Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Lange wurde im Vorfeld trainiert, alle waren bis in die Haarspitzen motiviert. Mitte Juni war es endlich soweit, die 23. Potsdamer Energie- und Wasserspiele standen auf dem Programm. Bei guten Bedingungen für sportliche Höchstleistungen wurde die Havel vor dem Potsdamer Luftschiffhafen von den zahlreichen Teams zum Kochen gebracht. Ein Highlight war sicher das Rennen der Botschaften, welches die Ukraine für sich entscheiden konnte. Alle Ergebnisse und Bilder hier in der Kanuspitze!

Aber auch unsere Topathleten lagen im Juni bei den heißen Temperaturen nicht faul in der Hängematte. In Minsk standen die 2. European Games an. Zweimal Silber und einmal Bronze hieß es am Ende für die Potsdamer Kanutinnen und Kanuten. Eine Zwischenstation auf dem Weg zu den diesjährigen Weltmeisterschaften in Szeged. Bilder und O-Töne der Medaillengewinner lest ihr hier!

Eine alte Dame wurde im Juni 50 Jahre alt. Und man sieht es ihr nicht an, wurde die Regattastrecke in Brandenburg an der Havel in den letzten Jahren doch modernisiert und umgebaut. Bei einen feierlichen Festakt wurde dieses Jubiläum begangen und die Brandenburger Prominenz aus Politik und Wassersport war mit dabei. Wir natürlich auch, hier die Bilder und einige Eindrücke!

Einer der in Brandenburg auch viele Regatten bestritten hat ist Uwe Madeja, seines Zeichens Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von 1980 in Moskau. Michael Meyer hat sich mit ihm getroffen und über alte Zeiten gesprochen.

Olympia in Moskau ist bald 40 Jahre her, Tokio 2020 steht kurz bevor. Das Land Brandenburg hat sein Team-Tokio aus vielen aussichtsreichen Kandidaten des Brandenburger Sports nominiert. Mit dabei natürlich auch unsere Kanutinnen und Kanuten.

Abitur mit 1,0 , das schaffen nicht viele. Der ehemalige Kanute Florian Kühn schon. Gemeinsam mit Ophelia Preller und Eric Trocha hat er in diesem Jahr das Abitur abgelegt. Im Juni gab es die ersehnten Abschlusszeugnisse. Günter Welke war mit dabei.

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen gern über info@kanuteamwork.de

„Sport frei"

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

Wenn „Indianer“ gegen „VIC-inger“ fahren- 23. Energie - und Wasserspiele im Kanu Club Potsdam

Windstill und um die zwanzig Grad, nahezu das perfekte Wetter für sportliche Höchstleistungen im Kanuboot. Diese Bedingungen fanden die Teilnehmer aus 32 Mannschaften bei den 23. Energie- und Wasserspielen vor. Am vergangenen Sonntag bereiteten zahlreiche Helfer und Steuerleute des Kanu Clubs Potsdam zum wiederholten Male ein gelungenes Event für alle die, denen es weder an Spaß noch an Ehrgeiz im Paddelsport mangelte.Aber auch unsere Topathleten lagen im Juni bei den heißen Temperaturen nicht faul in der Hängematte. In Minsk standen die 2. European Games an. Zweimal Silber und einmal Bronze hieß es am Ende für die Potsdamer Kanutinnen und Kanuten. Eine Zwischenstation auf dem Weg zu den diesjährigen Weltmeisterschaften in Szeged. Bilder und O-Töne der Medaillengewinner lest ihr hier!

Zur Eröffnung richteten Oberbürgermeister Mike Schubert, Frau Dr. Karin Sadowski vom Hauptsponsor der Veranstaltung EWP, das Mitglied des Vorstandes des Fördervereins des KCP Andreas Gerlach und natürlich der Vorsitzende des Kanu Clubs Potsdam Torsten Gutsche begrüßende Worte an alle Teilnehmer und Besucher. 

Den sportlichen Anfang des Tages machten die Mannschaften von 5 Botschaften und einem Generalkonsulat im Rennen der Botschaften. Nach einem Jahr Pause freute sich auch Herr Hikmet Güvenc, federführender Organisator dieses Rennens und Mitglied der türkischen Botschaft, wieder ein Teil der Energie- und Wasserspiele sein zu können. Nach einem bereits knappen Vorlauf konnte letztlich auch im großen Finale das Team der ukrainischen Botschaft  den Sieg für sich verbuchen. Dieser wurde entsprechend euphorisch gefeiert und auch die Zweit- und Drittplatzierten der Botschaft von Rumänien und des„Team Embassy-Cup e.V.“ stimmten auf der Bühne mit in die Siegesgesänge ein.

