Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Mit dieser Mail liegt Ihnen nach längerer Pause zum ersten Mal wieder
die „Kanuspitze 04/17“ vor.
Enthalten sind u.a. zwei Einladungen – zu den Wasserspielen und zur WM. 
Sie merken: Wie in früheren Zeiten werden Sie mit der „Kanuspitze“ auf Neuigkeiten und Vorhaben, Aktionen und Akteure rund um den erfolgreichsten Kanu-Club der Welt gelenkt. 
Neu ist aber die Aufmachung. Wir verzichten auf das umfangreiche Daten-Format PDF und erreichen Sie per HTML-Newsletter. Das nimmt Rücksicht auf Ihre Firewalls. Neu sind u.a. auch Zeilen aus der Feder von Ronald Verch. Der Ex-Weltmeister wurde bekanntlich auf der Kanu-Party im Januar aus dem Kreis der Aktiven verabschiedet, bleibt aber der Potsdamer Kanufamilie „aktiv“ treu und hat die neue Rubrik „Bootsgeflüster“ kreiert.

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen gern über info@kanuteamwork.de
„Sport frei“

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

Stimmungsvolles Anpaddeln mit Katrin und Sebastian

Etwa 150 Boote mit mehr als 450 Kanusportfreunden jeglichen Alters an Bord tummelten sich anlässlich des diesjährigen gemeinsamen Anpaddelns am ersten Aprilsonntag auf dem Gewässer der Neustädter Havelbucht in der Potsdamer Innenstadt. Vertreten waren alle Potsdamer Kanusportvereine und zahlreiche Einzelpaddler. Die Mehrzahl der paddelfreudigen Teilnehmer auf dem Wasser kam naturgemäß vom KC Potsdam im OSC. Hier waren u. a. die Olympiasieger Sebastian Brendel und Katrin Wagner-Augustin mit eigenem Familiennachwuchs genauso vertreten, wie der Vereinsvorsitzende Torsten Gutsche sowie viele Sportlereltern, Förderer und Unterstützer.

Nicht nur das herrliche Frühlingswetter, sondern auch die überaus reichliche Teilnahme sowie die von Trainern, Sportlern, Sportlereltern sowie Sponsoren sichergestellte Versorgung mit Getränken, Kuchen und Gegrilltem sorgten dafür, dass sicherlich allen die dabei waren, das Anpaddeln viel Spaß bereitete und in angenehmer Erinnerung bleibt.

Nach den Begrüßungsworten durch den Vorsitzenden des KC Potsdam Torsten Gutsche und den neuen Vorsitzenden des Fördervereins Andreas Neue gegen 10.15 Uhr wurden durch Groß und Klein, Jung und Alt die Boote zu Wasser gebracht und besetzt, um die Havel flussaufwärts zu paddeln. Gegen 11.00 Uhr begrüßte der Präsident des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg Michael Schröder sowohl die aktiven Sportler auf dem Wasser als auch die zahlreichen Zuschauer an Land. Sein Dank galt sowohl den Leistungs- und Freizeitsportlern als auch den Trainern und Unterstützern, die den Kanusport in Potsdam und im Land Bandenburg zu dem derzeitigen Ansehen in der Öffentlichkeit verholfen haben.

Oberbürgermeister Jann Jakobs hob ebenfalls hervor, dass er von den Erfolgen und dem Engagement der Potsdamer Kanusportler sehr beeindruckt ist. „Wenn auch manche meinen, dass der Kanusport eine Randsportart darstellt, so ist das bei uns in Potsdam keineswegs der Fall“, rief er den Wassersportlern zu und erntete dafür spontanen Beifall auf dem Wasser und an Land. Mit den besten Wünschen für nachhaltige Erlebnisse und erfolgreiche Wettkämpfe eröffnete er die Wassersportsaison 2017 für die Kanusportler der Landeshauptstadt.
Gleichermaßen begeistert wurde die Mädchengruppe der „Reed Eagles Cheerleader“ des SC Potsdam gefeiert, die mit ihrer Darbietung vor der „Seerose“ das Anpaddeln schwungvoll umrahmte und dabei das Publikum mit einbezog.

