Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Vor der WM ist nach der WM!

Die einen haben den sportlichen Höhepunkt des Jahres vor sich und werden feierlich verabschiedet, die anderen kehren mit fünf Medaillen von der Junioren und U23-WM im rumänischen Pitesti zurück! Wir waren dabei als Franziska John, Ronny Rauhe, Basti Brendel und Co. in der Kanuscheune sich das Daumendrücken von Sportministerin Ernst abholten.

Und natürlich haben wir auch die Bilder der strahlenden Medaillengewinner, angeführt vom neuen Juniorenweltmeister im K2 über 1000m Elias Kurth. Katharina Diederichs, Florian Köppen, Martin Hiller und Janek Weßel freuten sich aber nicht weniger über ihre errungenen Plaketten.

Gold, Silber und Bronze gab es aber auch anderswo zu gewinnen. Während der Nachwuchs überaus erfolgreich bei den Ostdeutschen Meisterschaften in Brandenburg glänzte, wurden in Berlin bei den „Finals 2019“ die Deutschen Meistertitel im Parallelsprint vergeben. Clara Thieme hat sich dieses Spektakel vor Ort angeschaut.

Und die nächste Generation Medaillengewinner? Die wurde Anfang August in die neue 7. Klasse der Sportschule Potsdam eingeschult. Wir waren dabei und erlebten auch die Auszeichnung der Schule als „Eliteschule des Jahres“.

Nicht nur die Jüngste finden den Weg in den Luftschiffhafen, auch in der Leistungsklasse gibt es neue Gesichter: Max Lemke und Carola Schmidt heißen sie und bereiten sich nun auf der Havel auf ihr großes Ziel Olympia vor.

Wenn jetzt bald die WM in Szeged ist, ist dann nicht auch bald wieder Kanalsprint? Genau, save the date! Kanalsprint am 1. September!

Und sonst so? Der Geburtstag unseres Sponsors Herbert Brun, ein verdienter Orden für Sebastian Brendel, ein Trainer wird 50 und die Fotoausstellung von Peter Frenkel.

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen und Artikel gern über info@kanuteamwork.de

Sport frei!

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

Verabschiedung der Potsdamer WM-Teilnehmer – Vertragsunterzeichnung mit der MBS

Noch etwas mehr als drei Wochen, dann fällt in Szeged der erste Startschuss bei den diesjährigen Weltmeisterschaften. Unsere 13 WM-Teilnehmer wurden am gestrigen Abend feierlich verabschiedet und machten sich mit besten Wünschen auf den Weg ins letzte Trainingslager. Mit im Gepäck haben sie den frisch unterschriebenen Sponsoringvertrag mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse.

Dreizehn! So lautete die stolze Anzahlt an Sportlerinnen und Sportler, die aus dem Potsdamer Luftschiffhafen in diesem Jahr Teil der Deutschen Kanurennsport Nationalmannschaft für die WM vom 21.-25.08.2019  im ungarischen Szeged sein werden. Die Dreizehn bringt dabei hoffentlich kein Unglück, geht es doch darum auf in den Einzel- sowie Mannschaftsbooten die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen wollen, um somit dem deutschen Nationalteam auf den olympischen Strecken zu den zwingend notwendigen Quotenplätzen für die Olampischen Spiele 2020 zu verhelfen. Spannung pur ist in den Rennen somit vorprogrammiert.

Können beispielsweise Kanu-Legende Ronald Rauhe und Neu-Potsdamer Max Lemke zusammen mit ihren Teamkollegen den Titel im olympischen K4 500m zum zweiten Mal nacheinander verteidigen? Reicht es für Sebastian Brendel im C1 1000m erneut, wie schon in den 4 Jahren zuvor, für den ganz großen Wurf?

Die weiblichen Kajak-Olympiasiegerinnen Conny Waßmuth und Franziska John werden ebenso hochmotiviert an den Start gehen, wie die beiden Canadierspezialistinnen Annika Loske und Ophelia Preller. Für Ihre Disziplin bieten die Spiele 2020 die große olympische Premiere, optimalerweise mit deutscher Beteiligung.

