Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Was für ein Sinnbild. Ein Olympiasieger steuert sichtbar vergnügt Mitglieder, Freunde, Unterstützer unseres Kanuclubs. Und Jan Vandrey war nicht der einzige der Erfolgreichsten des KCP an diesem Tag im Mannschaftskanu. Überzeugen Sie sich in unserer heutigen Fotostrecke zum Familientag, bei dem Geher-Olympiasieger Peter Frenkel und Kanu-Weltmeister Ronald Verch gemeinsam auf den Auslöser drückten. Im übrigen: Alle Kanus kamen  wieder an der Kanuscheune an. Trotz – oder bei uns besser: wegen Himmelfahrt… 

Ob Vatertag, ob Herrentag – der offizielle Feiertag zwischen 1. Mai und Pfingsten war in diesem Jahr binnen nur knapp dreier Wochen nicht der einzige Festtag unserer Kanufamilie. Kurz nach dem 2018 etwas verspäteten Spargelanstich luden am 7. Mai Antje und Ernst-August Winkelmann traditionell auf ihren Hof. Spargel satt hieß auch in diesem Jahr das Motto für eine Auswahl Aktiver, Trainer und Unterstützer, darunter gleich drei Minister der Landesregierung. 

Spargel bringt einen gesundheitlich voran. Das ist allgemein unbestritten. Bei der Wirkung auf die sportliche Leistung wird der eine oder andere für sich persönlich in diesem Frühjahr vielleicht doch die obligatorischen Winkelmannschen WM-Blaubeeren vorziehen. Denn nach zwei nationalen Qualifikationen und zwei Weltcups – besondere Gratulation an Annika Loske - ist Ende Mai die Goldbilanz unserer Athleten noch steigerungsfähig. Was, wann, wo und in bestimmten Rennen weshalb passierte, lesen Sie in unserer großen Leistungssport-Bilanz des Monats Mai. 

Bleiben noch zwei Annoncen: Andreas Gerlach ruft als Cheforganisator der diesjährigen Energie-Wasserspiele am 17. Juni in dieser Kanuspitze zur ultimativen Anmeldung. Und Günter Welke meldet sich als Nestor unter den Autoren nach einem Kuraufenthalt mit präziser Betrachtung der Nachwuchswettbewerbe gesund zurück.  

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen gern über

„Sport frei“

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

Vom Spargel zu den Heidelbeeren…

Die Leistungsklasse auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Portugal

Im Wonnemonat Mai werden die Weichen für das Sportjahr gestellt. Gespickt mit sportlichen Höhepunkten entscheidet sich bereits in diesen Frühlingstagen, ob sich die Trainingsqualen des Winters gelohnt haben. Nachdem im April bereits die erste Nationale Sichtung auf dem Programm stand, galt es im Mai beim zweiten Leistungstest in Duisburg seine Leistung zu bestätigen, oder auch seine Stärken erst so richtig zu zeigen. Danach ging es auch bei den Weltcups in Szeged und – wiederum – Duisburg um nichts anderes als um die Tickets zur Weltmeisterschaft in Portugal. Die Kanuspitze dokumentiert: 

zweite Nationale Qualifikation

Sebastian Brendel zeigte in Duisburg seine ganze Klasse und konnte sowohl seine Paradestrecke, die 1000m,  als auch das Rennen über 500m für sich entscheiden. Stefan Kiraj (jeweils 6. Platz) und Jan Vandrey (jeweils 7. Platz) wussten auch zu überzeugen. Über die 200m Sprintstrecke siegte dann Jan knapp vor Kiri.

Bei den Damen konnte sich Conny Waßmuth hervorragend präsentieren. Neben ihrem zweiten Platz über 200m erreichte sie einen 7. Platz über 500m. Tabea Medert belegte über 500m einen sehr guten fünften Platz, Saskia Regorius zeigte sich mit ihrem 6. Platz über 200m sprintstark. Olympiasiegerin Franziska Weber war prüfungsbedingt und aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen zur ersten Qualifikation für die zweite Sichtung freigestellt. Im Canadier-Bereich der Damen kam Annika Loske zu zwei zweiten Plätzen über 200 und 500m

Bei den Kajak-Herren überzeugten vor allem Tamas Gecsö (jeweils 5. Platz 500 und 1000m), Timo Haseleu (1. Platz 200m) und Felix König (2. Platz 200m). Ronny Rauhe fehlte in Duisburg krankheitsbedingt.

