Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Wasserspiele – zum 22. Mal!  Manchmal muss man dem Fakt nachhören, um die Tradition zu begreifen. Seit mehr als zwei Dekaden organisiert der Kanu-Club Potsdam das erfolgreichste Wassersportspektakel der Region für Jedermann. Auch 2018 war es mit Hilfe der EWP ein purer Erfolg – aber schauen Sie in der Bildergalerie selbst auf die Anstrengung und den Spaß im Team „Käpt’n Kralles Amtsgaleere“, bei den „Staat-Indianern“, den „VIC-Inger – Piratende Ingenieure“ und und und …. 

Wolfgang Lange wird 80 ! Die KanuSpitze würdigt den Vereinsältesten gleich zu Beginn. Und nur die Besten führen die Feder. Ein Weltmeister schreibt zunächst über den Weltmeister. Dann folgt sein erfolgreichster Schützling, Olympiasieger, nicht nur einmal…  

Und schließlich im Juni 2018: Eine Torte für Torsten, einen Adler für Augustin und eine Erneuerung mit E.DIS. Die KanuSpitze führt Protokoll über einen Monat, der  auch neben dem aktuellen Sport Erfolge feierte. Dazu gehört auch ein wiederholt gutes Echo für die neue Mannschaft in der Kanuscheune. 

Bleiben die sportlichen Erfolge. Lesen Sie selbst über die Erfolge des Kanu-Clubs Potsdam in Belgrad, Piestany oder Brandenburg an der Havel. 

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen gern über info@kanuteamwork.de

„Sport frei“

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

Kein Glückwunsch - eine Laudatio:

Was für eine Lange-Zeit

Für viele ist der Kanusport ein Hobby, für manche sicher auch mehr als das, für ganz wenige ist er das Leben. Wolfgang Lange gehört ganz sicher zur letzten Spezies. Am 3. Juli begeht unser ältestes Vereinsmitglied und die gute Seele des KCP seinen 80igsten Geburtstag.

Wahrscheinlich kennen ihn fast alle, die sich mit dem Kanusport in Deutschland beschäftigen – Wolfgang Lange. Gibt es im KCP ein Problem, ist ein Trainer krank oder unterwegs im Trainingslager, ist ein Mannschaftscanadier zu steuern, sind Sportler zum Flughafen zu bringen oder abzuholen? Egal wo eine helfende Hand gebraucht wird, ist Wolfgang bereit, mit aller Kraft eine Lösung zu finden. Am allerliebsten natürlich, wenn seine Kompetenz und seine Erfahrung im Kanusport gebraucht werden. Denn der Kanusport, das ist das Leben des Jubilars.

Geboren an einem Sonntag, am 3. Juli 1938 in Lübz (Mecklenburg-Vorpommern), griff er mit zehn Jahren bei der damaligen BSG Post Schwerin erstmals zum Paddel. Seinen ersten von insgesamt 48 DDR-Meistertiteln gewann der Kajakfahrer 1955 im K 1 der Jugend. Zwischen 1957 und 1968 war er Mitglied der Kanu-Rennsport- Nationalmannschaft und schaffte 1960 den Sprung in die gesamtdeutsche Olympiamannschaft. 1968 startete er für die DDR in Mexiko bei den Olympischen Spielen, konnte aber leider, wie auch schon acht Jahre zuvor in Rom, keine olympische Medaille erringen. Jedoch saß er in den über Jahre international gefürchteten Kajak Vierer der DDR auf Schlag, der 3 X Europameister und 1X Weltmeister wurde und 1959 bei den Europameisterschaften in Duisburg überhaupt den ersten internationalen Titel für die DDR erkämpfte. Bei den Weltmeisterschaften 1963 im jugoslawischen Jajce konnte er sogar einen kompletter Medaillensatz erringen. Neben dem WM-Titel im Viererkajak über 1000m gab es Silber im Zweierkajak über die gleiche Strecke sowie Bronze in der 4x500m K1-Staffel. Drei Jahre später konnte er vor heimischer Kulisse in Berlin-Grünau eine Bronzemedaille im K4 über 10000m-Langstrecke gewinnen.

Nach den Olympischen Spielen in Mexiko wurde Lange Trainer. Zunächst in Berlin-Grünau, bevor er ab 1982 als Verbandstrainer im Kanuverband der DDR die Verantwortung für das Training der Junioren übernahm. Einige seiner prominentesten Schützlinge jener Zeit waren u.a. Torsten Gutsche, Kay Bluhm, Ingo Spelly, Ramona Portwich, Anke Nothnagel, Katrin Borchert, Matthias Röder und Gunar Kirchbach. Über die Zwischenstation Österreich (1991 bis 1994) kam er als Trainer nach Potsdam. Hier erlebte er den bis dahin größten Triumph seiner Trainerkarriere, als der von ihm betreute Gunar Kirchbach 1996 in Atlanta als Olympiasieger geehrt wurde.

