Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Nun ist sie offiziell eröffnet, die Kanusaison 2019! Bei schönstem Sonnenschein war das traditionelle Anpaddeln in der Neustädter Havelbucht auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Einer mit zwei Prämieren. Dajana Pefestorf als neue Präsidentin des Landes-Kanuverbandes Brandenburg und Mike Schubert als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam eröffneten erstmals gemeinsam das Paddeljahr. 

Das Jahr 2018 war überaus erfolgreich, aber wie wird es 2019? Das unsere Kanutinnen und Kanuten aller Alternsklassen auf einem sehr guten Weg sind zeigen die Wettkampfergebnisse im April. Während sich die Leistungsklasse und die Junioren bei den Nationalen Sichtungen in Duisburg bärenstark präsentierten, zeigte unser Paddelnachwuchs beim Einer-Omnium in Werder/Havel und der Herner-Hoheisel-Regatta in Kirchmöser was in ihm steckt. Günter Welke und Ronald Verch berichten ausführlich von den Ergebnissen. 

Und was hält die neue Ausgabe der Kanuspitze sonst noch für uns bereit? Eine Menge Jubiläen, Abschiede und Erinnerungen. 

Manfred Buhl gibt nach 16 Jahren als Vorsitzender der Geschäftsführung unseres jahrelangen, treuen Sponsors der Securitas den Staffelstab weiter an seinen Nachfolger. Am 9. Juni wurde dies im angemessenen Rahmen gefeiert. Jürgen Eschert berichtet von diesem feierlichen und teils auch Wehmütigen Ereignis. Schließlich war er vor Ort und wurde von den Olympiasiegern Sebastian Brendel und Jan Vandrey begleitet. 

Ein Runder Geburtstag steht uns bevor, einer war bereits im April. Eva Setzkorn, früher erfolgreiche Nachwuchstrainerin im Kanurennsport beginn ihren 90. Geburtstag, Peter Frenkel, seines Zeichens Olympiasieger von 1972 im 20km Gehen und Gründungsmitglied des Fördervereins feiert im Mai seinen 80. Geburtstag. Michael Meyer hat sich mit ihm getroffen. 

Micha Meyer war fleißig in den letzten Wochen. Gemeinsam mit dem olympischen Bronzemedaillengewinner von 1988 Hans-Jörg Bliesener hat er in dessen Fotokiste gekramt und in Erinnerungen geschwelgt. Was macht eigentlich... ? 

Und unsere Geburtstagskinder sollen natürlich auch nicht vergessen werden – das Bootsgeflüster

Nationale Qualifikationen in Duisburg

Der Monat April stand ganz im Zeichen der Qualifikationsregatten für die Nationalmannschaften des Deutschen Kanu-Verbandes. Während die Junioren bereits im März den ersten Teil in Kienbaum erfolgreich absolvierten, hatten die Athletinnen und Athleten der Leistungsklasse zweimal die Chance in Duisburg sich mit hervorragende Leistungen für die erweiterten Nationalmannschaften zu qualifizieren. 

1. Nationale Qualifikation: Franziska John und Ronny Rauhe zeigen bei der ersten Quali ihre ganze Klasse - Basti Brendel fand sich in ungewohnter Rolle wieder 

Franziska John und Ronald Rauhe konnten bei ersten nationalen Kräftemessen vom 5. bis 7. April der Konkurrenz ihr Bootsheck präsentieren. Während Ronny über die 200m- und 250m-Sprintstrecken siegreich war, konnte Franzi über 500m den Sieg davon tragen sowie über 250m hinter der Hannoveranerin Sabrina Hering-Pradler den zweiten Platz belegen. Doppelweltmeister Sebastian Brendel fand sich hingegen am Ende des Wochenendes in einer für ihn ungewohnten Position wieder. Während sich der dritte Platz über 250m im normalen Rahmen für den 1000m-Spezialisten bewegte, so war der zweite Platz über seine Paradestrecke hinter dem Berliner Conrad Robin Scheibner vielleicht die größte Überraschung des Wochenendes. Neben eines starken Rennens des jungen C4-Weltmeisters von 2017 begünstigte der Wind von rechts vielleicht ein bisschen den Ausgang des Rennens, der den 31-jährigen aber für die zweite Quali nur umso mehr motivieren sollte. 

Leistungsklasse des KC Potsdam zeigt sich in ihrer Breite stark auf der Wedau 

Aber nicht John, Rauhe und Brendel zeigten hervorragende Leistungen, die Leistungsklasse des KC Potsdam wusste in ihrer ganzen Breite zu überzeugen. K4-Weltmeister Tamas Gecsö belegte die Plätze fünf (1000m) und sieben (250m), Neu-Potsdamer Felix Frank die Plätze neun (1000m) und 13 (250m), Timo Haseleu wurde über 200m starker dritter und über 250m fünfter. Die beiden Junioren-Vizeweltmeister des vergangenen Jahres Martin Hiller und Leonard Busch feierten ebenfalls einen erfolgreichen Einstand in der Leistungsklasse und konnten sich ebenso wie Max Zaremba für das A-Finale über 200m, Hiller sogar zusätzlich für das A-Finale über 250m, qualifizieren. 

Kajak-Damen ebenfalls stark 

Bei den Kajak-Damen konnten neben Franziska John vor allem Conny Waßmuth und Tabea Medert überzeugen. Während Conny nach ihrem fünften Platz über 200m zwar krankheitsbedingt abmelden musste, zeigte Tabea als zweifache WM-Silbermedaillengewinnerin von 2017, dass nach einem durchwachsensen Jahr 2018 in diesem Jahr wider mit ihr zu rechnen ist. Über 250m belegte sie hinter Conny den sechsten Rang, über 500m wurde sie am Ende achte. 