Insgesamt konnten sich nach Abschluss der nationalen Qualifikationen elf AthletInnen des KC Potsdam für die erweiterte Nationalmannschaft des DKVs für einen Start zum Heimweltcup in Duisburg qualifizieren. Tabea Medert, Saskia Regorius und Finn Eidam wurden aufgrund ihrer Leistungen in das Aufgebot für den 1. Weltcup des Jahres in der Kanuhochburg im ungarischen Szeged berufen. 

Weltcup in Szeged

Szeged bietet immer eine besondere Atmosphäre, pilgern die kanuverrückten Ungarn doch zu Tausenden an die Strecke in Ungarns Osten, die im kommenden Jahr 2019 Austragungsort der Weltmeisterschaften sein wird. So auch für unsere drei jungen AthletInnen, angeführt von Tabea Medert. Über 1000 m konnte sich die zweifache Vizeweltmeisterin des letzten Jahres nach einem couragierten Rennen die Bronzemedaille hinter den beiden Starterinnen aus Ungarn sicher. Über 500 m belegte sie im C-Finale den siebten Platz und blieb damit sicher in erster Linie den eigenen Erwartungen hinterher. Saskia belegte im B-Finale des K4 über 500 m ebenfalls den siebten Platz, im K2 über 500 m kam sie leider nicht über den Vorlauf hinaus. Finn konnte sich nach einem hervorragenden Semifinale in einem stark besetzten Feld im Einerkajak über 1000 m für das B-Finale qualifizieren und erreichte dort einen respektablen fünften Platz.

Weltcup in Duisburg

Voller Neugier reisten nicht nur die Potsdamer SportlerInnen zum deutschen Heimweltcup nach Duisburg. Wurde das Bundesleistungszentrum doch in den letzten anderthalb Jahren umgebaut und modernisiert und erst wenige Tage vor der Anreise der DKV-Nationalmannschaft übergeben. Der neue Glanz und die nun deutlich komfortableren Zimmer schienen die Damen und Herren zusätzlich zu motivieren, die Ergebnisse können sich jedenfalls sehen lassen.

Mit insgesamt zwei Goldmedaillen, einmal Silber und dreimal Bronze wussten die Potsdamer AthletInnen zu überzeugen. Im K4 über 500m gewannen Ronald Rauhe, Max Rendschmidt (KG Essen), Tom Liebscher (KC Dresden) und Max Lemke (WSV Mannheim Sandhofen) als amtierende Weltmeister vor dem starken Booten aus Ungarn und Russland und zeigten damit auch in dieser Saison ihre Stärke in dieser Bootsklasse. Annika Loske gewann nach einem aufregenden Rennen über 5000m ihre erste Goldmedaille bei einem Weltcup in der Leistungsklasse. Über 500m konnte sie zudem den fünften Platz belegen.

Sebastian Brendel erkämpfte sich nach einem arbeitsreichen Wochenende zwei Bronzemedaillen. Stieg er aufgrund einer Erkrankung des Berliners Conrad Scheibner kurzfristig in C2 1000m mit den Magdeburger Michael Müller (5. Platz), so belegte er jeweils über 1000m als auch über 500m den dritten Platz hinter dem siegreichen Tschechen Martin Fuksa und dem Brasilianer Isaquias Queiroz dos Santos. Stefan Kiraj und Jan Vandrey fuhren im C1 200m hinter dem siegreichen Russen Ivan Shtyl auf den Silber- und Bronzerang.

Franziska Weber und Conny Waßmuth waren nach ihrem Weltcup-Auftritt im K4 über 500m gemeinsam mit Sabrina Hering-Pradler (Hannoverscher KC 1921) und Steffi Kriegerstein (KC Dresden) zufrieden. Fuhren sie zwar knapp an der Bronzemedaille vorbei, so machte ihnen der Auftritt hinsichtlich von studiums- und verletzungsbedingtem Trainingsrückstand doch Hoffnung, sich im Jahresverlauf weiter zu steigern um dann zur Weltmeisterschaft den Angriff auf die Medaillen zu starten.