Obwohl er im Sommer 2003 in den wohlverdienten Ruhestand ging, übernahm er im Winter 2003/04 wieder die Verantwortung über die Kajak-Damen und Canadier-Herren der Leistungsklasse, als deren Betreuung des täglichen Trainings in Potsdam gefährdet war. Sicher auch ein entscheidender Faktor für Katrin Wagner-Augustin auf ihrem Weg zu ihrer damals dritten olympischen Goldmedaille bei den Spielen in Athen.

Aber auch danach ging Wolfgang dem Kanusport nicht verloren. Ob im KCP oder im Förderverein, Wolfgang ist immer zur Stelle wenn es um den Sport und den Verein geht. Und das nicht nur in Potsdam. Er ist z.B. auch im Kanu-Regattaverein Duisburg aktiv und hat in diesem Jahr wieder an der Umsetzung des Weltcups, wie auch zu den Weltmeisterschaften seit 1995, auf der Regattastrecke Duisburg-Wedau mitgewirkt.

Ronald Verch

Unter Wolfgang Langes Fittichen war Gunar Kirchbach der erfolgreichste Canadierfahrer. Heute längst per Du erinnert sich der ehemalige Schützling anlässlich des runden Geburtstages seines Trainers an Episoden aus der gemeinsamen Zeit.

„Ich habe Wolfgang 1987 zum ersten Mal kennen gelernt. Er war damals Cheftrainer Junioren des Kanu-Verbandes der DDR (DKSV). Ich war 16 Jahre alt und hatte mich für ein Herbst-Trainingslager der Juniorenauswahl qualifiziert. Zu den täglichen Morgenappellen kontrollierte er unsere Bart-, Haar- und Körperpflege, machte uns mit den Besonderheiten des Tages vertraut und informierte uns kurz über das aktuelle Weltgeschehen. Das kam bei uns aber nicht gut an, denn wer will schon als junger, pubertierender Mensch vor anderen stramm stehen und vor versammelter Mannschaft gesagt bekommen, dass man nochmal hoch ins Zimmer und sich rasieren, kämmen oder ein neues T-Shirt anziehen muss. In den Verbands-Wintertrainingslagern im bulgarischen Belmecken oder in der polnischen Tatra übernahm er stets die Canadiertrainingsgruppe und zeigte uns, wo der Hammer hing. Immer musste er der erste am Ziel oder auf den Bergen sein. Er war nie müde oder kaputt, hatte keine Schmerzen, nicht einmal eine Blase am Fuß. Ich hatte alles.

Vier Jahre später war er mein Heimtrainer. Alles wurde auf seinem Klemmbrett notiert, alle Zwischen- und Endzeiten von jeder einzelnen Trainingseinheit, sowie Gespräche, Versammlungen und Ideen. Als Heimtrainer war er nun viel dichter am Sportler. Die Beziehung zwischen uns war jetzt deutlich menschlicher, mehr auf Augenhöhe. Die morgendlichen Kontrollen zur Bart-, Haar- und Körperpflege mussten natürlich immer noch sein, nun waren es aber gut gemeinte Ratschläge. Der Trainingsplan musste immer eingehalten werden. Änderungen wurden ‚aber nur unter Protest‘ zugelassen. Mit dem Sitz im Motorboot konnte er nichts anfangen, er stand immer wie der Steuermann auf dem Schiff in den Piratenfilmen. Mit seinem sportlichen Ehrgeiz stachelte er uns alle zu Höchstleistungen an. Er wurde für mich wie ein Vater, der auch stets bei der Lösung der privaten Probleme seine Hilfe anbot und einen väterlichen Rat parat hatte. Auf den sportlichen Weg konnte man sich verlassen und sich selbst aufs Training konzentrieren. In den wenigen Paddeleinheiten, bei denen er im Kajak dabei war, musste er immer vorn fahren. Wenn das Tempo dann mal nach ließ und ich nach vorne fahren wollte, erhöhte er die Schlagfrequenz.

