Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Was für ein Märzanfang! Zum Redaktionsschluss dieser Kanuspitze hält das Thermometer nachts bei minus 15 Grad. Und so ist beim Schreiben dieser letzten Zeilen der Ausgabe am Mittwoch noch offen, ob beim Lesen am Wochenende unsere Titelbilder überhaupt noch als real rüberkommen werden. Möglicherweise trägt da die Havel schon Eisschollen und ein Training auf dem Wasser ist untragbar geworden.

Diese Überraschung sitzt!  Eine sibirische Kälte 2018 hatten wir Mitte Februar schon abgeschrieben. Ja, es war ein bisschen frostig geworden. Aber eben auch nur genauso kalt, dass der Exweltmeister in unserem Redaktionsteam  meinte, Training auf dem Wasser im Winter sorgt für stimmungsvolle  Bilder und Anerkennung in der warmen Stube. Ronald Verchs Impressionen finden Sie am Beginn dieser Ausgabe. Und denken Sie beim Lesen dran: sie sind keine zehn Tage alt…

Training ohne Titanicgefühle! Das absolvierte unser Nachwuchs Schüler B. Und dank Trainer Jeffrey Zeidlers Protokollnotizen erfahren Sie, wie junge Kanuten aus Potsdam sich in Garmisch- Partenkirchen von der Olympiaeröffnung in Pyeongchang inspirieren ließen…   

Apropos Olympia in Korea: Der Potsdamer Ingo Spelly holte dort 1988 seine erste Olympiamedaille  im Canadier – nun hat er eine neue sportliche Passion. „Vom Linksfahrer zum Marathonläufer“ hat unser Porträtspezialist Micha Meyer heute seinen Beitrag über die Größen von einst  betitelt.

Bleibt als Annoncierung der vielleicht wichtigste Satz dieser Kanu-Spitze: „Das im Förderverein bestehende Netzwerk ist voll funktionsfähig“ versichert Schatzmeister Dr. Jörg Krause dem Nestor unserer Autoren, Günter Welke.

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen gern über info@kanuteamwork.de

„Sport frei“

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

Vor dem großen Frost

Training mit Titanic-Gefühlen in Potsdam

Während die Mitglieder der A-Nationalmannschaft unter der Sonne Floridas in Indian Harbour Beach die Grundlagen für die neue Saison legen, trainieren andere auf der heimischen Havel.

Eigentlich meinte es der Winter in diesem Jahr gut mit den Potsdamer Kanuten. „Der Januar war noch recht mild, so dass die Havel nicht zugefroren ist und wir bei uns am Bootshaus unsere Einheiten starten konnten“ sagt Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin. Sie betreut die Athletinnen und Athleten, die im Februar nicht in einem der Trainingslager in Florida oder Portugal waren.

So zum Beispiel Fabian Dittrich, unseren Teilnehmer der U23-Weltmeisterschaften des vergangenen Jahres. Ihn traf in diesem Winter ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle. Er trainierte im Januar in Florida - und setzt das Grundlagentraining nun auf der heimischen Havel fort. „In Florida hatten wir zwar anfangs einen kräftigen Wind aus Nord, der viel kalte Luft mitgebrachte, da war es morgens auch manchmal frostig kalt. Tagsüber war es dann aber angenehm“, sagt der Canadier-Spezialist. „Nun wieder daheim zu trainieren, ist daher doch eine Umstellung. Aber es geht und wir haben es dieses Jahr auch gut erwischt. Wir haben meist wenig Wind, Sonnenschein und glattes Wasser, da macht das Paddeln auch im Februar richtig Spaß. Wenn morgens leichte Nebelschwaden über dem Wasser hängen, ist das immer eine außergewöhnliche Stimmung.“

Obacht ist aber trotzdem geboten. „An manchen Stellen friert die Havel dann doch immer wieder überraschend schnell zu und man kommt plötzlich nicht mehr weiter“, berichtet Katrin auch aus eigener Erfahrung. „Dann steht man plötzlich inmitten der Eisschollen. Man kann dann nur Umdrehen und Zurückfahren“, so Katrin. Dass sich allerdings jemand in  Titanic-Manier den Bootsrumpf am spitzen Eis aufgeschnitten hätte und aus seinem sinkenden Boot gerettet werden musste, ist nicht bekannt. „Wenn die Havel zugefroren ist, haben wir in vielen Jahren auch schon unsere Boote schnell auf den Bootshänger geladen und sind zur Freundschaftsinsel gefahren“, können sowohl Katrin als auch Fabian berichten. „Durch die Strömung dort friert das Wasser dort nicht zu und man kann zu jeder Zeit paddeln“.

