmer im Zweier-Canadier gemeinsam mit Alexander Thiele über 200m und 500m. Dabei holte er sich mit Bronze über die 500m-Distanz seine dritte Medaille. Auf der Sprintstrecke reichte es nicht ganz zum Edelmetall, denn hinter dem italienischen Duo konnte sich die C2-Besatzung Kretschmer/ Thiele lediglich auf Rang vier platzieren.
Der Kanu-Club Potsdam, der Förderverein, alle Sponsoren und Freunde des KCP sowie die Trainer und Trainingsgefährten des Bundes-/ Landesstützpunktes Potsdam gratulieren den EM-Titel- und Medaillengewinnern zu ihren Erfolgen und wünschen ihnen weiterhin viele positive sportliche Erlebnisse.

Potsdam, 02.08.2010
Günter Welke



 

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