Wolfgang war stets bemüht, uns als Sport-Persönlichkeiten zu erziehen. Bärte, lange Haare konnte er, wie bereits erwähnt, gar nicht leiden. Er selbst ist der Generation entsprungen, in der jeder junge Mann einen Kamm in der hinteren rechten Hosentasche hatte. Pünktlichkeit, freundliches Auftreten, Kampf, Leistungsbereitschaft und Siegeswillen verlangte er nicht nur von seinen Sportlern, diese Eigenschaften verkörperte er perfekt in eigener Person. In einem Trainingslager in Kienbaum wurde er in seinem Zimmer eingeschlossen, konnte es aber nicht ertragen, zu spät zum Essen zu kommen. Daher bastelte er sich aus Handtüchern und Bettlaken ein Seil, seilte sich aus dem Fenster seines Zimmers im 3.Stock ab. Er stürzte ab, brach sich ein Bein, kam aber nicht zu spät.

Ich bin jetzt selbst Trainer und er ist für mich in vielen Dingen ein Vorbild. Ich danke ihm für seinen großen arrangierten Einsatz im Training und seinen Rückhalt bei den Wettkämpfen. Unter seiner Obhut wurde ich Olympiasieger, 2x Weltmeister.“


Und was macht Gunar Kirchbach heute? Das lesen Sie in der nächsten KanuSpitze….

Eine EM – einmal Gold:

Die taktischen Spiele von Belgrad

Auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften in Portugal bildeten die diesjährigen kontinentalen Titelkämpfe in der serbischen Hauptstadt den letzten Meilenstein. Die Potsdamer Kanuten waren mit zehn AthletInnen im Team des Deutschen Kanu-Verbandes vertreten und konnten insgesamt vier Medaillen erringen.

Einmal Gold und dreimal Silber waren die finale Medaillenbilanz der AthletInnen aus dem Luftschiffhafen. Hinzu kamen viele Finalplatzierungen, die für den weiteren Jahresverlauf hoffen lassen, jedoch aber auch gezeigt haben, dass noch einiges an Arbeit voraus liegt, um sich in der immer dichter zusammenrückenden internationalen Konkurrenz behaupten zu können.

Sebastian Brendel gewann neben dem EM-Titel über 5000m noch jeweils Silber über 500 und 1000m. Beide Male musste er sich nach hartem Kampf nur seinem tschechischen Dauerrivalen Martin Fuksa geschlagen geben. Über 1000m wollte Basti mal etwas Neues probieren und ging das Rennen überraschend offensiv an. Der Tscheche konnte jedoch folgen und hatte letztlich die Bootsspitze knapp vorn. Über beide Strecken zeigten die Ausnahmeathleten, dass sie derzeit in einer anderen Liga fahren. Gerade über die 1000m kam nach den beiden ein großes Loch bevor sich der Italiener Carlo Tacchini die Bronzemedaille sicherte.

Auch Ronald Rauhe wollte mit seinen Bootskollegen aus dem Deutschen Flaggschiff, dem Viererkajak über 500m, Max Rendschmidt (KG Essen), Tom Liebscher (KC Dresden) und Max Lemke (WSF Mannheim Sandhofen) mal eine neue Taktik ausprobieren, um den großen Rivalen Spanien, der sich im Vergleich zum Vorjahr weiter verstärken konnte, unter Druck zu setzen. Wurden im letzten Jahr die Spanier noch auf den letzten Metern distanziert, versuchten die Vier diesmal durch einen offensiven Rennverlauf die Spanier zu überraschen. Leider reichten gegen Ende die Kräfte noch nicht und so konnten sich die Spanier mit der Winzigkeit von Hundertstelsekunden die Goldmedaille sichern.

Die weiteren Platzierungen unserer AthletInnen

5. Platz

 Annika Loske C1 500m
 Felix König, Timo Haseleu K2 200m

6. Platz


 Franziska Weber, Conny Waßmuth K4 500m
 Tamas Gecsö K4 1000m
 Jan Vandrey C4 500m

8. Platz

 Jan Vandrey C1 200m

9. Platz

 Stefan Kiraj C2 200m

14. Platz

 Conny Waßmuth K1 200m

Nach diesem langen Wettkampfzyklus mit den nationalen Qualifikationen, den Weltcups und den Europameisterschaften haben sich unsere AthletInnen eine kurze Pause redlich verdient, bevor ein kompletter Trainingszyklus mit einem Grundlagentrainingslager sowie der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung auf die Weltmeisterschaften Ende August folgt.

Es ist also noch genug Zeit, um zur WM voll anzugreifen – findet Autor und Ex-Weltmeister Ronald Verch!