Stark präsentierten sich auch Felix König und Timo Haseleu. Beide starteten sie im K1 über 200m. Felix qualifizierte sich nach bärenstarken Semifinale für den A-Endlauf und belegte dort einen sehr guten siebten Platz. Timo gewann das C-Finale und zeigte dort, dass mit etwas Glück auch eine insgesamt bessere Platzierung möglich gewesen wäre. Gemeinsam starten die beiden dann im K2 über 200m und belegten dort knapp den vierten Platz, wobei sie nur eine Zehntelsekunde an der Bronzemedaille vorbei fuhren. Das macht Hoffnung für die weitere Saison.

Enttäuscht waren leider Ophelia Preller und Tamas Gecsö. Waren beide doch ebenfalls für den Weltcup nominiert, so mussten sie doch ihre Starts absagen. Ophelia konnte aufgrund von Schulterproblemen bereits das Trainingslager in Kienbaum nicht absolvieren. Für Tamas kam es fast noch bitterer. Nach vielversprechender Vorbereitung auf einen Start im K2 1000m mit Jacob Schopf (Köpenicker KC) musste er erst einen Tag vor dem Wettkampf die Segel streichen.

Mit den Ergebnissen im Rücken lautet das nächste Reise Ziel Belgrad. In der serbischen Hauptstadt finden vom 7.-10. Juni bereits die Europameisterschaften statt. Mit dabei ist dann auch wieder Tamas Gecsö. Der gebürtige Ungar konnte nach überstandener, kurzer Erkrankung nach Ende des Weltcups wieder zur EM-Vorbereitung nach Duisburg anreisen. Mit seinem Start im K4 über 1000m bekommt er nochmals die Chance sein Können zu zeigen. Alle anderen Potsdam AthletInnen wollen es ihm gleichtun. Wir drücken die Daumen!

Ronald Verch

Kanutenasse und Kaisergemüse:

Spitzentreffen in Klaistow bereits zum 8. Mal

Traditionen gilt es gerade in der heutigen Zeit zu pflegen. Nach erfolgreichem Abschluss der nationalen Qualifikationen nutzen unsere Förderer Antje und Ernst-August Winkelmann des Spargel- und Erlebnishofes in Klaistow die Gelegenheit,  SpitzenathletenInnen des Kanu-Clubs, TrainerInnen sowie Freunde und Förderer des Vereins auf ihren Hof einzuladen.

In geselliger Runde im Beisein der drei Minister Britta Ernst (Jugend, Bildung und Sport), Karl-Heinz Schröter (Innen und Kommunales) und Christian Görke (Finanzen) des Landes Brandenburg wurde der Abend für viele interessante Gespräche über die vergangen Wochen und vor allem über die bevorstehenden internationalen Aufgaben unserer AthletInnen genutzt. Mit Spargel satt war für das leibliche Wohl hervorragend gesorgt.

Ernst-August Winkelmann nutzte die Gelegenheit, wie in guter Tradition, für die bevorstehenden Weltmeisterschaften die Versorgung der Nationalmannschaft mit Heidelbeeren zu versprechen.

Wir bedanken uns bei Antje und Ernst-August Winkelmann für die herzliche Einladung und den tollen Abend auf ihrem Spargelhof. Mit Spargel und Heidelbeeren sind wir für die internationalen Aufgaben bestens gerüstet!

Interview am Spargelbeet:

Die Wasserspiele stehen schon fest in meinem Terminkalender 

Gast des diesjährigen Spargelessens auf dem Spargelhof Buschmann & Winkelmann in Klaistow war auch Christian Görke. Der 56-jährige Politiker der LINKEN ist Minister der Finanzen und Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Brandenburg. 

Was hat Sie heute zu den Potsdamer Kanuten getrieben, Herr Görke?

Meine Anerkennung für diese Sportart. Ich hatte während meines Pädagogik-Studiums auch eine Ausbildung im Wassersport, beispielsweise im Rudern, Segeln und Surfen. Und ich habe, wenn wir von der Potsdamer Uni aus zu unserer Sport-Ausbildung im Luftschiffhafen waren, gesehen, wie sich die Kanuten für ihre Erfolge geschunden haben. Deshalb habe ich eine so große Hochachtung vor ihren Leistungen. 

Sie stammen aus Rathenow, wo es viel Wasser und auch einen Wassersportverein Kanu gibt …

Ich war in meiner Jugend Rettungsschwimmer, und mein Verein war Nachbar des dortigen Kanu-Trainingszentrums. Deshalb kannte man sich natürlich und wusste, was der andere so macht. 

