Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Kanuten werden im Winter gemacht. Das ist ein Satz aus der Phrasendrescherei. So wie im Fußball die Sepp-Herberger-Losung: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und deshalb findet sich die Binsenweisheit auch an keiner Stelle dieser Ausgabe. Kein kundiger Autor, kein kluger Gesprächspartner hat sie genutzt. Außer wir hier im Editorial. Denn hier gehört sie einmal her.
Die erste Ausgabe der Kanu-Spitze des neuen Jahres zeigt nämlich, wie Kanuten im Winter gemacht werden. Begleiten Sie uns ins Skilager nach Klingenthal, in die Krafträume von Kienbaum und hinter die Kulissen des Strömungskanals in Potsdam. Erfahren Sie, wie Bundestrainer Ralph Welke „die allgemeinen Leistungsgrundlagen mit Hilfe unspezifischer Trainingsmittel auf ein Höchstniveau“ bringt; warum Nachwuchsathletin Greta Siwula im Vogtland zu einer zusätzliche Ruhepause kam („Am Nachmittag hatten wir frei, weil die Trainer eine Pause brauchten.“) und wo Techniker Detlef Winkler zu Überzeugung gelangt ist, dass „sechseinhalb Meter pro Sekunde derzeit reichen, um zu Weltspitzenleistungen zu gelangen.“
Natürlich beginnt diese Kanu-Spitze aber mit einem Rückblick in Text und Bild auf die alljährliche Kanuparty zu Jahresbeginn. Und enden tut sie auch ganz traditionell: mit einem ausführlichen Blick auf die Höhepunkte 2018 in Portugal, Piestany oder Potsdam. Damit Sie im Winter schon wissen, was der Sommer bringt…

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen gern über info@kanuteamwork.de

„Sport frei“

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

Die „Kanu-Party“ 2018:

Ein sympathischer Mix aus Stolz und Zuversicht

Den Blick nach vorn richten und auf all die Herausforderungen schauen, die einem im neuen Wettkampfjahr begegnen ... Nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern immer nach Höherem streben ... Das sind die Maxime, nach denen unsere erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler leben und trainieren. Aber ein kurzer, stolzer Blick zurück sollte trotzdem erlaubt sein. So auch am 19. Januar, als der Förderverein und der Kanu-Club Potsdam zur 18. Kanu-Party in das Potsdamer Seminaris-Hotel luden, um mit Mitgliedern und den geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Erfolge des vergangenen Jahres zu feiern und das WM-Jahr 2018 einzuläuten.

Der selbsternannte „hauseigene“ Moderator des Kanu-Clubs Jens Herrmann (BB-Radio) - er ist seit mittlerweile 18 Jahren und von Anfang an bei jeder Kanuparty dabei - begrüßte zu Beginn alle Anwesenden und insbesondere die Ehrengäste des Abends. Zu ihnen zählten der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister des Landes Brandenburg Christian Görke, die brandenburgische Ministerin für Bildung, Jungend und Sport Britta Ernst, der Chef der brandenburgischen Staatskanzlei Thomas Kralinski, der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam Jann Jacobs, der Präsident des Landeskanuverbandes Brandenburg Michael Schröder sowie die Ehrenmitglieder des Fördervereins, Ministerpräsident a.D. Matthias Platzeck, Jürgen Linde und Olympiasieger Jürgen Eschert.

Diese Mischung aus dem Stolz auf das Erreichte und dem Blick in die Zukunft fand sich bei allen Rednern des Abends wieder. Christian Görke offenbarte gleich zu Beginn im Gespräch mit Jens Herrmann, dass er ein breites Interesse am Brandenburger Sport hat, die Erfolge des Kanu-Clubs aber mit besonderem Enthusiasmus verfolgt. Seine Grundkenntnisse des Wassersports, die er während seines Sportstudiums an der Universität Potsdam erworben hat, würde er gerne demnächst wieder auffrischen und in ein Boot zu steigen. Auch Sportministerin Ernst zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Potsdamer Kanuten und bedankte sich für die Einladung zur diesjährigen Kanuparty, der „ein fulminanter Ruf“ voraus eile. „Der Kanusport ist das Aushängeschild des Landes und sorgt für Begeisterung in der Landesregierung“, so die SPD-Politikerin augenzwinkernd. Einem gemeinsamen Start der beiden Kabinettsmitglieder zu den nächsten Wasserspielen steht also nichts im Wege…

Dass die Erfolge nicht von ungefähr kommen, betonte nicht nur die Ministerin sondern auch Oberbürgermeister Jann Jakobs. Beide bedankten sich bei den Sponsoren aus der Wirtschaft, aber auch insbesondere bei den vielen Helfern, Ehrenämtlern und Eltern, die unseren Verein tatkräftig unterstützen. Ohne sie wären diese Erfolge nicht möglich. Dass auch die Politik ihr übriges für diese Erfolge tut, unterstrichen beide, in dem sie breite Investitionen in den Potsdamer und Brandenburger Sport versprachen. „Die Investitionen in den Spitzensport werden mehr, nicht weniger“ so die Nachfolgerin von Günter Baaske, der mit seiner Familie ebenfalls unter den Gästen des Abends war.

Die Kanuparty bot auch die Gelegenheit, sich direkt bei einigen langjährigen Unterstützern des Kanusports zu bedanken. Jürgen Eschert trat ans Rednerpult und umriss in seiner bekannten Art kurz die Entstehungsgeschichte des Kanalsprints, der im Sommer 2005 in Vorbereitung auf die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Potsdam

vom damaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck spontan vor der Presse aus der Taufe gehoben worden sei. Dieser widersprach zwar im Detail, ohne sie gänzlich zu bestreiten, verwies aber auf das Privileg des Alters, bestimmte Erinnerungen in ihrer ganz eigenen Art für sich zu behalten. In einem waren sich beide aber einig, ohne die E.DIS AG und die DB Regio Nordost wäre auch schon er erste Kanalsprint am 2. Oktober 2005 auf dem Potsdamer Stadtkanal nicht möglich gewesen. Und beide Unternehmen unterstützen diese Veranstaltung bis heute. Grund genug, um gemeinsam mit Jürgen Linde und Matthias Platzeck, die beiden Vertreter Dr. Andreas Reichel (Personalvorstand der E.DIS AG) und Jörg Pöhle (Projektleiter bei der DB Regio Nordost) auf die Bühne zu holen und ihnen für die jahrelange Unterstützung Dank auszusprechen.

Auch Manfred Buhl (Vorsitzender der Geschäftsführung der Securitas Holding GmbH) sowie Reiner Rabe (ZAL) wurde die Ehre zu Teil, auf die Bühne gerufen zu werden. Andreas Neue (Vorsitzender des Fördervereins) und Torsten Gutsche (Vorsitzender des KCP) dankten beiden und dem auf der Grünen Woche gebundenen Landwirt Ernst-August Winkelmann (Spargelhof Buschmann & Winkelmann) nicht nur aber insbesondere für ihr Engagement im Jahre 2017. Manfred Buhl war Gastgeber für den ersten Sponsorenabend des Fördervereins  und gewährte Einblick in die Deutschlandzentrale der Securitas. Reiner Rabe organisierte gemeinsam mit Ernst-August Winkelmann das Deutsche Haus zur Kanu-WM in Racice.

