Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Beeindruckende Zahlen beherrschen auf den ersten Blick die September-Ausgabe der „Kanuspitze“:
Insgesamt fünf Mal Gold und zwei Silbermedaillen – das ist die sportliche Bilanz des KCP beim diesjährigen Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften im portugiesischen Montemor-o-Velho.
Fünf der 12 neuen Kanutalente, die in die siebente Klasse der Potsdamer Sportschule im Luftschiffhafen wechseln, erlernten das Paddeln in unserem Nachwuchs.
Sage und schreibe 52 paddelfreundliche Kinder im Alter bis zu zehn Jahren füllten unser Kanugelände mit einem Sommerferiencamp…

Mindestens genauso interessant sind die Geschichten hinter den Schlagzeilen – die veröffentlichten und die, die Sie vergeblich suchen werden:
Ronny Rauhe gewann sein mittlerweile 15. WM-Gold – Tamas Gecsö sein erstes!
Beim Sommercamp traf der Nestor der Berichterstatter der „Kanuspitze“, Günter Welke, auch auf seinen Urenkel!
Und es gibt eine Neue in der „Kanuspitze“ – und aus deren Feder stammt auch ein beeindruckendes Plädoyer für einen Besuch beim diesjährigen Kanalsprint in der Potsdamer Innenstadt am 9. September!

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen gern über info@kanuteamwork.de

„Sport frei“

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

WM 2018 

Super Bilanz der Potsdamer Kanuten 

Damit hätte sicher keiner gerechnet. Mit insgesamt fünfmal Gold und zweimal Silber hatten die Potsdamer KanutInnen wieder beträchtlichen Anteil an dem hervorragenden Abschneiden der deutschen Kanuten bei der Weltmeisterschaft im portugiesischen Montemor-o-Velho. 

Sein Hunger auf Gold wird wohl nie gestillt, aber vielleicht ist er es zumindest für die nächsten Wochen. Anders lässt sich diese Erfolgsgeschichte über bald 20 Jahre in der Nationalmannschaft der Leistungsklasse von Ronny kaum erklären. In Portugal kam eine weitere Goldmedaille hinzu - es ist bereits die fünfzehnte! Gemeinsam mit Max Rendschmidt, Tom Liebscher und Max Lemke gewann Ronny den Viererkajak über 500m. In einem überaus spannenden Rennen siegten die vier vor den Spaniern, denen sie bei der EM noch knapp den Vortritt lassen mussten. Dritte wurde die Crew aus Ungarn.

Goldig strahlten noch drei andere… 

Sebastian Brendel sogar doppelt. Nachdem er in diesem Jahr stets seinem tschechischen Konkurrenten Martin Fuksa den Vortritt auf seiner Paradestrecke lassen musste, zeigt er zum Jahreshöhepunkt, wer der Chef auf der olympischen 1000m Strecke ist. In einem Rennen, welches er vom Start weg dominierte, ließ er den anderen Startern keine Chance und sicherte sich seinen vierten WM-Titel in Serie auf dieser Strecke seit 2014. Über 5000m hält die Serie noch ein Jahr länger. Seit 2013 ist er hier unbesiegt. So auch in Portugal, wo er sich seine zwei Goldmedaille bei dieser WM sicherte. Silber gab es für ihn außerdem über 500m. 

Franziska Weber war nach ihrer Goldmedaille mit Tina Dietze über 500m sichtlich erleichtert, hielt das Wettkampfjahr 2018 doch so einige Herausforderungen für sie bereit. Neben dem Sport lag ihr Augenmerk doch  auf ihrem Bauingenieursstudium an der Fachhochschule Potsdam, wodurch sie erst spät den Fokus auf die WM-Vorbereitung legen konnte. Sie siegte in einer hauchdünnen Entscheidung vor dem Boot aus Neuseeland. Im Viererkajak belegte Franzi zudem gemeinsam mit Conny Waßmuth den fünften Platz. 