Verabschiedung in der Kanuscheune 

Kurz vor ihrer Abreise in das letzte Trainingslager auf der Regattastrecke in Duisburg gab es eine kleine, feierliche Verabschiedung in der heimischen Kanuscheune. Auch die brandenburgische Ministerin Bildung, Jugend und Sport Britta Ernst (SPD) ließ es sich nicht nehmen, die Gelegenheit zu nutzen und dieser leistungsstarken und schlagkräftigen Mannschaft ihre besten Wünsche mit auf den Weg zu geben. Gerne wäre sie auch vor Ort gewesen und hätte die Atmosphäre dieses Kanuspektakels erlebt, die bevorstehende Landtagswahl und deren Wichtigkeit macht dies jedoch verständlicherweise nicht möglich.

Mittelbrandenburgische Sparkasse setzt Sponsoring fort

Grund zur Freude gab es auch in anderer Hinsicht. Andrea Aulich, ihres Zeichen Leiterin der Finanzdirektion Potsdam bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse war ebenfalls vor Ort um mit dem Kanu-Club Potsdam den Sponsoringvertrag für das laufende Jahr zu unterzeichnen. „Wir freuen uns, die erfolgreichen Potsdamer Kanuten auch in diesem Jahr auf ihrem Weg zu unterstützen“, sagte Frau Aulich, die ihre sportlichen Wurzeln ebenfalls im Wassersport, genauer gesagt im Segelsport hat.

Die Mitglieder des Kanu-Clubs Potsdam sowie des Fördervereins für den KCP drücken allen Teilnehmern die Daumen und wünschen ihnen maximale Erfolge!

Potsdamer Einsätze für das deutsche Nationalteam

Kajak weiblich

Franziska John – K4 500m/K2 200m

Conny Waßmuth – K1 500m

Tabea Medert – K1/K2 1000m

Canadier weiblich 

Annika Loske – C1 200m/C1 5000m

Ophelia Preller – C2 500m

Kajak männlich

Felix Frank – K4 1000m 

Tamas Gecsö – K1 1000m

Max Lemke – K4 500m 

Ronald Rauhe – K4 500m

Timo Haseleu – K1 200m/K2 200m

Martin Hiller – K2 500m

Canadier männlich

Sebastian Brendel – C1 1000m/C1 500m/C1 5000m

Jan Vandrey – C2 500m/C4 500m

Junioren- und U23-WM in Pitesti – Potsdamer Nachwuchs überaus erfolgreich

Zu dem knapp 40-köpfigen Athletenaufgebot des Deutschen-Kanu-Verbandes (DKV), das an den U23-/ und Junioren-Weltmeisterschaften im Kanu-Rennsport vom 01. bis 04.08. im rumänischen Pitesti beteiligt war, zählten ebenfalls sieben Nachwuchskanuten des Kanu-Clubs Potsdam (KCP) im OSC. Fünf Medaillen davon ein WM-Titel für Elias Kurth konnten mit an die Potsdamer Havel gebracht werden.

An der insgesamt hervorragenden Medaillenbilanz des DKV-Teams (6x Gold, 3x Silber, 4x Bronze) waren die Potsdamer Kanuten fünfmal beteiligt. Eine glanzvolle Leistung vollbrachte der Potsdamer Kajakfahrer Elias Kurth, der gemeinsam mit seinem Zweierpartner Niklas Heuser im Junioren-K2 über 1000 m den Weltmeistertitel vor den Booten aus Ungarn und Spanien gewann.

Katharina Diederichs paddelte im DKV-Kajakvierer zur Silbermedaille hinter dem ungarischen Boot und vor den Juniorinnen aus Kanada. Zwei weitere Bronzemedaillen holten die Potsdamer Junioren mit Florian Köppen im C1 über 1000 m und Janek Weßel gemeinsam mit dem Bochumer David Bauschke im C2 über die gleiche Distanz. Der einzige Potsdamer Medaillengewinn bei den U23 gelang Kajakfahrer Martin Hiller im K2 über 1000 m zusammen mit dem Dresdner Jakob Kurschat.

Weitere sehr gute Finalplätze belegten die Potsdamer Nachwuchskanuten Isabelle Zanin mit Rang sechs im C1 über 200 m sowie Martin Hiller und Leonard Busch im K4 über 500 m der U23. Insgesamt können die verantwortlichen Trainer Katrin Wagner-Augustin, Clemens Paarmann und Jirka Letzin sehr zufrieden mit dem Abschneiden ihrer Schützlinge sein.