Nach der offiziellen Eröffnung der Saison wurde zurückgepaddelt zum Luftschiffhafen, um vor der Kanuscheune bei Sonnenschein und guter Laune den Durst zu löschen und den Hunger zu stillen. Gelegenheit dazu gab es reichlich. Auch die Kleinsten erfreuten sich beim Ausprobieren der Hüpfburg.

Günter Welke

So breit wie diesmal waren wir noch nie aufgestellt

Doppelinterview mit Andreas Neue und Jürgen Eschert zum neuen Vorstand des Kanuclub-Fördervereins, zum Herangehen an die Aufgabe und zur eigenen Kanu-Geschichte.

Andreas Neue, Du bist seit Februar dieses Jahres neuer Vorsitzender des Fördervereins des Kanu-Clubs Potsdam – mit welchen Intentionen?

Als Jürgen mich ansprach, ob ich Interesse an der Führung des Fördervereins hätte, war mein Interesse gleich geweckt. Es ist toll, einen so erfolgreichen Klub wie die KC Potsdam unterstützen zu können, zumal ich früher selbst Kanute war. Meine Mitstreiter und ich wollen mit unseren Kompetenzen und mit den Netzwerken, die wir haben, den Kanusport in Potsdam fördern. Wir wollen die Sportler auf ihrem Weg zu bestmöglichen Leistungen unterstützen – zusätzlich zu den Möglichkeiten, die hier am Olympiastützpunkt bereits vorhanden sind.

Jürgen Eschert, was versprichst Du Dir als einstiger Vorsitzender und jetziger Ehrenvorsitzender des Fördervereins von dessen neuem Chef?

Zum einen ist Andreas als ehemaliger Kanute von frühester Jugend an eng mit unserem Sport vertraut und ihm verbunden. Zum anderen ist er seit Jahrzehnten in der Wirtschaft tätig. Und er hatte ähnliche Funktionen wie jetzt schon in einer anderen Sportart, nämlich im Galopprennsport. In Hoppegarten hatte er die schwierige Aufgabe, die dortige Galopprennbahn zu privatisieren, was ihm mit großem Erfolg gelang. Darüber hinaus war er ehrenamtlich als Präsident des dortigen Rennvereins tätig. Andreas hat also Aufgaben, die identisch mit den unsrigen hier sind, über viele Jahre erfolgreich gemeistert. Ich glaube, mit seinem großen Netzwerk kann er auch uns sehr helfen. Wobei der gesamte neue Vorstand sehr breit gefächert und dadurch sehr gut in Wirtschaft, Politik und öffentlichem Leben vernetzt ist. So breit wie diesmal waren wir noch nie aufgestellt.

Wo siehst Du die ersten wichtigen Schwerpunkte in der Arbeit des Fördervereins, Andreas?

In unseren ersten Zusammenkünften als Vorstand haben wir als wichtige Aufgaben vor allem Sponsoring und die Unterstützung der Sportler und des Kanu-Verbandes, die Kanuscheune und die von uns mit unterstützten Veranstaltungen des Kanu-Clubs in diesem Jahr besprochen.

Wie kann Jürgen als Ehrenvorsitzrendert dabei helfen?

Auf vielfältiger Weise, vor allem aber mit seinem sehr großen Erfahrungsschatz. Ich bin immer der Meinung, dass man auf keine Erfahrungen, die vorhanden sind, verzichten darf. Indem man auf sie zurückgreift, kann man auch aus Fehlern lernen, die in der Vergangenheit gemacht wurden.