Ein richtiger Goldjunge ist nun auch Tamas Gecsö, schließlich gewann er in Montemor-o-Velho seine erste Goldmedaille bei einer internationalen Meisterschaft. Im Viererkajak fuhr er als Schlagmann mit seiner Crew von Anfang an ein starkes Rennen und zeigte der Konkurrenz vom Start weg, wer den größten Willen zum Sieg hat. Belohnt wurde dieser Mut mit dem WM-Titel über 1000m. 

Silber zur Medaillenpremieren glänzt auch wunderbar… 

Riesen Grund zur Freude hatte auch Annika Loske. Über die 5000m-Langstrecke gewann sie nach einer saustarken Leistung mit taktischer Cleverness die Silbermedaille hinter der kanadischen Überfliegerin im Damen-Canadier Laurence Vincent-Lapointe. Dies bedeutete ihr erstes Edelmetall im Erwachsenenbereich. Über 500m belegte sie den insgesamt 10. Platz.

Glanz  auch ohne Medaillen… 

Zu den vielen äußerst knappen Rennen dieser Weltmeisterschaften zählte auch der Vierer-Canadier der Herren über 500m, leider mit unglücklichem Ausgang für das deutsche Boot. Jan Vandrey belegte hierbei mit seiner Crew mit einem Rückstand von lediglich 94/1000stel Sekunden den vierten Platz hinter dem Boot aus Italien. Jedoch bedeutet dies für dieses junge Boot im Vergleich zur Europameisterschaft eine hervorragende Leistungssteigerung, auf die die vier Jungs stolz sein können. 

Mit einem positiven Gefühl beendete auch Stefan Kiraj seine Weltmeisterschaft 2018. Im Einer-Canadier über die 200m-Sprintstrecke belegte er einen sehr guten fünften Platz. Auch wenn er anschießend ein wenig mit dem etwas verschlafenen Start haderte, so war er doch insgesamt mit seiner Leistung zufrieden. 

Fazit im Glanz … 

Die Potsdamer Trainer Ralph Welke und Arnd Hanisch zeigten sich zufrieden mit dem Abschneiden unserer AthletInnen. „Unsere Erwartungen wurden mit insgesamt sieben Medaillen weit übertroffen. Darüber freuen wir uns natürlich und sind sehr stolz“, so der Canadier-Bundestrainer Welke. „Sicher sind nicht alle 100% zufrieden, dass ist klar. Aber all unsere Sportler haben gesehen, dass sie in der Weltspitze sind - auch wenn dort die Trauben bekanntlich sehr hoch hängen. Ich denke, dass alle mit einem positiven Gefühl aus dieser Weltmeisterschaften gehen und auch mit dem Ehrgeiz, sich in den nächsten zwei Jahren auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokyo weiter zu steigern“, so der 58-jährige. 

Die Mitglieder des Kanu-Clubs Potsdam sowie des Fördervereins für den KCP gratulieren allen WM-Teilnehmern zu ihren hervorragenden Leistungen bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in Montemor-o-Velho! Wir sind sehr stolz auf das was ihr geleistet habt. 

Ronald Verch

Feriencamps 2018 

Getümmel im Luftschiffhafen 

Eine derartige Betriebsamkeit wie in der letzten Sommerferienwoche hat es auf dem Gelände des Sportparks Luftschiffhafen mit dem angrenzenden Templiner See wohl lange nicht gegeben. Neben dem normalen Trainingsgeschehen des Landes-/ Bundesstützpunktes tummelten sich zum einen 52 paddelfreudige Kinder auf den Sportanlagen. Die Schüler im Alter bis zu zehn Jahren nutzten das Kanu-Sommerferiencamp des KC Potsdam weidlich für ihren Bewegungsdrang. Zudem bereiteten sich zur gleichen Zeit die zum KV Brandenburger Adler gehörenden Schüler A des LKV Brandenburg auf die Deutschen Meisterschaften am Luftschiffhafen 2018 vor. 