Die Mitglieder des Kanu-Clubs Potsdam sowie des Fördervereins für den KCP gratulieren allen herzlichen zu den Erfolgen bei den Weltmeisterschaften in Pitesti, wir sind sehr stolz auf euch!

Text: Günter Welke

Fotos: Frank Köppen

Duelle entlang der „East-Side-Gallery“ - Finals 2019 werden als voller Erfolg gewertet

Nach wochenlangen Vorberichten war es nun endlich soweit. Am 3. und 4. August lud die Hauptstadt zu einem vorher nie da gewesenen Spektakel ein. „Die Finals“ boten die nationale Meisterschaftsbühne für zehn völlig unterschiedliche Sportarten, ausgetragen verteilt in ganz Berlin. 

Die berühmte „East-Side-Gallery“ direkt an der Spree wurde zum Schauplatz für die hochklassigen Wettkämpfe der deutschen Kanuten. Ganz im Stile des Potsdamer Kanalsprints lieferten sich die Athleten teils hauchdünne Duelle auf der 160 Meter kurzen Sprintdistanz. Die zahlreich erschienenen Sportfans durften unter anderem 12 Potsdamer Kanuten mit ihren Anfeuerungen einen Hauch von Olympia bescheren.

Von dieser „atemberaubenden“ Atmosphäre beflügelt, sicherte sich Sprint-Routinier Ronald Rauhe den Sieg bei diesem erstmalig ausgetragenen Event. Potsdam Neuzugang Max Lemke durfte sich schlussendlich doch noch über den geteilten dritten Rang mit dem Berliner Youngster Jacob Schopf freuen. 

Genau wie die Kajak-Herren trat auch Canadierspezialistin Annika Loske am Samstag ihrer Konkurrenz entgegen und erreichte, nach souveränen Vorkämpfen, im großen Finale hinter Lisa Jahn (Berlin) einen sehr guten zweiten Platz: „Hier herrscht eine unglaubliche Stimmung. Vor allem für uns Sportler aus dem Gebiet Berlin-Brandenburg ist es natürlich optimal, da die Familien und Freunde uns hier tatkräftig und zahlreich unterstützen können.“, schwärmte Annika.

Zudem fand nach den Einzelentscheidungen eine weitere Premiere statt. In Kajak-Mix Booten belegte Conny Waßmuth zusammen mit ihrem Berliner Partner Kostja Stroinski den Bronzerang. Mit Sabrina Hering-Pradler und Ronald Rauhe im selben Boot, sicherte sich ein Hannover-Potsdamer Gespann den Titel, Ronald behielt somit seine „weiße Weste“ an diesem Tag.

Der Sonntag ganz im Zeichen der Kajak-Damen und der Canadier-Herren

Bei den Frauen fand das Finale ohne Potsdamer Beteiligung statt. Bei etwas erschwerten Wellenbedingungen setzte sich letztlich Steffi Kriegerstein (Dresden) in einem knappen Rennen gegen Caroline Arft (Essen) in Richtung Titel durch. 

Noch enger verliefen die Duelle bei den Canadier-Herren. Zielschnapper waren im Schatten der berühmten Oberbaumbrücke an der Tagesordnung, welche vor allem für den Magdeburger Yul Oeltze meist mit einem Bad in der Spree endeten. Trotz dessen zog er in das kleine Finale gegen Sebastian Brendel ein, welches dieser im Fotofinish für sich entschied. Eben dieses musste auch im großen Finale zwischen Jan Vandrey und Peter Kretschmer (Leipzig) zu Rate gezogen werden mit dem besseren Ende für den Potsdamer Olympiasieger von Rio. Auch er darf sich nun deutscher Meister im Parallelsprint nennen. 

Dass dies nicht die letzten Titelvergaben in diesem Format sein sollen, war den Aussagen aller Beteiligten, ob Sportler, Betreuer oder Organisatoren und Helfer zu entnehmen.nAngefeuert wurde hier Jeder von Jedem. Um dieses Gefühl von der deutschen Kanufamilie auf das gesamte sportbegeisterte Deutschland zu übertragen, hätte es keine geeignetere Bühne geben können. Ein voller Erfolg für den Kanurennsport, Weiterführung höchsterwünscht!