Feierlich wurde es dann, als die Erfolge des Jahres 2017 über die große Leinwand schimmerten. Mit viermal Gold, viermal Silber und einmal Bronze zur Weltmeisterschaft hatten Potsdamer Kanuten an neun der elf Medaillen des Deutschen Kanu-Verbandes Anteil. Eine beeindruckende Quote. Hinzu kommen noch drei Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen bei den Europameisterschaften, je ein Titel zur Junioren- bzw. U23-WM und einer zur Junioren-EM sowie unzählige Medaillen auf nationaler Ebene in allen Altersklassen. Die erfolgreichen Sportlerinnen sowie deren Trainer genossen daher auch den wohlverdienten Applaus der Anwesenden, als sie zur Auszeichnung auf die Bühne gerufen wurden. Annika Loske und Jan Vandrey überbrachten im Anschluss im Namen aller Sportler den Dank an die Sponsoren und Förderer, an die Trainer, Unterstützer und die Familien und unterstrichen, dass deren Leistungen für den Sport nicht hochgenug zu würdigen sind.

In einem rundum gelungenen Abend konnten alle Anwesenden zum einen die internationalen Erfolge unserer Nationalmannschaftsteilnehmer nochmals genießen, aber auch schon einen Blick auf Regattastrecke in Montemor-o-Vehlo, dem Austragungsort der diesjährigen Weltmeisterschaften werfen. Eine extra-Einladung überbrachte der Gesandte der portugiesischen Botschaft. Er schnitt auch anschließend gemeinsam mit dem Finanzminister Christian Görke und Sebastian Brendel die WM-Torte an, die wie jedes Jahr von der Bäcker- und Konditorei Fahland angefertigt und gesponsert war. Für eine willkommene Auflockerung zwischen all den feierlichen Momenten sorgte der brandenburgische Gedankenleser und Brauchredner Marco Krause, der erst durch seine spirituellen Fähigkeiten die Gedanken der Gäste lesen konnte und dann mit Hilfe seines Großvaters, einer nicht gerade auf den Mund gefallenen Handpuppe, agierte, so dass alle Anwesenden ungläubig staunten und sich köstlich amüsierten.

Wir danken allen, die an der Organisation der Kanuparty beteiligt waren, dem Seminaris-Hotel für das köstliche Essen sowie Jens Herrmann für seine Moderation des Abends und hoffen, alle Gäste auch 2019 zur 19. Kanuparty des Fördervereins wieder begrüßen zu dürfen.

Ronald Verch

Exklusiv in Verchs „Bootsgeflüster“:

Conny Waßmuth – zwischen Bootshaus und Ministerium

Seit seinem Rücktritt vom Leistungsport gehört Ronald Verch zum Redaktionsteam der Kanuspitze. Als ehemaliger Weltmeister hat er das Ohr am Kader und veröffentlicht sein Wissen regelmäßig im „Bootsgeflüster“.

Der tägliche Kampf gegen sich und den inneren Schweinehund, bei Wind und Wetter, egal ob Sonne oder Schneeregen, egal ob auf dem Wasser oder im Kraftraum. Dazu der sportliche Wettstreit, der Kampf Bootsspitze an Bootsspitze gegen die Konkurrentinnen mit dem Glückgefühl des Sieges und am Ende der Medaille um den Hals - all das motiviert Conny Waßmuth schon seit Jahren, sich täglich zu quälen und immer neue Höchstleistungen abzurufen. Und das mit Erfolg. 2008 wurde die gebürtige Hallenserin, die bis 2012 für den SC Magdeburg startete, gemeinsam mit den Potsdamerinnen Katrin Wagner-Augustin und Fanny Fischer sowie unserem Fördervereinsmitglied Nicole Reinhardt Olympiasiegerin im K4 über 500m bei den Spielen in Peking. Hinzu kommen noch sechs WM- und fünf EM-Titel, eine beeindruckende Bilanz.

Das man trotz aller Erfolge in Deutschland mit dem Kanusport sich nicht die Rente sichern kann, war der 34-jährigen von Anfang an klar. Umso glücklicher ist Conny nun, dass sie die erste Spitzenathletin des Landes Brandenburg ist, die eine der zehn Stellen der Landesregierung zur Förderung der Dualen Karriere von Spitzensportlern annehmen konnte. „Dass ich mal eine Tätigkeit in einem Landesministerium aufnehmen würde, hätte ich früher nicht gedacht“, gibt Conny zu. „Als ich 2002 dem Abitur als Sportsoldatin nach Potsdam kam, habe ich erstmal ein Jahr nur Sport gemacht“, erzählt sie. „Ich habe dann aber schnell gemerkt, dass ich nicht nur körperlich, sondern auch geistig mehr gefordert werden möchte. Und als Soldatin ergab sich die Möglichkeit, in das Studium der Sportwissenschaften an der Uni Potsdam reinzuschnuppern.“ Auch wenn sie anfangs nicht sonderlich überzeugt war, ließ sie sich doch vom damaligen Laufbahnberater am Potsdamer Olympiastützpunkt Axel Auerswald überzeugen,  ein Studium zu beginnen, welches sie 2013 mit dem Diplom im Bereich Sportmarketing abschloss. Anschließend standen dann wieder der Sport und die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio im Mittelpunkt. Die Qualifikation gelang, auch wenn ihr der erhoffte Platz im Viererkajak verwehrt blieb. „Das war natürlich schade, die Spiele waren aber trotzdem eine tolles Erlebnis.“ Mit der Sicherheit der Bundeswehr machte sie dann ein insgesamt neunmonatiges Praktikum im Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS). „Das war eine sehr interessante Erfahrung und ein toller Einblick in die Arbeit dort. Als dann das Angebot vom MBJS kam, habe ich nicht lange überlegt und die Stelle angenommen“. Der Sport steht weiter im Mittelpunkt, „durch die berufliche Zukunft habe ich aber nun die Sicherheit für die Zeit nach dem Sport, das ist natürlich sehr wichtig für mich und gibt mir jetzt eine neue Ruhe meiner Leidenschaft weiter nachgehen zu können“, sagt sie. Doch genauso gern nehme sie ihren Bürojob im Sportreferat des MBJS wahr. „Wenn es die Zeit nach dem Training erlaubt, bin ich im Büro und erledige dort meine Aufgaben. Für Trainingslager und Wettkämpfe bin ich aber freigestellt.“

Nachdem Conny im vergangenen Jahr bewusst sportlich etwas kürzer trat und die Qualifikation für die Nationalmannschaft knapp nicht erreichte, greift sie nun wieder voll an. Zur Deutschen Meisterschaft im vergangenen September konnte sie bereits wieder ihre gewohnte Stärke zeigen und die Bronzemedaille im 200m-Einer gewinnen.

Hinter den Kulissen von P… 

Herr über Strömung und Hightech

Der Trainingswissenschaftler Detlef Winkler betreut im Potsdamer Luftschiffhafen seit über 35 Jahren die Kanuten, sowohl bei der komplexen Leistungsdiagnostik unter Laborbedingungen als auch beim optimalen individuellen Training mit Kamera-Beobachtung. Betrieb herrscht auch jetzt im Winter. 

Trainingswissenschaftler Detlef WinklerEr hat ihnen allen auf den Zahn gefühlt: Birgit Fischer und Ingo Spelly, Manuela Mucke und Gunar Kirchbach, Kay Bluhm und Torsten Gutsche, Katrin Wagner-Augustin und Tim Wieskötter, Fanny Fischer, Sebastian Brendel, Kurt Kuschela und, und, und …

Detlef Winkler schaut ganz genau hin, wenn Deutschlands Rennkanuten bei schneller Gegenströmung ihre Paddel schwingen. Denn als Leistungsdiagnostiker zeichnet der jetzt 58-Jährige akkurat auf, ob Kraft und Technik stimmen und was dabei optimal läuft beziehungsweise noch verbesserungsfähig ist. 