Trotz Anwesenheit des ersten Potsdamer Kanu-Olympiasiegers Jürgen Eschert, konnte sein Boot des Fördervereins den „Statt-Indianern“ (Mixboot der ILB und EWP) nicht ganz Paroli bieten und belegte somit den zweiten Platz im Rennen der Parteien und Wirtschaft vor dem drittplatzierten Team des „RIPAC-LABOR“ (RIPAC-LABOR GmbH). Auch Potsdams Oberbürgermeister Schubert ließ es sich nicht nehmen, sein Team der Landeshauptstadt Potsdam im Rennen der Förderer und Sponsoren tatkräftig zu unterstützen. Jedoch das Rennen machten Andere. Einmal mehr brillierten die „Statt-Indianer“ der EWP, gefolgt von den „Red Snappern“ der MBS und den „68igern“ rund um den KCP-Vorsitzenden Gutsche.

Im Rennen der Betriebe fanden die starken Vertreter der „Statt-Indianer“ ihren Meister im Team der „VIC-inger – Piratende Ingenieure 1“ (VIC GmbH) und mussten sich mit Platz 2 begnügen. Den dritten Rang erreichte die Mannschaft des Sportparks Luftschiffhafen. 

Moderator Christian Schmidt sorgte bei seinem Wasserspiel-Debüt für den nötigen Durchblick. Ebenfalls Premiere feierten die Damen des „TSC Potsblitz“ unter dem Decknamen „Kampfschnecken“ und die Mannschaft des Landessportbundes Brandenburg, besser bekannt als die „Verwaltungshaie“.

Leider gab es nicht genügend Anmeldungen für ein reines Frauenrennen, über welches sich die Veranstaltung im kommenden Jahr aber hoffentlich wieder freuen darf. Somit kämpfte der TSC tapfer gegen die anderen gemischten Vereinsboote. Im großen A-Finale verwies das Team „PreussenKanu“ (Preussen-Kanu im OSC e.V.) den „Fichten Jet“ (SG Fichtenwälder e.V.) und die „Seesterne“ (WSG Stern-Gluckstraße e.V.) auf die Plätze 2 und 3.

Interessierte Beobachter der spannenden Wettkämpfe waren zum Beispiel Kanugrößen wie Olympiasieger Ronald Rauhe und Jan Vandrey. Der als Stegkoordinator fungierende Olympiateilnehmer Stefan Kiraj, sowie die erst kürzlich in das „Team-Tokio“ berufenen Canadierspezialistinnen Annika Loske und Ophelia Preller, leisteten ihren Beitrag für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. 

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Helfer und Organisatoren, ohne die ein solches Event nicht möglich wäre. Ebenso gilt der Dank ,neben dem Hauptsponsor der EWP, unseren Unterstützern der AOK, der Mittelbrandenburgischen Sparkasse und der „Deutschen Bahn“. 

Über eine weiterhin ansteigende Teilnehmerzahl würde sich der gesamte Verein im kommenden Jahr sehr freuen. Neben den Kükenrennen (dieses Mal wegen einer Regatta ausgefallen) ist in Kooperation mit den Schulen auch die Wiederbelebung des Schulrennens geplant.

Also, nur nicht wasserscheu sein, kommen Sie vorbei oder steigen Sie sogar ins Boot. Es erwarten Sie spannende Wettkämpfe, interessante Begegnungen mit Größen des Kanusports und für das leibliche Wohl wird natürlich auch rundum gesorgt.

Auf ein Neues im Olympiajahr 2020!