Die Medaillen im Überblick

Canadier-Damen

  1. Lisa Jahn (KKC Berlin)
  2. Annika Loske (KC Potsdam)
  3. Johanna Handrik (SC DHfK Leipzig)

Kajak-Damen

  1. Steffi Kriegerstein (KC Dresden)
  2. Caroline Arft (KG Essen)
  3. Sabrina Hering-Pradler (Hannoverscher KC)

Canadier-Herren

  1. Jan Vandrey (KC Potsdam)
  2. Peter Kretschmer (SC DHfK Leipzig)
  3. Sebastian Brendel (KC Potsdam)

Kajak-Herren

  1. Ronald Rauhe (KC Potsdam)
  2. Max Rendschmidt (KG Essen)
  3. Max Lemke (KC Potsdam)/ Jacob Schopf (KKC Berlin)

29. Ostdeutsche Meisterschaften Kanu-Rennsport auf dem Beetzsee bei Tropenhitze

Auf der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg an der Havel, die im Juni auf ihr fünfzigjähriges Bestehen zurückblickenkonnte, sorgten während der Ostdeutschen Meisterschaften Kanu-Rennsport vom 27.-30.06. nicht nur die hochsommerlichen Temperaturen, sondern auch der vollbesetzte überdachte Tribünenteil mit den anfeuerungsfreudigen Zuschauer für beste Stimmung bei den Aktiven und Betreuern.

Der lautstarken Unterstützung beim Wettkampfgeschehen auf dem Wasser konnten sich alle gewiss sein, egal welchen Alters oder welcher Vereinszugehörigkeit. Es war schon beeindruckend zu beobachten, wie trotz der enormen Hitze selbst die Kleinsten und die Parakanuten mit letztem Einsatz um Sieg, Medaillen und Platzierungen die letzten Kräfte mobilisierten und für ihre Anstrengungen mit viel Beifall bedacht wurden.

Kanu-Club Potsdam erfolgreichster Verein der ODM

Zu den erfolgreichsten Vereinen/ Renngemeinschaften der Ostdeutschen Meisterschaften - beginnend bei den B-Schülern bis zur Leistungsklasse -  gehörten der Kanu-Club Potsdam im OSC, der SC Magdeburg, die SG LVB Leipzig, die Renngemeinschaft Sachsen, das Kanu-Team Berlin, der KV Brandenburger Adler und der WSV Am Blauen Wunder Dresden. Die umfangreichste Medaillensammlung, konnte der KC Potsdam mit 24 Siegen und 37 weiteren Medaillen auf seinem Konto verbuchen. Nachfolgend reihten sich der SC Magdeburg und die SG LVB Leipzig  ein. Mehrere der in Brandenburg an der Havel  gestarteten Potsdamer Sportler/-innen konnten mehrfach Goldmedaillen  erringen. Und das sowohl im Einer- als auch im Mannschaftsboot. 

So waren bei der Leistungsklasse die Kajakfahrer Finn Eidam mit sechs und Felix Frank mit fünf Siegen erfolgreich. An den insgesamt acht Goldmedaillen der Leistungsklasse waren zudem je einmal Clara Thieme, Jonas Schmitt, Martin Hiller, Tibor Gescö und Leonard Busch beteiligt.

Alle 13 Siege, die von den Potsdamer Rennkanuten im Junioren- und Jugendbereich erzielt wurden, gehen auf das Konto der Canadierfahrer/-innen. Am erfolgreichsten erwies sich hierbei die Jugendliche Chantal Tornow mit fünf Goldmedaillen. Je dreimal Gold holten Greta Siwula, Felix Kliemann und Erik Etlich, je zweimal paddelten Ole Einar Jacob und Jan Wessel im Siegerboot und einmal gewann Charlotte Pietzsch. Eine beachtenswerte Leistung vollbrachte ebenfalls der jugendliche Kajakfahrer Anton Winkelmann, der gegen starke Konkurrenten im K1 zwei Silbermedaillen und im K2 eine Bronzemedaille errang. 

Die jüngsten Rennpaddler des KC Potsdam verbuchten bei den B-Schülern einen Sieg und drei weitere Medaillen. Hier bewies vor allem Matwej Genrich (Jahrgang 2008) mit dem Gewinn des Kanu-Mehrkampfes vor dem Clubgefährten Finley Schüler seine Leistungsstärke. 