Coach Katrin ist trotz der harten Bedingungen zufrieden mit ihren Schützlingen. „Sie haben alle trotz der Kälte gut durchgezogen und ihre Kilometer auf der Havel gemacht“. Eine Sache hat sich aber für Katrin aber im Vergleich zu früher geändert. „Ich habe nie so ganz verstanden, warum die Trainer im Winter immer ein bisschen gejammert haben, nun weiß ich es“, so die ehemalige Weltklassekanutin. „Als Sportler war einem nicht kalt, weil man sich die ganze Zeit bewegt hat. Als Trainer aber bleibt einem nichts anderes übrig, als sich so warm wie möglich anzuziehen“. Scheinbar könnte es manchmal gerne etwas mehr sein.

Ronald Verch

Im Gespräch mit dem Schatzmeister 

Förderverein auf Kurs in ruhiges Gewässer  

Auf der Mitgliederversammlung im Februar  2017 wurde im Ergebnis der Vorstandswahl des Fördervereins die Funktion des Schatzmeisters mit Dr. Jörg Krause neu besetzt und damit eine vielversprechende Entscheidung getroffen, um das Boot „Förderverein für den Kanu-Club Potsdam im OSC“ auf den Kurs in ein sicheres Gewässer zu steuern.

von Günter Welke 

Zuvor bereits jahrelang im Vorstand des OSC als Schatzmeister tätig, verfügt Jörg Krause auf dem Finanzgebiet  über umfangreiche Erfahrungen und Sachkenntnisse. Für den Förderverein des KCP ist er jedoch nicht nur deshalb ein Zugewinn, denn auch als passionierter Freizeitpaddler ist er mit den Besonderheiten des Kanusports bestens vertraut. Auf  zahlreichen gemeinschaftlichen Paddeltouren mit OSC-Mitgliedern, die er nicht nur auf einheimischen Gewässern absolvierte, hatte er schon in den vergangenen Jahren engen Kontakt zu ehemaligen aktiven Kanusportlern und kennt sich demzufolge in einigen Spezifika dieser Sportart gut. aus. 

Dem Engagement des Ehrenpräsidenten vom  Förderverein, Jürgen Eschert,  ist es zu verdanken, dass sich Jörg Krause ohne Zögern bereit erklärte, die Geschicke der zuvor unbesetzten Funktion eines  Schatzmeisters in die Hand zu nehmen. Sein erster Tätigkeitsbericht auf der Versammlung des Fördervereins am 19. Januar 2018 fand die uneingeschränkte Zustimmung aller Tagungsteilnehmer. Und das nicht ohne Grund, denn nicht nur die Minimierung der in den letzten Jahren zu verzeichnenden finanziellen Defizite bei einzelnen Veranstaltungen, sondern ebenfalls die in kurzer Zeit erfolgte Aktualisierung von Daten sowie die Einleitung von Maßnahmen zur sicheren Gewährleistung der Gemeinnützigkeit des Fördervereins überzeugten. Auch die im Sommer 2017  getroffene Grundsatzentscheidung zur Bewirtschaftung der „Kanuscheune“ ist von der Handschrift des Schatzmeisters geprägt. 

Die für das Wirtschaftsjahr 2018 eingeplanten Ein- und Ausgaben sichern einen ausgeglichenen Haushalt des Fördervereins. Es ist gewährleistet, dass  alle Einnahmen an den KC Potsdam für eine zweckgerechte Verwendung weitergeleitet werden. Somit kann hoffnungsvoll eine abgesicherte Vorbereitung der sportlichen Leistungsträger des KC Potsdam auf die olympischen Spiele 2020 in Tokio und darüber hinaus auch eine wirksame Unterstützung des Nachwuchses erwartet werden. 

Jörg Krause vertraut mit Überzeugung darauf, dass die etwa 130  Mitglieder, davon etwas über 100 Einzelpersonen, dem satzungsgemäßen Zweck des Fördervereins voll Geltung verschaffen werden. Wobei nach Darstellung des Schatzmeisters jener Freundeskreis, der mit Geld- und Sachzuwendungen sowie Sponsorenverträgen den Kanu-Club Potsdam im OSC wirksam unterstützt, weitaus größer ist, als die eigentliche Mitgliederanzahl. In diesem Zusammenhang verweist der Schatzmeister auf den unermüdlichen Einsatz von Jürgen Eschert zur Gewinnung weiterer Sponsoren  und Unterstützer, die sowohl einem wirksamen Trainings- und erfolgreichen Wettkampfbetrieb  dienlich sind, als auch zur Absicherung solch öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen wie dem Kanalsprint oder den Wasserspielen und der Kanuparty beitragen. 