Sowohl die Damen als auch die Herren im Indianerboot wussten zu überzeugen 

Annika Loske und Ophelia Preller, sowie Stefan Kiraj und Jan Vandrey heißen die neben Sebastian Brendel aussichtsreichsten Anwärter auf die begehrten Plätze in der Canadier-Nationalmannschaft. Annika und Ophelia belegten hinter der jeweils siegreichen Berlinerin Lisa Jahn über 250 und 500m die Plätze zwei und drei. Kiri siegte über 200m und wurde über 250m fünfter, während Jan die Plätze zwei (200m), vier (250m) und acht (1000m) erreichte. 

Insgesamt waren die Ergebnisse für die meisten Potsdamer Athleten eine gute Ausgangsposition für die zweite Ranglistenregatta, welche drei Wochen später wieder in Duisburg stattfinden sollte.

2. Nationale Qualifikation: zwischen Topleistung und Krankheit: Brendel in gewohnter Manier, Conny Waßmuth überzeugt im Einer bei den Damen und auch die Junioren greifen erfolgreich ins Geschehen ein 

Das ihn der zweite Platz bei der ersten Qualifikation gewurmt hat ist unbestritten, umso motivierter war Olympiasieger Sebastian Brendel bei der zweiten nationalen Ausscheidung zu zeigen, wer der beste Deutsche Canadierfahrer ist. Und dies ist ihm mit seinen Siegen über 500 und 1000m in eindrucksvoller Manier gelungen. Hinzu kam noch ein zweiter Platz gemeinsam mit Jan Vandrey im C2 über 1000m hinter den Weltmeistern Oeltze-Kretschmer. 

Conny Waßmuth konnte ihre Sprintfähigkeiten mit dem guten Ergebnis auf der 250m Strecke zurr ersten Sichtung auch diesmal bestätigen. Über 200m belegte sie den dritten Platz. Über die wichtigere 500m-Strecke machte sie es sogar noch um einen Platz besser und wurde Zweite hinter der Leipzigerin Tina Dietze. Und auch Tabea Medert konnte sich verbessern. Über 500m wurde sie hervorragende dritte, über 200m siebente. In Abwesenheit von Franziska John waren dies für beide wichtige Schritte auf dem Weg in die Auswahlmannschaft des DKVs. Franzi hingegen konnte krankheitsbedingt nicht in Duisburg am Start stehen, hatte aber aufgrund ihrer tollen Ergebnisse der ersten Quali auch keinen Qualifikationsdruck mehr. Auch Ronny Rauhe war nach seinen beiden Siegen Anfang April diesmal in Duisburg nicht am Start. 

Leistungsklasse des KCP überzeugt auch diesmal wieder in der Breite 

Insgesamt kamen die Athletinnen und Athleten des KC Potsdam an diesem Wochenende auf 23 Platzierungen in den A-Finals. Besonders hervorzuheben sind hierbei der Sieg von Timo Haseleu im K1 über 200m, der ihm eine hervorragende Position auf in der Sprintrangliste brachte, die Ergebnisse von Annika Loske und Ophelia Preller, die nach den Plätzen zwei und drei im ersten 500m-Rennen im anschließenden 500m-Rennen und über 200m jeweils einen Doppelsieg holten sowie die Leistungen von Felix Frank. Der Neu-Potsdamer belegte über 1000m den vierten, und über 500m den fünften Platz. Aber auch Jan Vandrey, Tamas Gecsö, Max Zaremba, Leonard Busch und Martin Hiller sollen mit ihren tollen Leistungen in den verschiedenen A-Finals nicht unerwähnt bleiben. 

Hier findet ihr auch noch zwei Siegerintervies mit Annika Loske und Timo Haseleu 

Über Poznan und Duisburg zur WM nach Szeged 

Nach den Ergebnissen der beiden Qualifikationen wird seitens der Bundestrainer nun die erweiterte Nationalmannschaft gebildet, die dann bei den Weltcups in Poznan/POL (23.-26.5.) und Duisburg (30.5.-2.6.) die endgültigen Plätze in der Nationalmannschaft ausfährt. Die Regattastrecke auf dem Maltasee in Poznan ist mit einer Fahrzeit von knapp zweieinhalb Stunden übrigens die nächstliegenden Weltcup-Strecke und eignet sich daher bestens um unsere Topathleten mit einem Tagesausflug vor Ort zu unterstützen. 

12 Potsdamer Junioren bei der nationalen Qualifikation in Duisburg dabei 

Dem 34-köpfigen Aufgebot des Kanu-Clubs Potsdam im OSC, das an der abschließenden nationalen WM-Qualifikation am letzten Aprilwochenende in Duisburg antrat, gehörten auch 12 Rennkanuten des Juniorenbereiches an. Mit Tom Lucas Hinz musste allerdings ein Hoffnungsträger krankheitsbedingt kurzfristig auf der Regattastrecke an der Wedau aufgeben.

Für alle anderen Nachwuchsathleten ging es letztlich darum, sich für die Nominierung in die DKV-Auswahl zu empfehlen, die an der  internationalen Juniorenregatta in Brandenburg an der Havel (24.-26.05.) teilnimmt.  

Überragende Leistungen von Florian Köppen auf der Wedau 

Bereits im Vorfeld hatten sich fünf Potsdamer Junioren mit ihren Ergebnissen bei dem Athletiktest Anfang März in Kienbaum eine gute Ausgangsposition für die weiteren Qualifikationswettkämpfe geschaffen. Bei den insgesamt 12 Finalentscheidungen in Duisburg belegten die Junioren des Kanu-Clubs Potsdam im OSC fünfmal den ersten Platz, gelangten sechsmal auf Rang zwei und einmal auf Platz drei.

Als absoluter Könner im Canadierbereich erwies sich Florian Köppen, der alle drei Endläufe (200 m, 500 m, 1000 m) zu seinen Gunsten entschied. Beeindruckend war besonders der souveräne Doppelsieg der beiden Potsdamer Köppen und Weßel im C1 über 1000 m.