Der Potsdamer Trainingswissenschaftler Detlef Winkler gehört zur Gilde jener Zeitgenossen, die neben den Trainern im Hintergrund dafür sorgen, dass die deutschen Rennkanuten seit Jahren die Weltspitze in diesem Sport mit dominieren. Der gebürtige Dresdner war einst in Leipzig selbst sieben Jahre lang Slalomkanute und wurde mehrfacher DDR-Jugendmeister, ehe die DDR-Sportführung 1978 beschloss, dass seine Sportdisziplin künftig nicht mehr olympisch und damit nicht mehr förderungswürdig sei. „Da ich kurz zuvor Berufssoldat geworden war, kam ich gemeinsam mit einem Teil der Leipziger Trainer und Sportler zu den Rennkanuten des damaligen Armeesportklubs Vorwärts nach Potsdam“, erinnert sich Detlef Winkler. „Das war schon eine ganz schöne Umstellung. Zwischen den Slalom- und Rennkanuten bestehen doch gravierende Unterschiede, so dass ich mich für eine berufliche Zukunft im wissenschaftlichen Bereich entschied und nicht als Rennkanute startete“.

Detlef Winkler beendete in Potsdam sein Studium mit Diplomabschluss und setzte sein Fachwissen für die Vorbereitung der anderen Sportler auf ihre Wettkämpfe ein. „Anfangs habe ich im Biomechanischen Messlabor auch Schwimmer wie Uwe Daßler und Patrick Kühl, Leichtathleten wie Uwe Hohn, Udo Bayer und Ronald Weigel und Turner wie Holger Behrendt mitbetreut, deren Leistungstests analysiert, bewegungstechnisch zerlegt und in biomechanische Kenngrößen gefasst. Später habe ich mich aber ganz auf die Kanuten konzentriert.“ Da im Potsdamer Luftschiffhafen – als Weltneuheit – eine Gegenstromanlage für die Paddler geplant und von 1980 bis 1983 gebaut wurde, die seitdem als Diagnostik- und Trainingsstätte genutzt wird, fand Detlef Winkler hier ein neues Betätigungsfeld, das seither einen bedeutenden Anteil seiner Arbeit einnimmt. 

Während der beim Trägerverein des Olympiastützpunktes Brandenburg angestellte Trainingswissenschaftler in den Sommermonaten die Bundeskader des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) sowie die weiteren Paddler des Kanu-Clubs Potsdam bei ihrem Freiwassertraining unterstützt, liegt das Hauptaugenmerk seiner Arbeit in den jetzigen Wintermonaten auf der Trainingsbegleitung und Leistungsdiagnostik unterm Hallendach. Der Potsdamer Strömungskanal ermöglicht einerseits eine umfangreiche Überprüfung des Leistungsvermögens des Athleten praktisch unter Laborbedingungen. „Bei einer komplexen Leistungsdiagnostik, die in der Regel anderthalb Stunden dauert“, erklärt Detlef Winkler, „werden beispielsweise konditionelle, krafttechnische Fähigkeiten sowie koordinative Bewegungsparameter erfasst. Die werden gemeinsam mit dem Institut für angewandte Trainingswissenschaften Leipzig ausgewertet und ermöglichen es sowohl Trainern als auch Sportlern, rechtzeitig vor der Wettkampfsaison Reserven zu entdecken und Fehler zu korrigieren.“

Trainingswissenschaftler Detlef Winkler

Andererseits erlaubt die Hightech-Anlage ein optimales individuelles Trainieren der Sportler. Sie können hier beim Paddeln gegen den Strom ihre Ausdauerfähigkeit steigern und ihre motorischen Abläufe optimieren. Wenn sie – an einer „Longen-Halterung“ gesichert – in dem im Kanal an einem Aufhängungsgalgen befestigten Boot sitzen oder knien, können die Kanuten auf einem Monitor ihre Körper- und Paddelhaltung aus sieben Kamerapositionen selbst beobachten und bei Bedarf auch korrigieren. Dies alles geschieht bei nicht mal einem Meter tiefem sowie konstant 25 Grad warmem Wasser, welches unter ihnen von vorn nach hinten durch das zehn Meter lange und 3,85 Meter breite Trainingsbecken fließt. Die Anlage kann stufenweise auf Geschwindigkeiten von null bis zu 6,5 Metern in der Sekunde eingestellt werden. Dann schießen die von über 1000 PS Motorenleistung bewegten 375 Kubikmeter Wasser regelrecht durch das schmale Becken. „Diese sechseinhalb Meter pro Sekunde reichen derzeit, um zu Weltspitzenleistungen zu gelangen“, meint Winkler, der gemeinsam mit den beiden Strömungstechnikern Olaf Meier und Christoph Menzel von November bis März täglich zwölf Stunden für die Paddler da ist. 

Trainingswissenschaftler Detlef Winkler im Strömungskanal

Dass es am Strömungskanal mitunter auch laut wird, liegt nicht nur am rauschenden Wasser, sondern auch an der Wunschmusik der Kanuten während ihrer Übungseinheiten. „Der Geschmack dabei ist sehr unterschiedlich und reicht von Klassik über Heavy Metal und R’n’B bis zum Hörspiel“, weiß Detlef Winkler. „Wobei die Musik nicht nur die oft recht eintönigen Trainingseinheiten auflockert, sondern durchaus auch als Rhythmusgeber für die Paddelschläge dienen kann.“ Mit der sehr verschiedenen Musik käme er ganz gut klar, meint er. „Das hält einen auch ein Stückchen jung, weil man so manche neue Stilrichtungen kennenlernt.“ Und die Lautstärke stört ihn ebenfalls nicht. Was nach Feierabend daheim in Geltow schon mal dazu führen kann, dass ihn Gattin Birgit bittet, nicht so laut zu sprechen… 

Auch jetzt im Januar wird der Strömungskanal gern genutzt. Ein Großteil der Bundeskader ist zwar in Konditionierungs- beziehungsweise Wärmetrainingslagern, trotzdem ist Detlef Winklers Arbeitsstätte weiter gut ausgelastet. „Wir haben auch jetzt genug zu tun“, sagt der Leistungsdiagnostiker, der beispielsweise die daheim gebliebenen Potsdamer Olympiasieger Franziska Weber und Ronald Rauhe bei ihrem täglichen Wintertraining im Strömungskanal betreut; ebenso wie ihren Klubkameraden Tamas Gescö, der nach seiner Schulter-Operation hier wieder behutsam an Top-Belastungen herangeführt wird. Außerdem nutzen neben dem KC Potsdam auch die anderen bundesdeutschen Kanu-Landesverbände gern die Arbeit Detlef Winklers und seiner Mitstreiter im Olympiastützpunkt. Und nicht nur sie.

War der Strömungskanal zu DDR-Zeiten top secret und als Hochsicherheitstrakt nur den DDR-Spitzenpaddlern zugänglich, so ist er in den vergangenen Jahren regelrecht weltoffen geworden. „Wir hatten hier schon Kanuten aus China und Südkorea, aus Kanada und Südafrika, aus Spanien, Serbien und den Niederlanden“, zählt Winkler auf. Erst kürzlich waren erneut Österreichs beste Paddler zu Gast an der Havel, auch der Generalsekretär des Indischen Kanu-Verbandes schaute sich den Strömungskanal bereits an. Eine ähnliche Anlage für Paddler gibt es mittlerweile auch in Japan. China und Neuseeland sollen ebenfalls entsprechende Pläne haben. Doch die Anlage im Luftschiffhafen ist weiterhin die weltweit einzige, die auf dem vertikalen Wasserantriebsprinzip beruht. 