Sind Sie auch selbst mal gepaddelt?

Ja, aber nur hobby- und nicht leistungssportmäßig. Ich weiß also, wie man ein Paddel hält, aber ich habe Riesenrespekt vor den schmalen Kanus, die scheinbar immer schmaler werden… 

Welchen Stellenwert messen Sie den Potsdamer Paddlern in Stadt und Land bei?

Potsdams Kanuten sind das internationale Aushängeschild der Stadt und ganz Brandenburgs. Außerdem ist der KC Potsdam der erfolgreichste Kanu-Klub der Welt – und das sagt wohl alles. 

Aber auch die Paddler brauchen Unterstützung, um so erfolgreich sein zu können. Kann der Finanzminister des Landes ihnen helfen?

Der Finanzminister ist von Haus aus ein armer und geiziger Mensch. ;-)  Trotzdem hat er aber natürlich ein Herz für die Sportförderung und tut, was er kann, um zu helfen. 

Wird man Sie auch bei den 22. Potsdamer Wasserspielen am 17. Juni im Luftschiffhafen auf dem Wasser erleben?

Ja, denn die Wasserspiele machen jedes Mal Spaß. Die diesjährigen stehen deshalb schon in meinem Terminkalender und wir haben als Finanzministerium den Ehrgeiz, mit einem nur mit Ministeriumsmitarbeitern besetzten Boot anzutreten; also ohne Unterstützung beispielsweise durch Sportschüler. Ich habe eine entsprechende Mail ins Haus gegeben und hoffe, dass wir bei den Wasserspielen ein schlagkräftiges Boot stellen werden. Warten wir mal ab … 

Michael Meyer

Mit Ministern  und mit verlängerter Meldefrist:

22. Potsdamer Energie- und Wasserspiele am 17. Juni

Mehr als 30 Boote sind für die diesjährigen Energie- und Wasserspiele am 17. Juni 2018 im SportPark Luftschiffhafen schon registriert. Verpassen Sie nicht das Highlight des Jahres für alle Paddelfreunde. Da immer noch Anfragen eingehen, haben wir die Meldefrist bis 5. Juni verlängert, um auch Kurzentschlossenen noch die Chance zu geben, dabei zu sein.

Dank der freundlichen Unterstützung der Energie und Wasser Potsdam GmbH, der AOK Nordost und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse werden auch 2018 wieder viele Aktivitäten auf dem Wasser und an Land stattfinden können. Das Areal des SportParks Luftschiffhafen bietet beste Voraussetzungen für einen sportlich gemütlichen Nachmittag.

Bekannt sind die Potsdamer Paddler als die besten Kanuten der Welt. Unzählige Olympiasieger, Welt- und Europameister trainieren und trainierten am Stützpunkt in Potsdam. Das besondere Erlebnis an diesem Tag wird für viele vor Ort der direkte Kontakt zu den Kanu-Stars sein. Zu den bekanntesten gehören die Olympiasiegerinnen Franziska Weber, Katrin Wagner-Augustin und Conny Waßmuth, sowie die Olympiasieger Ronny Rauhe, Sebastian Brendel, Jan Vandrey, Torsten Gutsche oder Jürgen Eschert. Die Olympioniken, der Kanu-Club Potsdam im OSC und der Förderverein des KCP laden zu Wettbewerben in Mannschaftsbooten in den verschiedensten Kategorien ein.

Nutzt die Chance und meldet euer Team noch an. Wie immer werden die Rennen in 10er Mannschaftscanadiern über eine Strecke von ca. 200 Meter gefahren. Damit euer Boot jeglicher Konkurrenz davon fahren kann, kommt vorher zum Training zu uns in den Sportpark Luftschiffhafen.

Der offizielle Beginn der Energie-und Wasserspiele ist am 17. Juni, 12.00 Uhr, um allen Fußballfans die Gelegenheit zu bieten, pünktlich zum Fußball-WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft zu Hause zu sein. Eventuell werden je nach vorliegenden Meldungen auch einige Vorläufe vorgezogen.

Anmeldungen: http://www.kcpotsdam.de/id-22-potsdamer-wasserspiele.html, Trainingszeiten können selbstständig unter: https://doodle.com/poll/qtqsg686a6mxnue8 gebucht werden. Wir freuen uns auf euch!!!