Die mit einem stabilen Kurs des Fördervereins verbundenen Vorstellungen  von Jörg Krause beschränken sich jedoch nicht nur auf die Maßnahmen in der Saison 2018. Er denkt voraus: „Das im Förderverein bestehende Netzwerk ist voll funktionsfähig. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn auch aus dem Kreis der Mitglieder heraus, weitere Personen bzw. Unternehmen/Firmen für den Freundeskreis des KC Potsdam gewonnen werden könnten, denn über Tokio 2020 hinaus sollten wir noch mehr Mittel zur Unterstützung des Kanunachwuchses investieren. Zur Aufrechterhaltung des derzeitig hohen sportlichen Leistungsniveaus der Potsdamer Kanuten erscheint das sowohl sinnvoll als auch notwendig.“

Was macht eigentlich … 

In der über 50-jährigen Erfolgsgeschichte des Kanu-Clubs Potsdam gab es viele Athletinnen und Athleten, die zu ihrer Zeit zur internationalen Paddel-Spitze zählten, sowie Trainer, die sie auf ihrem Erfolgsweg begleiteten. Inzwischen ist es oft ruhiger um sie geworden. Da taucht schon mal die Frage auf, wie es ihnen heute geht. 

… Ingo Spelly?

Von Michael Meyer

tl_files/kcp/data/newsletter/2018/02/Ingo_Spelly_privat.jpgIm Spätsommer 1988 gewann der Potsdamer Ingo Spelly seine erste von insgesamt drei Olympiamedaillen. Er paddelt in Seoul gemeinsam mit dem Magdeburger Olaf Heukrodt im Zweier-Canadier über 1000 Meter zu Silber. Dreißig Jahre später nun holte der vierfache Familienvater seine Medaillen für seinen jüngsten Sohn Anakin mal wieder hervor – just während der diesjährigen Winterspiele ebenfalls in Südkorea. „Wir waren durch die Olympia-Übertragungen darauf gekommen“, erinnert sich Spelly, der sich durchaus auch für das Kräftemessen auf Eis und Schnee interessiert. „Ich schaue mir beispielsweise gern Biathlon, die Freestyle-Wettkämpfe und andere neue Sportarten an, vor allem aber die Bobrennen aus alter Verbundenheit mit Carsten Embach.“ 

Mit dem ehemaligen Potsdamer Leichtathleten sowie Viererbob-Olympiasieger und –Weltmeister Embach habe er einst zusammen studiert. „Und wir stehen immer noch in Kontakt“, so der jetzige Berufsschullehrer. Trotzdem sehnt sich Ingo Spelly natürlich nach der wärmeren Jahreszeit, weil er dann erneut aufs Wasser kann. Daheim in Werder im Einer-Canadier auf den Großen Zernsee oder in Potsdam gemeinsam mit weiteren ehemaligen Assen wie Jürgen Eschert, Jörg Schmidt oder Wolfgang Lange im C4 oder C7 auf den Templiner See. Dann ist der Brandenburger wieder ganz in seinem Element, in dem er einst die Weltspitze mitbestimmte. Schließlich gewann der heute 51-Jährige bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona mit seinem Klubkameraden Ulrich Papke jeweils im Zweier-Canadier Gold über 1000 und Silber über 500 Meter. Dazu zwischen 1986 und 1993 je zweimal Gold und Silber sowie dreimal Bronze bei Weltmeisterschaften. „Als ich jetzt wieder die Olympia-Medaillen in der Hand hatte, war ich selbst erstaunt, dass Seoul schon dreißig Jahre her ist“, erklärt Spelly, der sich noch gut an seine olympischen Endläufe erinnern kann. „Während des Tausend-Meter-Finals in Barcelona hatte ich ständig das Gefühl, dass wir führen. Erst später in den Aufzeichnungen habe ich gesehen, dass die Dänen lange gleichauf lagen. Im letzten Drittel haben wir aber in bewährter Weise unseren Endspurt angezogen und noch sicher gewonnen.“

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An solche Erfolge hatte der in Lübben geborene und in Kirchmöser aufgewachsene Ingo Spelly noch nicht gedacht, als er als Siebenjähriger durch die damals übliche Schulsichtung zu den Kanuten der Betriebssportgemeinschaft Lokomotive Kirchmöser kam. Dort machte er sich unter der Regie seiner Trainer Klaus Ludwig und Adam Wenzel so gut, dass er 1980 an die Kinder- und Jugend-Sportschule nach Potsdam wechseln konnte und fortan für den damaligen Armeesportklub Vorwärts Potsdam das Stechpaddel schwang. Ein Jahr später wurde er Spartakiadesieger im C2 über 500 und 1000 Meter, 1983 gelang ihm das jeweils im Einer-Canadier. Und die Erfolgskurve des von Helmut Senger und Jürgen Harpke trainierten Kanuten zeigte weiter nach oben, schließlich auch international. Gemeinsam mit Ulrich Papke wurde Ingo Spelly zuerst 1986 in Montreal über 500 Meter und 1987 in Duisburg über 1000 Meter jeweils WM-Dritter. „Als sich Uli ein Jahr später in der Olympiavorbereitung verletzte, feierte ich mit „Fritze“ Heukrodt in Seoul meinen bis dahin größten Erfolg“, so Spelly, der später in und nach der politischen Wendezeit in Deutschland wieder gemeinsam mit Papke im Zweier-Canadier auf der langen Strecke die Weltspitze dominieren sollte – Weltmeister 1990 im polnischen Poznan, Weltmeister 1991 in Paris, schließlich Olympiasieger 1992 in Barcelona. 