Potsdams weiteres Plus ist das hiesige Know-how. Detlef Winkler ist von Anfang an dabei und mit über 30-jähriger Erfahrung in der Leistungsdiagnostik und dem „Gegenstrom“ ein Experte auf seinem Gebiet. Er kennt hier jede Schraube, weiß kleinste Veränderungen im Klang der Antriebsaggregate zu deuten. Kein Wunder, dass der Trainingswissenschaftler auch andernorts begehrt ist. Aus China beispielsweise lagen schon Anfragen nach ihm vor. Doch Winkler, der in den vergangenen Jahrzehnten fast 1200 Kanuten im Strömungskanal betreute, winkt ab. „Ich bin hier verwurzelt, habe einen interessanten Job und würde nicht wegen des Geldes weggehen“, erklärt er. „Ich sehe meine Zukunft weiter im Luftschiffhafen, wo ich in unserer großen Kanu-Familie inzwischen schon zu den Dienstältesten gehöre. Die Entwicklung der jetzigen Generation mitzuerleben macht großen Spaß. Ich lege auch weiterhin den prüfenden Blick auf kommende Olympiasieger, nachdem ich hier schon viele erfolgreiche Kanuten begleitet habe.“ So wie Birgit Fischer und Ingo Spelly, Manuela Mucke und Gunar Kirchbach, Kay Bluhm und Torsten Gutsche, Katrin Wagner-Augustin und Tim Wieskötter, Fanny Fischer, Sebastian Brendel, Kurt Kuschela und, und und …

Michael Meyer

Der Bundestrainer schreibt selbst: 

Die unspezifischen Trainingsmittel von Kienbaum 

Zu dem 12-köpfigen Sportleraufgebot des Deutschen Kanu-Verbandes, das sich vom 02. bis 13.01. in bei dem Auftaktlehrgang in Kienbaum auf die Saisonwettkämpfe 2018 vorbereitete, gehörten auch acht Teilnehmer/ -innen an den Weltmeisterschaften 2017 in Racice. Unter den Lehrgangsteilnehmern befanden sich die Potsdamer Canadierfahrer/ -innen Sebastian Brendel, Jan Vandrey, Annika Loske und Ophelia Preller sowie die auf das Kajakfahren spezialisierten Clubgefährten Conny Waßmuth, Tabea Medert, Felix König und Tibor Gescö.

Das Ziel des Trainingslagers bestand darin, die allgemeinen Leistungsgrundlagen mit Hilfe unspezifischer Trainingsmittel auf ein Höchstniveau zu bringen. Im Vordergrund standen dabei die Entwicklung der Kraftausdauer, der Allgemeinathletik und der Maximalkraftfähigkeiten.

Nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel war bei allen deutlich erkennbar, dass sie  die erste Etappe der Vorbereitung auf die Wettkampfhöhepunkte  des Jahres mit hohem Einsatz angehen wollten und das auch mit Leistungen unterstrichen.  Neben dem täglichen Training im Kraftraum wurden die anderen Trainingseinheiten in der Spiel-, Lauf- und Schwimmhalle durchgeführt. Die optimalen  Bedingungen vor Ort und die sehr gute Begleitung des Trainings durch die verantwortlichen Physiotherapeuten gewährleisteten ein positives Trainingsklima. Zielorientiert wurden die Belastungsanforderungen mit hohen Umfängen in der erforderlichen Intensität absolviert.

Mit einem Wasserballspiel und Staffelwettbewerben wurden die üblichen Trainingsformen ergänzt. An dieser Abwechslung im täglichen Trainingsprozesswaren alle Trainingsgruppen beteiligt.

Ralph Welke

Tagebuch-Premiere in der neuen „Kanu-Spitze“:

10 Berichte mit 100 Gedanken aus 1000 m Höhe 

Mit dem traditionellen zehntägigen Trainingslager im sächsischen Vogtland begann nach den Weihnachtsfeiertagen für einen Großteil der Nachwuchssportler vom Landesstützpunkt des Kanu-Clubs Potsdam im OSC die unmittelbare Vorbereitung auf die Saison 2018. Vom 03. bis 12. Januar nutzten 44 Aktive die Kammloipen und Schneepisten rund um den Aschberg, um vor allem ihre Athletik- und Ausdauerleistungen zu stärken. Betreut wurden die jungen Rennkanuten von den Lehrer-Trainern Petra Welke, Stefan Danz, Steffen Miegel und Nachwuchstrainerin Katrin Wagner-Augustin.

Einige der jungen Potsdamer Athleten wurden gebeten, ihre Eindrücke und Erlebnisse während des Trainingslagers in einem kurzen Bericht festzuhalten. Ausnahmslos waren sich alle einig, dass sie trotz aller Anstrengungen Freude an dem gemeinsamen Projekt hatten und die Verpflegung ein besonderes Lob verdiente. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an das Unternehmen „Reisebus Nickol“, das die Potsdamer Teilnehmer am Trainingslager mit ihrem umfangreichen Gepäck und der sperrigen Skiausrüstung vieler Sportler und Trainer gewohnt sicher und pünktlich zu den Zielorten brachte.

Kanu-Spitzen-Nestor Günter Welke hat bei der Durchsicht der Berichte besonders erfreut, wie viel Mühe sich  dabei Isabelle Zanin gemacht hat, denn sie verfasste  ihren Bericht in Form von Reimen.

 

 

Fabien Schatz (03.01.2018)

Über vier Stunden Busfahrt von Potsdam nach Klingenthal

„Nachdem der Wecker uns kurz vor fünf Uhr aus den Betten gerissen hatte, brachen wir alle gemeinsam um sechs Uhr nach Klingenthal auf. Mit einem großen Reisebus fuhren wir etwa viereinhalb Stunden. Für 30 Minuten pausierten wir auf einem Rastplatz. An unserem Zielort angekommen, begann das große Schleppen. Unser komplettes Gepäck musste einen glatten und hohen Hügel hinaufgetragen werden. Der Fußmarsch war äußerst beschwerlich und so blieben auch kleinere Stürze, allerdings ohne Folgen, auch nicht aus.  Nachdem wir alle den Hügel erklommen hatten, konnten die Zimmer bezogen werden. Das  Mittagessen in Form eines sehr delikaten Frikassees  mit Reis, diente unserer Stärkung für die Langlaufeinheit am Nachmittag. Um 14.00 Uhr konnten sich diejenigen, die keine eigene Skiausrüstung mitgebracht hatten, dieselbe vor Ort ausleihen. Alles war in höchster Qualität vorhanden und passte wie angegossen. Nachdem alle mit der erforderlichen Ausrüstung versehen waren, ging es auf die zwölf Kilometer lange Loipe. Nach Absolvierung dieser ersten Trainingseinheit zogen wir uns in der Herberge um und fuhren mit unserer Trainerin Frau Wagner-Augustin zur Erledigung persönlicher Einkäufe in das Stadtzentrum. Die Abendmahlzeit gegen 18.00 Uhr war derart lecker zubereitet, dass es schwerfiel, mit dem Essen wieder aufzuhören. Aber schließlich mussten ja auch noch die „Grauen Zellen“ in Form der Hausaufgaben trainiert werden, Somit büffelten alle Sportler ab 19.00 Uhr noch eine Stunde  im Gemeinschaftsraum. Danach machten wir älteren Sportler noch 60 Minuten Stabilisationstraining, bevor wir unseren wohl verdienten Schlaf begannen.“

 

 

Florian Köppen (04.01.2018)