Eine Regatta – alle mit Medaillen:

Drei großartige Schlagzeilen aus Piestany 

Alle Potsdamer Paddeltalente mit Medaillen geehrt

Keiner der dreizehn Junioren vom Kanu-Club Potsdam im OSC, die im 33-köpfigen Aufgebot des Deutschen Kanu-Verbandes bei der Internationalen Nachwuchsregatta-Regatta  (Jugend, Junioren, U23) vom 01.-03. Juni. in Piestany starteten, kehrte ohne Medaille zurück.

An den insgesamt 22 Gold-, 18 Silber- und 14 Bronzemedaillen des DKV hatten die Nachwuchstalente des KC Potsdam einen bedeutenden Anteil. Immerhin waren sie mit 9 x Gold, 7 x Silber und 9 x Bronze an der DKV-Bilanz beteiligt. 

Leistungsstarke Canadier Tom-Lukas Hinz und Florian Köppen

Dabei schnitten die Potsdamer Canadierfahrer Tom-Lukas Hinz und Florian Köppen mit vier Siegen bei vier Starts am erfolgreichsten ab. Beide gewannen zusammen im C2 über 200 m, 500 m und 1000 m sowie zusammen mit ihren Clubgefährten Fabien Schatz und Roar Benecke auch im C4 über 1000 m. Je zwei Siege verbuchten Kajakfahrer Martin Hiller sowie die Canadierspezialisten Fabien Schatz und Roar Benecke. Jeweils für einen Sieg zeichneten die Kajakfahrer Leonard Busch, Jonas Schmitt und Hannah Blechschmidt sowie im Canadier Lara-Noelle Reiner verantwortlich. 

Fünfmal Silber für Isabelle Zanin

Gleich mit fünf Silbermedaillen konnte sich Isabelle Zanin, schmücken. Sie hatte zudem mit ihren fünf Einsätzen auch die meisten Rennen zu bestreiten. Weiterhin  trugen Katharina Diederichs, Stine Noack und Elias Kurth mit mehreren Silber- und Bronzemedaillen zu dem erfolgreichen Abschneiden der Potsdamer Juniorenpaddler bei. 

Günter Welke

Zwei Unterschriften – viele Wirkungen

Vertragsunterzeichung mit der E.DIS AG

Die Unterstützung der E.DIS AG für die erfolgreichen Potsdamer Kanuten geht bereits ins dreizehnte Jahr. Am 14. Juni 2018 wurde der Vertrag im Bootshaus des SportParks Luftschiffhafen um ein weiteres Jahr verlängert. Die Vereinbarung beinhaltet sowohl die Förderung der Top-Athleten, als auch die der vielen Talente.

„E.DIS ist ein wichtiger Partner des Kanusports in Potsdam und ein zuverlässiger Partner“, bedankte sich Dr. Jörg Krause, Vorstandsmitglied des Fördervereins, für das Engagement während der feierlichen Vertragsunterzeichnung in der Kanuscheune. „Es ist besonders schön für eine Sportart, die nicht immer im öffentlichen Interesse steht, kontinuierliche Unterstützer an der Seite zu haben. Die Athletinnen und Athleten danken mit ihren alljährlichen Spitzenleistungen für die Hilfe.“

Auch der Potsdamer Kanalsprint als einmaliger Kanu-Event mitten im Herzen der Stadt wird von der E.DIS gefördert. Jährlich nutzen dort tausende Zuschauer die Möglichkeit, die besten Kanuten der Welt aus nächster Nähe in Aktion zu sehen.

Dr. Andreas Reichel, Vorstandsmitglied der E.DIS AG, versicherte, dass diese Unterstützung Teil der durch das Unternehmen übernommenen gesellschaftlichen Verantwortung sei, aber auch allergrößte Anerkennung für die im Kanu-Club geleitstete Arbeit. „Gerade die überaus erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins überzeugt uns, den Verein zu unterstützen. Auch wir als E.DIS wissen, wie wichtig eine gute Nachwuchsarbeit ist, um den langfristigen Erfolg eines Unternehmens oder Vereins zu sichern“.

Nachdem die Tinte unter den Verträgen getrocknet war, brachen Andreas Reichel gemeinsam mit Conny Waßmuth, Annika Loske, Ophelia Preller und Stefan Kiraj sowie Coach Ralph Welke, Jörg Krause und Kerstin Gradl (Geschäftsführerin der Kanu-Teamwork GmbH) zu einer kurzen Runde im Mannschaftscanadier auf dem Templiner See auf.

Ronald Verch

…psssst…Bootsgeflüster...

Ex-Weltmeister Ronald Ferch schreibt über das, was sich hinter den Kulissen des erfolgreichsten Kanuclubs der Welt ereignet oder besprochen wird. Heute: ein Orden und eine Torte für zwei ganz Große des KCP.