Der Förderverein braucht auch einen langen Atem, oder, Jürgen? Schließlich warten in drei Jahren die nächsten Olympischen Spiele – in Tokio, wo Du selbst 1964 erster Potsdamer Olympiasieger wurdest …

Wir haben uns in der Vergangenheit zum erfolgreichsten Kanu-Club der Welt entwickelt, haben diesen Anspruch über viele Jahrzehnte halten können und wollen das auch zukünftig tun. Daraus erwachsen die Verpflichtung und der große Stellenwert der Aufgaben auch des Fördervereins. Dass wir dessen Vorstand jetzt mitten in der Saisonvorbereitung und kurz vor dem Saisonstart neu gewählt haben, macht die Sache nicht einfach, aber auch spannend. Unsere ganz große Aufgabe ist es, bis 2020 möglichst geräuschlos alles dafür zu tun, dass kein Sportler Angst haben muss, sich nicht in Ruhe vorbereiten zu können. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen schließlich die Sportlerinnen und Sportler. Und die müssen das Gefühl haben, dass sie sich hier im KC Potsdam wohl fühlen und weiterhin solche Erfolge erringen können wie viele Sportler-Generationen vor ihnen. Auch in drei Jahren in Tokio.

Andreas, Du warst in Deiner Jugend ebenfalls Kanute. Wie sieht Deine Paddel-Vita aus?

Während Jürgen ja im Canadier kniete, bin ich Kajak gefahren. Ich habe als Kind mit sieben Jahren daheim in Waren an der Müritz mit dem Paddeln begonnen. Olympiasieger Rüdiger Helm aus Neubrandenburg ist damals durch die Schulen gezogen und hat Nachwuchs für das Paddeln gesucht. Dadurch kam ich ins Kanu, in dem ich bis zum 15. Lebensjahr aktiv war. Ich wurde damals Bezirksmeister und Spartakiade-Sieger, aber als ich zur Sportschule wollte, war ich dafür zu klein. Für die Sportschule war eine gewisse Körpergröße – oder eine, die zu erwarten war – notwendig. Tja, und mir fehlten am Ende zwei Zentimeter. Mein Wille war zwar extrem und die Leistungen stimmten auch, aber da war man zu DDR-Zeiten knallhart, da wurde gar nicht diskutiert. Und ich war natürlich sauer.

Während Jürgen Eschert nicht nur in der heimischen Sportlerfamilie allseits bekannt ist, fragen sich viele Potsdamer Paddler: Wer ist dieser Andreas Neue überhaupt?

Ich bin 46 Jahre alt und Betriebswirt. Von 2008 bis Ende 2013 habe ich als Geschäftsführer der gesamten Galopprennbahn Hoppegarten gearbeitet, außerdem ehrenamtlich auch im Vorstand des dortigen Rennvereins, der allerdings viel kleiner ist als der Kanu-Club Potsdam. In diesem Verein bin ich ehrenamtlich immer noch aktiv. Und beruflich bin ich als Geschäftsführer einer Industriefirma im Luftfahrtbereich tätig. Mein Hauptwohnsitz ist in Waren an der Müritz, aber ich wohne auch in Berlin.

Kannst und willst Du auch mit Deiner Firma den Kanu-Club Potsdam unterstützen?

Das wird sich zeigen, aber das war jetzt nicht vorrangig meine Intention, als ich dem Förderverein der Kanuten zugesagt habe. Ein Fördervereinsvorstand soll ja nicht der Hauptsponsor sein, sondern die notwendigen Arbeiten zum Vorteil des Sports koordinieren.

Treibst Du auch heute noch Sport?

Ich fahre hobbymäßig immer noch ein bisschen Kajak daheim in Waren auf dem Tiefwarensee, der eine schöne Dreitausendmeterstrecke hat und an dem auch die Kanuten des Müritzsportclubs Waren zu Hause sind. Ansonsten halte ich mich vor allem durch Laufen fit.

Du siehst Dein Erbe im Förderverein also in guten Händen, Jürgen, oder?

Ich habe schon in den ersten Sitzungen gemerkt, dass im neuen Vorstand sehr konstruktiv gearbeitet wird, dass man anstehende Probleme zielgerichtet angeht und zu lösen versucht. Ich bin daher sehr sehr optimistisch, dass der Förderverein jetzt auf einem guten Wege ist.

