Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Bonsai, Bruno und das Grüne Band. Diese blumige Aufzählung ist nicht der Versuch, die Novemberkälte aus Ihren Adern zu treiben. Die „Be-griffe“ sind vielmehr Texten entnommen, die diese Kanuspitze prägen und zum Lesen einladen sollen.
Die Novemberausgabe gibt ganz unaufgeregt aber auch Antworten auf folgende Fragen: Unter welchem Namen startet Franziska Weber nach ihrer Hochzeit? Was haben Sebastian Brendel, Jan Vandrey und Fabian Dittrich unwiderruflich gemeinsam? Und wer erfüllte die D-Kader-Norm?
Sie lesen in dieser Kanuspitze aber auch von Berliner Schnauze und Wiener Schmäh bei einem ungarischen Brüderpaar, das bei uns in Potsdam trainiert und mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft hat.
Apropos Wien. Die berühmteste Süßigkeit der österreichischen Hauptstadt ist mit Sicherheit die Sacher-Torte. Jetzt hat den KCP aus einem anderen Hause Sacher auch eine süße Überraschung ereilt. Wolfgang M. Sacher, Chef der GO! Express und Logistics GmbH in Berlin hat die Gäste seines 60. Geburtstages gebeten, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen den KCP zu bedenken. 2.315,00 € sind zusammengekommen und auf dem Konto unseres Fördervereins eingegangen. Der KCP-Fördervereinsvorstand sagt im Namen aller Athleten DANKE und wünscht wie immer:

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen gern über info@kanuteamwork.de

„Sport frei“

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

Bonsai

Ein Wegbegleiter in Richtung Olympia 2020 

Während eines gemeinsamen Sportlerfrühstücks am 05.Oktober in der Kanuscheune dankte das Präsidium des Landes-Kanu-Verbandes (LKV) Brandenburg den erfolgreichen Rennkanuten vom Bundesstützpunkt des Kanu-Clubs Potsdam im OSC für ihre Leistungen in der abgelaufenen Saison. 

LKV-Vizepräsidentin Dajana Pefestorff verwies darauf, dass die zur internationalen Spitze zählenden Potsdamer Aktiven bei den Welt- und Europameisterschaften 2018 mit 6 Titelgewinnen und 5 Silbermedaillen einen wesentlichen Anteil an der Medaillenbilanz des Deutschen Kanu-Verbandes hatten. „Während des zeitgleich zu den Weltmeisterschaften in Montemor-o-Velho veranstalteten ‚Brandenburg-Tages‘ in Wittenberge war deutlich spürbar, welche Anerkennung und Resonanz unsere Kanu-Rennsportler im ganzen Land Brandenburg genießen. Das zeigte sich u.a. am starken Interesse der Besucher und Kanubegeisterten von Wittenberge an euren WM-Wettkämpfen. Ihr habt euch in Portugal als wahre Botschafter des Brandenburger Kanusports in seiner ganzen Breite und Vielfalt erwiesen“, bezeugte Dajana Pefestorff, die für Breitensport und Verbandsentwicklung zuständig ist, den  anwesenden Spitzensportlern. 

Einbezogen in die Dankesworte waren natürlich auch diejenigen, die aus triftigen Gründen nicht anwesend sein konnten. So die auf Hochzeitsreise befindliche Franziska Weber, die künftig als Franziska John in den Startlisten zu finden sein wird, eine ihren langfristig geplanten Urlaub genießende Conny Waßmuth und der seine Bundeswehrausbildung absolvierende Tamas Gescö. 

Als kleine Anerkennung für die in der Saison 2018 erreichten sportlichen Ergebnisse, aber auch gleichzeitig  als Wegbegleiter in der Vorbereitung auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio wurden allen Sportlern und ihren Trainern  Bonsaipflanzen überreicht. „Nach japanischen Überlieferungen“, betonte die LKV-Vizepräsidentin, “kann die Person, die einen Bonsai gut hegt und pflegt, hoffnungs- und vertrauensvoll in die Zukunft schauen.“  Das sollte auch für die Potsdamer Kanu-Rennsportler ein gutes Omen sein. 