Andreas Gerlach

Eine gute Sache zweimal im Jahr: 

Deutsch-französischer Jugendaustausch 

Unter Leitung von Nachwuchstrainer Jeffrey Zeidler und mit Unterstützung des Potsdamer Lehrer-Trainers Steffen Miegel wurde auch zu Beginn der Saison 2018 der bereits über 25 Jahre praktizierte deutsch-französische Jugendaustausch mit Leben erfüllt. Zweimal jährlich findet dieses Zusammentreffen statt: Jeweils in der ersten Jahreshälfte in Bouloge-sur-Mer und der Gegenbesuch während der Sommermonate in Potsdam. In der Kanuspitze Juni 2018 berichten Jeffrey Zeidler und seine Schützlinge aus Frankreich – separat selbstverständlich… 

Jeffrey Zeidler:

„Die jahrelange Freundschaft zwischen dem Kanu-Club Potsdam im OSC und dem Boulogne Canoe Kayak Club (BCK) brachte auch in diesem Jahr einigen Potsdamer Nachwuchskanuten die Möglichkeit, am zur Tradition gewordenen deutsch-französischen Jugendaustausch teilzunehmen.

Auf Einladung des BCK reisten im April 2018 vierzehn Kinder und Jugendliche, sowie ihre beiden Betreuer in den Norden Frankreichs, um dort die französische Kultur kennenzulernen, Spracherfahrungen zu sammeln und einfach gemeinsam Spaß zu haben.

Zahlreiche Erlebnisse, wie zum Beispiel ein Besuch des heimischen Fußballstadions inklusive dem Besuch eines Spieles, zahlreiche Strandaufenthalte, ein großer Grillabend mit Live-Musik durch die Mitglieder des BCK, ein Tagestrip nach Paris und ein Ausflug in den Freizeitpark „Bagatelle“ waren nur ein paar der vielen tollen Eindrücke, die die Potsdamer sammeln konnten.

Die wohl größte Gemeinsamkeit und Verbindung, die große Leidenschaft und Begeisterung für den Kanu-Rennsport, verband die deutschen und französischen Teilnehmer und ließ die zum Teil vorhandene sprachliche „Barriere“ überbrücken.

Eben diese Leidenschaft veranlasste uns auch, gemeinsam mit unseren französischen Freunden in das „Base Nautique de Vaires-sur-Marne“ nahe Paris reisen, um dort den BCK bei seinen nordfranzösischen Meisterschaften zu unterstützen. Gleichzeitig gab es den jungen Potsdamern aber ebenso die Möglichkeit, sich einen ersten Eindruck von der Regattastrecke der Olympischen Spiele 2024 zu verschaffen, die eben hier in sechs Jahren stattfinden werden.

Der anschließende Ausflug in und durch die französische Hauptstadt Paris war ganz sicher einer der Höhepunkte des deutsch-französischen Jugendaustausches.

Natürlich durfte für einen gelungenen Abschluss der Woche ein Paddelausflug nicht fehlen und so veranstalteten die deutschen und französischen Jugendlichen eine gemeinsame Tour: Egal ob Mädchen oder Junge, Franzose oder Deutscher - die Bootsbesatzungen  wurden gemischt und so ein toller Nachmittag in unseren geliebten Kanus verbracht.“ 

Einige der Potsdamer Nachwuchsathleten - darunter Luise Engel, Mika Francke, Bruno Spangenberg, Milo Kaiser, Brain Marienhagen und Georg Kogan - fassten ihre Erlebnisse und Erkenntnisse wie folgt zusammen:

„Im April 2018 waren wir zu einem Jugendaustausch in Boulogne-sur-Mer. Die französische Stadt liegt an der Cote d´Opale, wo der Fluss Viane in den Ärmelkanal mündet. Es ist kein genauer Zeitpunkt bekannt, an dem Boulogne gegründet wurde, jedoch machten die Römer aus dem ehemals kleinen Dorf eine große Stadt. In Boulogne-sur-Mer leben aktuell (2015) 42.366 Menschen auf einer Fläche von 8,42 km2. Besonderheiten dieser Stadt sind der größte Fischereihafen Frankreichs und das Nausicaa (ein großes Meeresaquarium) am Meer.

Stars gibt es hier natürlich auch. Das ist im Kanu-Rennsport etwa Maxime Beaumont, der bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro den zweiten Platz im Kajak-Zweier über 200m belegte. Boulogne ist außerdem die Heimatstadt des berühmten französischen Fußballspielers Frank Ribéry.