Text: Clara Thieme und Günter Welke

Die Ergebnisse im Überblick

Rennen der Vereine - Pokal der Mittelbrandenburgischen Sparkasse

  1. Preussen-Kanu im OSC Potsdam                 Steuermann: Kai Hildebrandt
  2. Fichten-Jet (SG Fichtenwalde)                     Steuermann: Bennet Weiß
  3. „Seesterne“                                                  Steuermann: Hannes Müller

Rennen der Betriebe - Pokal der Energie-und Wasserversorgung Potsdam

  1. VIC-inger-Piratende (Ingenieure I)                Steuermann:   Felix Lademann
  2. Statt-Indianer                                                Steuermann:  Ole Jacob
  3. „Seesterne“                                                  Steuermann:  Hannes Müller

Rennen Parteien und Wirtschaft - Pokal der Energie-und Wasserversorgung Potsdam (20er Canadier)

  1. Statt-Indianer                                                Steuermann:   Tom-Lucas Hinz
  2. Sponsoren des KC Potsdam                         Steuermann:   Wolfgang Lange
  3. Die 68er                                                        Steuermann:   Kai Hildebrandt

Rennen der Förderer und Sponsoren - Pokal der AOK Nordost

  1. Statt-Indianer                                                Steuermann:   Magnus Böhmert
  2. RedSnapper                                                  Steuermann:   Bennet Weiß
  3. RI PAC-LABOR                                             Steuermann:   Anton Regorius

Rennen der Botschaften

  1. Ukraine                                                          Steuermann:   Tibor Gescö
  2. Rumänien                                                      Steuermann:   Ian Ross
  3. Team Embassy-Cup e.V.                              Steuermann:   Erik Etlich

 

Zweite Auflage der European Games in Minsk

Nachdem die European Games im Jahr 2015 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku ihre Prämiere feierten, war nun Minsk die Austragungsstädte der zweiten Auflage der Olympischen Spiele Europas. Während sich gerade die Gastgeber in Topform präsentierten, war die Nationalmannschaft des Deutschen Kanu-Verbands im langfristigen Leistungsaufbaus auf den sportlichen Höhepunkt des Jahres. Nichtdestotrotz gab es drei Medaillen für den KC Potsdam. 

Zweimal Silber und einmal Bronze! So lautet die Potsdamer Bilanz der European Games in der Weißrussischen Hauptstadt Minsk. Für die erfolgsverwöhnten Potsdamer Kanuten hört sich dies im ersten Moment vielleicht wie eine Ernüchterung an, vor dem Hintergrund des langfristigen Leistungsaufbau hin zur Weltmeisterschaft in Szeged und der dort stattfinden Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo jedoch kein Grund zur Panik.

Ronald Rauhe und seine Crew des Deutschen Herren-K4 waren nach den Siegen bei den Weltcups in Poznan und Duisburg natürlich auch auf dem Zaslavl Regatta Course die großen Favoriten über die olympische 500m-Distanz. Nach optimalen Bedingungen mit warmen Temperaturen und Rückenwind am Dienstag, wartet der gestrige Finaltag mit kühleren Temperaturen und einer steifen Briese auf. „Die Bedingungen waren heute natürlich eine Herausforderung“ sagt Ronny nach dem Rennen. „Da wir bis zum Wettkampf ran trainiert haben, hat uns für den heutigen Gegenwind doch ein wenig die Frische gefehlt. Vielleicht hätten wir bei ruhigeren Bedingungen das Ding nach Hause gefahren“. So ging der Sieg nach starkem Schlussspurt an das russische Boot, der Deutschland-K4 gewann Silber, Bronze ging an die Slovakei.

Franziska John erlebte in Minsk Höhen und Tiefen. Nachdem sie mit dem Damen-K4 über 500m den vierten Platz belegte, gab es zum Abschluss der Wettkämpfe die Silbermedaille gemeinsam mit Tina Dietz im K2 über die 200m-Sprintstrecke.

Sebastian Brendel war mit seinem Abschneiden in Minsk zufrieden. Als Titelverteidiger von 2015 angereist, gewann er diesmal die Bronzemedaille hinter dem Polen Tomasz Kaczor und dem Russen Kirill Shamahurin. „Im Großen und Ganzen freue ich mich eine Medaille gewonnen zu haben“, erzählt Basti und ergänzt, „trotz der schweren Bedingungen im Finale kann ich mit meinem Rennen zufrieden sein. Es war eine weitere Standortbestimmung auf dem Weg zur Weltmeisterschaft“.

Hier findet ihr zwei Zusammenfassungen der beiden Finaltage. Mit dabei die Potsdamer Medaillengewinner:

Sebastian Brendels Fahrt zu Bronze

Ophelia Preller fuhr leider knapp an einer Medaille vorbei. Im Zweiercanadier der Damen über 500m belegten sie mit ihrer Berliner Partnerin Lisa Jahn einen sehr guten vierten Platz. Ein Ergebnis, welches die Hoffnungen auf die Teilnahme einer Potsdamer Canadierfahrerin an der olympischen Prämiere dieser Disziplin in Tokio weiter steigen lässt.