Torsten Gutsche feiert 50. Geburtstag!

Dreimal Olympiasieger sowie einmal Olympiasilber, elfmal Weltmeister und neun weitere WM-Medaillen - das ist die herausragende Bilanz von Torsten Gutsche, die ihn mit Stolz auf seine sportliche Karriere zurückblicken läßt. Aber sportliche Erfolge werden nur ein Punkt gewesen sein, auf den bei seiner Feier zum 50. Geburtstag zurückgeblickt wurde. Schließlich hat der gebürtige Eisenhüttenstädter, der am 8.Juni 1968 das Licht der Welt erblickte, auch nach dem Ende seiner sportlichen Laufbahn so einiges für den Kanu-Club geleistet. Ob als Vorsitzender des KC Potsdam, im Vorstand des Fördervereins oder als Team-Manager mit dem kurzen Draht zu den Spitzenathleten, Torsten hat sich in vielen Punkten um den Potsdamer Kanusport verdient gemacht. So auch in den Jahren 2015 bis 2017, als er gemeinsam mit Gisela Mehlmann den Förderverein nach unruhigen Zeiten wieder in Ruhe Fahrwasser führte.

Mit Ausnahme eines kurzen Intermezzos beim KC Charlottenburg nach der deutsch-deutschen-Wiedervereinigung verbrachte er seine gesamte sportliche Laufbahn im Potsdamer Luftschiffhafen, erst an der Sportschule, dann als Sportsoldat der Nationalen Volksarmee, später Spitzenathlet neben seiner beruflichen Karriere bei Mercedes-Benz. Auf der Potsdamer Havel, unter der Regie von Rolf-Dieter Ahmend, wurde aus dem einstigen Stift einer der erfolgreichsten Kajakfahrer aller Zeiten. Zuerst im kongenialen Zweierkajak mit Kay Bluhm, der sich bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta mit dreimal Gold und einmal Silber als fast unschlagbar erwies, nach Blühmchens Karriereende dann als Schlagmann im Paradeboot des Deutschen Kanu-Verbandes, dem Viererkajak. Auch gewann er insgesamt vier WM-Titel, eine weitere Olympiateilnahme bleib jedoch krankheitsbedingt leider verwehrt.

Die Mitglieder des Kanu-Clubs Potsdam sowie des Fördervereins für den Kanu-Club gratulieren Torsten zu seinem runden Geburtstag! Wir wünschen ihm vor allem weiterhin beste Gesundheit, privat und beruflich nur das Beste und hoffen, dass er im Kanu-Club auch weiterhin Akzente setzt. 

Katrin Wagner-Augustin erhält den Verdienstorden des Landes Brandenburg

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Unsere erfolgreichste Athletin der vergangenen 20 Jahre und jetzige Nachwuchstrainerin Katrin Wagner-Augustin ist am 13. Juni mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg ausgezeichnet worden.

Sie erhielt die Auszeichnung aus den Händen des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und wurde für ihre sportlichen Erfolge als eine der erfolgreichsten Sportlerrinnen des Landes geehrt. Der Ministerpräsident wörtlich: „Katrin Wagner-Augustin ist eine Kanutin der Extraklasse, die zu den 100. erfolgreichsten Olympiastartern aller Zeiten gehört. Zwischen 2000 und 2012 gewann die Sportlerin aus dem Potsdamer Luftschiffhafen bei vier Olympischen Spielen vier Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille. Von Welt- und Europameisterschaften brachte sie ebenfalls Edelmetall nach Hause und wurde so überall in der Welt zu einer exzellenten Botschafterin des Landes. Seit 2017 kümmert sich die Sportsoldatin bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr um den Nachwuchs und gibt ihren reichen Erfahrungsschatz an Paddeltalente weiter. Darüber hinaus engagiert sie sich ehrenamtlich für Veranstaltungen im Kanubereich.“

Wir gratulieren Katrin zu dieser hohen Auszeichnung des Landes Brandenburg und wüschen ihr weiterhin alles Gute!

zwei Nachwuchswettbewerbe – zweimal Beetzsee: 

772 Rennkanuten trotzen bei Ostdeutschen Meisterschaften dem Wetter 

Als Gastgeber begrüßte die Stadt  Bandenburg an der Havel  772 Sportler/-innen aus 56 Vereinen/ Renngemeinschaften der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu den 28. Ostdeutschen Meisterschaften Kanu-Rennsport vom 22.-24.06. auf dem Beetzsee. Der Landes-Kanu-Verband Brandenburg war mit 173 Teilnehmern aus 13 Vereinen am Start. Hinter den beiden Leipziger Mannschaften des SC DHfK und SG LVB (je 52 Aktive) stellten der Kanu-Club Potsdam im OSC und der KV Brandenburger Adler mit je 49 Sportlern/-innen die zahlenmäßig stärksten Mannschaften. Infolge der Vorbereitungen auf die anstehenden Weltmeisterschaften im Leistungsklassen- und Juniorenbereich waren vorrangig die Altersbereiche Schüler A und B vertreten, die mit 397 Nachwuchskanuten über 50% aller Aktiven ausmachten. 