Viereinhalb Stunden Skilauf am zweiten Tag

„Heute ist der zweite Tag des Skilagers. Nach dem Frühstück um 07.30 Uhr begann eine Stunde später die erste Trainingseinheit. Die dreistündige Skitour war ziemlich anstrengend, aber dieses etwas andere Training bietet eben auch Abwechslung. Die schmackhaften Nudeln mit Fleischstückchen ließen uns zu Mittag die vorangegangenen Mühen schnell vergessen. Nach der Mittagspause mühten wir uns ab 14.30 Uhr nochmals für eineinhalb Stunden auf den ‚Brettern‘ ab, bevor wir das Abendessen genießen konnten. Mit der anschließenden Erledigung der Hausaufgaben war noch nicht für alle das Tagespensum geschafft, denn einige von uns waren noch für eine Stunde beim Athletik-Training dabei. Dann aber ging es endlich auf die Nachtruhe zu.“

 

 

Nicolas Eckert (05.01.2018)

Trotz schlechter Schneebedingungen Freude am Skilauf

„Heute riss uns der Wecker um 07.00 Uhr aus einem sehr tiefen und erholsamen Schlaf, den wir in den federweichen Betten genossen hatten. Eine halbe Stunde später erwartete uns im Speisesaal ein unglaublich leckeres und kraftspendendes Frühstück. Somit auf das anschließende Training gut vorbereitet, zogen wir uns anschließend unsere bequemen Skisachen an und schnallten die Premium-Skier unter die Füße. Nun konnte unsere dreistündige Laufeinheit beginnen. Da es sehr warm war und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschte, waren die äußeren Bedingungen nicht besonders gut. Dennoch reichte der vorhandene Schnee aus, um unsere Trainingseinheit einigermaßen gut durchzuführen. Auf dem Rückweg fuhren alle so schnell sie konnten, denn das in der Herberge wartende einmalige Mittagessen trieb uns besonders an. Nachdem wir uns am Schnitzel mit Kartoffeln und Mischgemüse satt gegessen hatten, sammelten wir auf unseren „Himmelbetten“ Kraft für die zweite Einheit am Nachmittag. Geschlafen hat jedoch kaum jemand in der Mittagspause, denn die meisten freuten sich schon darauf, die Skier wieder unterschnallen zu können. Die Wetterbedingungen hatten sich jedoch weiter verschlechtert und der Schnee schmolz uns regelrecht unter den Skiern weg. Nach fast zwei Stunden Skilauf kamen wir in der Dämmerung in der Herberge an, machten uns frisch und erfreuten uns anschließend an der wiederum sehr leckeren Abendmahlzeit. Da wir die Schule keineswegs vernachlässigen dürfen, mussten wir uns in der abendlichen Hausaufgabenstunde nochmals zu 100 % konzentrieren.

Am heutigen Tag waren wir alle sehr geschafft und müde, daher wurde auch pünktlich um 21.30 Uhr die Nachtruhe begonnen. Allerdings nicht ohne Vorfreude auf den bevorstehenden Wettkampf.“



Greta Siwula (06.01.2018)

Skiwettkampf verursachte Muskelkater in Armen und Beinen

„Am Vortag wurden wir darüber informiert, dass am Samstag der erste Skiwettkampf ausgetragen wird. Nach einem schmackhaften und ausgewogenen Frühstück fuhren wir deshalb am 06.01. mit Vorfreude und hoch motiviert zum Start. Um 09.00 Uhr begaben sich die Ersten in die Spur. Die Rundstrecke hatte eine Länge von vier Kilometern. Vier Runden hatten die Teilnehmer der Altersklasse Jugend männlich zurückzulegen. Alle anderen Sportler brauchten nur 12 Kilometer zu laufen. Wer wollte, durfte auch mehr Runden in Angriff nehmen. Während am Start-Zielbereich unsere Trainer, Herr Danz und Herr Miegel, das Geschehen in der Hand hatten, kontrollierten die Trainerinnen Frau Welke und Frau Wagner-Augustin an der Zweikilometer-Wendemarke den ordnungsgemäßen Wettkampfverlauf. Etwa siebzig Minuten brauchten die meisten Teilnehmer, um das Ziel zu erreichen. Für die Strapazen des Wettkampfes entschädigte uns das leckere Mittagessen in der Herberge, bestehend aus Backfisch, Kartoffelpüree, Rotkohl und Salat. Am Nachmittag hatten wir frei, weil die Trainer eine Pause brauchten. Die Nachmittagszeit füllten wir mit Spielen, Schlaf und dem Bau eines Schneemannes.

Obwohl der Wettkampf aufgrund des vorangegangenen harten Trainings sehr anstrengend war, kämpften sich alle - wenn auch mit Muskelkater in Armen und Beinen - tapfer durch den Tag. Es gab keinen, der die Wettkampfstrecke nicht schaffte. Ein Zeichen dafür, dass wir unsere Konditionswerte bereits verbessert haben.

Die Trainingseinheit nach dem Abendessen für die Gruppen von Frau Welke und Frau Wagner-Augustin sowie Herrn Miegel ließ fast alle an diesem Tag erschöpft einschlafen. Zuvor riefen wir uns die vergangenen Trainingstage in Erinnerung und dachten darüber nach, wie lange wir noch auf eine ausreichende Schneedecke  für das Skifahren hoffen können.“

 

 

Mara Feilbach (07.01.2018)

„Skiknirpse“ aus dem Vogtland waren bessere Skiläufer als wir

„Heute haben wir den fünften Tag des Trainingslagers und damit die Hälfte unseres Aufenthaltes in Klingenthal hinter uns gebracht. Nachdem wir wie immer um sieben Uhr aufgestanden waren, ließen wir uns das Frühstück schmecken. Täglich konnten wir zwischen verschiedenen Brötchenarten, Müsli sowie Wurst- und Käsesorten wählen. Zum Trinken standen Tee, Säfte und Wasser zur Verfügung. Um 08.40 Uhr schnallten wir unsere Skier an und fuhren los. Diesmal fuhr die Trainingsgruppe von Herrn Danz allerdings eine andere Strecke, als an den Tagen zuvor. Nachdem wir zuerst den ‚Großen Rammelsberg‘ mühsam hochgefahren sind, ging es auf der Kammloipe bergab. Hier konnte man sich kurz entspannen. Der Kammloipe folgend erreichten wir schließlich Weitersglashütte und machten hier eine kurze Pause. Dann fuhren wir weiter zur Carlsfelder Talsperre und schnallten dort unsere Skier ab, um über die Brücke auf die andere Seite der Talsperre zu gelangen. Schade, dass ich keinen Fotoapparat oder ein Handy mit hatte, denn die Aussicht von der Brücke war sehr schön. Auf der anderen Seite der Talsperre angekommen, fuhren wir weiter zum ‚Bombardino‘, einem Getränke-Iglu bei Carlsfeld. Auf dem Weg dorthin passierten einige lustige Dinge. So fielen fast alle von uns an der gleichen Stelle hin oder fuhren aufeinander auf. Am ‚Bombardino‘ angekommen, machten wir wieder eine kurze Pause und konnten dabei beobachten, dass bei einer Abfahrt-Skischule viele kleine Kinder übten und besser das Skifahren beherrschten als wir. Endlich nach unserer 24 Kilometer langen Tour in der Herberge erschöpft und dennoch zufrieden angekommen, ließen wir uns das aus Knödeln, Sauerkraut und Gulasch bestehende Mittagessen schmecken. Die Mittagspause wurde zum Ausruhen ausgiebig genutzt. Während die anderen Gruppen am Nachmittag noch ein kurzes Training absolvierten, fuhr unsere Trainingsgruppe etwas später raus, um einige Fotos zu machen. Als wir auf dem Rückweg den vereisten Abhang des Rammelsbergs runter fuhren, gab es viel Spaß. Keiner blieb vom Hinfallen verschont, aber alle nahmen es gelassen. Herr Danz wertete noch vor dem Abendbrot mit uns die gemachten Fotos aus. Nachdem wir die Leckereien des Abendessenangebots genossen hatten, entspannten wir uns auf dem Zimmer noch etwas beim Kartenspielen.“