Vielfältiges Sportangebot im Interesse der Nachwuchsgewinnung 

Es ist schon erstaunlich, welch nachhaltiges Echo das Angebot zur Teilnahme am diesjährigen Kanu-Sommerferiencamp vom 13. - 17. August auslöste. Nur 21 der 52 Teilnehmer waren registrierte Mitglieder des KC Potsdam, alle anderen hatten nach Sichtung beim vorherigen Schnupperpaddeln durch Jeffrey Zeidler eine Einladung als Nichtmitglieder erhalten. Sicherlich wird nicht jedes der anwesenden  Kinder künftig das Paddeltraining bevorzugen, jedoch einige scheinen richtig Spaß und Interesse am Kanusport gefunden zu haben. Und Freude am angebotenen Mix von Sport, Spiel und Spaß hatten sichtbar alle! 

Einen Höhepunkt bildete am Abschlusstag die Fahrt im Mannschafts-Canadier quer über den Templiner See zum Strandbad an das gegenüberliegende Ufer. Nach Rückkehr hatten auch die Eltern Gelegenheit, das Paddeln entweder allein oder zusammen mit ihren Sprösslingen zu probieren. Das liebevoll zubereitete Büffet mit Obst, Kuchen, Gemüse und Getränken für Jedermann rundete das Feriencamp gelungen ab. 

Ein Dankeschön an die Organisatoren der erlebnisreichen Ferientage 

An dieser Stelle sei den Ausrichtern des Kanu-Sommerferiencamps, neben Jeffrey Zeidler auch seinen drei unterstützenden Trainern/ Übungsleitern, ein herzliches Dankeschön übermittelt. Sophia Schmidt ist eine der sich unermüdlich engagierenden Trainerinnen im jüngeren Nachwuchsbereich des KC Potsdam. Auch im Sommerferienlager  Blossin war die ehemalige  Sportschülerin, die im Herbst ein Studium an der Potsdamer Universität zum Lehramt (Sport und Informatik) aufnehmen wird, bei der Betreuung der Schüler dabei (siehe unten). Sie könnte sich durchaus vorstellen, nach Abschluss des fünfjährigen Studiums als Lehrerin/ Trainerin in den Luftschiffhafen zurückzukehren.

Natürlich sei ebenfalls Peter Kraft und seiner Ehefrau für die Zubereitung des abwechslungsreichen und schmackhaften Mittagessens gedankt. Die mehr als fünfzig hungrigen Mägen muss man erst einmal satt bekommen. Und gemundet hat die leckere Hausmannskost besonders gut, vor allem der nach bewährtem Rezept hergestellte Kartoffelbrei. 

Vorbereitung des KV Brandenburger Adler auf Deutschen Meisterschaften 

Auf dem Templiner See ging es auch für  25 Schüler A (Jahrgänge 2013/ 2014) vom  KV Brandenburger Adler während ihres Trainingslagers hoch her. Im Sportpark Luftschiffhafen wurden die Nachwuchskanuten aus sechs verschiedenen Brandenburger Kanuvereinen/-abteilungen, darunter 17 Paddeltalente  vom Landesstützpunkt des Kanu-Clubs Potsdam, unter Anleitung der Trainerin Sandra Leyba (WS PCK Schwedt) sowie der Potsdamer Lehrer-Trainer Stefan Danz und Frank Cwikla in den letzten zehn Ferientagen für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften Kanu-Rennsport am kommenden Wochenende in Hamburg vorbereitet. Das Trainingsprogramm war zu etwa 90% auf das reibungslose Zusammenspiel in den Mannschaftsbooten ausgerichtet. 

Günter Welke

Neu in der Redaktion 2018 

Clara Thieme – das Kanuküken wird Kanuspitze 

Die „Kanuspitze“  ist immer auf der Suche nach neuen kundigen Berichterstattern. Mit der aktuellen Ausgabe kommt eine 18 jährigen Kajakfahrerin dazu.  Günter Welke hat sie entdeckt und geworben – heute stellt sie sich zunächst vor und liefert dann ihre ersten Beiträge… 

tl_files/kcp/data/newsletter/2018/08/Clara Thieme/image01.jpegLiebe Leserinnen und Leser,

als neue Redakteurin unserer Vereinszeitschrift möchte ich natürlich nicht ohne eine kleine Vorstellung meinerseits ans Werk gehen.