Je einen Sieg und zwei zweite Plätze über 200 m und 500 m erreichten die Clubgefährtinnen Katharina Diederichs (Kajak) und Isabelle Zanin (Canadier). Kajakfahrer Elias Kurth erfüllte ebenso mit Platz zwei über 1000 m, Rang vier über 500 m sowie einen siebten Rang über 200 m voll die in ihn gesetzten Erwartungen. Gleiches gelang Janek Weßel im Canadier mit den Plätzen zwei, drei und vier über jeweils 1000 m, 500 m und 200 m. 

Internationaler Leistungsnachweis ist auf dem Beetzsee zu erbringen 

Über die Einsatzkonzeption für das Junioren-Auswahlteam des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV), dass  bei der  Juniorenregatta in Brandenburg an der Havel vom 24. bis 26.05.  einen Leistungstest gegen internationale Konkurrenz bestehen muss,  hat der Trainerrat des DKV  nach der Duisburger Qualifikation entschieden.

Im Ergebnis dieses internationalen Leistungsnachweises wird das endgültige JEM/JWM-Aufgebot formiert 

Günter Welke und Ronald Verch

Mit Can-Can beim Anpaddeln erfolgt der Start in die vorolympische Saison

Am ersten Sonntag im April fand bei schönstem Sonnenschein das traditionelle Anpaddeln des Landes-Kanu-Verband Brandenburg und aller Potsdamer Kanuvereine statt. Zum mittlerweile fünfzehnten Mal wurde dieses gemeinsame Ereignis in der Potsdamer Havelbucht begannen. Einige Details waren aber trotz aller Tradition neu.

Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen begrüßte der Leiter des Kanu-Clubs Potsdam im OSC Torsten Gutsche vor der Kanuscheune die in großer Anzahl erschienenen Teilnehmer am diesjährigen Anpaddeln. Darunter der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mike Schubert, der es sich nicht nehmen ließ, zusammen mit Gutsche und dem Ehrenvorsitzenden des Fördervereins des KC Potsdam Jürgen Eschert in einem Mannschafts-Canadier in die Neustädter Havelbucht zu paddeln, um dort gemeinsam mit der Präsidentin des LKV Brandenburg Dajana Pefestorff alle Potsdamer Kanufreunde zu begrüßen und die Kanu-Saison 2019 offiziell zu eröffnen. 

LKV-Präsidentin und Potsdamer Oberbürgermeister begrüßen alle Potsdamer Kanusportler 

Beide noch nicht allzu lange in Ihrem Amt befindlichen Persönlichkeiten, die im Zuge des gemeinsamen Anpaddelns aller Potsdamer Kanuvereine/-abteilungen am 07. April erstmals in ihrer Funktion die Kanusaison eröffneten, fanden mit ihren kurzen Begrüßungsworten und der Würdigung der Leistungen der Wassersportler nicht nur Anklang bei den Aktiven auf dem Wasser, sondern auch bei den zahlreichen Zuschauern, die sich am Sonntagvormittag vor der Gaststätte „Seerose“ versammelt hatten. 

Etwa 100 Boote mit fast 250 Kanusportlern in der Neustädter Havelbucht 

Seit 2004 wird die bereits zur Tradition gewordene Veranstaltung jährlich am ersten Aprilwochenende auf dem Havelgewässer vor der Gaststätte „Seerose“ in der Potsdamer Innenstadt durchgeführt.  Die LKV-Präsidentin bedauerte sehr, dass der jetzt 82-jährige Initiator dieses Potsdamer Events, Jürgen Poitzsch von den Wassersportfreunden Pirschheide, nicht dabei sein konnte. Zumal die mit nahezu 250 Paddlern jeglichen Alters besetzten etwa einhundert muskelbetriebenen Wasserfahrzeuge - angefangen vom Stand Up Paddling über die Renn-, Polo- und Wanderboote bis zum Drachenboot - wiederum ein bunt bewegtes Bild in die Havelbucht zauberten. 

„Potsblitz“ mit flotten Tänzen 

Die Tanzgruppe „Potsblitz“ begeisterte darüber hinaus mit ihrer Can-Can-Darbietung Wassersportler und Zuschauer gleichermaßen. Großen Zuspruch fand zudem die Verteilung der gemeinsam vom Deutschen Kanu-Verband und Deutschen Ruder-Verband zur Verfügung gestellten Beutel für die umweltfreundliche Müllentsorgung durch die Wassersportler. 

Sportinteressierter Oberbürgermeister sichert Unterstützung zu 

Mike Schubert, der in den neunzehnhundertsiebziger Jahren seinen als Kanutrainer tätigen Vater Manfred Schubert im Potsdamer Luftschiffhafen oft begleitet hatte, outete sich als Kanufreund von Kindesbeinen an. Jedoch nicht nur deshalb, sondern auch als Stadtoberhaupt sieht OB Schubert ein besonderes Anliegen in der Unterstützung und Förderung des Sports. 

Zahlreiche Teilnehmer beim Verzehr von Grillwurst und Kuchen 

Die Kanu-Rennsportasse des KC Potsdam konnten an dem diesjährigen Anpaddeln leider nicht teilnehmen, da sie zum gleichen Zeitpunkt in Duisburg bei den ersten Qualifikationswettkämpfen für die Weltmeisterschaften starteten. Zurück in ihren Vereinsbootshäusern, ließen die Kanusportler gemeinsam mit Familienangehörigen, Unterstützern und Förderern am Nachmittag den Saisonstart bei erfrischenden Getränken, Grillgut und Kuchen geruhsam ausklingen. Ein gelungener Saisonauftakt, der Vorfreude auf die kommenden Ereignisse im vorolympischen Wettkampfjahr aufkommen ließ. 