Kanu-Rennsportler jeglichen Alters sind wahrlich nicht auf schönes Wetter angewiesen. Das stellten sie während der Ostdeutschen Meisterschaften ausdrücklich unter Beweis. Trotz des kärglichen Sonnenscheins und auch bei böigem Wind und teilweise heftigem Regen lieferten sie sich auf dem Beetzsee, angefeuert von den begeisterten Zuschauern, mitreißende Duelle - egal, ob im Einer oder im Mannschaftsboot.  Dabei ging es zuweilen beim Zieleinlauf recht eng zu. So sicherte sich der Mix-Achter-Canadier des KV Brandenburger Adler mit einem enormen Schlusssprint den Sieg über 500 m  mit 0,2 Sekunden Vorsprung. 

Kanu-Club Potsdam im OSC mit 20 Mal Gold und weiteren 30 Medaillen knapp vor RG Sachsen

In den Siegerlisten der  Rennen (Schüler B bis Leistungsklasse) waren letztlich ohne Berücksichtigung der Mehrkampfergebnisse insgesamt 26 Vereine/ Renngemeinschaften registriert. Der Kanu-Club Potsdam im OSC verbuchte 20 Siege sowie jeweils 15 Silber- und Bronzemedaillen. An zweiter Stelle folgte die Renngemeinschaft des Sächsischen Kanu-Verbandes (18 Siege) gefolgt vom Kanuteam Berlin (15 Siege).

Der KV Brandenburger Adler gewann 6 Gold-, 8 Silber- und 7 Bronzemedaillen. Mit dem Rathenower WSV Kanu (dreimal Gold) und den Kanuabteilungen von  WS PCK Schwedt (einmal Gold, dreimal Silber)  und Blau Weiß Wusterwitz (je einmal Gold und Silber) konnten sich drei weitere Brandenburger Vereine einen obersten Platz auf dem Podest sichern. 

Erfolgreichste KCP-Sportler: Marie Florian, Clara Thieme, Tibor Gescö, Nikolas Eckert, Erik Etlich

Gleich fünfmal Gold fischte Marie Florian (Juniorin) aus dem Beetzsee. Das gelang ihr im C1 über 200 m, 500 m und 2000 m ebenso wie im C2 über 200 m (mit Charlotte Pietzsch) und über 500 m (mit Sarah Kusch).

Viermal konnte Clara Thieme (Leistungsklasse), die am 29.06. ihr Abiturzeugnis überreicht bekommt, eine Goldmedaille in Empfang nehmen. Im K1 gewann sie über 200 m und 2000 m sowie im K2 zusammen mit Sophie-Maria Koppe über 200 m und 500 m.

Je drei Siege errangen Tibor Gescö (Leistungsklasse) sowie Erik Etlich und  Nikolas Eckert (beide Jugendbereich). Gescö holte Gold im K1 über 1000 m und 2000 m sowie im K2 über 1000 m gemeinsam mit Gregor Rosenhahn, der gleichfalls vor wenigen Tagen seine Abiturprüfungen ablegte.

Die dreifachen Goldmedaillengewinner Etlich und Eckert siegten zusammen im C2 über 500 m und 1000 m sowie im C4 (mit Finn Jähnke und Felix Kliemann) über 500 m.

Weitere Goldmedaillen holten Maurice Dolezel (Junioren, C1/ 2000 m), Bennet Weiß (Jugend, K1/ 200 m), Finn Jähnke (Jugend, C1/ 2000 m) und Max Anders/ Gabriel Iffert (Schüler B, C2/ 500 m). 

KV Brandenburger Adler mit zwei Dreifachsiegerinnen

Die Canadierfahrerinnen Chantal Tornow und Justine Böttcher holten jeweils dreimal Gold. Tornow gewann gemeinsam mit Greta Siwulla im C2 über 500 m und 2000 m und schließlich paddelte sie auch im siegreichen Mix-Achter-Canadier. Justine Böttcher dagegen war  im C1 über 200 m und 2000 m erfolgreich und gleichfalls im Achter-Boot.