Michael Meyer

Wirklich Kanu Spitze!

Wer kennt Reiner Rabe von vielen Veranstaltungen des Vereins wie der letzten Kanu-Party nicht?!?

Geboren im westerzgebirgischen Dorf Grüna, absolvierte Reiner nach seiner Schulzeit eine Ausbildung zum Spitzendreher und anschließend ein Ingenieursstudium im Bereich Maschinenbau. Vor der Wende arbeitete er als Abteilungsleiter des Bereichs Berufsausbildung im IFA-Kombinat Nutzfahrzeuge Ludwigsfelde, einem Vorzeigeunternehmen der DDR mit 25 Betrieben und 55.000 Mitarbeitern und war dort auch Gewerkschafter. Nachdem er nach der Wende weiterhin im Bereich der Aus- und Weiterbildung aktiv war, gründete er 1998 das Zentrum für Aus- und Weiterbildung (ZAL) in Ludwigsfelde, ein Ausbildungsunternehmen, welches für die in Ludwigsfelde ansässigen Unternehmen wie Mercedes-Benz, Rolls-Royce und MTU die Lehrlingsaus- und Mitarbeiterweiterbildung in den gewerblich technischen Berufen übernimmt. Mittlerweile hat ZAL bundesweit acht Standorte.

Dem Sport fühlte sich Reiner schon immer verbunden. „Ich bewundere den Sport und die Athleten, Sport erzeugt Leistung. Hier sehe ich die Verbindung zur Wirtschaft, denn auch in der Wirtschaft wird immer Leistung gefordert.“ Daher steht es für ihn auch außer Frage, sich für den Sport zu engagieren. „Ich möchte über den Sport der Gesellschaft etwas zurück geben, weil ich als Unternehmer viel von der Gesellschaft bekommen habe und ihr letztlich meinen wirtschaftlichen Erfolg verdanke“. Begonnen hat sein Engagement im Jahre 2003, als Matthias Platzeck und der damalige Präsident des 1. FFC Turbine Potsdam, Günther Baaske, bei ihm anfragten, ob er nicht bei der Ausbildung für die Top-Stürmerin des Vereins Anja Mittag helfen könne. Es blieb jedoch nicht dabei, letztlich wurde er sogar über Jahre der Hauptsponsor des Vereins. Aber nicht nur im Frauenfußball, auch z.B. im deutschen Bobsport war Reiner über Jahre aktiv, indem er unteranderem die Schubgeräte für Kevin Kuske in seinen Betrieben fertigen ließ. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis der Kontakt zwischen ihm und Jürgen Eschert zustande kommen sollte. Im Mai 2012 überzeugte ihn Jürgen, das junge Canadier-Duo Peter Kretschmer und Kurt Kuschela zu unterstützen, die sich gerade überraschend für die Olympischen Spiele in London qualifiziert hatten. Beide bewiesen mal wieder ein gutes Gespür für Talente, denn das es in London Gold für Kretschmer/Kuschela geben sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu erwarten. Vom Kanusport angetan blieb es nicht bei der Förderung der Olympiasieger. So unterstütze Reiner von da an zunächst Stefan Kiraj und Jan Vandrey, später auch Sebastian Brendel und Ronald Verch, den gesamten Kanu-Club Potsdam und ist seit der Saison 2015 Hauptsponsor für das Rennsport-Team des Deutschen Kanu-Verbandes.