Geschwisterpaar Pietzsch erfolgreich

Das Geschwisterpaar Johannes Pietzsch (Para-Kanu, AKTIV e.V. Stahnsdorf) und Charlotte Pietzsch (Juniorin, Canadier, KC Potsdam), das insgesamt drei Siege und fünf weitere Medaillen bei den Ostdeutschen Meisterschaften verbuchte, wird bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Beetzsee während eines Rahmenwettkampfes gemeinsam in einem Boot ein Rennen bestreiten. Darauf freuen sich Charlotte und Johannes, aber auch deren Eltern, schon jetzt.

Text: Günter Welke

Zehn Kanu-Sportschüler an der Potsdamer Sportschule - hohe Auszeichnung für die Schule

Am Sonntag, den 04. August fand in der MBS Arena die feierliche Einschulung der neuen Sportschülerinne und Schüler in die 7. Klassen der Sportschule Potsdam. Für Schüler und Eltern sicher ein aufregender Tag, aber auch für die Schulleitung und das Lehrerkollegium, wurde deren Arbeit der letzten Jahre doch mit dem Titel „Beste Eliteschule des Sports im Schuljahr 2018/ 2019“ geehrt.

Die insgesamt 14 eingeschulten Kanutinnen und Kanuten, zehn in die neue siebte Klasse und vier als Quereinsteiger hatten an diesem Sonntag allen Grund zu feiern. Nicht nur den neuen Lebensabschnitt, der für sie nun in Potsdam beginnt, auch ihre neue schulische Heimat wurde ausgezeichnet und zwar mit dem Titel „Beste Eliteschule des Sports im Schuljahr 2018/ 2019“. Dieser Titel wird jährlich durch den Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) im Ergebnis der Bewertung der Leistungen bei der Förderung der Nachwuchssportler verliehen. Bereits 2008 wurde die Potsdamer Sportschule mit dieser Auszeichnung geehrt. Das Ereignis wurde in den Grußworten der Brandenburger Ministerin für Bildung, Jugend und Sport Britta Ernst, des Oberbürgermeisters Mike Schubert und von Dirk Schimmelpfennig als Vertreter des DOSB entsprechend gewürdigt. 

Potsdams Oberbürgermeister Schubert verwies auf die umfangreichen Erfolge der Sportschule Friedrich Ludwig Jahn und unterstrich: „Als Vater von zwei sportinteressierten Kindern würde ich mich freuen, wenn beide vielleicht auch einmal diese Sportschule besuchen dürfen.“ Ministerin Britta Ernst lobte u. a. die Nachwuchsförderung an der Schule und verwies auf das Sportidol Sebastian Brendel, der einst ebenfalls hier die Schulbank drückte.

Schimmelpfennig und Neubert loben Sportschule

Der Vertreter des DOSB Dirk Schimmelpfennig stellte fest, dass die im Jahr 2015 auf den Weg gebrachte Leistungssportreform an der Potsdamer Sportschule voll verinnerlicht wurde und die Rahmenbedingungen für den Sport an der Eliteschule allseitig umgesetzt werden. Dafür dankte er  ausdrücklich nicht  nur dem Lehrkörper und den Erziehern, sondern auch den Trainern, Unterstützern und Sportlereltern. „Mit dem Entschluss zum Besuch der Eliteschule des Sports haben die Schüler und deren Eltern eine gute Wahl getroffen, denn damit haben sie sich für eine einmalige Symbiose von Bildung und Sport entschieden,“ versicherte der Präsident des Landessportbundes Brandenburg Wolfgang Neubert allen etwa 1000 Anwesenden in der MBS-Arena. 

Schulleiterin Dr. Iris Gerloff hieß alle in der Sportarena Anwesenden herzlich willkommen und wies darauf hin, dass die erfolgreiche Entwicklung der Potsdamer Bildungseinrichtung, die nunmehr nach 2008 zur zweiten Auszeichnung als „Beste Eliteschule des Sports eines Schuljahres“ führte, letztlich einen Gesamterfolg vieler Beteiligten darstellt. Sie offerierte: „Bei unserem Schulfest im September werden wir es richtig knallen lassen.“ Darauf werden sich die derzeit 680 Schüler/-innen sowie 120 Lehr- und Erziehungskräfte schon jetzt freuen.