 

 

Ben Hanisch, Leon Reckzeh (08.01.2018)

Wecker beendet wundervollen Traum

„Ich wurde um 07.00 Uhr von Arturs Wecker aus meinen hübschen Träumen gerissen. Nach dem Frühstück ging ich zum Wettkampf. Der zweite in diesem Trainingslager. Das war sehr anstrengend. Nach dem Wettkampf gab es Mittagessen: Nudeln mit Tomatensoße. Als nächstes hatten wir Mittagspause, wo wir uns ausgeruht haben. Anschließend habe ich mit Frau Welke und Herrn Miegel Bergsprints gemacht. Danach bin ich hoch ins Zimmer gegangen und habe dort mit den anderen Jungs gedrillt. Um 18.00 Uhr gab es dann Kräuterbaguette (mit Beilagen) zum Abendbrot. Anschließend begann um 19.00 Uhr die Hausaufgabenzeit. Nach der Hausaufgabenzeit haben wir uns schon mal so langsam für die Nachtruhe vorbereitet. Als um 21.30 Uhr dann ein Trainer hereingekommen ist, um uns ‚Gute Nacht‘ zu sagen, haben wir das Licht ausgemacht und geschlafen.“

 

 

Hannes Müller (09.01.2018)

Nur ausgeruht können gute Leistungen erbracht werden

„Als ich heute Morgen aufwachte, war ich motiviert für den Tag. Ich zog mich an und ging verschlafen zum Frühstück. Dann hatte ich noch eine Stunde Zeit, in der ich mich noch mal hingelegt habe, um mich noch einmal für den Tag auszuruhen. Als ich ausgeruht hatte, bin ich mit  Keon und Leon runter, um meine Ski zu holen. Weil der Schnee geschmolzen war, mussten wir erst den Berg runterlaufen, um unsere Ski anschnallen zu können. Dann fuhren wir endlich los in Richtung Weitersglashütte. Als wir dann an dem Wendepunkt ankamen, machten wir eine kleine Pause, um dann wieder zu der Jugendherberge auf dem Aschberg zurückzukehren. Nach dem Mittagessen gingen wir hoch auf unser Zimmer, um uns ein wenig auszuruhen. Danach gingen wir raus, um eine Schneeballschlacht zu machen. Als wir fertig waren, gingen wir auf die Zimmer, wo ich ein Buch las. Als ich auf mein Handy schaute, war es schon 17.55 Uhr. Ich rannte schnell runter zum Essen, was übrigens sehr lecker schmeckte. Nach dem Essen gingen wir hoch auf die Zimmer, um unsere Schulsachen zu holen. Anschließend liefen wir runter zur Hausaufgabenzeit, wo wir diesen Tagesbericht schrieben.“

 

 

Isabelle Zanin (10.01.2018)

Beim Geburtstagssong und Staffellauf  -  heute waren wir  alle gut drauf

„Der Wecker hat uns um sieben Uhr wach gemacht

und schon war es vorbei mit der Ruhe in der Nacht.

Denn ein neuer Tag in Klingenthal stand bevor.

Doch als erstes sangen wir beim Frühstück alle im Chor.

 

Zu hohen Gesangsleistungen haben wir uns aufgeschwungen,

denn für das Geburtstagskind Frau Welke haben wir ein Lied gesungen.

Dann haben wir uns an dem hervorragenden Frühstück weiter gestärkt,

während Frau Welke uns den anstehenden Wettkampf erklärt.

 

Diesmal waren Teamstärke und -fähigkeit gefragt,

denn heute haben wir nicht alleine gejagt.

Einer für drei und drei für einen,

geschont hat es heute keinen.

 

Die Skistaffeln waren stärker denn je,

wenn er auch immer weniger wurde, der Schnee.

Und ohne viel zu klagen

sind wir die fünf Runden so gut wir konnten, gefahren.

 

Heute gab es nur Gewinner

und um elf Uhr ging es zurück wie immer.

Daheim freute sich jeder aufs Essen,

von diesem Schmaus sind wir bereits besessen.

 

Dann kamen wir alle in der Mittagspause ein bisschen runter

und als diese endete, waren wir wieder munter.

Also ging der Tag weiter, denn gefaulenzt wird hier nie,

die einen pumpten und die anderen fuhren nochmals Ski

Beim Abendessen konnte sich niemand beklagen,

denn das war die Mahlzeit, wo wir alle unser Gehirn gestärkt haben.

Und weil die Lehrer uns so vermissen,

Haben sie uns Aufgaben mit geschmissen.

 

Doch für uns ist das alles kein Problem,

denn wir haben viel Schwierigeres zu überstehen.

Und so langsam endet der 10.01.2018 und wir können uns nicht beklagen

Und freuen uns auf mehr von diesen Tagen.“

 

 

Luis Schmitt (11.01.2018)

Glückwünsche für das zweite Geburtstagskind Ben Hanisch und Skulpturenbau

„Es gab wie immer um 07.30 Uhr Frühstück. Außerdem hatten wir ein Geburtstagskind namens Ben Hanisch. Nach dem Frühstück fuhren wir  90 Minuten in Richtung Weitersglashütte und unter super Bedingungen mit Sonnenschein und frischer Luft dann wieder zurück. Es gab wie immer ein paar Verletzungen, aber diesmal war es schlimmer als sonst. Der Schnee wurde zu Eis. Dann gab es wie immer um 12.00 Uhr Mittag. Nach der zweistündigen Mittagspause hatten wir Stationsarbeit in verschiedenen Gruppen. Es gab die Stationen: Chinesisches Tischtennis, Märchen, Skulptur als Potsdamer Sehenswürdigkeiten aus Schnee, Wörter (es gab ein Wort und man musste aus den Buchstaben so viel Wörter wie möglich finden) und Kraftübungen.

Nachdem wir mit den Stationen fertig waren, gab es Tee (Kaffee) und Kekse.

Beim Essen wurden die Märchen vorgeführt und dabei wurde viel gelacht. Die Skiauswertung kam kurz danach. Anschließend gingen wir hoch in unsere Zimmer, bis wir uns wieder um 18.00 Uhr zum Abendessen trafen. Pünktlich um 19.00 Uhr war die Hausaufgabenzeit.“



Petra Welke (12.01.2018)

Aerobic vor Beginn der Rückfahrt

„Der letzte Tag des Winterlagers wurde nach einem zünftigen Frühstück mit einer Stunde Aerobic abgeschlossen. Danach wurden von den Sportlern die Zimmer gereinigt. Die Trainer überprüften den Zustand der Unterkünfte und danach endeten mit dem Genuss einer heißen Kartoffelsuppe in unserer Herberge auf dem Aschberg die Reisevorbereitungen für die Rückfahrt nach Potsdam.“ 

Der KCP 2018 – Teil 1:

Andreas Neues Jahreskalender 

Das Jahr 2018 hält für die Freunde des Kanusports wieder eine ganze Reihe an Höhepunkten bereit. „Beginnen werden wir das Jahr mit dem traditionellen Anpaddeln am 8. April“, so Andreas Neue, der Vorsitzende des Fördervereins. „Gemeinsam mit allen Wassersportlern der Stadt Potsdam wollen wir das Wassersportjahr in der Neustädter Havelbucht beginnen.“ Für einen Beteiligten werde dies sicher ein etwas wehmütiger Moment, so Neue, denn Jann Jakobs eröffne dann zum letzten Mal in seiner Funktion als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt in seiner unverkennbaren Art die Saison.