Die weiteren Potsdamer Platzierungen:

Conny Waßmuth        12. Platz K1 500m

Timo Haseleu             11. Platz K1 200m

Jan Vandrey              6. Platz im Semi-Finale C1 200m

Tamas Gecsö             8. Platz im Semi-Finale K1 1000m

Franzis und Ronnys Fahrt zu Silber

Nachhaltige Party zum 50-jährigen Bestehen der Regattastrecke Beetzsee

Zum 15.06.2019 hatten das Land und die Stadt Brandenburg etwa 300 Gäste eingeladen, um das fünfzigjährige Bestehen der Regattastrecke in feierlicher Form zu begehen und an die ereignisreichen Sportereignisse  zu erinnern, die in fünf Jahrzehnten auf dem Regattagelände stattfanden.Sowohl die Stadtverwaltung als auch die Verantwortungsträger der Landesregierung und des Landessportbundes hatten keine Anstrengungen und Mühen gescheut, um vor allem für diejenigen, die das Geschehen auf der traditionsreichen Sportstätte nachhaltig beeinflusst und begleitet haben, einige erinnerungsträchtige  und nachhaltige Stunden in Würdigung der erbrachten Leistungen zu gestalten. Allein die Anwesenheit zahlreicher namhafter Persönlichkeiten aus Politik und Sport unterstrich die Wertschätzung dieser Veranstaltung in der Öffentlichkeit.

Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller konnte neben dem Schirmherrn der Jubiläumsparty, Ministerpräsident Dietmar Woidke, ebenso die Landesministerin für Bildung, Jugend und Sport  Britta Ernst als auch den Präsidenten des Deutschen Kanu-Verbandes Thomas Konietzko  und den Vizepräsidenten des Deutschen Ruderverbandes Dag Ganzglock sowie Dajana Pefestorff und Ralf Holzschuher als die Präsidenten der Landesverbände Kanu bzw. Rudern und Christian Braune als Vertreter des Landessportbundes willkommen heißen. Die nach wie vor erfolgreichste deutsche Olympiateilnehmerin und Ehrenbürgerin der Stadt Brandenburg Birgit Fischer wurde als Kanulegende gleichermaßen herzlich begrüßt wie die mehrfache Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Rudern Kathrin Boron. 

Ministerpräsident Woidke würdigt ehrenamtliche Tätigkeit 

Während  seiner kurzen Rede im großen Festzelt betonte Ministerpräsident Woidke: „Ich bin heute sehr gern hergekommen, denn die Sportstätte am Beetzsee hat die Stadt und das Land Brandenburg überall dort bekannt gemacht, wo man sich für Wassersport begeistert.“ In diesem Zusammenhang betonte er die besondere Rolle, die dabei die beiden anwesenden Sportlerinnen Birgit Fischer und Kathrin Boron aufgrund ihrer sportlichen Erfolge spielten. Andererseits verwies er auch darauf: „Spitzensport geht nicht ohne Breitensport und umgekehrt“ und lobte, dass das Regattateam Brandenburg Beetzsee und der Havelregattaverein mit ihrem ehrenamtlichen Engagement bei der Ausrichtung von Regatten unterschiedlichster Art nachhaltig unter Beweis stellten, wie das hier in der Havelstadt funktioniert.

Die Vertreter beider Dachverbände des Wassersports, Konietzko für Kanu und Ganzglock für Rudern, versicherten den Anwesenden, dass die Regattatrecke Beetzsee eine hohe Wertschätzung innerhalb ihrer Sportart geniest. 

DKV-Präsident Konietzko lobt Leistungsstärke der Potsdamer Rennkanuten

„Duisburg und Brandenburg stellen in Deutschland die beiden Hochburgen für Kanuveranstaltungen dar“, stellte Thomas Konietzko fest. Im gleichen Atemzug versicherte er, dass in absehbarer Zeit, die Ausrichtung eines Weltcups Kanu-Rennsport auf dem Beetzsee möglich sei. Und in Bezug auf die Leistungsfähigkeit der Brandenburger Rennkanuten, bewertete er den Kanu-Club Potsdam im OSC gar als den ‚FC Bayern des Kanusports in Deutschland‘. Wenn das kein Kompliment ist! Sicherlich aber auch im gewissen Sinn eine Bürde und Verpflichtung. Andererseits hob der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes das beispielhafte Engagement aller ehrenamtlichen Kräfte in Brandenburg hervor, ohne deren Wirken weder die sportlichen Leistungen noch der reibungslose Verlauf auszurichtender Veranstaltungen denkbar wären.