Nun zu unseren Erlebnissen:

Angefangen von einem Fußballspiel im Stadion, das wir uns angucken durften, über einen Ausflug nach Paris mit Besichtigung des Eifelturms bis zu unseren Stranderlebnissen, bei  denen unsere Volleyballversuche  meist in „Krauchball“ endeten  und dem tollen  Bootswettkampf der Franzosen, bei dem wir dabei sein durften, hat der Jugendaustausch in Frankreich allen sehr viel Spaß gemacht. Am vorletzten Abend haben wir alle zusammen mit unseren französischen Freunden gegrillt und es wurde Musik für uns gespielt. Ein tolles Ende einer schönen Woche.“

// Bootsgeflüster //

Für zwei unserer Spitzenathleten hielt der Monat Mai neben allen Wettkämpfen und Vereinsveranstaltungen auch ganz persönliche Höhepunkte bereit. Franziska Weber und Stefan Kiraj konnten beide ihren 29. Geburtstag feiern.

Beide verbindet eine lange, gemeinsame Zeit in Potsdam. Während Franzi in Potsdam das Paddeln erlernte und seit der siebten Klasse die Sportschule besuchte, wechselte Kiri, wie er von allen nur genannt wird, erst im Sommer 2003 von seiner Heimatstadt Spremberg nach Potsdam. Fortan drückten beide gemeinsam die Schulbank und waren 2007 auch gemeinsam in der Juniorennationalmannschaft des Deutschen Kanu-Verbandes und besuchten zahlreiche Trainingslager. Auch zur Zeit trainieren sie beide bei Ralph Welke und absolvieren so viele gemeinsame Trainingseinheiten auf dem Wasser und an Land.

Während Franzi nach vielen erfolgreichen Jahren in dieser Saison ihrem Studium einen großen Platz in ihrem Alltag einräumt ist Kiri als Polizeimeister mit vollem Einsatz im täglichen Training. Nichtsdestotrotz konnten beide mit guten Leistungen beim Heimweltcup in Duisburg überzeugen und blicken optimistisch auf den weiteren Saisonverlauf.

Die Mitglieder des Fördervereins sowie des Kanu-Clubs Potsdam wünschen beiden zu ihrem 29. Geburtstag nur das Beste, vor allem viel Gesundheit, privat und beruflich alles Gute im neuen Lebensjahr und natürlich sportlich maximale Erfolge für das weitere Wettkampfjahr 2018 mit dem Höhepunkt den Weltmeisterschaften im August in Portugal!

Günter Welke erklärt: 

Was ist eigentlich der Nationalmannschaftscup ? 

Der vom DKV ausgelobte Nationalmannschaftscup (NMC) dient vor allem der Nachwuchsförderung im Jugendbereich und wird seit nunmehr 22 Jahren jährlich ausgetragen. In den Jahren 1997 bis 2002 lief dieser Wettbewerb unter der Bezeichnung Kelts-Cup. Seit 2003 wirkt die Nationalmannschaft Kanu-Rennsport als Unterstützer dieser jährlichen Jugend-Wettkämpfe. 

Im Verlaufe der Saison werden bei drei bis vier verschiedenen Regatten die Wettkämpfe um den NMC ausgetragen. Innerhalb von vier Gruppen (Kajak weiblich, Canadier weiblich, Kajak männlich und Canadier männlich) sind die Wertungsrennen im Einer über zwei jeweils verschiedene Strecken zu bestreiten. Die Streckenlängen betragen 200 m und 500 m bei den weiblichen sowie 200 m und 1000 m bei den männlichen Nachwuchssportlern

Die letzten Wettkämpfe und damit auch die Auszeichnung der erfolgreichsten jugendlichen Rennkanuten im Alter von 15/ 16 Jahren erfolgen jeweils während der Deutschen Meisterschaften. 

Für die Sieger in den einzelnen Finalrennen werden zehn Punkte vergeben, die Zweitplatzierte erhalten acht Punkte und die Letzten auf dem neunten Platz einen Punkt zugeschrieben. Die Ergebnisse jeweils einer Regatta (außer Deutsche Meisterschaften) gelten als Streichwert.