„Das Anpaddeln wird nur der erste einer Vielzahl an Höhepunkten für den KCP sein,“ versichert Neue. „Die traditionelle Himmelfahrtstour am 10. Mai bietet gleich danach wieder die Gelegenheit, um gemeinsam in See zu stechen und vielleicht auch schon mal ein erstes Training für die Wasserspiele zu absolvieren. Wir hoffen auf hervorragendes Wetter und eine breite Beteiligung.“

Die Energie- und Wasserspiele finden dieses Jahr am 17. Juni in ihrer mittlerweile 23. Auflage auf dem Gelände des Potsdamer Luftschiffhafens statt. „Das ist für den Kanu-Club und den Förderverein natürlich einer der beiden Veranstaltungshöhepunkte des Jahres“, so Neue, der in seine zweite Saison als Vorsitzender des Fördervereins startet. „Wir laden alle und jeden herzlich dazu ein, sich mit seiner Mannschaft für die Wasserspiele anzumelden, um dann im sportlichen Wettstreit gegen andere Teams die Besten im Zehner- oder Zwanziger-Canadier zu ermitteln. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.“

Das andere Highlight des Jahres stellt dann zweifelfrei der 14. Potsdamer Kanalsprint am 9. September auf dem Potsdamer Stadtkanal dar. „Wir werden wieder versuchen, neben der nationalen Spitze mit unseren hoffentlich zahlreichen Medaillengewinnern auch viele internationale Kanustars nach Potsdam zu holen“ sagt Andreas Neue voller Vorfreude.

Enden wird das Kanu-Jahr dann am 25. November mit dem Abpaddeln bzw. am 12. Dezember mit dem mittlerweile traditionellen Lichterlauf mit anschließender Weihnachtsfeier. „Wir laden alle Mitglieder des Fördervereins sowie alle Freunde und Förderer des Potsdamer Kanusports zu den Veranstaltungen des Kanu-Clubs Potsdam und dessen Fördervereins ein!“, schließt  Andreas Neue seinen Blick auf das Jahr 2018.

Der KCP 2018 – Teil 2:

Günter Welkes Jahresvorschau 

Keiner analysiert so präzise wie der Nestor der „Kanu-Spitze“. Für die erste Ausgabe des neuen Jahres hat Günter Welke das Wettkampfjahr förmlich seziert. Herausgekommen ist eine monatsscharfe Übersicht bevorstehender Ereignisse. Mit diesem Kanu-Fahrplan sind Sie pünktlich und kundig zu jedem Höhepunkt – und am besten vor Ort!

 

April 

08.04. Gemeinsames Anpaddeln in Potsdam in der Neustädter Havelbucht

Hier bietet sich die Gelegenheit, selbst in einem Wanderboot vom Luftschiffhafen aus zum gemeinsamen Treffpunkt aller Potsdamer Kanuvereine/ -abteilungen in die Neustädter Havelbucht und wieder zurück zu paddeln. Eröffnet wird die Saison vor der „Seerose“ durch den Potsdamer Oberbürgermeister und den Präsidenten des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg. Anschließend ist  für die Teilnehmer des KC Potsdam vor der Kanuscheune ein gemütliches Beisammensein geplant.

Beim vorjährigen Anpaddeln tummelten sich etwa 150 Kanus unterschiedlicher Größe und Bauart, besetzt mit ca. 450 Kanufreunden unterschiedlichen Alters auf dem Gewässer vor der „Seerose“. 

14.04.-15.04. Erste nationale Qualifikation in Duisburg für die Weltmeisterschaften

Auf der umgestalteten Wettkampfstrecke der Wedau finden die ersten Leistungstests für die Leistungsklasse und Junioren in Einer-Booten und unterteilt nach Kurz-, Mittel- und Langstrecke statt. Es kann davon ausgegangen werden, dass alle Bundeskader des KC Potsdam ihre Chance zum Erreichen eines vorderen Ranglistenplatzes, der letztlich für die Nominierung des Nationalteams von Bedeutung ist, wahrnehmen werden. 


Mai

04.05.-06.05. Zweite nationale Qualifikation in Duisburg für die Weltmeisterschaften

Nach dem zweiten nationalen Leistungstest für die Athleten der Leistungsklasse und Junioren werden die Auswahl-Teams des Deutschen Kanu-Verbandes zur Teilnahme an den internationalen Wettkämpfen formiert. 

04.05. 27. Große Brandenburger Regatta auf dem Beetzsee

Von der Anzahl der teilnehmenden Aktiven aller Altersklassen, im Vorjahr starteten über 700 Aktive von 66 Vereinen/ Renngemeinschaften und vier ausländischen Vertretungen auf dem Beetzsee, stellt die Große Brandenburger Regatta deutschlandweit eine der am stärksten besuchten Kanu-Wettkampfveranstaltung dar. Sie kann auf eine langjährige Tradition verweisen und bietet  für zahlreiche Vereine aus nahezu allen Bundesländern die Möglichkeit, vor den regionalen Meisterschaften den eigenen Leistungsstand gegen starke Konkurrenz zu überprüfen und vor allem die Besetzung der Mannschaftsboote zu erproben. In der Regel sind jedoch die Leistungsträger der Vereine, die sich in der Vorbereitung auf die internationalen Einsätze befinden, auf dem Beetzsee nicht am Start. 

10.05. Himmelfahrtstour des Fördervereins in Potsdam

Das gegenseitige Kennenlernen von Aktiven und Freunden des Kanusports beim Plausch und einem Imbiss vor der Kanuscheune des KC Potsdam werden schon seit Jahren ebenso von vielen Interessenten wahrgenommen, wie  die gemeinsame Ausfahrt in Wanderbooten auf dem Templiner See. 

18.05.-20.05. Erster Weltcup in Szeged/ Ungarn

Bei diesen Wettkämpfen haben vor allem die Athleten der zweiten Reihe des Deutschen Kanu-Verbandes (u.a. U 23) einen internationalen Leistungsnachweis zu erbringen, der für den Start zu den internationalen Meisterschaften entscheidend sein wird. 

25.05.-27.05. Zweiter Weltcup in Duisburg

Im Ergebnis der Wettkämpfe in Duisburg wird u.a. die Nominierung des deutschen Nationalteams zu den Weltmeisterschaften erfolgen. 

25.05.-27.05. Internationale Junioren-Regatta in Piestany/ Slowakei

Die von den stärksten Rennkanuten im Juniorenbereich aus fast allen Kontinenten stets gut besuchte Regatta im slowakischen Kurort Piestany bietet für das Aufgebot des Deutschen Kanu-Verbandes die Möglichkeit, seine für den Einsatz bei den internationalen Meisterschaften vorgesehen Athleten einem aussagekräftigen internationalen  Leistungstest zu unterziehen und die Besetzung der Mannschaftsboote zu erproben.


Juni

01.06-03.06. Landesmeisterschaften in Brandenburg an der Havel

Diese Meisterschaften haben besonders für den jüngeren Nachwuchs (Schüler, Jugend) eine große Bedeutung, da die erzielten Ergebnisse  für die Nominierung zur Teilnahme an den Ostdeutschen Meisterschaften hinzugezogen werden. Die Teilnahme von Leistungsklasse- und Juniorensportlern erfolgt nur im geringen Umfang, da diese sich zu diesem Zeitpunkt auf die internationalen Einsätze vorbereiten.

26 LM-Titel und 27 weitere Medaillen verbuchte der Nachwuchs des KC Potsdam im Vorjahr auf seinem Konto.

17.06. 22. Potsdamer Wasserspiele im Luftschiffhafen

Zur Erinnerung: Im Vorjahr beteiligten sich ca. 600 aktive Teilnehmer in 55 Booten an den Wettkämpfen auf dem Templiner See. Aber auch eine beträchtliche Anzahl von Zuschauern hatte den Weg in den Sportpark Luftschiffhafen gefunden, um die Bootsbesatzungen aus Potsdamer Sportvereinen, Betrieben und aus der Politik anzufeuern und an dem bunten Treiben vor der Kanuscheune Anteil zu nehmen.