Obwohl, genau genommen bin ich gar kein völliger Neuling. Tief in den Archiven der Kanuspitze finden sich bereits einige Artikel meines 16-jährigen Ichs.

Nun liegen zwischen 2014 und heute gute 4 Jahre, mein diesjährig absolviertes Abitur an der Sportschule und auch einige sportliche Erfolge. Seit 2006 ist der Kanurennsport fester Bestandteil meines Lebens. Zunächst als „Kanuküken“ in meinem Schwedter Heimatverein, später als ambitionierte Leistungssportlerin beim Kanu Club Potsdam. Mittlerweile darf ich in meiner Karriere unter anderem auf Silber und Bronze im Kajak-Vierer der Juniorinnen bei Weltmeisterschaften, sowie mehrere deutsche Meistertitel in Einzeldisziplinen zurückschauen und behalte nun als 20-Jährige die Teilnahme an internationalen Titelkämpfen als Ziel fest im Blick.

Meine Leidenschaft für den Sport und auch das Schreiben, nun, schon wie 2013 bei meinem Schülerpraktikum in der Sportredaktion der PNN, wieder mit einander verbinden zu dürfen, freut mich außerordentlich.

Ich hoffe, Ihnen eine kurzweilige Berichterstattung liefern zu können, aus einem Blickwinkel, welcher vielleicht nicht alltäglich ist.

Denn dafür ist sie da, die Neue.

Ihre Clara Thieme

Jugendaustausch 2018 

Kanuten aus Boulogne-sur-Mer wieder zu Gast auf der Havel

Auch in diesem Jahr wird der traditionelle Jugendaustausch zwischen Potsdamer Kanu-Sportschülern und jugendlichen Kanusportlern des französischen Vereins Boulogne Canoe Kayak (KCK) mit Leben erfüllt. Die ersten Begegnungen der mittlerweile jährlichen, meist zehntägigen Besuche - jeweils im Frühjahr in Boulogne-sur-Mer und während des Sommers im Potsdamer Luftschiffhafen - fanden bereits 1991 statt. 

„Salut“ setze ich an und möchte gerade dem Franzosen Nicolas meine erste Frage stellen, da fällt er mir ins Wort, „Wir können ruhig auf deutsch reden.“ Um so besser.

Er ist einer der 22 köpfigen Trainingsgruppe, welche sich zum alljährlichen Deutsch-Französischen Austausch, nun wieder in Potsdam, eingefunden hat und die herausragenden Bedingungen des Kanu Clus Potsdam nur zu gerne nutzt. „Fünf von uns waren schon oftmals hier. Es ist toll, durch unseren Sport Freunde an Orten zu finden, welche ich sonst wahrscheinlich nie besucht hätte und die Stadt selbst ist auch sehr schön.“ In den nächsten Tagen stünden auch Besuche im Kletterwald und der zahlreichen Schlösser an, so Nicolas, worauf sich insbesondere auch die jüngeren Kanuten freuen würden, sei es doch ihr erstes Trainingslager in der Ferne, „Das ist sehr spannend für sie“.

Bei den kürzlich ausgetragenen Weltmeisterschaften im portugiesischen Montemor-o-Velho drückten sie, neben den Potsdamer Startern, natürlich ihrem großen Vorbild Maxime Beaumont (Olympia-Zweiter in Rio) im Kajak die Daumen. Der langjährige Canadierspezialist Mathieu Goubel trat zum ersten Mal als französischer Trainer die Reise zur WM an. „Wir sind stolz, dass sie aus unserem Verein stammen“.

Beim traditionellen Grillen, zusammen mit Ansprechpartner Jeffrey Zeidler, konnte inzwischen auch der diesjährige Austausch stimmungsvoll ausgeklingen und mir bleibt nur noch zu sagen: „À bientôt mes amis“, bis nächstes Jahr.