Hohe Ehrung für LKV-Ehrenpräsident Manfred Schubert

Durch Jongleureinlagen  und eine Gesprächsrunde mit Veteranen des Wassersports, bei der Erinnerungen an die Entwicklung der Regattastrecke zur Sprache kamen, wurde die Geburtstagsparty aufgelockert.Dem folgte ein nächster Höhepunkt: Mit Manfred Schubert (Kanu) und Hartmut Duif (Rudern) wurden zwei verdienstvolle Sportfreunde in Würdigung der Leistungen für die Entwicklung ihrer Sportart mit der Ehrenplakette des Landessportbundes Brandenburg geehrt. Nach der Laudatio durch LKV-Präsidentin Dajana Pefestorff für den Ehrenpräsidenten des LKV Brandenburg Manfred Schubert und Übergabe der Auszeichnung gab es spontan stehenden und anhaltenden Beifall aller Partygäste. 

Mit einem gemeinsamen Foto der Veranstaltungsgäste auf der Tribüne der Regattastrecke und einem bildlichen Rückblick auf vergangene Ereignisse an der Rennstrecke wurde am Spätnachmittag der offizielle Teil  der 50-jährigen Geburtstagsparty abgeschlossen.

Mehrwöchige Ausstellung in der Johanniskirche

Am 29.06. wird  um 10.00 Uhr mit einer weiteren Veranstaltung die Ausstellung „50 Jahre Regattastrecke Beetzsee“ in der Brandenburger Johanneskirche eröffnet. Hier wird über einen Zeitraum von mehreren Wochen in Wort und Bild ein Einblick in die Entwicklungsgeschichte der Regattastrecke gewährt, die mit ausgewählten Exponaten anschaulich dokumentiert wird.

Text: Günter Welke

Was macht eigentlich … Uwe Madeja?

In der über 50-jährigen Erfolgsgeschichte des Kanu-Clubs Potsdam gab es viele Athletinnen und Athleten, die zu ihrer Zeit zur internationalen Paddel-Spitze zählten. Inzwischen ist es meist ruhiger um sie geworden. Da taucht schon mal die Frage auf, wie es ihnen heute geht. Beispielsweise Uwe Madeja. 

Uwe Madeja sitzt entspannt an seinem Schreibtisch in der Berliner Vorstadt. „Ach, das ist ja alles schon so lange her“, sagt der Geschäftsführer des Finanzdienstleisters „Transfer“ bescheiden. Dabei schrieb der Potsdamer, der im Februar dieses Jahres seinen 60. Geburtstag feierte, einst DDR-Sportgeschichte mit: Zusammen mit seinem Magdeburger Schlagmann Olaf Heukrodt gewann Uwe Madeja 1980 in Moskau Olympia-Silber und damit die erste internationale Medaille für einen Zweiercanadier aus der DDR. Zuvor hatten lediglich die C1-Spezialisten Jürgen Eschert als Olympiasieger 1964 in Tokio sowie Albrecht Müller als WM-Dritter 1963 und Klaus Zeisler als zweifacher WM-Zweiter von 1974 für Medaillenglanz im Indianerboot gesorgt, während die Kajak-Asse der DDR von Erfolg zu Erfolg paddelten. Die Zweiercanadier aber waren immer medaillenlos geblieben – bis  Heukrodt/Madeja in Moskau-Krylatskoje den Bock um stießen und über 1000 Meter als Zweite hinter den Rumänen Ivan Patzaichin/Toma Simionov durch das Ziel rauschten. Uwe Madeja kann sich immer noch bestens an jenen Endlauf Anfang August 1980 erinnern: „Bei strömendem Regen sind die Rumänen immer vorneweg gepaddelt, während wir nach 500 Metern noch Siebenter und nach 750 Metern Sechster waren. Dann aber hat Olaf Heukrodt wie ein Wilder losgelegt und ich habe mitgemacht, so dass wir am Ende nur noch eine halbe Bootslänge Rückstand zu den Siegern hatten. Das war schon gigantisch, und unsere Silbermedaille war ein toller Erfolg.“