Günter Welke und Ronald Verch

Potsdamer Nachwuchs erfolgreich in das Wettkampfjahr 2019 gestartet

Auch für den Potsdamer Nachwuchs begann im Monat April die Wettkampfsaison auf dem Wasser. Nachdem bereits in Spremberg und Cottbus die Athletikwettkämpfe auf dem Plan standen und im Rahmen der D-Kaderüberprüfung die sportlichen unseres Nachwuchses überprüft wurden standen mit dem Eineromnium in Werder und der traditionellen Werner-Hoheisel-Regatta in Kirchmöser die ersten beiden reinen Paddelwettkämpfe im Wettkampfkalender. Unsere Nachwuchskanuten wussten bei beiden Regatten mit ihren Leistungen zu überzeugen.

Erfolgreicher Leistungstest beim Einer-Omnium in Werder/Havel 

Auf der Regattastrecke der Inselstadt Werder unterzog sich am 13.04. der zehn- bis sechzehnjährige Kanunachwuchs aus fünfzehn Brandenburger Kanuvereinen/ -abteilungen beim Eineromnium vor dem eigentlichen Saisonbeginn einem Leistungstest über 500 m und 2000 m bzw. 4000 m. 

Die ab 10.30 Uhr  bis gegen 15.00 Uhr ausgetragenen Rennen, wurden nur in Einer-Booten gefahren und dienten vor allem im A-Schüler-Bereich (Jahrgänge 2005/ 2006)  der Mannschaftsformierung für den Kanuverein Brandenburger Adler in der bevorstehenden Saison.

Trotz relativ niedriger Temperaturen um fünf Grad Celsius war ein reges Wettkampfgeschehen auf der Föhse, einem Nebenarm der Havel, zu verzeichnen. Auch einzelne Kenterungen konnten den Wettkampfeifer der  jungen Sportler/-innen nicht bremsen. 

Sportschüler vom Landesstützpunkt des KC Potsdam gewinnen die meisten Medaillen 

In den insgesamt 34 Endläufen konnte der am Landesstützpunkt des Kanu-Clubs Potsdam im OSC trainierende Paddelnachwuchs (gleichzeitig Kanu-Sportschüler)  13 Siege verbuchen und weitere 26 Medaillen erringen. Dabei verzichtete der KC Potsdam auf den Einsatz seiner B-Schüler (Jahrgang 2004 und jünger).

Auch die Paddeltalente von Blau Weiß Wusterwitz und Stahl Finow (jeweils vier Siege) , KC Eisenhüttenstadt (drei Siege) sowie ESV Kirchmöser und WSF Pirschheide (jeweils zwei Siege) stellten unter Beweis, dass sie gut vorbereitet waren.

Acht Dreifacherfolge und vier Doppelsiege für den Potsdamer Landesstützpunkt 

In jeweils vier Finalentscheidungen der Jugend und der Schüler A konnten die Potsdamer Sportschüler Dreifacherfolge erzielen.

Besonders die elf Doppelsieger/-innen (Kurz- und Langstrecke) der teilnehmenden Vereine bewiesen  deutlich  ihre Leistungsstärke und Vielseitigkeit. Dazu auch zählten die Potsdamer Sportschüler Felix Kliemann, Leon Michael Reckzeh, Lilly Timm und Hedi Moana Kliemke.

Was macht eigentlich… Hans-Jörg Bliesener?

In der über 50-jährigen Erfolgsgeschichte des Kanu-Clubs Potsdam gab es viele Athletinnen und Athleten, die in ihrer Zeit zur internationalen Paddel-Spitze zählten, sowie Trainer, die sie auf ihrem Erfolgsweg begleiteten. Inzwischen ist es oft ruhiger um sie geworden. Da taucht schon mal die Frage auf, wie es ihnen heute geht. Beispielsweise Hans-Jörg Bliesener. 

Auch knapp dreißig Jahre nach seinem Leistungssport-Karriereende als Rennkanute fühlt sich Hans-Jörg Bliesener dieser Sportart eng verbunden. „Weil Paddeln einfach schön ist“, begründet der gebürtige Brandenburger, der im April seinen 53. Geburtstag feierte und beruflich als Center-Manager tätig ist, seine anhaltende Liebe zur Bewegung auf dem Wasser. Und erklärt: „Ich werde immer paddeln.“ Diese Begeisterung war dem Olympiadritten von 1988 sowie WM-Zweiten von 1985 und 1986 des damaligen Armeesportklubs Vorwärts Potsdam während seiner Zeit im Hochleistungssport verloren gegangen, „weil man sich damals oft wie eine Maschine fühlte, die einfach funktionieren muss“, erinnert er sich. Erst als er aus dieser Mühle heraus gewesen sei, habe er die Schönheit des Kanusports für sich wiederentdeckt.

Dieser Wassersport lag für Hans-Jörg Bliesener praktisch in der Familie. Sein Onkel Klaus-Dieter Bertz war Mitte der 50er Jahre Deutscher Meister im Zweierkajak, blieb dieser Sportart später treu und wurde erster Übungsleiter des neunjährigen Hans-Jörg, als der 1975 bei Motor Süd Brandenburg mit dem Paddeln begann. „Nachdem ich mich davor in Fußball und Leichtathletik versucht hatte, beschlossen mein Vater und mein Onkel, mich zu den Kanuten zu schicken“, erinnert sich Bliesener. „Auch meine Cousine Dietlinde und meine Cousins Ecki und Udo paddelten – es war für mich daher das Normalste.“ Der Junge zeigte zudem Geschick im Boot und mauserte sich dort so, dass er 1977 zur Kinder- und Jugendsportschule nach Potsdam kam, wo Hartmut Kliemke sein erster Trainer wurde; ab der 9. Klasse coachte ihn Rolf-Dieter Amend. Im Luftschiffhafen reifte Hans-Jörg Bliesener schließlich zum zweifachen Junioren-Weltmeister. Bevor er 1983 Junioren-WM-Gold im Einerkajak über 1000 Meter gewann, war er bereits Ersatzmann im WM-Kader der Leistungsklasse.