An den Goldmedaillen für den KV Brandenburger Adler waren ebenso Joeline Böhm (K1/ 2000 m) und  P. Pelzer, T. Marquardt, H. Müller, A. Leder, M. Wallitzer, F. Bange im Mix-Achter-Canadier .beteiligt. 

Auch der Nachwuchs in der zweiten Reihe überzeugte

Aus Platzgründen kann an dieser Stelle auf die guten Leistungen der jungen Sportler/-innen, die ebenfalls Platzierungen auf dem Podest erreichten oder aussichtsreiche Positionen im Finale belegten, nicht eingegangen werden. Das betrifft sowohl den B-Schülerbereich (beispielweise Carlotta Loske, Bruno Spangenberg, Tjark Stebe oder Max Anders), und natürlich besonders die Altersgruppen der Schüler A und der Jugend, für die es um die Nominierung zu den Deutschen Meisterschaften ging. Hier kann auf solche Paddeltalente wie Pauline Gribba, Mara Feilbach, Caty Eggert, Emma Heu,  Florin Bange, Felix Kliemann, Maximilian Götzl, Leonard Mahling, Finn Jähnke, Mati Francke, Anton Winkelmann und andere verwiesen werden. 

Sportlereltern umsorgten die Potsdamer Athleten

Wie auch bei anderen Wettkämpfen konnten sich die Athleten des vom KC Potsdam  unterhaltenen Bundes-/Landesstützpunktes dank der ehrenamtlichen Unterstützung durch die Potsdamer Sportlereltern bei der Versorgung und die kostengünstige Lieferung eines schmackhaften Mittagessens durch den Spargelhof Klaistow ausreichend gestärkt ihre Wettkämpfe bestreiten. Jeweils für einen halben Tag betätigte sich in gewohnter Weise ein wechselndes Elternteam im Küchen- und Speisezelt. Am Samstagnachmittag waren die Elternteile von Ben Hanisch, Arthur Kowalski und Hannes Müller für die Speisen- und Getränkeversorgung zuständig. 

Günter Welke

KC Potsdam und KV Brandenburger Adler bei Landesmeisterschaften am erfolgreichsten 

Bei der 28. Auflage der Landesmeisterschaften Kanu-Rennsport vom 01. bis 03. Juni in Brandenburg an der Havel stellten der Kanu-Club Potsdam im OSC (58 Teilnehmer), der KV Brandenburger Adler (41), der Rathenower WSV 1922 Kanu (28) sowie die Kanuabteilungen von WS PCK Schwedt (28) und SV Stahl Finow (26) die zahlenmäßig stärksten Aufgebote. Für den KV Brandenburger Adler starteten die 13/14-jährigen Paddeltalente (Schüler A) aus elf Brandenburger Vereinen, vorrangig vom Landesstützpunkt Potsdam. 

Insgesamt waren 276 Nachwuchssportler/-innen aus 16 Brandenburger Vereinen/ Renngemeinschaften beteiligt. Dass die Meisterschaften ganz im Zeichen des jüngeren Nachwuchses standen, wurde an der Anzahl der ausgetragenen Finalrennen sichtbar.

Allein 37 Mal wurden in den Endläufen die Medaillen im Schüler B-Bereich vergeben und 26 Mal kämpften die Schüler A um Titel und Medaillen. Zudem wurden noch 18 Landesmeister/-innen-Mehrkampftitel im Schülerbereich (10 x Schüler B und 8 x Schüler A) vergeben. Dem standen 16 Finalrennen im Jugend- und 9 Endläufe im Juniorenbereich gegenüber. 

Die meisten Siege verbuchten KC Potsdam (34) und KV Brandenburger Adle (29)

Als erfolgreichste Mannschaften erwiesen sich im Ergebnis der Rennen und Mehrkämpfe der Kanu-Club Potsdam im OSC mit insgesamt 34 Siegen und weiteren 32 Medaillen sowie der KV Brandenburger Adler mit 29 ersten Plätzen und 49 weiteren Medaillen. Wobei für den KV Brandenburger Adler ausschließlich Sportler/-innen der Altersgruppe Schüler A aus mehreren Brandenburger Vereinen starteten.

Die Mannschaftswertung im Mehrkampf der Schüler A konnte der KV Brandenburger Adler (KV BA) eindeutig zu seine Gunsten entscheiden. Bei den Schülern B  belegten der KC Potsdam (Jahrgänge 2007 und 2008) und  WS PCK Schwedt (Jahrgang 2006) die ersten Plätze. 