Reiner geht es aber nicht nur um die reine finanzielle Förderung der Athleten, er schätzt vor allem das Zusammensein mit den Sportlern. So besucht er regelmäßig die Wettkämpfe und Trainingslager der Kanuten, um sich mit ihnen auszutauschen, zu hören wo der Schuh drückt, aber auch um ihnen ein paar Erfahrungen aus seinem Leben mit auf den Weg zu geben. „Nachdem wir 2014 die Erfolge der Potsdamer Kanuten bei der WM in Moskau in einem tollen Restaurant vor Ort gefeiert haben kam mir die Idee ein Deutsches Haus für alle deutschen Kanuten in Mailand zu organisieren.“ Ein Besuch vor Ort, ein paar Telefonate genügten um diese Idee umzusetzen. Und so machte sich August 2015 ein Tross Freunde und Förderer des KCPs, inklusive 200 kg Heidelbeeren von Ernst-August Winkelmann, auf den Weg nach Mailand um dort im Deutschen Haus die Erfolge des DKVs, aber insbesondere die der Potsdamer Kanuten zu feiern. „Dies soll nun eine richtige Tradition werden“, sagt Reiner mit dem von ihm bekannt Enthusiasmus. „Ich lade alle Freunde und Sponsoren des Kanu-Clubs Potsdam ein, zur WM nach Racice bei Prag (Tschechische Republik, 23.-27.8. d.A.) zukommen, vor Ort die Rennen zu verfolgen und gemeinsam im Deutschen Haus in Litoměřice die Erfolge der deutschen Kanuten zu feiern. Ich hoffe es kommen möglichst viele, denn das haben unsere Athleten verdient“. Für 200 kg Heidelbeeren aus Klaistow wird auch wieder gesorgt sein.

KCP-Athleten in olymischer Spur

Allen voran unsere Olympiateilnehmer des letzen Jahres Stefan Kiraj (Siege im C1 über 200m, 250m und 1000m), Ronald Rauhe (Siege im K1 über 200m und 1000m), Sebastian Brendel (2. Platz über 250m im C1) und Jan Vandrey (2. Platz C1 200m, 3. Platz 250m) knüpften an die tolle Form der letzten Saison an. Franziska Weber belegte nach einer schwierigen Vorbereitung, in der sie ihre Konzentration auch auf ihr berufliches Vorankommen gesteckt hatte, den 1. Platz über 1000m sowie auf ungeliebter 250m-Strecke den 8. Platz. Sie wird sicher bei der nächsten nationalen Qualifikation Anfang Mai  ihre wahre Stärke auch auf den kürzeren Strecken zeigen können.
Aber nicht nur die Olympiastarter wussten zu überzeugen, auch unsere Nachwuchsathleten präsentierten sich stark. So zeigten Ophelia Preller (1. Platz 250m, 3. Platz 200m) und Annika Loske (Sieg 200m, 2. Platz 250m) bei den Damen-Canadiern, dass sie dieses Jahr bei der WM am Start stehen wollen. Timo Haseleu, Max Zaremba und Tamas Gecso unterstrichen mit sehr guten Platzierungen über 250m ebenfalls ihre Ambitionen für die A-Nationalmannschaft wie auch unsere U23-Weltmeisterin des letzten Jahres, Tabea Medert (2. Platz 1000m, 5. Platz 250m), bei den Damen.
Und auch Martin Hiller, Leonard Busch, Jonas Schmitt (alle Kajak), Tom-Lucas Hinz, Florian Köppen, Fabien Schatz, Fiete Schäfer (alle Canadier) und Stine Noack können sich nach ihren tollen Ergebnissen bei den Junioren weiterhin berechtigte Hoffnungen machen, sich für die Juniorenauswahl des DKVs zu qualifizieren.

Am 18.Juni 2017: Paddeln mit den WeltmeisternJetzt anmelden!!!

Tolle Stimmung, viele sympathische Menschen und spannende Paddelduelle können alle Potsdamer Sportbegeisterten am 18. Juni 2017 im SportPark Luftschiffhafen genießen. Jedes Jahr wieder sind die Wasserspiele ein Highlight für alle Paddelfreunde. Das Areal des SportParks Luftschiffhafen bietet beste Voraussetzungen für einen sportlich gemütlichen Nachmittag.