In der startete er anschließend durch. Trainiert wurde er nun als Olympia-Kader von Ekkehard Berg, „bei dem ich damals so schnell wurde, dass ich mehrere Jahre davon zehrte“, erzählt Bliesener, der bald ein persönliches Highlight erlebte. „1976 hatte ich mir als Zehnjähriger bei der Großen Internationalen Kanu-Regatta in Brandenburg von Rüdiger Helm ein Autogramm auf einem Wimpel geholt, und zehn Jahre später paddelte ich plötzlich selbst mit ihm im Vierer“, erinnert sich Bliesener, der 1984 gemeinsam mit dem dreifachen Olympiasieger aus Neubrandenburg sowie seinen beiden Potsdamer Klubkameraden Peter Hempel und Jens Fiedler im Viererkajak über 1000 Meter die internationalen Regatten beherrschte, ehe der Olympia-Boykott zahlreicher sozialistischer Staaten – auch der DDR – ihren Start bei den Olympischen Spielen in Los Angeles unmöglich machte. „Ich selbst habe das damals als gerade 18-Jähriger nicht so dramatisch gesehen wie viele andere. Den Wert von Olympia habe ich erst vier Jahre später richtig begriffen“, erzählt Hans-Jörg Bliesener, dessen Quartett bei den Ersatz-Wettkämpfen in Berlin-Grünau mit Ungarn, Polen und der Sowjetunion die stärkste K4-Konkurrenz der Welt nach dem Kilometer hinter sich ließ. Dass Erfolge wie dieser von 1984 in den Olympia-Annalen des Kanu-Clubs Potsdam unberücksichtigt bleiben, empfindet er als etwas ungerecht gegenüber den Opfern jenes politisch motivierten Boykotts, die damals in der Form ihres Lebens waren.

Hans-Jörg Bliesener selbst findet sich in diesen Annalen wieder – als Olympia-Dritter von Seoul 1988. Bei den Weltmeisterschaften rauschte er 1985 in Mechelen im K2 mit dem Magdeburger Guido Behlin nur 33 Hundertstelsekunden hinter Neuseeland zu Silber und 1986 in Montreal im K4 unter anderem mit Jens Fiedler zwei Zehntelsekunden hinter Ungarn ebenfalls auf Platz zwei, ehe seine Boote 1987 ohne WM-Medaille blieben. Und im Jahr darauf in Seoul landeten er, sein Potsdamer Klubkamerad Kay „Blümchen“ Bluhm, der Berliner André Wohllebe sowie der Leipziger Andreas Stähle im Viererkajak auf Olympia-Rang drei. „Mit dieser Bronzemedaille war und bin ich unzufrieden“, gesteht Bliesener. „Wir wussten, dass die Ungarn nicht zu schlagen waren, wollten aber unbedingt Silber. Am Ende aber mussten wir auch der UdSSR den Vortritt lassen. Blümchen ging erkrankt an den Start, und wie ich Jahre später erfuhr, waren wir damals nicht auf den Punkt genau fit gemacht geworden.“

Nachdem er 1989 krankheitsbedingt den WM-Zug verpasst hatte, stellte Hans-Jörg Bliesener als erst 23-Jähriger das Paddel Anfang 1990 endgültig in die Ecke. Er hatte sich immer über den Zweierkajak qualifiziert, aber in dem saßen nun mit Kai Bluhm und Torsten Gutsche zwei jüngere Potsdamer, an denen kein Weg mehr vorbei ging. „Die hauten alles weg“, so Bliesener. „Außerdem hatte ich sieben Jahre in der Nationalmannschaft unter anderem zwei Olympia-Zyklen erlebt und war inzwischen schon zweifacher Papa.“ 1985 hatte er seine Andrea geheiratet, eine Flossenschwimmerin und Orientierungstaucherin aus Magdeburg, die er einige Jahre zuvor am Rande eines Karpfentauchens im Brandenburger Marienberg kennengelernt hatte. Bereits 1984 war Töchterchen Judith zur Welt gekommen, 1988 dann Stammhalter Eik – und der Familienvater kümmerte sich nach seiner Leistungssport-Karriere nun um seinem beruflichen Weg. Die Grenze war gefallen, so dass Bliesener bei Karlstadt in der (West-)Berliner Schlossstraße als Azubi begann, eine Lehre als Einzelhandelskaufmann für Sportartikel abschloss und als Filialleiter Karriere in der Branche machte. „Ich war in 24 Jahren in 14 Städten beruflich tätig“, erzählt der Manager, dessen Familie dreimal umzog, ehe sie der Kinder wegen längere Zeit in Unna lebte. Inzwischen sind Tochter und Sohn aus dem Haus, zog seine Frau zu ihm nach Chemnitz, wo Bliesener einige Jahre das Einkaufszentrum Sachsen-Allee leitete und nebenher auf der Kriebstein-Talsperre seinem sportlichen Hobby nachging. „Im vergangenen Jahr“, erzählt er, „bin ich berufsbedingt nur knapp unter 1000 Kilometer gepaddelt.“

Jetzt im Mai übernimmt er das Rathaus-Center in Dessau – und wird auch dort paddeln; nun auf der Elbe und Mulde. „Immer, wenn ich eine neue Aufgabe übernommen habe, habe ich geguckt, wo ich aufs Wasser kann“, sagt Hans-Jörg Bliesener, der seit 2003 wieder regelmäßig im Boot sitzt. „Ich habe damals wegen hohen Blutdrucks wieder zu paddeln begonnen“, erinnert er sich. Erst fuhr er vor allem aus Spaß und für seine Fitness in Unna auf der Ruhr zusammen mit seinem Sohn, der seit Jahren Kanu-Polo spielt. „Dann aber hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich bin bei den Masters angetreten.“ 2006 gewann er in Wiesbaden-Schierstein bei den Senioren B, der Altersklasse über 40 Jahre, sogar jeweils Gold im Einer-, Zweier- und Viererkajak jeweils über 500 Meter für den Halleschen KC.