Schließlich hat sich Ronald Rauhe, der zwei Tage zuvor seinen 37. Geburtstag feierte, fest vorgenommen, in Tokio seine sechste Olympiateilnahme zu realisieren. Er wird alles daran setzen, diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. „Danach werde ich den Leistungssport endgültig beenden“, offenbarte sich der vierfache Olympiamedaillengewinner und fünfzehnmalige Weltmeister. 

Auch der dreimalige Olympiasieger und zehnfache Weltmeister Sebastian Brendel hat ebenso den Ehrgeiz, seine olympische Medaillenbilanz aufzustocken, wie sein Clubgefährte Jan Vandrey. Dass diese Vorhaben angesichts der starken Konkurrenz keine Selbstläufer sind, sondern hartes Training und eine gut organisierte und reibungslos funktionierende Vorbereitung erfordern, darüber sind sich alle Sportler und ihre Trainer völlig im Klaren. 

Vielleicht bewirkt der Bonsai mit seinem Gedeihen für jeden Einzelnen auf dem Weg in Richtung Tokio die Förderung des Selbstvertrauens und der  Zuversicht in die eigene Leistungsstärke, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Eine Nominierung für die Olympischen Spiele wäre besonders für solche jungen Bewerber auf ein Teilnahmeticket wie Annika Loske und Tamas Gescö die Erfüllung eines ganz großen Sportlertraumes. Dass darüber hinaus die Brandenburger Rennkanuten im nationalen und internationalen Paddelkonzert weiterhin stets als eine der ersten Geigen mitspielen, sollte  schon allein durch solche Voraussetzungen wie das enge Zusammenwirken der Landesstützpunkte,  eine effektive Trainingsgestaltung sowie das produktive Miteinander von Bundes- und Landesstützpunkt, Verein, Sportschule, Olympiastützpunkt, Elternunterstützung und ehrenamtlichen Aktivitäten gewährleistet sein. 

Ein treffendes Beispiel dafür lieferte die Anwesenheit solch erfolgreicher Sportler unterschiedlichen Alters wie Sebastian Brendel, Jan Vandrey und Fabian Dittrich bei dem gemeinsamen Frühstück. Alle drei erlernten das Paddel-ABC beim WS PCK Schwedt, besuchten die Potsdamer Sportschule und entwickelten sich am Bundes- und Landesstützpunkt des KC Potsdam zu Leistungssportlern mit internationalem Format. 

Günter Welke

Die Sponsoren – Trainingsgruppe:

Am Start ins zweite Jahr

Am 4.Juli feierte Wolfgang Lange nicht nur mit der "Trainingsgruppe  - Sponsoren" seinen 80. Geburtstag in der "Kanuscheune" , er steuerte vorher wie jeden Mittwoch um 18:00 Uhr, den Zwanziger - Canadier der Sponsoren zum wöchentlichen Training. Das diese Trainingsgruppe nun schon ein Jahr existiert und ein fester Bestandteil des Vereinslebens geworden ist, ist inzwischen genauso selbstverständlich  wie die Tatsache, dass Wolfgang Lange als Steuermann an seinem "Achtzigsten" mit diesem Team aufs Wasser zum Training geht. Ein Erlebnisbericht vom Ehrenpräsidenten des KCP-Fördervereins, Olympiasieger Dr. Jürgen Eschert.

Was vor über einem Jahr als Versuch und Experiment gestartet wurde, hat sich bewährt und hat inzwischen eine Stabilität gewonnen, die zwischenzeitlich nicht so zu erwarten war.

Der Mittwochabend ist bei der inzwischen auf ca. 30 Personen angewachsenen Trainingsgruppe zu einem festen Termin geworden, obwohl alle einen engen Terminplan haben und immer gut ausgelastet sind. Natürlich gibt es oft wechselnde Mannschaften und nicht immer ein vollbesetztes Boot, ein fester Stamm hat sich aber trotzdem herausgebildet und dieser lässt kaum ein Training aus.  Da alle Teilnehmer Unternehmer oder Führungskräfte aus den unterschiedlichsten Führungseben  sind, ist der Wunsch und der Wille regelmäßig Sport zu treiben eine große Triebfeder der Motivation und auch inzwischen ein Bedürfnis. Deshalb war auch von Beginn an klar, nicht jeder kann regelmäßig kommen, dafür aber immer wieder gerne und mit einer positiven Einstellung. Da alle die gleichen Probleme haben, sitzt man mit Gleichgesinnten in einem Boot und im Winter im Fitnessraum.