Bekannt sind die Potsdamer Paddler als die besten Kanuten der Welt. Unzählige Olympiasieger, Welt- und Europameister trainieren und trainierten am Stützpunkt in Potsdam. Das besondere Erlebnis an diesem Tag wird für viele vor Ort der direkte Kontakt zu den Kanu-Stars sein. Zu den bekanntesten gehören die Olymiasiegerinnen Franziska Weber, Katrin Wagner-Augustin und Conny Waßmuth, sowie die Olympiasieger Torsten Gutsche oder Jürgen Eschert. Die Olympioniken, der Kanuclub Potsdam im OSC und der Förderverein des KCP laden zu Wettbewerben in Mannschaftsbooten in den verschiedensten Kategorien ein. Die ersten Anmeldungen sind bereits eingegangen und die Teams schon heiß auf die Rennen. Nutzt die Chance und meldet euer Team jetzt an. Wie immer werden die Rennen in 10er Mannschaftscanadiern über eine Strecke von ca. 200 Meter gefahren. Damit euer Boot jeglicher Konkurrenz davon fahren kann, kommt vorher zum Training zu uns in den Sportpark Luftschiffhafen. Neben den bekannten und beliebten Rennen wird es wieder das Rennen um den Titel des Wasserkönigs geben, bei dem die Sieger aller Einzelrennen in einem großen Finale gegeneinander antreten werden. Der offizielle Beginn der Wasserspiele ist um 14.00 Uhr, eventuell werden je nach vorliegenden Meldungen einige Vorläufe vorgezogen.

Anmeldungen und aktueller Zeitplan unter: http://www.kcpotsdam.de/id-21-potsdamer-wasserspiele.html

Der Kampf um Gold, Silber und Bronze - Sportliche Höhepunkte 2017

19 Athleten des KC Potsdam erhielten für 2017 den Status eines Bundeskaders zugesprochen

Stützpunktleiter Ralph Welke, der gleichzeitig als Bundestrainer die Canadier-Herren betreut, vermittelt an dieser Stelle einen Ausblick auf die Höhepunkte und sportlichen Zielsetzungen der im Luftschiffhafen ansässigen  Kanurennsportler des Kanu-Clubs (KC)  Potsdam im OSC:

„Auch im ersten nacholympischen Jahr von Rio de Janeiro verfügt der KC Potsdam über leistungsstarke Athleten in allen Disziplin- und Altersbereichen. Das sollte uns in die Lage versetzen, an die Erfolge vergangener Jahre anzuknüpfen. Dennoch gilt nach wie vor die Maxime: ‚Ohne Fleiß kein Preis‘.

So trainieren am Stützpunkt Potsdam zwar 19 Sportlerinnen und Sportler, denen für das Jahr 2017 ein Bundeskaderstatus zuerkannt wurde, aber die Teilnahme an den internationalen Meisterschaften kann sich jeder Athlet nur über die entsprechenden Leistungsnachweise sowohl bei den nationalen Qualifikationen als auch bei  internationalen Wettkämpfen sichern.“

Welt- und Europameisterschaften für die Spitzenathleten

Bezüglich der Zielsetzungen im Ergebnis der Teilnahme an den internationalen Meisterschaften bestehen bei Ralph Welke klare Vorstellungen, die mit Hilfe des gesamten Potsdamer Trainerteams umzusetzen sind:

„Selbstverständlich wollen wir mit unseren Athleten bei allen internationalen Meisterschaften präsent sein, möglichst oft Finalrennen bestreiten  und dann auch im Kampf um die Medaillen vorn dabei sein.

So streben wir an, bei den Europameisterschaften vom 12.-16.07. in Plovdiv und  bei den Weltmeisterschaften vom 24.-27.08. in Racice jeweils an drei Medaillen Anteil zu haben und dabei in jeder Disziplingruppe, außer voraussichtlich bei den Canadier-Damen;   vertreten zu sein. Falls es uns gelingt, auch eine Teilnahme im Canadierbereich der Damen zu ermöglichen, wäre schon eine Finalplatzierung als  bedeutender Erfolg für unsere jungen Sportlerinnen zu werten.“

Welt- und Europameisterschaften für die U23 und Junioren

Für die U23 und Junioren finden  die Europameisterschaften vom 22.-25.06 in Belgrad sowie die Weltmeisterschaften vom 27.-30.07. in Bascov-Arges  statt.