Während seines bis 2013 dauernden zweiten Wettkampf-Frühlings paddelte Bliesener für verschiedene Vereine. Beispielsweise auch für den WSV Blaues Wunder Dresden und für den FSV von 1898 Dortmund, dem er weiterhin angehört. „Ich war und bin immer Mitglied von Kanu-Vereinen“, sagt er. In Dresden, wo er bis 2011 das Karstadt-Warenhaus in Dresden mit 900 Mitarbeitern leitete, lernte er die junge WSV-Paddlerin Stephanie Dreßl kennen, die er zwischenzeitlich ein bisschen unter seine Fittiche nahm und schließlich ermutigte, zum Kanu-Club Potsdam zu wechseln. Mit der jungen Sächsin sind Hans-Jörg und seine Frau auch heute noch befreundet, und als Stephanie im vergangenen Jahr an der Havel den Potsdamer Canadier-Olympiasieger Jan Vandrey heiratete, gehörte der Olympia-Dritte von 1988 zu den Hochzeitsgästen.

Im März dieses Jahres meldete er sich bei seinem aktuellen Verein SKSV Mittweida an. „Und kürzlich habe ich bei Adam Wenzel und Matthias Nitsche meinen Mitgliedsantrag für Lok Kirchmöser abgegeben“, berichtet Hans-Jörg Bliesener, dessen Elternhaus nur fünf Kilometer von Kirchmöser entfernt in Plaue steht; dort will er auch einmal seinen Lebensabend genießen. „Ich habe ein Boot in Plaue, eins in Dessau und künftig auch eins in Kirchmöser“, erklärt er. Vom Paddeln kann und will er nämlich nicht lassen. 

Michael Meyer 

Manfred Buhl hat den Staffelstab an Herwarth Brune übergeben

Nach 16 Jahren als Länderpräsident und Vorsitzender der Geschäftsführung der Securitas Holding GmbH hat Manfred Buhl zum 1.April 2019 den Staffelstab an Herwarth Brune, seinem Nachfolger bei der Securitas übergeben. Manfred Buhl wird aber für weitere zwei Jahre der Securitas noch als Berater zur Seite stehen. 

Manfred Buhl war seit 1991in der Unternehmensgruppe als Geschäftsführer tätig - er war damit der am Längsten amtierende Geschäftsführer in der deutschen Organisation des schwedischen Konzerns. Auf Manfred Buhls Initiative kam schon im Jahre 1996 eine Kooperation zwischen der Securitas und dem Kanu- Club Potsdam im OSC zustande, die bis heute anhält. Damit ist die Securitas der erste Sponsor des KCP und nach inzwischen 23 Jahren der treueste und längste Partner  in unserer fast 60-jährigen Vereinsgeschichte. In diesen 23 Jahren haben unsere Sportlerinnen und Sportler 21 Olympiamedaillen und 246 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften errungen. Davon 12 olympische Goldmedaillen und 49 Weltmeister- und 49 Europameister-Titel. Eine Erfolgsbilanz, die sicher einmalig ist und den Kanu-Club Potsdam sportlich zu einem der erfolgreichsten Clubs der Welt macht. Manfred Buhl und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Securitas haben daran einen großen Anteil, denn ohne ihre großartige Unterstützung in den 23 Jahren wäre das nicht möglich gewesen.

Ich durfte in dieser langen Zeit  gemeinsam mit unseren Sportlern Yvette Erlebach und Torsten Gutsche in Düsseldorf miterleben, wie Manfred Buhl im Jahre 2003 den Staffelstab als Vorsitzender der Geschäftsführung der Securitas Holding GmbH, von seinem Vorgänger Reinhard W. Ottens  übernommen hat. Nun konnte ich mit Sebastian Brendel und Jan Vandrey wieder  mit dabei sein, wie nach 16 Jahren sehr erfolgreicher  Managertätigkeit sich der Kreis schließt und wieder ein Staffelstabwechsel erfolgte. Manfred Buhl hat in dieser Zeit die Securitas zum Marktführer der Sicherheitswirtschaft in Deutschland entwickelt. Er wurde aber auch ein Freund des KCP und war bei vielen Veranstaltungen wie Wasserspiele, Kanalsprint, bei Deutschen- oder Weltmeisterschaften, bei Kanutouren und Kanupartys selbst oft  dabei. Priorität bei allen Aktivitäten hatte aber immer, die Hilfe und Unterstützung der Sportlerinnen und Sportler wenn es mal klemmte. Unvorstellbar  die Entwicklung des KCP nach der Umwandlung von einem staatlich geförderten Club in einen gemeinnützigen Sportverein mit dieser Leistungsentwicklung, ohne die Securitas als Partner an unserer Seite. Manfred Buhl, wir danken Dir und mit uns unser gesamtes Netzwerk. Wie hoch die Wertschätzung ist kommt in der Broschüre zum Ausdruck, die wir vor ca. 300 Vertretern der Sicherheitswirtschaft Deutschlands, Manfred Buhl überreichen konnten. Alle Olympiasieger und Weltmeister der letzten 23 Jahre, unsere Vorstände des KCP und Förderverein, unser Ministerpräsident, Innenminister, Sportminister und ihre Vorgänger, sowie der Oberbürgermeister und die Stadtpräsidentin von Potsdam haben darin ihren Dank zum Ausdruck gebracht. Dazu ein Paddel mit den Autogrammen unserer Weltmeister und Olympiasieger. Manfred, wir wünschen Dir  für den neuen Lebensabschnitt alles Gute, Gesundheit und auch etwas mehr Zeit für den Kanusport. Dein Platz im Boot der Sponsoren ist weiterhin für dich reserviert, wir hoffen auf deine Verstärkung und eine noch lange erfolgreiche Partnerschaft zwischen der Securitas und dem Kanu-Club Potsdam. 