14 Potsdamer Sporschüler insgesamt neu eingeschult

Unter den vierzehn neuen Sportschülern, die ab 05.08. in den Lernprozess mit Abiturabschluss an der Friedrich Ludwig Jahn Sportschule einbezogen werden, befinden sich auch zehn Kanu-Sportschüler der siebenten Klasse, die als Paddeltalente aus fünf Kanuvereinen/-abteilungen des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg und einem Verein aus Sachsen-Anhalt kommend, die Aufnahmekriterien bestanden haben. Zusammen mit elf Volleyballerinnen werden sie die Klasse 7.4 bilden.

Auf die Frage, warum sie ausgerechnet die Potsdamer Sportschule und nicht die in Magdeburg ausgewählt hat, antwortete Selia Gerchel als Neu-Potsdamerin aus Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt): „Hier in Potsdam existieren alle Sportarten gleichberechtigt und sind nicht wie in Magdeburg zum großen Teil dem Fuß- und Handball nachgeordnet. Das hat für mich als Kanusportlerin den Ausschlag gegeben.“ Eine Auszeichnung sicher dem heute verliehenen Titel ebenbürtig.

Text: Günter Welke

Zwei Neuzugänge an der Havel - Max Lemke startet ab sofort für KC Potsdam

Die Olympischen Spiele 2020 sind das große Ziel von Max Lemke. Um sportlich nichts dem Zufall zu überlassen führt ihn sein Weg in den Potsdamer Luftschiffhafen in die leistungsstarke Trainingsgruppe um Ronny Rauhe. Und auch Carola Schmidt fand 

Auf der Suche nach optimalen Bedingungen für Tokio 2020

Eingefleischten Kanu-Kenner braucht man Max Lemke nicht vorstellen, schließlich bildet er seit 2017 gemeinsam mit Ronny Rauhe, Tom Liebscher (KC Dresden) und Max Rendschmidt (KG Essen) den deutschen Herren-K4 über die olympische 500m-Distanz, der beiden vergangen Weltmeisterschaften jeweils nicht zu schlagen war. Trotz seiner hervorragenden Leistungen, mit welchen er auch schon in der Juniorenklasse auf sich aufmerksam machen konnte, war Max in den letzten Jahren mit seiner Trainingssituation in seiner Heimatstadt Mannheim nicht zufrieden. „nach dem Tod meines langjährigen Trainers Gerd Riffel, dem ich viel zu verdanken habe, war es schwer einen Trainer zu finden, der mit mir den viel manchmal etwas unorthodoxen Weg im Trainings weitergehen wollte“, berichtet Max. „Trotz intensiver Bemühungen seitens meines Heimatvereins WVS Mannheim Sandhofen und dem Olympiastützpunktes Rhein-Neckar in den vergangenen zwei Jahren war aufgrund des Widerstands des Landes-Kanu-Verbandes Baden-Württemberg nicht möglich mir aus meiner Sicht optimale Trainingsbedingungen in Mannheim zu ermöglichen“, erklärt der 22-jährige. „Nichts lag daher Näher als nach Potsdam in die Trainingsgruppe um Ronny Rauhe zu wechseln, in der mit Timo Haseleu, Felix Frank und Tamas Gecsö schon viele schnellkräftige Athleten sind. Davon, und von den tollen Trainingsbedigungen hier in Potsdam, werde ich sicher profitieren“, meint der Sportsoldat, dessen familiäre Wurzeln im brandenburgischen Luckenwalde liegen.

Vom Rhein an die Havel – Carola Schmidt fühlt sich in Potsdam bereits sehr wohl

Eigentlich müsste es heißen: Von der Donau über den Rhein an die Havel. Denn das Elternhaus der Neu-Potsdamerin Carola Schmidt befindet sich nach wie vor in Neuburg an der Donau. Beim DRCN (Donau-Ruder-Club Neuburg) erlernte sie - animiert durch ihre ebenfalls Kanusport betreibenden Brüder - ab 2004 das Paddeln. Ihren Wechsel aus Neuburg zu den Rheinbrüdern Karlsruhe vollzog Carola 2014 vor allem deshalb, weil sie an der dortigen Sportschule ihre Abiturprüfung ablegen wollte. Auch sportlich konnte sie  sich weiterentwickeln und stellte das als 20-Jährige mit der Erringung des Vize-Weltmeistertitels im K1 über 1000 m bei den U23-Weltmeisterschaften  2017 in Pitesti unter Beweis. 