Somit werden als Einzelgewinner in der Disziplingruppe die Sportler/ Sportlerinnen mit der höchsten Punktzahl, resultierend aus der Teilnahme an zwei bzw. drei  Regatten geehrt. 

Im Jahr 2018 werden die Wettkämpfe um den NMC im Rahmen von vier Regatten ausgetragen:

  1. Frühjahrsregatta in Essen (28./29.04.)
  2. Große Brandenburger Regatta in Brandenburg an der Havel (05./06.05.)
  3. Regatta in Wiesbaden (09./10.06.)
  4. Deutsche Meisterschaften in Hamburg (01./02.09.) 

Im Ergebnis der ersten beiden Wettbewerbe (Essen und Brandenburg an der Havel) um den NMC, die wir im Anschluss dokumentieren, sind die Jugendsportler/-innen des Landesstützpunktes vom Kanu-Club Potsdam derzeit wie folgt platziert.


Kajak weiblich:

keine Sportlerin des KC Potsdam im Punktebereich

Canadier weiblich:

Isabell Franz

  • 28 Punkte
  • 1. Rang

Isabelle Zanin

  • 20 Punkte
  • 2. Rang

Kajak männlich:

Bennet Weiß

  • 13 Punkte
  • 7. Rang

Anton Winkelmann

  • 3 Punkte
  • 16. Rang

Canadier männlich:

Nicolas Eckert

  • 21 Punkte
  • 4. Rang

Finn Jähnke

  • 18 Punkte
  • 5. Rang

Erik Etlich

  • 1 Punkt
  • 11. Rang

NMC eins: 

Vier Siege für  Potsdamer Nachwuchskanutin Isabelle Zanin 

Am letzten Aprilwochenende starteten sieben Paddeltalente des Jugendbereiches vom Landesstützpunkt des KC Potsdam bei der Frühjahrsregatta in Essen, um vor allem die ersten Punkte um den Nationalmannschaftscup (NMC) der Jugend des Deutschen Kanu-Verbandes zu sammeln. Hier die drei wichtigsten Schlagzeilen.

Isabell Zanin gewinnt beide Wertungsrennen im NMC und zwei NRW-Landesmeistertitel

Die 16-jährige Potsdamer Canadierfahrerin Isabelle Zanin gewann nicht nur die beiden Rennen über 200 m und 500 m im NMC, sondern siegte auch bei den offenen Landesmeisterschaften von NRW im C1 über 2000 m und zusammen mit ihrer Clubgefährtin Isabell Franz im C2 über 500 m. 

Sieben Potsdamer Jugendpaddler in acht Finalläufen um den NMC vertreten

In beiden Finalläufen des NMC waren zudem mit  Isabell Franz (zweimal Zweite), Nicolas Eckert (Zweiter und Sechster) und  Finn Jähnke (zweimal Fünfter) drei weitere Potsdamer Nachwuchskanuten vertreten. 

Zwei Titel und fünf weitere Medaillen für KCP-Nachwuchs bei den NRW-Landesmeisterschaften

Zusätzliche Medaillen im Rahmen der Landesmeisterschaften von NRW gewannen Isabell Franz (Bronze im C1 2000 m), Nicolas Eckert und Finn Jähnke (Silber und Bronze im C1 5000 m) sowie Anton Winkelmann (Silber im K1 5000 m) und Anton Winkelmann/ Bennet Weiß (Bronze im K2 200 m). 

Günter Welke

NMC zwei: 

Die 27. Große Brandenburger Regatta sieht internationale Sieger 

Bei der vom 04. bis 06. Mai  ausgerichteten 27. Große Brandenburger Regatta gingen 774 Aktive aus 75 Kanu-Vereinen/-abteilungen/ -Renngemeinschaften auf dem Beetzsee an den Start. Neben den acht Landesverbänden des Deutschen Kanu-Verbandes waren auch Rennkanuten aus Polen, Kroatien, Dänemark, Slowenien und aus der Schweiz vertreten. Von den 105 gemeldeten ausländischen Rennkanuten kamen allein 44 Athleten aus Polen. Bei den insgesamt 98 Endläufen der Schüler B bis zur Leistungsklasse konnten die Sportler aus unserem östlichen Nachbarland 21 Siege verbuchen. Mithin: Polnische Athleten bestimmten das Geschehen in Brandenburg an der Havel. Je 13 Medaillen für den KC Potsdam und den KV Brandenburger Adler 

Während die Nachwuchsathleten des Kanu-Clubs Potsdam im OSC dreimal Gold, neunmal Silber und einmal Bronze holten, gewann das Schüler A-Team des KV Brandenburger Adler (KV BA) vier Gold-, sieben Silber- und zwei Bronzemedaillen, Das Team des KV BA bestand zum großen Teil aus den 13-/ 14-jährigen Paddeltalenten des Landesstützpunktes Potsdam. 