15.06.-17.06. Internationale Junioren-Regatta in Brandenburg an der Havel

Die Serie hochrangiger internationaler Wettkämpfe im Kanu-Rennsport, die bisher auf der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg an der Havel veranstaltet wurde, setzt sich in der kommenden Saison fort. Vom 15. bis 17.06.2018  wird in der Havelstadt der weltweit ausgeschriebene Cup for Youth and Juniors (Jugend- und Junioren-Cup) für den Kanunachwuchs im Alter von 15 bis 18 Jahren ausgerichtet.

Der vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) unter Mitwirkung des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg und des Regattateams Brandenburg Beetzsee initiierten internationalen Großveranstaltung wurde bereits seitens der Stadt Brandenburg eine umfangreiche Unterstützung in vielfältiger Form zugesichert.

Die Einladungen für den Cup for Youth and Juniors 2018 wurden bereits versandt. Der Kanu-Verband aus der karibischen Inselrepublik  Trinidad und Tobago hat als Erster sein Interesse für eine Teilnahme bekundet.

21.06.-24.06. Ostdeutsche Meisterschaften in Brandenburg an der Havel

Die Teilnahme an den Ostdeutschen Meisterschaften (Berlin, Brandenburg, Mecklemburg-Vopommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt) stellt für die Schüler B (bis 13 Jahre) die höchste Meisterschaftsstufe dar. Für andere Nachwuchssportler (Schüler A, Jugend, Junioren) ist neben dem Erreichen von Medaillenplatzierungen darüber hinaus auch der Leistungsnachweis von Bedeutung, denn hier wird ebenfalls über die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften entschieden.

Ein großer Teil der sich auf die internationalen Aufgaben vorbereitenden Leistungsklasse- und Juniorensportler wird jedoch auf dem Beetzsee nicht starten können. Dennoch werden wie stets annähernd 900 Aktive und spannende Wettkämpfe zu erwarten sein. Im Vorjahr erreichte der KC Potsdam das überragende Ergebnis von 32 Gold- und weiteren 40 Silber-/ Bronze-Medaillen.

28.06.-01.07. U23- und Junioren-Europameisterschaften in Auronzo/ Italien

Die Wettkampfstrecke in Italien wird den wenigsten Sportlern ein Begriff sein. Bislang konnten die Junioren und U23-Sportler des Kanu-Clubs Potsdam bei den Europameisterschaften zusammen 22 Titel und 51 weitere Medaillen erringen. Allerdings werden die EM der U23 im Gegensatz zu den Junioren erst seit 2002 veranstaltet. 

 

Juli 

07.06.-10.06.Europameisterschaften in Belgrad/ Serbien

Bislang sind 48 EM-Titel und weitere 63 EM-Medaillen auf dem Konto des KC Potsdam seit der ersten Teilnahme im Jahre 1965 in Snagow (einmal Bronze) registriert. An der Gesamtbilanz  hatten insgesamt acht Sportler/ -innen Anteil. Im Vorjahr wurden 3 EM-Titel und sowie je eine Silber- und Bronzemedaille errungen. Bisher sind Katrin Wagner-Augustin mit 13 Goldmedaillen, Tim Wieskötter (12 Mal Gold) und Ronald Rauhe (10 Mal Gold) am häufigsten in der EM-Titelbilanz des KC Potsdam registriert.

Von 1970 bis 1996 wurden keine kontinentalen Meisterschaften ausgerichtet.

26.07.-29.07. U23- und Junioren-Weltmeisterschaften in Plowdiw/ Bulgarien

Die Weltmeisterschaften für U23-Sportler werden erst seit 2014 ausgetragen und  haben demzufolge noch keine lange Tradition. Bisher haben die U23-Athleten und  Junioren des KC Potsdam  17 WM-Titel und weitere 34 WM-Medaillen erkämpft. 

 

August

22.08.-26.08. Weltmeisterschaften in Montemor/ Portugal

Ab erstmals 1970 in Kopenhagen (einmal Silber, zweimal Bronze) haben  insgesamt 24 Sportler/ -innen des KC Potsdam 169 WM-Medaillen, davon 79 WM-Titel, erkämpft. Zu den bislang für den KC Potsdam bei Weltmeisterschaften am  erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler gehören  Birgit Fischer (16 WM-Titel) sowie Katrin Wagner-Augustin und Torsten Gutsche mit je 10 WM-Titeln.

Vier Gold- sowie vier Silber- und eine Bronzemedaille wurden 2017 dieser Bilanz hinzugefügt.

29.08.-02.09. Deutsche Meisterschaften in Hamburg

Im Jahre 1991 haben die Aktiven des KC Potsdam erstmals an gemeinsamen Deutschen Meisterschaften teilgenommen und seitdem stets die Spitze in der Medaillenwertung unter den jeweils etwa 110  teilnehmenden Vereinen/ Renngemeinschaften behauptet. Bei den Meisterschaftsrennen 2017 in München gewannen die Athleten des KC Potsdam 21 Gold-, 14 Silber- und 15 Bronzemedaillen und platzierten sich damit deutlich vor der Renngemeinschaft Nordrhein-Westfalen, die als Zweitplatzierte 14 Goldmedaillen verbuchte.

Seit 1991 konnte der KC Potsdam bei Deutschen Meisterschaften insgesamt unglaubliche 1.300 Medaillen erringen, 549 davon glänzten goldfarben.

 

September

09.09. Kanalsprint in Potsdam

Bereits zum 13.ten Mal begeisterten im Vorjahr internationale Spitzenathleten, darunter acht Olympiasieger/ -innen bzw. Weltmeister/ -innen  aus mehreren Bundesländern und ausländischen Verbänden mit ihren Sprints auf dem ehemaligen Stadtkanal unzählige Zuschauer entlang der Wettkampfstrecke. Der siebenfache Deutsche Meister 2017 im Jugendbereich, Florian Köppen, erlebte sein Debüt beim Kanalsprint und stellte die Leistungsstärke des Potsdamer Nachwuchses unter Beweis.

Dieses öffentlichkeitswirksame Spektakel muss man einfach erlebt haben, um die Euphorie von Aktiven und Kanubegeisterten zu verstehen. 

15.09.-16.09. Olympic Hopes in Piestany/ Slowakei

Über Jahrzehnte sind die Olympic Hopes weltweit als eine der bedeutendsten und leistungsstärksten Kanu-Regatten für den Nachwuchs im Alter von 14 bis 17 Jahren  anerkannt. Viele der späteren Spitzenathleten machten mit Ihren Leistungen erstmals  bei dieser Veranstaltung nachhaltig auf ihr Können aufmerksam.

Ein hohes Leistungsvermögen offenbarten die zehn Teilnehmer/-innen des KC Potsdam während der Vorjahreswettkämpfe in Racice mit gewonnenen 9 Gold-, 8 Silber- und 7 Bronzemedaillen.


Dezember

12.12. Lichterlauf und Weihnachtsfeier des KC Potsdam im Luftschiffhafen

Den Abschluss des Jahres gemeinsam bei einer sportlichen Aktivität und beim gemütlichen Beisammensein zu begehen, hat nunmehr schon Tradition. Hier treffen sich Nachwuchs- und Leistungsklassensportler jeglichen Alters mit Trainern, Helfern, Familienangehörigen und zahlreichen Freunden des Kanusports.