„Jeweils ein bis zwei Meisterschaftsmedaillen könnten dabei die Potsdamer Nachwuchskanuten durchaus erringen“, ist die Meinung des Potsdamer Stützpunktleiters.

Deutsche Meisterschaften

Auf nationaler Ebene stellen die Deutschen Meisterschaften vom 30.08-03.09. in München, an denen die Altersbereiche der Leistungsklasse, Junioren, Jugend und Schüler A beteiligt sind, einen bedeutenden Höhepunkt für vier Altersbereiche dar. Dabei starten die 13-/14-jährigen  Schüler A des KC Potsdam für den KV Brandenburger Adler gemeinsam mit leistungsstarken Altersgefährten weiterer Brandenburger Kanuvereine.

In der Medaillenwertung der Vereine dürfte sich der KC Potsdam seine jahrelang führende Position nicht streitig machen lassen.

Für Ralph Welke steht fest: „Alle Trainer unseres Bundes- und Landesstützpunktes arbeiten daran, die stattliche Medaillensammlung des KC Potsdam bei Deutschen Meisterschaften zu erweitern. Es ist durchaus realistisch,  in München weitere 40 Medaillen (davon 20 goldene) zu holen. Damit kämen wir der 400. Goldmedaille bei Deutschen Meisterschaften  ganz nahe, denn derzeit können wir auf 378 erste Plätze bei den nationalen Meisterschaften  seit 1991 verweisen. “

Ostdeutsche Meisterschaften

Die Ostdeutschen Meisterschaften, an denen die Landesverbände aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beteiligt sind, haben vor allem für den jüngeren Nachwuchs (Jugend, Schüler A) der Vereine große  Bedeutung, denn die hier erzielten Ergebnisse entscheiden über eine Teilnahme an den nachfolgenden Deutschen Meisterschaften.  Der überwiegende Teil der Top-Athleten (Leistungsklasse und Junioren) nimmt aufgrund der Vorbereitung auf die internationalen Wettkämpfe an den Ostdeutschen Meisterschaften nicht teil.

„Unser Ziel bei den vom 20.-22.06. traditionsgemäß in Brandenburg an der Havel stattfindenden Regionalmeisterschaften Ost besteht darin, an den Erfolgen des Vorjahres anzuknüpfen“, formuliert Stützpunktleiter Ralph Welke seine Erwartungen.

Olympic Hope Games

Mit Blickpunkt auf ein erfolgreiches Auftreten im Wettstreit mit gleichaltrigen Sportlern aus aller Welt erhofft Ralph Welke von den 15-/ 17-jährigen Nachwuchspaddlern des KC Potsdam: „Für die  bei den Olympic Hope Games vom 15.-17-09. in Racice  startende Auswahl des Deutschen Kanu-Verbandes sollten sich bis vier Potsdamer Nachwuchsathleten im Ergebnis der Deutschen Meisterschaften qualifizieren können. Somit ist auch der Gewinn von bis zu drei Medaillen bei dieser international hochkarätig besetzten Regatta möglich.“

Landesmeisterschaften

Die ebenfalls in Brandenburg an der Havel vom 09. bis 11-06. durchzuführenden Landesmeisterschaften stehen voll im Interesse des jüngeren Nachwuchses, vor allem der Schüler A und B sowie der Jugend.

„Hier muss jeder Einzelne den Nachweis einer kontinuierlichen Leistungssteigerung erbringen und über seine persönlichen  Ergebnisse einen Startplatz für die Ostdeutschen Meisterschaften  erkämpfen“, sieht Ralph Welke als vorrangige Aufgaben an. 

Potsdam, 19.04.2017

Günter Welke