Für den der Potsdamer zuvor viel Hartnäckigkeit beweisen musste. Zu Hause in Finowfurt hatte sich der gebürtige Berliner schon in mehreren Sportarten ausprobiert, im Schwimmen und beim Leichtathletik-Zehnkampf beispielsweise, ehe er es bei den Kanuten des heimischen Stahl Finowfurt wissen wollte. „Ich musste dort mehrmals anfragen, ob ich nicht mitpaddeln kann, und wurde schließlich von Trainer Lutz Bertram gleich als Linksfahrer zu Rechtsfahrer Ronald Sägebarth in den Canadier geschickt“, erinnert sich Uwe Madeja an seinen Anfang 1973. „Beim ersten Einstieg ins Boot bin ich ins Wasser gefallen – danach aber nie wieder. Selbst nicht viel später im Trainingslager im jugoslawischen Šibenik, als wir bei drei Meter hohen Wellen auf der Adria paddelten.“

Schon 1974 kam der talentierte Bursche nachträglich auf die Kinder- und Jugend-Sportschule nach Brandenburg (Havel) und unter die Fittiche des Trainers Dietmar Grupe, im gleichen Jahr wurde das neue Duo auf Anhieb DDR-Jugendmeister im C2. Im Jahr darauf avancierte Madeja im Einer- und mit Sägebarth im Zweier-Canadier zum vierfachen DDR-Spartakiadesieger, „und ab 1976 war ich dann komplett in Potsdam“, so Uwe Madeja, dessen Trainer im Luftschiffhafen jetzt Manfred Schubert hieß und der nun zu den DDR-Olympiakadern zählte. „Weil ich mich 1977 nicht für die Junioren-Europameisterschaften qualifizieren konnte, flog ich wieder aus der Nationalmannschaft“, erzählt der Potsdamer. Aufgeben kam für ihn aber nicht in Frage. „Ich habe 1978 den ganzen Sommer allein trainiert, und als ich dann bei den DDR-Meisterschaften im Einer über 1000 Meter nur zwei Zehntelsekunden hinter Hans-Jürgen Tode aus Rostock Zweiter wurde, war ich wieder Olympiakader.“ So war Madeja auch dabei, als im vorolympischen Jahr 1979 die 16 besten DDR-Canadierfahrer in Potsdam zusammengefasst wurden. „Das wurde ein gnadenloser Konkurrenzkampf, bei dem viele auf der Strecke blieben. Ich aber habe mich durchgebissen“, meint der Potsdamer, der daraufhin die harte Vorbereitung auf Olympia 1980 in Moskau begann. Nach ihrer Erfolgsfahrt auf der Moskwa holten sich Olaf Heukrodt und Uwe Madeja auch bei den Weltmeisterschaften 1981 in Nottingham im 1000-Meter-Zweier Silber hinter Patzaichin/Simionov, im Jahr darauf bei den WM in Belgrad wurde das Duo auf der gleichen Distanz Dritter. 

1984 hatte sich Madeja von den Ergebnissen her erneut für die DDR-Olympiamannschaft qualifiziert, „dann aber wurden politische Entscheidungen gegen mich getroffen“, so der Potsdamer. Daher war er vom anschließenden Olympia-Boykott der DDR persönlich nicht so hart betroffen wie viele andere Sportler. Als er jedoch im Fernsehen Ulrich Eicke aus Wuppertal in Los Angeles zum 1000-Meter-Olympiasieg paddeln sah, „da dachte ich: Gegen den hätte ich wohl reelle Chancen gehabt“, erzählt Uwe Madeja, der 1985 in Mechelen mit seinem Potsdamer Klubkameraden Ulrich Papke noch einmal zu WM-Bronze paddelte. Diesmal im 500-Meter-Finale, „und auch das war ein Novum, denn wir gewannen damals die erste Medaille im C2 auf der kurzen Distanz für die DDR“, erinnert er sich. „1986 drängten dann junge Leute nach, beispielsweise Ingo Spelly.“ So entschied sich Uwe Madeja 1987, das Stechpaddel in die Ecke zu stellen. „Ich hatte mein Sportstudium an der DHfK Leipzig praktisch abgeschlossen und habe ab Herbst tagsüber beim ASK eine Gruppe von neun Mädchen der 9. und 10. Klasse trainiert und nachts dann meine Diplom-Arbeit geschrieben.“