Je einmal Gold und Silber für Milo Kaiser, Finn Jähnke, Nicolas Eckardt und Erik Etlich vom KCP

Für den KC Potsdam paddelten Georg Koban/ Milo Kaiser (Schüler B) im K2 über  2000 m,  Finn Jähnke/ Nicolas Eckardt/ Erik Etlich/ Felix Kliemann (Jugend) im C4/ über 500 m sowie durch Erik Trocha (LK) im K1 über 1000 m zum Endlaufsieg.

Auf die Silberränge gelangten Bennet Weiß (Jugend, K1/ 200 m), Bruno Spangenberg (Schüler B, C1/ 2000 m), Isabell Franz (Jugend, C1/ 5000 m), Kay Hildebrand (LK, K1/ 5000 m), Mika Francke/ Milo Kaiser (Schüler B, K2/ 500 m), Armin Stebe/ Bruno Spangenberg (Schüler B, C2/ 500 m) Bruno Spangenberg (Schüler B, C1/ 500 m) sowie durch die Jugendlichen Bennet Weiß/ Anton Winkelmann (K2/ 200 m) und Nicolas Eckardt/ Erik Etlich (C2/ 1000 m).

Und Bronze gewann Cathy Eggert (Jugend) im K1 über 5000 m. 

Justine Böttcher mit zweimal Gold erfolgreichste Paddlerin des KV BA

Als erfolgreichste Sportlerin für den KV Brandenburger Adler, dem in der Mehrzahl am Landesstützpunkt Potsdam trainierende Schüler/-innen A angehörten, erwies sich mit zwei Goldmedaillen Justine Böttcher im C1 über 200 m und 2000 m. Die beiden anderen Goldmedaillen für die “Adler“ gewannen Mara Feilbach/ Nele Wiegend/ Joeline Böhm/ Caroline Banisch  im K4 über 500 m sowie Chantal Tornow/ Greta Siwulla im C2 über 500 m.

An den sieben Silbermedaillen waren die Vereinsgefährten Chantal Tornow (C1/ 200 m), Florian Bange (C1/ 500 m), Florian Bange/ Hannes Müller (C2/ 2000 m).  Justine Böttcher/ Emma Heu (C2/ 500 m), Maurice Gawende/ Leonard Mahling/ Maximilian Götze/ L.-M. Reckzeh (K4/ 500 m), Maurice Gawende/ Maximilian Götze (K2/ 500 m) und Patrik Pelzer/ Tim Marquardt/ Hannes Müller/ Florian Bange(C4/ 500 m).

Mit zweimal Bronze ergänzten Lena Simon/ Emma Effenberger(C2/ 500 m) und Patrik Pelzer/ Tim Marquardt (C2/ 500 m) die Medaillensammlung des KV BA. 

Günter Welke

und zum Schluss die angekündigte Erinnerung:

Traditionelle Himmelfahrtstour des Fördervereins

Christie Himmelfahrt wird auch Herren- bzw. Vatertag genannt. Bei den Potsdamer Kanuten wird er als Familientag gefeiert. Und so brach am 10. Mai die Potsdamer Kanufamilie wieder zu ihrer traditionellen Himmelfahrtstour auf.

Mit dabei waren neben vielen Freunden und Förderern des Kanu-Club Potsdam im OSC e.V. auch viele Spitzenathleten, die nach erfolgreichem Abschneiden bei den nationalen Qualifikationen die kurze Verschnaufpause auf dem Weg Kanu-Weltcup in Duisburg genossen.

Wie in den letzten Jahren ging es bei herrlichem Sonnenschein in 10ner- und 20iger-Mannschaftscanadiern durch die Potsdamer Havelbucht, rund um Hermannswerder und zurück zur Kanuscheune. Dort warteten bereits der Grill und einige kühle Getränke auf die erschöpften Paddler. Die Bilder zeugen von diesem schönen Tag!

Ronald Verch