Damals spürte er schon die Unterschiede, die diese politische Wende für viele Sportler mit sich gebracht hatte. „In der DDR wurde dir praktisch alles abgenommen, im vereinten Deutschland musstest du dich mehr selbst um Trainingsorganisation und Lebensgestaltung kümmern – und die Verlockungen der neuen Freiheit waren groß“, meint Ingo Spelly, der gemeinsam mit seinem Bootspartner wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten des ASK-Nachfolgers OSC Potsdam einige Jahre für den SC Magdeburg startete, ehe beide Asse zu ihrem Heimatverein zurückkehrten. Zum damaligen Erfolgsgeheimnis ihres Zweiers sagt Spelly rückblickend: „Wir brachten beide starke Individualleistungen mit, und technisch hat es auch gut gepasst. Ich konnte mich sehr gut Ulis Fahrstil als Schlagmann anpassen. Außerdem war Uli ein kompromissloser Fahrer, der sein Ding durchzog und einen so manchmal auch noch zusätzlich zur Höchstform trieb.“   

Mit Ulrich Papke – der schon 1981 über 1000 Meter und 1983 über 500 Meter jeweils im Einer-Canadier Weltmeister geworden war und manchem Zeitgenossen damals als introvertiert galt und heute in Norwegen lebt – habe er sich immer gut verstanden. „Wir waren 30 Kalenderwochen im Jahr gemeinsam im Trainingslager, da musste die menschliche Komponente auch hinhauen.“ Bis zum WM-Bronze 1993 in Kopenhagen paddelte das Duo auf Erfolgskurs. „Dann setzte ein Generationswechsel ein“, meint Ingo Spelly. Während Rechtsfahrer Papke 1995 mit dem deutschen Vierer-Canadier noch einmal zu WM-Bronze paddelte, musste Linksfahrer Spelly im Nationalteam dem ebenfalls das Stechpaddel links schwingenden jungen Potsdamer Gunar Kirchbach weichen. „Ich habe noch im Einer weitergemacht und hoffte ein bisschen, Olympia in Atlanta zumindest als Ersatzmann zu erleben. Daraus wurde aber nichts, da die deutsche Kanu-Mannschaft 1996 klein gehalten wurde.“ So verfolgte er nur aus der Ferne, wie Gunar Kirchbach gemeinsam mit dem Neubrandenburger Andreas Dittmer im US-Bundesstaat Georgia ebenfalls Olympiasieger im C2 über 1000 Meter wurden. Über Kirchbach und seine weiteren Nachfolger aus dem Luftschiffhafen wie Sebastian Brendel, Kurt Kuschela und Jan Vandrey – alle ebenfalls Olympiasieger und Weltmeister im Canadier – sagt Ingo Spelly heute: „Ich bin froh, dass die Potsdamer C2-Gilde nach so langer Zeit immer noch Bestand hat.“ Und Sebastian Brendel sei ein Glücksfall für den Potsdamer und den deutschen Sport. „Es ist schön, dass es weiterhin Typen wie ihn gibt, die Kanu fahren.“ 

Ingo Spelly selbst trainierte nach 1996 ab. Er blieb noch bis 1999 Angehöriger der Bundeswehr, die ihn nach der Wende übernommen hatte, orientierte sich nun aber natürlich neu. Als Fitnesstrainer im art’otel sah er nach einigen Jahren keine berufliche Zukunft, so dass er sich letztlich auf sein Diplom-Sportlehrer-Studium besann, dass er zu DDR-Zeiten begonnen und nach der Wende beendet hatte. „Eigentlich wollte ich nie Lehrer werden, weil mein Vater Lehrer und Schuldirektor in Wusterwitz war“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Letztlich aber hatte er von Mutter Gudrun, einer einst guten Leichtathletin, und Vater Eberhard, der früher Turner und Schwimmer war, nicht nur gute sportliche Gene mitbekommen. Nach einem halbem Jahr Vertretung im Brandenburger von-Saldern-Gymnasium hatte Ingo Spelly doch Gefallen am Lehrerberuf gefunden, so dass er 2002 in der Beruflichen Schule „Theodor Hoppe“ des Babelsberger Oberlinhauses begann. Dort unterrichtet er wöchentlich bis zu 70 Schüler zwischen 16 und 30 Jahren mit unterschiedlichen Handicaps in Sport und Drucktechnik. 2002 heiratete Ingo Spelly auch seine Annett. Einige Jahre später zogen beide mit den Söhnen Paul (jetzt 24) sowie Nicklas und Lucas (jetzt 19) aus Potsdam in ihr neu erbautes Haus in den Havelauen Werder, wo Anakin (jetzt 12) die Familie vervollständigte. Ingo pendelte und pendelt täglich zwischen Werder und Babelsberg – und findet weiterhin Zeit zum Sporttreiben. Mehrere Jahre noch schwang er in der OSC-Abteilung Preussen-Kanu das Stechpaddel im Drachenboot, in dem er 2006 mit dem deutschen Team in Taiwan gleich sechsmal Weltmeister wurde. „Das war schon kurios“, erinnert er sich. „Die Medaillen, die wir dort bekamen, sahen genauso aus wie die, die Uli und ich vorher im Canadier bei Weltmeisterschaften erhalten hatten. Wir hatten in acht Jahren sieben WM-Medaillen gewonnen, nun bekam ich nochmal sieben solcher Medaillen an einem Wochenende.“ 