Die Arbeit als Coach sah vielversprechend aus, zumal Uwe Madeja 1987 zugleich Jugend-Nationalmannschaftstrainer für die Kajak-Mädchen und im Jahr darauf – als er im Luftschiffhafen Canadier-Nachwuchs betreute – für die jungen Canadiertalenter war. Mit der politischen Wende aber war die gerade erst begonnene Karriere als Coach schon wieder zu Ende. „Ich wurde nicht als Trainer übernommen, und da es auch im Schuldienst kaum Möglichkeiten gab, habe ich total umgesattelt.“ Der einstige Erfolgs-Kanute wurde ab 1991 ein erfolgreicher Finanzdienstleister. Er meldete ein Gewerbe dafür an, machte 1994 an der Industrie- und Handelskammer seinen Abschluss als Versicherungsfachmann und drei Jahre später auch als Versicherungskaufmann. Da hatte er bereits die Firma „Transfer“ übernommen, die er seitdem besitzt und leitet. 

„Ich arbeite viel und bin zufrieden“, sagt der Familienvater, der mit seiner zweiten Frau Andrea in Neu Fahrland daheim ist. Sohn Benjamin aus seiner ersten Ehe mit der einstigen Schwimm-Olympia-Achten Silvia Rinka ist inzwischen ebenso aus dem Haus und selbst beruflich erfolgreich wie Marten, den Andrea mit in die Patchwork-Familie brachte. „Es ist alles ein bisschen ruhiger geworden“, befindet Uwe Madeja, der sich noch drei-, viermal pro Woche auf dem Ergometer sowie mit Joggen und Krafttraining fit hält. Ins Kanu drängt es ihn seit langem nicht mehr, seiner einstigen Sportart aber fühlt er sich als persönliches Mitglied des Fördervereins des Kanu-Clubs Potsdam weiter verbunden. Denn obwohl es schon lange her ist, resümiert Uwe Madeja: „Das ist ja auch mein Leben gewesen.“

Text: Michael Meyer 

 

Berufung des Team-Tokio 2020 des Landes Brandenburg

Am 12.Juni wurden in der Investitionsbank Brandenburg in der Nähe des Potsdamer Hauptbahnhofes feierlich die Berufungsurkunden des gemeinsamen „Team Tokio – Land Brandenburg“ des Landessportbundes, der Sporthilfe und des Landes Brandenburg verliehen. Mit dabei sind auch elf Sportlerinnen und Sportler des KC Potsdam sowie deren Trainer.

Die Zeichen stehen langsam wieder auf Olympia, auch im Land Brandenburg, welches sich gerne als Sportland präsentiert. Damit der große Traum von der Olympiateilnahme und vielleicht auch der vom Medaillengewinn war werden kann, bedarf es viel Trainingsfleiß aber auch die entsprechende Unterstützung, damit sich die Athletinnen und Athleten voll und ganz auf ihren Weg in die japanische Hauptstadt konzentrieren können.

Das Land Brandenburg, der Landessportbund sowie die Sporthilfe des Landes berufen daher seit 1995 in Vorbereitung auf die jeweiligen Olympischen Sommerspiele ein gemeinsames Förderteam und den Sportlerrinnen und Sportlern diese Unterstützung zukommen zu lassen. Unter den insgesamt 60 berufenen Athleten befinden sich elf Kanutinnen und Kanuten des KC Potsdam, sowie ihre drei Trainer. Es sind Franziska John, Conny Waßmuth, Annika Loske, Ophelia Preller bei den Damen und Sebastian Brendel, Ronald Rauhe, Jan Vandrey, Stefan Kiraj, Tamas Gecsö, Timo Haseleu, Felix Frank bei den Herren. Ralph Welke, Arndt Hansich und Jirka Letzin wurden als verantwortliche Trainer ins Team berufen. 