Jürgen Eschert

Olympiasieger, Fotokünstler, Kanu-Fan - der Potsdamer Peter Frenkel wird am 13. Mai 80 Jahre alt

Mit Peter Frenkel feiert am 13. Mai Potsdams erster Leichtathletik-Olympiasieger seinen 80. Geburtstag, der sich seit Jahrzehnten auch dem Kanurennsport im Luftschiffhafen eng verbunden fühlt und dies ehrenamtlich unterstreicht. Er war im Dezember 1996 Gründungsmitglied des Förderkreises des Kanu-Clubs Potsdam, gehört dem KCP-Förderverein an, seit der im Februar 2001 gegründet wurde, und gestaltet seit einigen Jahren diese Kanu-Spitze mit.

Mit Peter Frenkel feiert am 13. Mai Potsdams erster Leichtathletik-Olympiasieger seinen 80. Geburtstag, der sich seit Jahrzehnten auch dem Kanurennsport im Luftschiffhafen eng verbunden fühlt und dies ehrenamtlich unterstreicht. Er war im Dezember 1996 Gründungsmitglied des Förderkreises des Kanu-Clubs Potsdam, gehört dem KCP-Förderverein an, seit der im Februar 2001 gegründet wurde, und gestaltet seit einigen Jahren diese Kanu-Spitze mit.

„Der Canadier hätte mich auch gereizt, den hätte ich auch gern ausprobiert. Mit meiner Willensstärke und meiner Athletik wäre der wahrscheinlich auch was für mich gewesen. Aber ich hatte damals in meiner Thüringer Heimat ja keine Gelegenheit dazu“, sagt Peter Frenkel, der in Eckartsberga zur Welt kam und nach seinem Abitur 1958 an der damaligen Kinder- und Jugendsportschule Nordhausen als Mittelstreckler nach Potsdam kam. Hier erlitt der nun für den Armeesportklub (ASK) Vorwärts Berlin startende junge Athlet gleich im ersten Jahr eine Achillessehnenverletzung. Seine Läufer-Karriere war dahin, dafür wurde sein Wechsel zu den Gehern eine außerordentliche Erfolgsgeschichte, die Frenkel 1972 – inzwischen für den ASK Vorwärts Potsdam antretend – in München mit dem Olympiasieg über 20 Kilometer krönte. Er hatte Olympia schon 1968 in Mexiko als Zehnter erlebt und stand bei seinem dritten Olympia-Start 1976 in Montreal als Dritter über 20 Kilometer erneut auf dem Siegertreppchen. Er ging auf der Bahn insgesamt fünf Weltrekorde – einen über 10 000 Meter sowie je zwei über 20 000 und über 30 000 Meter – und verpasste bei den Europameisterschaften 1971 als Vierter nur knapp eine Medaille.

Dass die Potsdamerin Petra Grabowski 1972 in München im 500-Meter-Zweierkajak zu Olympia-Silber paddelte, bekam Peter Frenkel selbst nicht mit. „Ich war damals durch autogenes Training völlig auf meinen eigenen Wettkampf fixiert und habe nichts anderes wahrgenommen“, erzählt der Potsdamer in seiner Wohnung in der Nähe des Volksparks Potsdam, der aber auch heute noch minutiös schildern kann, wie er sich damals kurz vorm Tunnel ins Münchner Olympiastadion von Wolodymyr Holubnytschyj aus der Sowjetunion absetzen konnte. „Das hat mir Flügel verliehen, und als ich auf die Bahn kam, wusste ich: Jetzt schlägt dich keiner mehr“, erinnert er sich. Genauso fest in seinem Gedächtnis verankert ist aber auch das Attentat fünf Tage darauf im Olympischen Dorf, denn Frenkel wohnte damals gemeinsam mit seinem Geher-Kollegen Christoph Höhne direkt gegenüber dem israelischen Quartier und sah am Morgen des 5. September auf dessen Balkon zwei schwarz vermummte palästinensische Terroristen, ehe die DDR-Sportler evakuiert wurden. Mit dem israelischen Geher Shaul Paul Ladany, einem der Überlebenden des Münchener Anschlags, verbindet Peter Frenkel inzwischen eine persönliche Freundschaft. „Das Schönste am Sport“, meint er, „sind ja nicht die eigenen Leistungen, sondern die Freundschaften, die sich durch ihn ergeben.“ Der damals für Dynamo Berlin gehende Hans-Georg Reimann, 1972 in München hinter ihm sowie Holubnitschni Olympia-Dritter und vier Jahre später in Montreal vor ihm Zweiter, „war im Wettkampf mein schärfster Gegner und ist heute mein bester Freund“, so Frenkel.

Auch mit Potsdams ersten Olympiasieger Jürgen Eschert verbinde ihn eine lockere Freundschaft. „Seinen Triumph in Einer-Canadier 1964 in Tokio habe ich schon sehr bewusst mitbekommen, so wie überhaupt die Entwicklung der Kanuten seit ihrem Umzug von Leipzig nach Potsdam“, erzählt Peter Frenkel. „Ich hatte Kontakte mit allen Sportlern, die damals hier trainierten. Der Luftschiffhafen war und bleibt meine Heimat.“ Daher engagierte er sich nach der politischen Wende auch als Vizepräsident des damals aus dem ASK hervorgegangenen Olympischen Sportclubs Potsdam, und da die Leichtathleten kein Interesse an seinem Mitwirken zeigten, half und hilft er unter anderen den Kanuten „seines“ Klubs. Ebenso wie übrigens sein Sohn Sebastian, der mit seiner Firma Frenkelson die Kanu-Spitze elektronisch gestaltet und herausgibt.