Das ist ja einer der großen Vorteile und war von Anfang an so geplant, wir wollten ein ganzjähriges Training - im Sommer trainieren wir auf dem Wasser und im Winter im Fitnessraum - immer unter professionellen Bedingungen. Denn dort zu trainieren wo Weltmeister und Olympiasieger gemacht werden, ist schon ein großes Privileg und ein zusätzlicher Ansporn. Hinzu kommt, dass das Fitnessprogramm vom Olympiastützpunktleiter, Dr. Harry Kappel, fachmännisch geleitet wird.

Vor allem Spaß soll es machen und den haben alle, sowohl im Boot als auch anschließend in der "Kanuscheune", denn Peter Krafft unser ehrenamtlicher Gastronom, überrascht uns immer wieder mit seinen Köstlichkeiten aus der Küche und auch die isotonischen Getränke sind immer gut gekühlt. Natürlich wird dann auch ausgiebig gefachsimpelt.  Interessante Themen gibt es immer, bei so unterschiedlichen Spezialisten und Fachleuten aus allen Branchen, Netzwerker die sich alle gut verstehen.

Höhepunkt im ersten Jahr war das Nikolauspaddeln unter Flutlicht, mit anschließendem Gänseessen in der "Kanuscheune". Es war auch insofern ein Novum, dass zum ersten Mal, alle Mitpaddler teilgenommen haben. Ein Grund, es in diesem Jahr am 6. Dezember zu wiederholen.

Das Projekt hat aber noch einen ganz ökonomischen Nebeneffekt. In unserem neuen Klubhaus wird auch ganzjährig unser jüngster Nachwuchs betreut. Durch die Nutzung der sanitären Einrichtungen und Umkleideräume und der Nutzung des Clubraumes und der Vereinsgaststätte aber auch für alle Vereinsveranstaltungen, entstehen dem Verein Betriebskosten in erheblicher Höhe, die kaum noch zu stemmen waren. Die Trainingsgruppe der Sponsoren hat hier eine ganz große Aufgabe zur Lösung dieses Problems übernommen. Mit der Bereitschaft, freiwillig eine monatliche Spende zur Aufrechterhaltung der Vereinsaufgaben beizusteuern, leistet jedes Trainingsmitglied einen wichtigen Beitrag für die Grundsicherung des Vereins. Eine Verpflichtung, die nicht hoch genug geschätzt und gedankt werden kann. Ein großer Beitrag zur weiteren Umsetzung unserer Aufgaben für die Unterstützung unserer Sportlerinnen und Sportler und der Kanufamilie.

Nach den Erfahrungen des ersten Jahres bin ich mir sicher, es wird nicht bei dem "Einjährigen Jubiläum" bleiben. Weitere Trainingsjahre werden folgen und weitere Interessenten werden die Trainingsgruppe in Zukunft noch verstärken.

Jürgen Eschert

Berliner Schnauze und Wiener Schmäh: 

Die Gecsö-Brüder zwischen Familienleben und Wettkampf 

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Aber wenn der Konkurrent der eigene Bruder ist? Unsere beiden gebürtigen Ungarn Tibor und Tamas Gecsö erleben diese besondere Situation bei jedem Wettkampf. Ex-Weltmeister Ronald Verch widmet sich dieser Extremsituation. 