Für Tamas Gecsö war es ein besonderer Abend. „Allein diese Berufung ist schon eine Ehre“, sagte der gebürtige Ungar, der  nach seiner Einbürgerung 2017 nun die Chance sich im Trikot mit dem Bundesadler den Traum von Olympia zu erfüllen. „Sie gibt Extra-Motivation, um dann tatsächlich auch in Tokio dabei zu sein.“ Und für Ophelia Preller, für die ein Start im Land der aufgehenden Sonne ebenfalls eine Premiere wäre, fügt hinzu:. „Die Canadier-Frauen starten in Tokio erstmals bei Olympia. Das ist für mich eine Superchance. Mit der Nominierung in das Team Tokio spüre ich aber auch den wachsenden Druck. Wir müssen im August bei der WM erst einmal die Quotenplätze für Olympia holen.“ Außerdem reizt sie natürlich die Reise ins ferne Japan. „Das ist ja ein ganz anderer Kontinent.“

Wir drücken allen Sportlerinnen und Sportlern, die ins „Team Tokio – Land Brandenburg“ berufen wurden, aber auch allen anderen Kanuten des KC Potsdam, die vielleicht noch für eine Überraschung gut sind, für ihren Kampf um die Startplätze bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio die Daumen!

 Text: Ronald Verch

 

Kanu-Sportschüler Florian Kühn mit Abi-Traumnote

Die feierliche Übergabe der diesjährigen Abiturzeugnisse der Sportschule Friedrich Ludwig Jahn am Vormittag des 07.06. im Potsdamer Nikolaisaal wurde in einer sehr emotionalen und ansprechenden Atmosphäre vollzogen. Mit Einbeziehung der Sportschüler/-innen in die Gestaltung des Geschehens hatte die Schulleitung ein gutes Gespür  unter Beweis gestellt. Bei manchem der älteren Teilnehmer an der Veranstaltung, egal ob Eltern oder Großeltern,  wurden im Verlaufe der Prozedere sicherlich Erinnerungen an die eigene Schulvergangenheit und Stolz auf die Leistungen ihrer Sprösslinge geweckt. Das Letztere ist gewiss nicht unberechtigt.

Einen überaus Respektablen Notendurchschnitt gab es in dem Abitur-Jahrgang an der Sportschule Friedrich Ludwig Jahn, konnte doch die Schuldirektorin Dr. Iris Gerloff darauf verweisen, dass 71 von den diesjährigen 73 Absolventen mit ihren Prüfungsergebnissen die Hochschulreife erlangt haben. Zwei verabschiedeten Sportschülern wurde die Fachschulberechtigung zuerkannt. Es spricht für die Unterrichtsqualität des Lehrpersonals und die Lernbereitschaft der Schüler, wenn 42% der Abiturienten in diesem Jahr einen Notendurchschnitt erreichten der unter 2,0 lag und acht Sportschüler/-innen auf eine Gesamtnote von 1,3 und besser gelangten. 

Drei Kanu-Sportschüler mit Eintrag in das Ehrenbuch der Sportschule

Nicht nur die anderen Potsdamer Kanu-Sportschüler/-innen, sondern auch alle am hiesigen Stützpunkt Kanu-Rennsport  trainierenden Athleten sind besonders stolz darauf, dass mit Florian Kühn einer aus ihren Reihen die Traumnote 1,0 vorweisen konnte. Ihm wurde ebenso die Ehre zuteil, sich in das Ehrenbuch der Sportschule eintragen zu dürfen, wie zwei anderen Kanusport ausübenden Sportschulabsolventen. So die im Juniorenalter auf internationaler Ebene erfolgreiche Canadierfahrerin Ophelia Preller sowie  der Kajakfahrer Eric Trocha, der sich in vorbildlicher Weise ehrenamtlich für Schulprojekte einsetzte. Der Förderkreis der Sportschule zeichnete Eric auf der Abiturveranstaltung für sein tatkräftiges Engagement bei der Unterstützung der Escola Sekundaria-Schule in Mozola (Mosambik) aus. Ein Projekt, mit dem seit bereits zwei Jahrzehnten das Solidaritätsgefühl seitens der Sportschüler/-innen mit Leben erfüllt wird. 

Besuch der Sportschule bedeutet für den Einzelnen Anerkennung und Verpflichtung

Es gibt somit zahlreiche Belege dafür, dass die Lehr- und Erziehungskräfte sowie die Lehrer-Trainer/-innen  der Potsdamer Sportschule und ebenfalls die Trainer/-innen der im Sportpark Luftschiffhafen etablierten Bundes- und Landesstützpunkte eine gewissenhafte und erfolgsorientierte Arbeit leisten. Dabei stehen nicht nur Ergebnisse und Leistungen im Mittelpunkt. Es wird ebenso nachhaltiger Einfluss auf  faires Verhalten und den gemeinschaftlichen Zusammenhalt der ihnen anvertrauten jungen Sportler/-innen ausgeübt. 

Text und Bilder: Günter Welke