Clara Thieme

Einschulung 2018 

Zwölf neue Kanuten lernen und  trainieren an Potsdams Sportschule 

Am Vormittag des 19. August. vollzog sich für zwölf 13 bis 14-jährigen Brandenburger Kanutalente in der MBS-Arena der ersehnte Augenblick, an dem sie das Aufnahme-Zertifikat der Sportschule Friedrich Ludwig Jahn überreicht bekamen. Die etwa 2000 Sitzplätze umfassende Allzweck-Sporthalle war zur Hälfte mit den neuen Sportschülern aus zehn Sportarten und deren Familienangehörigen gefüllt. 

Nach Vorstellung des Leitungsgremiums der Sportschule durch die Schulleiterin Dr. Iris Gerloff überbrachte Mike Schubert als Beigeordneter für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung die Grußworte des Potsdamer Oberbürgermeisters, in denen er die Erfolge und Bedeutung der Sportschule betonte. 

Sportschule Potsdam mit über 60-jähriger Tradition und 73 Olympiasiegen 

Der großflächige visuelle Rückblick auf die sportlichen Erfolge der Sportschülerinnen und Sportschüler im Schuljahr 2017/ 2018 verdeutlichte, dass die in der bisherigen über 60-jährigen Geschichte der Sportschule von Potsdamer Sportschülern errungenen Erfolge, darunter 73 Olympiasiege und insgesamt 123 olympische Medaillen, mit Sicherheit ihre Fortsetzung finden werden.

In dieser Gewissheit ließ Schuldirektorin Gerloff vor dem Publikum in der MBS-Arena mit der jungen Leichtathletin Leni Freyja Wildgrube (Stabhochsprung) sowie dem jetzigen Zwölftklässler und Rennkanuten Elias Kurth zwei besonders leistungsstarke Nachwuchssportler des letzten Jahres zu Wort kommen und über ihre Entwicklung berichten. Viele der aufmerksam zuhörenden  „Neuankömmlinge“ werden es den beiden sicherlich gleich tun wollen. 

Zertifikate für fünf Paddeltalente aus der Nachwuchsgruppe des KC Potsdam 

Aus den Händen der Vizepräsidentin Olympischer Wettkampfsport des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg, Petra Welke, erhielten die neuen Kanu-Sportschüler/-innen ihre Sportschulzertifikate. Zusammen mit vier jungen Volleyballerinnen bilden sie nunmehr eine der neuen siebenten Klassen, die von den Klassenlehrern Sascha Viola und Stefan Danz geleitet wird. Lehrer-Trainer Danz zeichnet gleichzeitig für eine Trainingsgruppe am Landesstützpunkt Kanu-Rennsport Potsdam verantwortlich.

Fünf der neuen Sportschüler (Mika Francke, Georg Kogan, Brain Marienhagen, Bruno Spangenberg, und Luise Engel)   hatten das Paddelrüstzeug in der Nachwuchsgruppe des Kanu-Clubs Potsdam im OSC unter Leitung von Jeffrey Zeidler erworben, während Zoe Gußer zwar bereits bei den vergangenen  Wettkämpfen für den KC Potsdam startete, jedoch bislang am Mellensee unter Anleitung ihrer Eltern trainierte. Zwei der jungen Sportler, die nunmehr neu am Landesstützpunkt Kanu-Rennsport in Potsdam trainieren, kommen von der Kanuabtteilung der SG Einheit Spremberg (Leonard Friedrich, Timo Greiner) und je ein Nachwuchstalent hat seinen heimatlichen Ursprung im KC 57 Eisenhüttenstadt (Laura-Marie Manig), in den Kanuabteilungen des ESV Kirchmöser (Jana Wolf) und von Blau Weiß Wusterwitz (Lilly Timm) sowie im SC Neubrandenburg (Max Weißhuber). 

Rauhe, Brendel und Weber sind das Vorbild im Trainingsgeschehen 

Alle der neuen Kanu-Sportschüler haben sich zum Ziel gesetzt, sowohl nach bestem Können den zahlreichen Potsdamer sportlichen Vorbildern und Medaillengewinnern bei internationalen Meisterschaften nachzueifern, als auch ihre schulischen Leistungen mit dem erfolgreichen Abiturabschluss zu krönen. Besonders die bisherigen sportlichen Erfolge von Lilly Timm, Bruno Spangenberg und Mika Francke im Schüler-B-Bereich berechtigen zu der Hoffnung, dass sie auch bald zu den Leistungsträgern im nächsthöheren Altersbereich gehören werden. 