Geboren in der ungarischen Hauptstadt Budapest, lernten Tibor (24) und Tamas Gecsö (21) beim BKV Sport Centrum das Paddeln auf der Donau. „Tibor ist als älterer von uns beiden natürlich schon früher gepaddelt, eines Tages hat er mich dann auch mit ins Bootshaus genommen“ erzählt der 21-jährige Tamas. „Anfangs habe ich parallel noch Fußball gespielt und war beim Schwimmen, das habe ich dann aber bald gelassen und mich voll aufs Kanu konzentriert“ 

„Im Sommer 2013 ging ich dann nach Berlin-Grünau, um dort die 10. Klasse abzulegen und die Sprache zu lernen“ berichtet Tamas. „Eigentlich sollte der Aufenthalt auf ein Jahr begrenzt sein, aber in Berlin habe ich dann wieder die Freunde am Paddeln gefunden, die in der Heimat schon verloren gegangen schien“. „Sprache spielt in unserer Familie eine große Rolle“, erklärt der Kajakhüne, dessen Vater Professor für Germanistik ist. „Unsere große Schwester war zum Beispiel in Belgien und der Schweiz, um Französisch zu lernen. Für uns stand aber eher die deutsche Sprache im Vordergrund.“ 

In den Zeiten von Tamas‘ Abitur in Berlin weilte Tibor schon seit längerem in Wien. Bereits 2013 legte er dort die Matura ab, studierte anschließend Politik, trainierte fleißig und konnte sich natürlich auch sprachlich dort weiterentwickeln. Das der eine in Wien und der andere in Berlin richtig Deutsch lernte, hat einen lustigen Nebeneffekt. Während Tibor einen Wiener-Akzent hat, hört man bei Tamas eher den regionalen Einschlag. 

Nach einem Jahr in der Bundeshauptstadt kam im Sommer 2014 dann der Wechsel an die Potsdamer Havel. Tibor zog es nach kurzer Zeit ebenfalls in die brandenburgische Landeshauptstadt. Er setzte sein Studium an der Berliner Humboldt-Universität fort. 

„Sportlich war das schon eine neue Herausforderung“, berichtet Tibor. „Das ganze Training ist viel professioneller strukturiert als in Ungarn, aber das hat uns natürlich deutlich nach vorn gebracht.“ Während sich Tibor 2015 mit starken Leistungen in die erweiterte Nationalmannschaft der Leistungsklasse fahren konnte, zeigte Tamas noch im Juniorenbereich seine ganze Stärke. Bei der Juniorenweltmeisterschaft in Portugal erreichte er den vierten Platz im Viererkajak über 1000m, Tibor wurde leider nicht für die Weltmeisterschaften in Mailand berücksichtigt, belegte in Portugal aber einen starken vierten Platz im 1000m-Einer der U23-Klasse. 

Und im Jahr 2016? „Ja, das war natürlich dann eine neue Situation für uns beide“, erzählt Tamas. „Aufgrund unserer drei Jahre Altersunterschied sind wir bis zu diesem Zeitpunkt nicht gegeneinander gefahren, dass änderte sich mit meinem Eintritt in die Leistungsklasse“. Und wie gingen beide mit der neuen Situation um? „Das war natürlich für uns beide anfangs schwierig, für Tibor vielleicht noch ein bisschen schwieriger als für mich.“ Während Tamas gerade ab der Saison 2017 hervorragende Leistungen erbrachte, so gewann der 2017 WM-Bronze und 2018 sogar den WM-Titel im K4 über 1000m bei der Leistungsklasse, konnte Tibor seine hervorragenden Leistung aus den Jahren 2015 und 2016 sowie seine Trainingsleistungen nur schwer im Wettkampf bestätigen. „Es tut mir auch immer unglaublich leid, wenn es bei ihm nicht so läuft wie er sich das vorstellt. Er ist schließlich mein großer Bruder. Aber im Wettkampf sind wir dann doch Konkurrenten und jeder fährt für sich.“ Die Konkurrenz stachelt beide zu Höchstleistungen an, hat aber auch ihre negativen Seiten. „Eigentlich hasse ich es, Familie ist mir dann doch viel wichtiger“ 