Zumal Peter Frenkel, der nach seinem Leistungssport-Ende 1976 zu einem weit über Potsdam hinaus renommierten Fotografen avancierte, gerade auch bei den Kanu-Regatten viele interessante Motive fand. „Ich habe oft an der Kanu-Strecke gesessen, und besonders faszinierend war immer der Augenblick von Sieg und Niederlage“, befindet der Potsdamer, der bereits während seiner Geher-Karriere erst an der Fachschule für Angewandte Kunst Potsdam und dann an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Fotografie studierte. Neben der Sport- ist die Landschafts-Fotografie seine Spezialdisziplin, und experimentelle Fotografien Sanssoucis von ihm befinden sich sogar im Besitz der Britischen Königin – als Elisabeth II. 1992 bei ihrem Staatsbesuch erstmals Potsdam besuchte, wurden ihr die Bilder durch Brandenburgs damaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe als Ehrengeschenk der Staatskanzlei überreicht.

Wegen der Nachwirkungen eines schweren Verkehrsunfalls kann Peter Frenkel, der als bereits über Sechzigjähriger viermal den fast 6000 Meter hohen  Kilimandscharo bestieg und der sich unter anderem im Verein Freundeskreis Potsdam-Perugia engagiert, seinen „80.“ am 13. Mai nur im Kreis seiner engen Familie begehen; mit seiner Roswitha, mit der er seit 1961 verheiratet ist, mit seinen beiden Söhnen sowie mit Enkeln und Urenkel. Am 4. August hat der Jubilar dann eine große Geburtstagsparty mit vielen Freunden geplant – anlässlich der Eröffnung seiner Foto-Ausstellung „Hundert Farben Grün“ im Museumshaus  „Im Güldenen Arm“ in der Potsdamer Hermann-Elflein-Straße 3. „Diese Ausstellung“, sagt Frenkel, „ist für mich ein sehr schönes Geburtstagsgeschenk.“

Der Kanu-Club Potsdam wünscht seinem Freund Peter auf diesem Weg alles Gute zum „Achtzigsten“. 

Michael Meyer

Kanusport hält fit – alles Gute für die 90-jährige Jubilarin Eva Setzkorn

Erfüllte 90 Lebensjahre und jahrzehntelang dem Kanusport verbunden Am 18.April 2019 beging Eva Setzkorn, die ehemalige Lehrerin und Trainerin an der Kinder- und Jugendsportschule in Brandenburg an der Havel, ihren 90.ten Geburtstag. Erst als erfolgreiche Sportlerin, und dann insbesondere als Trainerin im Nachwuchs hat sie den Kanusport in Brandenburg und Potsdam mit geprägt. 

Trotz ihres rüstigen Alterns erfreut sich die Jubilarin noch immer einer guten Gesundheit und verfolgt so gut es geht des Kanusport in Potsdam. Eva Setzkorn war übrigens die erste Kanu-Slalomfahrerin der DDR, die eine WM-Medaille gewann. Im Kajak-Einer holte sie 1953 in Meran eine Silbermedaille im Einzel- und eine weitere Silbermedaille zusammen mit Anneliese Borwitz und Eveline Pawliszek  im Mannschaftswettbewerb. 

Manfred Schubert überbringt Glückwünsche aus Potsdam 

Der Ehrenpräsident des Landes-Kann-Verbandes Brandenburg Manfred Schubert besuchte die rüstige Jubilarin in Magdeburg und überbrachte ihr die herzlichsten Glückwünsche all derjenigen, die sie noch von ihrer Tätigkeit in der Havelstadt kannten. Darunter auch Manfred Schubert, der 1974 seine Trainertätigkeit beim ASK Potsdam mit den Canadier-Herren und Kajak-Damen begann. 

Eva Setzkorn am Aufbau des Potsdamer Nachwuchsbereiches beteiligt 

Die zuvor erfolgreiche Leipziger Slalomkanutin Eva Satzkorn wechselte 1969 von der Messestadt nach Brandenburg an der Havel und übernahm hier von Helga Mühlberg, die gemeinsam mit Anita Kobuss erste Potsdamer Kanu-Rennsport-Weltmeisterin 1966 in Berlin-Grünau wurde, die Lehrer- und Trainerstelle an der Sportschule. In dieser Funktion betreute Eva Setzkorn mehrere Jahre die Kanu - Sportschüler des im Aufbau befindlichen Nachwuchsbereiches vom ASK Vorwärts Potsdam, dem Vorläufer des Kanu-Clubs Potsdam im OSC. 

Erste WM-Medaillen im Frauenbereich des KC Potsdam durch Petra, die Tochter der Jubilarin 

Dem Potsdamer ASK-Paddelnachwuchs gehörte übrigens auch Petra Setzkorn an, die gemeinsame Tochter des Trainerehepaares Helmuth und Eva Setzkorn. Petra gewann zusammen mit Petra Grabowski und Anita Kobuss 1970 die ersten WM-Medaillen für die Kajak-Frauen in der Mannschaft Kanu-Rennsport des Potsdamer Armeesportklubs. 

Günter Welke

...pssst...Bootsgeflüster...

Ex-Weltmeister Ronald Verch schreibt über das, was sich hinter den Kulissen des erfolgreichsten Kanuclubs der Welt ereignet oder besprochen wird. Heute: drei Geburtstagstorten und reichlich Kerzen die ausgepustet werden möchten 

Conny Waßmuth und Timo Haseleu haben im vergangen Monat ihren Ehrentag begannen! 

Gründe zum Feiern gab es für Conny und Timo im April reichlich, die besten Geschenke haben sie sich mit ihren hervorragenden Leistungen zu den beiden Nationalen Sichtungen wahrscheinlich selber gemacht. Conny wurde am 13. April 36. Jahre jung, Timo feierte erst kürzlich am 30.4. seinen 25. Geburtstag. 

Die Mitglieder des Kanu-Clubs Potsdam sowie des Fördervereins für den KCP wünschen beiden alles Gute zu Ihren Ehrentagen! In erster Linie wünschen wir viel Gesundheit, privat nur das Beste sowie sportlich im Jahr 2019 weiterhin maximale Erfolge!