Günter Welke

Blossin 2018 

Eine Ausbildungsstätte mit über 50-jähriger Tradition 

Das Sommerferienlager für Schüler in Blossin hat für die Jüngsten des Brandenburger Kanunachwuchses und damit auch für die Potsdamer Paddeltalente eine langjährige Tradition. Das 1967 von der DHfK Leipzig gegründete und direkt am Wolziger See im Naturpark Dahme-Heideseen gelegene Wassersport- und Weiterbildungszentrum wurde 1990 vom Land Brandenburg übernommen. Als offizielle Jugendbildungsstätte der Brandenburger Sportjugend sollte die Anlage künftig für die Sport-und Freizeittätigkeit den Sportvereinen zur Verfügung stehen. Der 1993 gegründete Verein Jugendbildungszentrum Blossin e. V. gewährleitet seitdem ganzjährig vielfältige Programme, die von Sportverbänden, Vereinen, Sportgruppen, Kitas, Schulen und Wassertouristen gern in Anspruch genommen werden. Die Einrichtung ist durch das Qualitätsmanagement für Kinder- und Jugendreisen mit 4 Sternen zertifiziert. Vom 04.-11. August beteiligten sich nahezu 100 zehn-bis dreizehnjährige Nachwuchssportler aus 14 verschiedenen Brandenburger Kanuvereinen/-abteilungen am Sommerferienlager in Blossin. Die  Paddeleleven des KC Potsdam wurden von den Trainern, Steffen Miegel und Sophia Schmidt betreut.  

„Die fünfte Sommerferienwoche zieht die Brandenburger Nachwuchskanuten (Altersklasse 9 bis 13 Jahre) traditionell zum Kanuferiensommer des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg e.V. nach Blossin.

In diesem Jahr nahmen 22 Potsdamer Paddeltalente des Kanu-Clubs Potsdam gemeinsam mit ihren drei Trainern teil.

In Trainingsgruppen, die nach Altersklassen unterteilt ein bunter Mix von Sportlern aller Brandenburger Kanuvereine war, lernten unsere Sportlerinnen und Sportler neue Freunde kennen und konnten gemeinsam viel Spaß haben. Neben dem täglichen Training konnte am Strand des Jugendbildungszentrum Blossin e.V. bei heißen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein gebadet und getobt werden. Auch der Beachvolleyballplatz und die zahlreichen anderen Sportplätze ließen keine Zeit für Langeweile aufkommen.

Zum Abschluss der Woche wurden durch den Landestrainer die neuen Sportschüler, die ab dem Schuljahr 2018/19 an der Eliteschule des Sportes in Potsdam lernen und trainieren werden, „verabschiedet“.

Vom Kanu Club Potsdam sind das: Luise Engel, Zoé Gußer, Mika Francke, Georg Kogan, Brain Marienhagen, Bruno Spangenberg und Max Weißhuber.

Wir möchten unseren Athletinnen und Athleten auf diesem Wege nochmals herzlich gratulieren und wünschen ihnen auf ihrem weiteren Weg viel Erfolg!“

Jeffrey Zeidler

Kanalsprint 2018

Flutet den Kanal, die Weltspitze naht! 

Der 14. Potsdamer Kanalsprint startet am 09.09.2018. Die 18jährige Kanutin Clara Thieme ist einmal bereits mitgefahren. Aus ihrer Feder stammt die nachfolgende Werbung für einen Besuch der 14. Auflage am zweiten Sonntag im September. 

Ob jung oder alt, als Insider oder Schaulustiger. Der traditionelle Kanalsprint in der Potsdamer Yorckstraße lockt Jahr um Jahr viele Hundert Zuschauer zu einem Spektakel, welches seinesgleichen sucht. Frau gegen Frau, Mann gegen Mann. Knapp 150 Meter wie elektrisiert an den jubelnden Massen vorbeipeitschen. Auch ich durfte schon dieses außergewöhnliche Gefühl erleben, als ich 2016 für ein Rennen im K2 an den Start ging.