Erfolgreichste Sportler/-innen des KV Brandenburger Adler und des KC Potsdam

Im Hinblick auf die in drei Wochen ebenfalls auf dem Beetzsee stattfindenden Ostdeutschen Meisterschaften scheint der Brandenburger Kanunachwuchs gut vorbereitet zu sein. Das stellten u.a. die Mehrkampf-Landesmeister Joeline Böhm, Florin Bange, Hannes Müller, Emma Heu  und Leon Michael Reckzeh (alle KV BA), die auch im Boot überzeugende Siegleistungen vollbrachten, eindeutig unter Beweis. Aber auch solche Paddeltalente der Jahrgänge 2006 bis 2008 wie Milo Kaiser Bruno Spangenberg,  Mika Francke, Luise Engel, Matjew Genrich, Max Anders, Philina Weindl (alle KC Potsdam) demonstrierten vorbildliche Einsatzfreude und beachtliches Können. 

Dank an Sportlereltern

Ein herzliches Dankeschön den fleißigen Sportlereltern, die mit ihrer liebevoll zubereiteten Verpflegung für das leibliche Wohl der Nachwuchssportler vom Landesstützpunkt Potsdam sorgten und damit zu deren körperlicher Fitness beitrugen.

Günter Welke

dutzende Boote – eine Tradition:

Was für eine Energie im Wasser…

Eine gute Tradition möchte gepflegt werden. Und so strömten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Teams in den Potsdamer Luftschiffhafen, um sich im sportlichen Wettstreit mit anderen zu messen. Neben sportlichen Höchstleistungen gab es aber auch einige freudige Überraschungen für den Kanu-Club Potsdam

War das Wetter im letzten Jahr noch herbstlich frisch, so gab die Sonne in diesem Jahr alles um die 22. Potsdamer Energie und Wasserspiele zu einem rundherum freudigen Ereignis zu machen. Insgesamt 36 Teams stellten sich der Herausforderung, den Zehner- oder Zwanzigercanadier möglichst schnell über die knapp 200m lange Wettkampfstrecke zu bewegen. Bei allem Ehrgeiz kein leichtes Unterfangen, auch wenn im Vorfeld fleißig trainiert wurde. Das Adrenalin spornt so Manchen zu Höchstleitungen an, die für die Anderen im Boot überraschend kommen.

Im Rennen der Betriebe setzten sich letztlich die „Statt-Indianer“ vor den „VIC-Inger – Piratende Ingenieure“ und dem Boot von SUNfarming durch. Das Rennen der Vereine gewann das Team „Käpt’n Kralles Amtsgaleere“ mit Staatskanzlei-Staatssekretär Thomas Kralinski an Bord vor „Team #Friedrichwählen und den „Fichten-Jets“. Bei den Förderern gewann „Red Snapper“, bei den Frauen die „Wassernixen“. Das Rennen der Parteien und der Wirtschaft im 20iger Canadier konnte die SPD für sich entscheiden.

Aber auch die jüngsten des Kanu-Clubs Potsdam konnten den vielen Gästen der Wasserspiele zeigen, was sie schon können. So zeigten sich Matwej Genrich und Nils Fröhling sowie Milo Kaiser als die schnellsten der beiden Kükenrennen.

Für freudige Überraschungen sorgten die Ostdeutsche Landesbausparkasse (LBS) sowie Frank Fahland. Der Vorstandvorsitzende der LBS Werner Schäfer übergab feierlich eine Scheck über 5000€, um damit die langjährige Unterstützung des Fördervereins fortzuführen. Frank Fahland als Inhaber der gleichnamigen Bäckerei verkaufte kräftig sein Kanubrot, das einst zur Unterstützung des KCPs kreiert und kürzlich wieder ins Programm genommen wurde. Als kleine Überraschung kündigte er an, dass der gesamte Erlös der Verkäufe an diesem Nachmittag seinen beiden Schützlingen Annika Loske und Ophelia Preller sowie dem Kanu-Club zu Gute kommt.

Insgesamt waren die Wasserspiele wieder hervorragend von Andreas Gerlach und seinem Team organisiert, so dass es zu keinerlei Verzögerungen kam. Dies war gerade an diesem Tag besonders wichtig, spielte die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft am späten Nachmittag ihr erstes Gruppenspiel bei der WM in Russland, wodurch die Wasserspiele extra um zwei Stunden nach vorn verlegt worden waren.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, Gästen, Sponsoren und Helfern für ihre Teilnahme an den diesjährigen 22. Potsdamer Energie und Wasserspielen und freuen uns schon jetzt auf die 23. Ausgabe im Jahre 2019!

Ronald Verch