Kanuscheune – Ein neues Zuhause für den Kanu-Club Potsdam im OSC

Der heutige Kanu-Club Potsdam im Olympischen Sportclub Luftschiffhafen e.V.(KCP) war schon zu DDR-Zeiten ein sehr erfolgreicher Hochleistungssportclub. Mit der Vereinigung beider deutschen Staaten, stand auch er vor einem Neuanfang und musste sich neu orientieren. Mit der Umbildung von einem staatlich geförderten und gelenkten Sportclub in einen sich selbst zu finanzierenden, eingetragenen, gemeinnützigen Verein ging auch die eigentliche Basis für einen Kanu-Club, das Bootshaus verloren. Das Haus wurde Olympiastützpunkt und damit Trainingsstätte aller Kaderathleten.

Der KCP konnte in den letzten 20 Jahren mit Hilfe und Unterstützung vieler Freunde, Unterstützern und Sponsoren, mit staatlicher Förderung und Institutionen und durch einen eigenen Förderverein zu seiner alten Leistungsfähigkeit zurückfinden und ist heute einer der sportlich erfolgreichsten Kanu-Clubs der Welt.

Während sich die Trainingsbedingungen der Sportlerinnen und Sportler auf Weltniveau entwickelt haben, ist für den Verein, für den Freizeitsport und die Nachwuchsentwicklung sowie für das eigene Netzwerk, überhaupt keine Basis vorhanden. Das war der Grund, dass der Förderverein des KCP schon im Jahre 1999 ein Projekt startete, um mit Fördermitteln und Spenden dieses Dilemma zu lösen.

Unter der Leitung des Geschäftsführenden Gesellschafters der „GIW Gesellschaft für Infrastruktur- und Wirtschaftsentwicklung mbH“ und heutigen stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins für den KCP, Dr. Bernhard Lohr, wurde ein Projekt entwickelt, dass allen Forderungen gerecht wurde. Doch leider waren alle Bemühungen umsonst, denn für das notwendige Grundstück gab es Rückübertragungsansprüche.

In den folgenden Jahren wurden weitere zwei Projekte entwickelt, doch auch bei diesen gab es unüberwindbare Schwierigkeiten.
Im Januar 2006, bei der 6. Kanuparty präsentierten dann der Vorsitzende des KCP, Horst Müller-Zinsius, der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Jürgen Eschert und sein Stellvertreter, Dr. Gerd Harms, zur Überraschung aller Gäste, ein neues Projekt. Direkt an der Stelle im Luftschiffhafen, wo 1963 das erste Bootshaus des Vorgängers des heutigen Kanu-Clubs Potsdam, des Armeesportclubs Potsdam stand, wurde Ende der sechziger Jahre, ein Pferdestall für die modernen Fünfkämpfer errichtet. Dieser ist inzwischen marode, soll nun zur „Kanuscheune“ umgebaut und das neue Domizil des KCP werden. Da das Hauses dafür aber zu groß ist, überzeugte man noch die ebenfalls sehr erfolgreiche Frauen-Bundesligamannschaft von „Turbine Potsdam“, den „Orts- und Landesverband der DLRG“ und den „Potsdamer Laufclub“ sich an dieser Aktion zu beteiligen und ein „Haus der Vereine“ daraus zu entwickeln.

Nicht nur, dass es schon Entwürfe durch den Architekten Volker Weigel dafür gab, es wurde auch gleichzeitig eine sehr originelle und wirksame Möglichkeit der Finanzierung vorgestellt. Ein Großteil des notwendigen finanziellen Eigenanteils sollte über den Verkauf von signierten Mauersteinen und sonstiges Sponsoring aufgebracht werden.

Die ersten 3 Steine für je 100,- € kauften sofort die 3 Initiatoren und 3 weitere Ehren-Steine wurden dem Ministerpräsidenten, Matthias Platzeck, dem Sportminister, Holger Rupprecht und dem Oberbürgermeister, Jann Jakobs, an diesem Abend übergeben. Alle Steine waren schon mit entsprechendem Namenszug durch die Ziegelei Glindow gebrannt und wurden durch den Inhaber der Ziegelei, Harald Dieckmann, vorgestellt.

Im Anschluss begann schon die erste Verkaufsaktion mit großem Erfolg. Es war der Startschuss für eine Erfolg versprechende Aktion, nach Jahren der Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit, nun endlich eine eigene Heimstatt zu schaffen.

Geben Sie dem KCP ein Zuhause!

Der Kanu-Club Potsdam (KCP) im OSC ist seit Jahren einer der erfolgreichsten Sportclubs der Welt. Bei internationalen Meisterschaften sind Potsdamer Kanuten stets auf dem Sie-gerpodest zu finden und bei Olympischen Spielen sorgen nicht zuletzt die Kanuten dafür, dass Deutschland in der Medaillenwertung einen der vorderen Plätze einnimmt. Bei den bevorstehenden Olympischen Spielen in Peking könnten die Potsdamer Kanuten mit voraussichtlich 7 Spitzensportlerinnen und -sportlern sogar das größte Kontingent unter den deutschen Kanuten stellen!