Aber auch auf dem Trockenen zeigte und zeigt sich Ingo Spelly in sportlich bemerkenswerter Form. Dreimal lief er den Potsdamer Schlösser-Halbmarathon mit, in den letzten Jahren nahm er stets den rbb-Drittelmarathon mit Start und Ziel auf der Glienicker Brücke unter die Füße. „Ich war schon früher ein ganz guter Läufer, auch als noch aktiver Kanute“, erklärt er dies. Im letzten Jahr ging er sogar noch einen Schritt weiter: Ingo Spelly bestritt Ende September 2017 erstmals den Berlin-Marathon, bei dem er nach 4:24 Stunden ins Ziel kam. „Ich wollte mir zu meinem 50. Geburtstag nochmal etwas vornehmen“, sagt er dazu. „Ich hatte schon Söhne gezeugt, ein Haus gebaut und Bäume gepflanzt – nun sollte es mal ein Marathonlauf sein. Ich war selbstgespannt, wie das klappt, und bin sehr zufrieden.“

Inzwischen hat er sich auch für den Berlin-Marathon 2018 angemeldet und seine Startzusage schon in der Tasche. Gut möglich also, dass Ingo Spelly in dreißig Jahren mal seinen Enkeln neben den Olympia- und WM-Medaillen voller Stolz auch seine Teilnehmerurkunden von diesen Rennen – die zu den weltweit größten und renommiertesten Marathonläufen gehören – zeigen wird. Ob im Sommer oder Winter, das ist dann ebenfalls egal.

In jedem Winter 

Nachwuchskanuten auf Ski in den Bergen 

Im bayerischen Wintersportgebiet von Garmisch-Patenkirchen bereiteten sich Anfang Februar die jüngsten Kanurennsportler aus Spremberg und Potsdam auf die neue Wettkampfsaison vor. Für eine Woche hatten die durch Trainerin Berit Klaua betreuten jungen Sportler von Einheit Spremberg ebenso viel Freude an den gemeinsamen Trainings- und Freizeiterlebnissen wie die Potsdamer Paddeltalente, die von Nachwuchstrainer Jeffrey Zeidler sowie den beiden Übungsleitern Sophia Schmidt und Paul Kusch begleitet wurden.

KCP Nachwuchstrainer Jeffrey Zeidler lässt die Tage von Garmisch-Patenkirchen Revue passieren:

Für den Schüler B - Nachwuchs des Kanu - Clubs - Potsdam im OSC  hieß es in den Winterferien 2018 eine neue Trainingsstätte für das traditionelle Wintertrainingslager zu erkunden. Nach einigen Jahren im bayerischen Wald zog es die Nachwuchstruppe in diesem Jahr in das bekannte Wintersportgebiet bei Garmisch-Partenkirchen, wo auch die Spremberger Kanuten seit ein paar Jahren ihr Wintertrainingslager absolvieren. 

650 Kilometer im Kleinbus von Potsdam nach Bayern

Und so starteten 15 junge Athletinnen und Athleten sowie ihre drei Trainer am frühen Sonntagmorgen des 04. Februars,  um in das knapp 650 Kilometer entfernte Garmisch-Partenkirchen aufzubrechen.

Dort angekommen, fuhr die Truppe direkt zur Skischule Garmisch-Partenkirchen, in der die Ausrüstung für die Woche ausgeliehen wurde. Anschließend ging es zur Unterkunft im Sport-Quartier Garmisch-Partenkirchen und an die Vorbereitung der ersten kurzen Trainingseinheit auf Skiern. 

Wetter und Landschaft beflügeln die Trainingsintensität

Der wunderschöne Ausblick auf die Vielzahl von Bergen rund um die Trainingsstrecken und viel Sonnenschein erleichterte so manch harte Ausdauertrainingseinheit. Damit der Spaß am Wintersport jedoch trotzdem nicht zu kurz kam, standen ebenfalls Rodel-Einheiten auf dem Trainingsplan, die mit sehr großer Freude und spaßigen Situationen allesamt vollzogen wurden.