Dank des immensen Engagements des Kanu Clubs Potsdam und den vielen freiwilligen Helfern, hat sich der Kanalsprint zu einem Event entwickelt, welches nicht nur für mich, sondern auch für das gesamte „Who-is-Who“ des internationalen Kanusports ein Level der Aufmerksamkeit hervorruft, welches unser Sport mit Sicherheit immer verdient hätte, jedoch nur selten erlangt.

Umso beeindruckender und schöner ist es deshalb zu sehen, wie viele sportbegeisterte Menschen kommen, Fragen stellen und mitfiebern.

Olympiasieger, Weltmeister und Stars aus aller Welt zum „Anfassen“, wo gibt es das schon?

Freuen Sie sich auf Größen wie Sebastian Brendel, Franziska Weber, oder Ronald Rauhe im Wettstreit mit ihren, ebenfalls höchst dekorierten, Gegnern.

Beginn: 14 Uhr

Eintritt frei

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 

Abschließend Clara Thiemes exklusive Teilnehmerliste:

Kajak Frauen

Franziska Weber

Potsdam

Conny Waßmuth

Potsdam

Tina Dietze

Leipzig

Anna Lucz

Ungarn

Marta Walczykiewicz

Polen

Sarah Guyot

Frankreich

Tabea Medert

Potsdam

Dorá Lucz

Ungarn

 

Kajak Herren

Ronald Rauhe

Potsdam

Péter Molnár

Ungarn

Max Zaremba

Potsdam

Tom Liebscher

Dresden

Franck le Meöl

Frankreich

Sándor Tótka

Ungarn

Balázs Birkás

Ungarn

Marko Dragoslavljevic

Serbien

Canadier Herren

Sebastian Brendel

Potsdam

Stefan Kiraj

Potsdam

Jan Vandrey

Potsdam

Peter Kretschmer

Leipzig

Jonatan Hajdu

Ungarn

Loic Leonard

Frankreich

Carlo Tacchini

Italien

Canadier Damen

Annika Loske

Potsdam

Lisa Jahn

Berlin

Sophie Koch

Karlsruhe

Vrág Balla

Ungarn

Johanna Handrick

Leipzig

Eugénie Dorange

Frankreich

Jana Jezová

Tschechien

Brandenburg Tag in Wittenberge – Rennen der Bürgermeister 

Das Wochenende 25./26. August war nicht nur die Kanu-WM in Portugal geprägt. In Wittenberge fand der Brandenburg-Tag. Beim Rennen der Bürgermeister und Landräte konnten sich die Oberhäupter der Städte und Gemeinden des Landes im Dreiercanadier miteinander messen, mit tatkräftiger Unterstützung ehemaliger Weltklassekanuten. 

Der Kanusport gehört zum Land Brandenburg wie die Gurken zum Spreewald. Denn neben den vielen sportlichen Erfolgen in den letzten Jahrzehnten sind es vor allem die vielen Seen, Flüsse und Bäche, die das Land Brandenburg zu einem Mekka für den Kanu-Wandersport machen. Klar, dass der Kanusport somit auch fester Bestandteil des alljährlichen Brandenburg-Tages ist. In diesem Jahr, wie bereits im Jahr 2009, im schönen Wittenberge. 

Und so traten die Bürgermeister und Landräte der Städte und Gemeinden des Landes auch in diesem Jahr wieder im sportlichen Wettstreit gegeneinander an. Gefahren wurde in den zuweilen etwas schwer zu manövrierenden Dreiercanadiern. Aber über den Kurs mussten sich die bis in die Haarspitzen motivierten Politiker keine Gedanken machen, schließlich wurde ihnen erfahrenes Fachperonal zur Verfügung gestellt. 