„Allerding“, -so resümierte Carola Schmidt - „habe ich mich in Karlsruhe nie so richtig heimisch und Zuhause gefühlt“. Sowohl die guten Trainingsbedingungen in der Brandenburger Landeshauptstadt als Voraussetzung für eine kontinuierliche sportliche Leistungssteigerung, sowie gleichfalls das persönliche Verhältnis zu dem Athletenkreis am Potsdamer Bundesstützpunkt und nicht zuletzt die enge Beziehung zu dem Rennkanuten Timo Haseleu waren letztlich ausschlaggebend dafür, dass Carola seit Anfang Juli diesen Jahres dem Kanu-Club Potsdam im OSC zugehörig ist und ebenfalls ihren festen Wohnsitz im Nordteil der Stadt bezogen hat.

Mit ihren Leistungen möchte sie künftig zur weiteren Profilierung des Potsdamer Kanu-Rennsports beitragen“, nimmt sich Carola Schmidt vor. Olympia 2024 ist dabei Carolas großer Wunsch, den sie sich gern verwirklichen möchte. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille zur U23-Europameisterschaft in diesem Jahr hat sie dabei ihre Leistungsfähigkeit bereits unter Beweis stellen können.

 Die Mitglieder des Kanu-Clubs Potsdam sowie des Fördervereins für den Kanu-Club wünschen Carola und Max sowohl sportlich als auch privat in der Havelstadt nur das Beste und freuen sich, den zweifachen Weltmeister nun in ihren Reihen begrüßen zu können!

Text: Günter Welke, Ronald Verch

Save the Date! - 15. Potsdamer Kanalsprint 

Es ist wieder soweit – die Kanuelite Deutschlands trifft sich nach ihrem erfolgreichen Abschneiden bei den Weltmeisterschaften im ungarischen Szeged am 1. September auf dem Potsdamer Stadtkanal, um in packenden Rennen „Mann gegen Mann“ bzw. „Frau gegen Frau“ die besten Sprinter über die 160 Meter lange Wettkampfstrecke zu finden.

Mit dabei sind neben vielen WM-Teilnehmer des Kanu-Clubs Potsdam, angeführt von den Olympiasiegern Franziska John, Ronald Rauhe, Sebastian Brendel und Jan Vandrey auch wieder internationale Kanugrößen. Seid dabei und erlebt in der Yorckstraße Kanusport der Spitzenklasse, hautnah in einer stimmungsvollen Atmosphäre, wie sie keine Regattastrecke der Welt bieten kann.

Um 14 Uhr fällt der erste Startschuss!

Herzlichen Glückwunsch, Herbert Brun

Man glaubt es nicht wenn man ihn sieht, Herbert Brun unser langjähriges Fördermitglied und Paddelfreund im Boot der Sponsoren, wurde am 15. Juli, 65 Jahre alt. Alle Kanutinnen und Kanuten des KCP und auch der Förderverein gratulieren ganz herzlich und sagen Danke, für die jahrelange Hilfe und Unterstützung.

Herbert Brun war und ist immer ein verlässlicher Partner, stets  ansprechbar und hilfsbereit. Bei sportlichen Aktivitäten des Fördervereins ist  er einer der Aktivsten. Ob bei den Wasserspielen, beim Wettkampf in Venedig, der "Vogalonga", oder beim wöchentlichen Training der Sponsoren, Herbert macht immer mit. So fit wie er ist, wird er ganz sicher auch in Zukunft sich nicht zur Ruhe setzen und die "65" wird für ihn nur eine Zahl und  kein Hindernis sein. Wer Herbert kennt weiß, er lebt das Motto, wer rastet der rostet. Weder seine Firma, die Brun und Böhm Baustoffe Potsdam, die er 1991 mit seinem Partner Udo Böhm gründete und zu einem der größten Baustoffhändler mitentwickelt hat, noch seine Paddelfreunde beim KCP können sich vorstellen, auf Herbert zu verzichten. Herbert, wir wünschen Dir für die Zukunft viel Gesundheit, viel Freude mit der Familie, weiterhin Spaß und Kreativität in der Firma und noch viele schöne sportliche Erlebnisse mit Deinen Freunden beim Kanu-Club Potsdam.

Text: Jürgen Eschert 

...pssst...Bootsgeflüster...