Abwechslungsreiche Freizeitgestaltung

Zur Belohnung für eine fleißig trainierende Gruppe und sehr gute Leistungen zum Ausdauerwettkampf auf Skiern gab es zur Wochenmitte einen Ausflug in die Chocolaterie Amelie, wo alle Kinder mit sehr viel Schokolade herumexperimentieren konnten. Weitere Programmhöhepunkte waren unter anderem eine Wanderung durch die Partnachklamm, ein Ausflug ins Alpspitzwellenbad, ein leckeres Abendessen in einer Pizzeria sowie eine Trainingseinheit auf der Nachtloipe in Kaltenbrunn. 

Olympische Winterspiele von Pyeongchang nachempfunden

Am letzten Trainingstag stand dann mit einem gemeinsamen Staffel-Wettbewerb zusammen mit den Spremberger Kanuten der letzte Höhepunkt einer tollen Trainingslagerwoche an. Angesteckt von der Eröffnungsfeier der XXIII. Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang, die zuvor in der Mittagspause gespannt verfolgt worden war, gab es auch hier einen Einlauf mit Flagge, Fackeln und  verschiedenen Teams, die jeweils einen olympischen Ring und somit einen Kontinent vertraten. Ein toller Wettkampf, bei dem auch dank der gemischten Mannschaften aus Spremberger und Potsdamer Kanuten der Spaß nicht zu kurz kam. Die Siegerehrung fand am Abend am Sport-Quartier mit Punsch und der beleuchteten Olympiaschanze im Hintergrund statt. 

Freude auf die bevorstehende Paddelsaison

Rund um ein sehr erfolgreiches, anstrengendes aber auch sehr lustiges Wintertrainingslager freut sich die Schülermannschaft des Kanu-Clubs Potsdam bereits jetzt auf die Paddelsaison 2018!

Garanten des Erfolgs

Mit dieser Artikelfolge will die Kanu-Spitze das Bedingungsgefüge des sportlichen Erfolgs unserer Kanuten weiter aufspüren. Neben dem privaten Engagement der Mitglieder unseres Fördervereins, die wir in der Rubrik „WirklichKanuSpitze“ vorstellen, zählen das Stellen-Programm der Landesregierung ebenso dazu wie die Aktivitäten von Stadt und Bund.   

Teil 1: Die Bundespolizeisportschule Kienbaum

 

Neben der Bundeswehr, dem Zoll, der Feuerwehr und der Landespolizei nimmt bereits seit über 18 Jahren die Bundespolizei einen bedeutenden Platz im Kreis der „Förderer in Uniform“ zur Unterstützung des Leistungssports ein.

Dank an Polizeioberrat Jochen Maron und Jens Drese

Die bestehenden beiden Bundespolizeisportschulen in Kienbaum und Bad Endorf sind ebenso der Bundespolizeiakademie in Lübeck unmittelbar nachgeordnet wie die sechs Bundespolizeiaus- und Fortbildungszentren an verschiedenen Orten sowie das Trainingszentrum in Kührointhaus. Die Bundespolizeiakademie wiederum ist dem Bundespolizeipräsidium in Potsdam unterstellt.

Einen interessanten und aussagekräftigen Einblick in die erfolgreiche Tätigkeit der Bundespolizeisportschule in Kienbaum ermöglichten sowohl im Gespräch als auch durch Überlassung umfangreichen Infomaterials  der Leiter dieser Einrichtung, Polizeioberrat Jochen Maron und der für  die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Ressortverantwortliche Sven Drese. Dafür gilt beiden an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. 

Ausbildungsprofil der Bundespolizeisportschule Kienbaum

Während die über eine hochmoderne Trainingsanlage verfügende Bundespolizeisportschule Kienbaum auf die Förderung von sieben Sommer- und Ballsportarten (Ruder-, Segel-, Kanu-, Leichtathletik-, Judo-, Rad- und Turnsport) ausgerichtet ist, sind die Wintersportarten in der Bundespolizeisportschule Bad Endorf  angesiedelt. An beiden Einrichtungen wird das Ziel verfolgt, hochtalentierten und im nationalen Spitzenbereich vertretenen Athleten/-innen eine duale Karriere zu ermöglichen. Somit steht gleichberechtigt neben der Unterstützung bei der sportlichen Leistungsentwicklung auch die berufliche Ausbildung zu einem vollwertigen Polizeibeamten.

Derzeit sind 74 Sportler/-innen im Förderprogramm der Bundespolizeisportschule Kienbaum integriert. Zu den 12 Athleten/-innen aus dem Land Brandenburg und sieben Kanusportlern zählen ebenfalls vom Kanu-Club Potsdam der Polizeihauptmeister Sebastian Brendel sowie  Polizeimeister Stefan Kiraj und Polizeimeisteranwärter Tibor Gescö.  