Trotz dieser beispiellosen sportlichen Erfolge ist der KCP unter den erfolgreichen Kanuclubs der Welt wohl der Einzige ohne eigenes Vereinshaus. Zwar trainieren die Kaderathleten des KCP im Olympiastützpunkt im Luftschiffhafen unter guten Bedingungen, aber für alle anderen Mitglieder des KCP, einschließlich Sponsoren und Förderer gibt es kein "eigenes Zuhause". Da durch diese ausgesprochen schlechten äußeren Randbedingungen die weitere erfolgreiche Entwicklung des Kanu-Rennsports in Potsdam gefährdet ist, arbeiten der KCP und der Förderverein bereits seit geraumer Zeit an dem Projekt eines Vereinshauses.

Aus dem ursprünglichen Projekt eines Hauses nur für den KCP, wurde nun, nach mehrjähriger Vorarbeit, mit Hilfe des Landes Brandenburg und unter der Federführung der Landeshauptstadt Potsdam das Projekt "Kanuscheune - Haus der Vereine im Luftschiffhafen" entwickelt, in dem neben dem KCP noch weitere vier Vereine ihr Domizil haben werden.

Neben der großzügigen finanziellen Unterstützung der Stadt Potsdam und des Landes Brandenburg haben auch die Vereine einen großen Eigenbeitrag zu leisten. Dieser Betrag, der zusätzlich zu den laufenden Ausgaben des KCP aufzubringen ist, übersteigt unsere bis-herige finanzielle Leistungsfähigkeit. Wir sind deshalb zur Realisierung dieses so wichtigen Projektes auf die zusätzliche Unterstützung aller Freunde, Sponsoren und Förderer des KCP angewiesen. Bitte helfen Sie uns bei der Realisierung dieses so wichtigen Projektes.

Sie können dies durch die Teilnahme an unserer Aktion "Steine für die Kanuscheune" tun. Bitte kaufen Sie einen (oder mehrere) Steine. Auch die speziellen Elemente, die wir Ihnen auf den folgenden Seiten zeigen, können Sie erwerben. In Einzelfällen können auch Sach-spenden als Baumaterial oder Ausstattung in das Projekt eingebundenwerden. Bitte helfen Sie mit, die Kanuscheune zu bauen. Jeder EURO als Barspende wird ebenso dankbar angenommen. Wir zählen auf Sie!

Herzlichst Ihr

Dr. Jürgen Eschert
Vorsitzender des Fördervereins
und Horst Müller-Zinsius
Vorsitzender des KC Potsdam

Fördermöglichkeiten

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"Kanuscheune" – Haus der Vereine im Luftschiffhafen

Das Projekt "Kanuscheune" – Haus der Vereine im Luftschiffhafen sieht die Sanierung des ehemaligen Pferdestalles neben dem Olympiastützpunkt im Luftschiffhafen vor. Dort, wo 1925 die erste "Allgemeine Wassersportausstellung" stattfand und das erste Bootshaus des Kanu-Club Potsdam, die Militärbadeanstalt stand, wird das neue Domizil errichtet. Fünf Vereine sind an der "Kanuscheune" beteiligt: neben dem KCP noch der 1. FFC Turbine Potsdam, die DLRG Ortsgruppe Potsdam und der DLRG Landesverband Brandenburg sowie der Potsdamer Laufclub. Ein wichtiger Schritt war die Unterstützung durch das Land Brandenburg sowie die Beteiligung der Stadt Potsdam als Bauherr. Die Planung geschieht in enger Abstimmung mit den Vereinen. Das Gebäude wird voraussichtlich 2012 bezugsfertig sein.

Die Nutzfläche des Gebäudes beträgt ca. 1.100 qm. Auf den KCP entfallen hierbei ca. 300 qm. Kern ist ein großer Aufenthaltsraum, der mit seinem atmosphärischen Ambiente zum Zentrum der Kommunikation der Mitglieder des KCP und des Fördervereins werden soll. Daneben sind Umkleideräume, WC´s und Duschen, 2 Büroräume, ein Trainerzimmer sowie ein großer Lagerraum für den KCP vorgesehen.

Im Erdgeschoss ist ein Gemeinschaftsbereich geplant, der unter Koordination des KCP mit einer kleinen Vereinsgastronomie allen Vereinen gemeinsam zur Verfügung steht. Die Gesamtkosten des Projektes betragen ca. 2,9 Millionen Euro. Finanziert wird dieser Betrag durch die beteiligten Vereine, die Stadt Potsdam, die Pro Potsdam sowie das Land Brandenburg.

Auf den KCP entfallen hiervon ca. 140.000,- Euro. Für die Einrichtung und die Außenanlagen werden nochmals ca. 200.000,- Euro benötigt.

Dieses Geld muss zusätzlich zu den laufenden Aufwendungen für den Sportbetrieb aufgebracht werden.