Ex-Weltmeister Ronald Verch und Günter Welke schreiben über das, was sich hinter den Kulissen des erfolgreichsten Kanuclubs der Welt ereignet oder besprochen wird. Heute: ein verdienter Orden, ein halbes Jahrhundert und eine Fotoausstellung zum runden Jubiläum

Olympiasieger Sebastian Brendel erhält Brandenburger Verdienstorden

Unter den 16 durch Ministerpräsident Dietmar Woidke am 22. Juli mit dem Brandenburger Verdienstorden ausgezeichneten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens befand sich auch der Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel vom Kanu-Club Potsdam im OSC.

Nicht nur durch seine sportlichen Erfolge verwirklicht der mehrmalige Olympiasieger und Weltmeister eine Vorbildrolle über den Kanusport hinaus, sondern auch aufgrund seiner gesamten persönlichen Ausstrahlungskraft sowie seines korrekten Verhaltens und Auftretens kann er sich einer breiten gesellschaftliche Anerkennung  und Würdigung erfreuen. Herzlichen Glückwunsch daher zu dieser hohen Ehrung.

Die bereits zum dritten Mal erfolgte Verleihung der höchsten Auszeichnung des Landes Brandenburg an einen Kanusportler unterstreicht gleichzeitig die Wertschätzung und Anerkennung, die der Kanusport im Land Brandenburg genießt. Auch zwei Potsdamer Kanutrainern wurde bisher diese Ehre erwiesen.

Glückwunsch zum 50. Geburtstag von Arndt Hanisch

Am 25. Juli feiert der am Potsdam Stützpunkt Kanu-Rennsport tätige Bundestrainer Arndt Hanisch sein 50. Geburtstagsjubiläum. Dazu gratulieren ihm alle am Potsdamer Stützpunkt befindlichen Trainer/-innen und Sportler/-innen ganz herzlich und verbinden das mit den besten Wünschen für sein persönliches Wohlergehen.

Der 1969 in der Nähe von Dortmund Geborene hat bei dem KSC Lünen das Paddeln erlernt und später als Aktiver u. a. zahlreiche internationale Rennen im Kanu-Marathonrennsport bestritten. Bereits während seiner leistungssportlichen Karriere absolvierte er ab 1992 an der Universität in Potsdam ein Studium im Bereich Sportwissenschaften und trainierte in dieser Zeit auch unter dem Erfolgstrainer Rolf-Dieter Amend am Stützpunkt in Potsdam. 

Über die Stationen Emsdetten und Essen, wo er verschiedene Trainerfunktionen auch auf Bundesebene ausübte, nahm er 2016 sehr gern das Angebot an, künftig am Bundesstützpunkt in Potsdam das Training der Kajak-Herren zu verantworten. „Ich hatte mehrere Gründe, ohne Zögern sofort nach Potsdam zu wechseln“, bekennt der auf die Trainingsmethodik von Rolf-Dieter Amend schwörende Arndt Hanisch. „Ich empfinde Potsdam als tolle und lebenswerte Stadt, kann mich hier neuen sportlichen Herausforderungen stellen und zudem die Vorteile einer optimalen Struktur nutzen“.

Nicht nur mit dem „sportlichen Leitwolf“ Ronald Rauhe, sondern auch mit solch nachdrängenden Talenten wie Max Lemke, Timo Haseleu, Felix Frank und anderen hoffnungsvollen Kajakfahrern will er die internationale potsdamer Medaillenbilanz weiter aufstocken. Auch Olympia 2020 in Tokio ist dabei einbegriffen. 

Peter Frenkel feiert Geburtstag und eröffnet seine Ausstellung

Seinen 80. Geburtstag beginn Peter Frenkel, seines Zeichen Olympiasieger im Gehen 1972 und Gründungsmitglied des Fördervereins, bereits am 13. Mai, groß gefeiert wurde aber erst am 4. August, und das doppelt. Peter lud Freunde, Wegbegleiter sowie Kunstinteressiert in das Museumshaus "Im Güldenen Arm", mit 275 Jahren das mittlerweile älteste Haus Potsdams, um mit ihm die Eröffnung seiner Fotoausstellung „100 Farben grün“ zu feiern. Ein Muss für jeden, der Peters künstlerische Arbeit und die Vielfältigkeit seines Schaffens kennenlernen möchte.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. September im Museumshaus "Im Güldenen Arm" in der Hermann-Elflein-Str. 3 in 14467 Potsdam.