Mit Einstellung an der Polizeisportschule erfolgt die Zuordnung in den mittleren Polizeidienst. Da die zweieinhalbjährige polizeiliche Ausbildung und das vier Wochen umfassende Pflichtpraktikum bedingt durch Teilnahme an Wettkämpfen und Trainingslageraufenthalten nicht durchgehend erfolgen kann, wird in der Regel ein Polizeimeisteranwärter nach dreieinhalb bis vier Jahren seit Einstellung den Dienstgrad eines Polizeimeisters tragen. Für die Teilnahme an Wettkämpfen und Trainingsmaßnahmen erfolgt eine hundertprozentige Freistellung von der polizeifachlichen Ausbildung.

Zu den gewährten Vergünstigungen  für die geförderten Athleten gehören neben der kostenfreien Ausbildung und Verpflegung ebenso eine unentgeltliche ärztliche Behandlung, mögliche Reisebeihilfen und ab dem zweiten Dienstjahr die Gewährung von Polizeizulagen.  

Die  mit einer Zentralprüfung abschließende vollwertige Polizeiausbildung beinhaltet folgende Ausbildungsabschnitte: Grundausbildung Teil 1 und  2, fachtheoretische Ausbildung sowie Laufbahnlehrgang. Von den bisher geförderten Sportler/-innen - das betrifft seit 1999 bis zum heutigen Zeitpunkt 206 Athleten - sind etwa 90 % im Polizeidienst verblieben. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass nach Beendigung der sportlichen Karriere die Möglichkeit besteht, in den gehobenen Dienst aufzusteigen. Die hierfür erforderliche Ausbildungszeit umfasst 26 Monate und lässt eine Beförderung vom Polizeikommissar bis zum Ersten Polizeihauptkommissar zu. 

Einstieg von Sportler/-innen in das Förderprogramm der Bundespolizei

Die Bewerbung für den Einstieg in das Förderprogramm der Bundespolizei ist bei dem jeweiligen Dachsportverband zu beantragen. Für die Kanusportler ist das der Deutsche Kanu-Verband. Die mit dem Deutschen Olympischen Sportbund abgestimmten Vorschläge der Sportverbände werden nachfolgend der Bundespolizei zur Überprüfung der Einstellungsvoraussetzungen übergeben. Dazu gehören u. a. ein Mindestalter von 16 Jahren, ein mittlerer schulischer Bildungsabschluss, ein Nachweis der Polizeitauglichkeit und ein bestandenes Eignungsauswahlverfahren. Dieses Eignungsauswahlverfahren beinhaltet einen schriftlichen Test (Rechtschreibung) sowie einen Sporttest, eine polizeiärztliche Untersuchung und ein Vorstellungsgespräch.

Die Einstellung als Polizeimeisteranwärter erfolgt nach Erfüllung aller Voraussetzungen jeweils  zum ersten September.

Entwicklung des Fördersystems der Bundespolizei

Am 04. Oktober 1999 begannen die ersten zehn Spitzensportler ihre Ausbildung und Anfang 2004 wurde erstmals ein eigener Bundespolizeitrainer eingestellt. Ab März 2004 erfolgte die Erweiterung auf maximal 75 und bis zum derzeitigen Zeitpunkt weiterhin bestehenden Förderstellen. Drei Jahre später wurden die bislang geförderten Sportarten mit Kanu-, Ruder-, Schieß- und Schwimmsport erweitert.

Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurde die erste olympische Medaille durch Bundespolizeisportler errungen. Drei Jahre darauf, konkret am 01. Septemer.2011, wurde die Ausbildung an dem neuen Standort in Kienbaum begonnen.

Mit Stefan Ulm wurde 2012 ein Bundespolizeitrainer für den Kanusport als „verlängerter Arm“ des jeweiligen Heimtrainers eingestellt. Im gleichen Jahr gewann in London mit Sebastian Brendel erstmals ein Bundespolizeisportler eine olympische Goldmedaille.

Sportliche Erfolge der Angehörigen der Bundespolizeisportschule Kienbaum

Im Zeitraum von 1999 bis 2017 schmückten sich die Bundespolizeisportler mit 515 bei Olympischen Spielen sowie bei Welt- und Europameisterschaften vergebenen Medaillen.

Im Wettkampfjahr 2017 verzeichneten die Angehörigen der Bundespolizeisportschule Kienbaum den Gewinn von 14 Weltmeisterschaftsmedaillen, inklusive der  drei Weltmeistertitel von Sebastian Brendel.

Für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2018 in Rio de Janeiro waren 24 Sportler/-innen der Bundespolizei nominiert. An 10 der insgesamt 42 vom deutschen Olympiateam erkämpften Medaillen hatten die Bundespolizeisportler wesentlichen Anteil. Darunter waren, einschließlich der beiden Goldmedaillen von Sebastian Brendel,  8 Olympiasiege  zu verzeichnen.

Ein Vergleich zu dieser Bilanz: In Rio waren insgesamt 21 Polizeisportler anderer Länder am Start. Sie gewannen zweimal Gold und drei weitere Medaillen.