Jürgen Eschert (Olympiasieger 1964), Jörg Schmidt (Olympia-Silber 1988), Wolfgang Lange (Weltmeister 1963), Rainer Kurth (Weltmeister 1971) sowie Steffen Miegel als Starter, waren als Vertreter des Kanu-Clubs Potsdam vor Ort um als Steuermänner im Dienste der Lokalpolitiker zu stehen. Moderiert wurden die Rennen vom Vorstandsmitglied des Fördervereins Torsten Gutsche, der sich über die tatkräftige Unterstützung zweier Moderatoren von Antenne Brandenburg freuen durfte. Organisiert wurde der Wettkampf, der im Rahmen des Kanufestes des Landeskanuverbandes Brandenburg stattfand, von unserem stellv. Vorstandsvorsitzenden Andreas Gerlach. Für den LKV-Brandenburg war Vizepräsidentin Dajana Pefestorff federführend. 

Der Sieg eines Potsdamers war somit garantiert, zumindest der eines Potsdamer Steuermanns. Jörg Schmidt steuerte das Boot mit dem Bürgermeister von Meyenburg, als Sieger über die Ziellinie. Oberbürgermeister Jann Jacobs erreichte gemeinsam mit OB-Kandidat Mike Schubert in seinem letzten Rennen als Chef der Landeshauptstadt leider nicht das Finale. Mal schauen, ob sein Nachfolger in 2 Jahren erfolgreicher ist.

Studenten-Weltmeisterschaften – Silbermedaille für Tabea Medert

Am Wochenende 11./12. August fanden im ungarischen Szolnok die diesjährigen Studenten-Weltmeisterschaften der Kanuten statt. Vom Kanu Club Potsdam im OSC e.V. waren Tabea Medert, sie studiert Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Potsdam, und Finn Eidam (Wirtschaftsingenieur/in Umwelt und Nachhaltigkeit, Beuth Hochschule für Technik Berlin) teil der Deutschen Mannschaft. Mit vier bzw. drei Starts erwiesen sich beide als regelrechte Vielstarter, zumal zwischen den einzelnen Finals teils keine 60 Minuten lagen.

Tabea konnte im K4 über 500m gemeinsam mit Katharina Köther, Carolin Arft und Isabelle Friedt die Silbermedaille hinter dem polnischen Boot erringen. Hinzu kamen ein vierter (K2 500m) und zwei fünfte Plätze (K2, K4 200m)

Finn Eidam war sowohl im K1 und K4 über 1000m als auch im K2 500m am Start. Leider belegte er jeweils denkbar knapp den vierten Platz. Zur verdienten Medaille lagen maximal 7/10 Sekunden.

Die Mitglieder des KC Potsdam sowie des Fördervereins gratulieren beiden zu diesen hervorragenden Ergebnissen und wünschen den beiden für die weitere Saison alles Gute!

Besonders bedanken wollen sich Tabea und Finn bei der promota.de GmbH sowie der INTRAplus security GmbH, mit deren Unterstützung die Reise zur Studenten-WM erst möglich gemacht wurde.

Bootsgeflüster 

Alles Gute zum 77. Geburtstag Jürgen Eschert 

Dieses WM-Wochenende hielt für den Ehrenvorsitzenden des Fördervereins Jürgen Eschert allerhand guter Gründe bereit, um mit einem Glas Sekt anzustoßen. Nicht nur die vielen Erfolge unserer AthletInnen gaben dazu Anlass, auch sein Geburtstag am 24. August reiht sich darin freudig ein. 

Im Kreise von Freunden und Familie beging der Olympiasieger von 1964 im Einercanadier über 1000m diesen „Schnaps“-Geburtstag, immer mit einem Auge auf die Ereignisse in Portugal blinzelnd. 

Die Mitglieder des Kanu-Clubs Potsdam sowie des Fördervereins für den Kanu-Club wünschen dem Gründungsmitglied des Fördervereins alles Gute zum Geburtstag, vor allem viel Gesundheit, Glück und immer viel Freude mit der Familie und am Kanusport, den er immer noch mehrmals die Woche, sei es beim Training mit den Sponsoren oder im Altherren-C8, frönt!