Zahlreiche Kanusportler im Fördersystem der Bundespolizei integriert

Insgesamt konnten bislang 23 Kanusportler (Kanu-Renn-und Biathlonsport) das Fördersystem der Bundespolizei in Anspruch nehmen. Aus Potsdamer Sicht begeht Sebastian Brendel am ersten September 2018 sein zehnjähriges Jubiläum der Zugehörigkeit zur Bundespolizeisportschule Kienbaum. Seine Vereinsgefährten vom KC Potsdam im OSC Stefan Kiraj und Tibor Gescö folgten jeweils am ersten September 2011 bzw. 2017.

Enge Partnerschaft zwischen Bundespolizeisportschule und dem Deutschen Kanu-Verband

Andererseits werden die Einrichtungen des Leistungszentrums in Kienbaum vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) in vielfältiger Art genutzt, um vor allem die Leistungsträger im Kanu-Rennsport intensiv auf die jährlichen Wettkampfhöhepunkte vorzubereiten. Das beginnt mit dem Athletiktest der Junioren als erste Station bei der Nominierung des Auswahlteams für die Weltmeistershaften und setzt sich u. a. fort bei Trainingsaktivitäten und Leistungstests mit den Sportler/-innen der Leistungsklasse.

Daher verweist Polizeioberrat Jochen Maron nicht ohne Grund auf die zum gegenseitigen Nutzen  gepflegte enge Partnerschaft zwischen dem DKV und der Bundespolizeisportschule Kienbaum. 

Günter Welke

Download: Trainingsstätte Kienbaum

application/pdf Trainingsstätte Kienbaum (3,2 MB)

Die Offerte zum Schluss

Ein Wochenende im Wimbledon des Kanusports

Der internationale Kanuzirkus kehrt zurück auf die altehrwürdige Regattabahn in Duisburg-Wedau. Nach einer Reihe von Modernisierungsmaßnahmen steigt dort mit dem Weltcup vom 24. - 27. Mai wieder der erste große Wettkampf. Die Premiere nach der Pause stellt für unsere Athleten/innen gleichzeitig einen Meilenstein auf dem Weg zur Weltmeisterschaft dar.

Jede Sportart hat Orte, die eng mit der Geschichte des Sports verbunden sind und immer für Gänsehaut-Momente sorgen. Wimbledon ist das Mekka im Tennis, Wembley the home of footboal und der Holmenkollen steht für Tradition im nordischen Skisport. Und im Kanurennsport? Die Regattabahn in Duisburg-Wedau darf sich zu Recht als das Wohnzimmer der Kanuten bezeichnen.

Die Regattabahn im Ruhrgebiet blickt auf eine lange Geschichte zurück. Eröffnet 1935 war sie bereits fünfmal Austragungsort für Kanu-Weltmeisterschaften. Potsdamer Kanutinnen und Kanuten gewannen dort bisher 14mal Gold, achtmal Silber und sechsmal Bronze. Kontinuierlich erweitert bietet sie beste Bedingungen für Wettkämpfe auf allerhöchstem Niveau. Auch derzeit wird wieder fleißig gearbeitet. Nachdem 2007/08 der Parallelkanal errichtet wurde, werden zurzeit die Bootshallen und Funktionsgebäude auf die immer höheren Ansprüche internationaler Regatten sowie Trainingslagern z.B. der Deutschen Kanu-Rennsport Nationalmannschaft angepasst. Der diesjährige Kanu-Weltcup bildet hierbei den Abschluss der Renovierungsarbeiten.

Und dieser Weltcup stellt einen wichtigen Schritt der Nationalmannschaft auf dem Weg zu den diesjährigen Weltmeisterschaften im portugiesischen Montemor-o-Velho dar, bildet er doch den internen Qualifikationswettkampf. In allen Disziplinen werden zwei deutsche Boote gegeneinander antreten, das bessere Boot wird die Deutschen Farben zum Jahreshöhepunkt präsentieren. Ein Wochenende also, das auch für unsere KCP- Athleten/innen von großer Bedeutung ist.

Der Förderverein für den Kanu-Club Potsdam möchte daher allen Mitglieder sowie Freunden und Förderern des Potsdamer Kanusportsports offerieren, am letzten Mai-Wochenende  nach Duisburg zu kommen und Kanusport auf Weltklasseniveau an diesem historischen und stimmungsvollen Ort zu erleben. Unsere hoffentlich zahlreichen Athleten/innen können im Wettstreit mit der internationalen Kanuelite, aber auch im mannschaftsinternen Kampf um das begehrte WM-Ticket jede Unterstützung gebrauchen. Ob mit dem ICE von Berlin aus mit Halt am Duisburger Hauptbahnhof oder mit dem Auto über die A2 und A3 bis zur Ausfahrt Duisburg-Wedau, der Kanu-Weltcup in Duisburg bildet in diesem Jahr den kürzesten Weg zu Kanurennsport der Extraklasse.

Ronald Verch