Zusammen trainiert haben die beiden schon vorher viel zusammen. „Mittlerweile sind wir eine richtig große Trainingsgruppe bei Clemens Paarmann mit vielen motivierten, jungen Athleten, da ist ordentlich Zug drin. Aber mit meinem Bruder zu trainieren ist trotzdem immer noch etwas anderes, etwas ganz besonderes“ erzählt er mit einem gewissen Stolz. „Ich weiß ganz genau wie ehrgeizig er ist, er weiß wie ehrgeizig ich bin. Wir wissen auch, was der eine dem anderen im Training abverlangen und zumuten kann, kennt seine Stärken und Schwächen. Das bringt dann nochmal eine ganz andere Qualität ins Training und macht unglaublich viel Spaß.“ Und wenn es dann doch mal kracht? „Dann klären wir das unter uns, auf Ungarisch natürlich. Muss ja nicht jeder mitbekommen“, gibt Tamas mit einem Augenzwinkern preis. 

Und das aus kleinen Sachen auch gerne mal ein kleiner Wettkampf gemacht wird, wer der Stärkere ist, kommt bei allen Brüdern vor. „Ich habe gehört, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter er Uni Potsdam immer freudig über uns amüsiert haben, wenn wir zu Messungen der Rückenstudie gekommen sind“ berichtet Tamas. „Schließlich wollten wir beide zeigen, wer die höheren Kraftwerte im Rumpfkraftgerät erreicht.“ 

Zur Zeit müssen die beiden ihre gemeinsame Trainingszeit aber reduzieren. Tamas hat als Sportsoldat gerade die sechswöchige Allgemeine Grundausbildung in Hannover absolviert und trainiert erst seit zwei Wochen wieder auf der heimischen Havel. Tibor ist seit dem Herbst letzten Jahres in der Ausbildung der Bundespolizei und daher unter der Woche zu Ausbildung und Training im Bundesleitungszentrum Kienbaum. „Aber das Wochenende nutzen wir dann immer, entweder im Boot oder auf dem Fußballplatz. Mal gucken, wer mehr Tore schießt“…

Die Trainingsgruppe Paarmann 

Die machen keine halben Sachen 

Clara Thieme, die jüngste im Redaktionsteam der Kanuspitze, hat die Gespräche von Ex-Weltmeister Ronald Verch mit Tibor und Tamas Gecsö zum Anlass genommen, der eben erwähnten Trainingsgruppe Paarmann mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier ist ihr Bericht: 

„Training nur so lala gibt es bei uns einfach nicht.“
Das glaube ich Kanu-Club-Potsdam-Trainer Clemens Paarmann auf das Wort. Entspannt sitzt er mir gegenüber und erzählt ganz freundlich: „So ist das hier nun einmal.“
Der 49-Jährige betreut seit einiger Zeit die Nachwuchssportler der Junioren und U-23 im männlichen Kajakbereich und darf mit diesen auf eine beachtliche Bilanz bei internationalen Championaten auch im Jahr 2018 zurückblicken. So erzielte Martin Hiller in seinem letzten Jahr als Junior die Silbermedaille bei der JWM im K1 über 1000m sowie ebenfalls Silber im K4 über 1000m zusammen mit den Potsdamer Trainingskollegen Leonard Busch und Jonas Schmitt.
Der ein Jahr jüngere Elias Kurth hatte bereits zuvor bei den Junioren-Europameisterschaften mit jeweils einer Silber- und Bronzemedaille sein Können unter Beweis gestellt. „Elias hat nächstes Jahr ganz klar die JWM im Fokus“, so Paarmann. Für die Anderen sei die feste Etablierung in der U-23 Mannschaft die Devise, mit der Chance, auch schon einmal „Oben“ anzuklopfen. Dies würde wohl aber, vor allen Dingen im vorolympischen Jahr, „ziemlich schwierig“ werden.
Wie viel er von seiner Truppe hält, ist dem gebürtigen „Nordlicht“ immer wieder anzumerken.
„Die wollen sich alle mit den Besten messen und suchen die tägliche Konkurrenz.“
Auch die drei „Neuankömmlinge“ aus dem Jugendbereich seien da keine Ausnahme. „Cwiki hat die Jungs schon immer gut vorbereitet!“ Cwiki, also Jugendtrainer Frank Cwikla, ist für seine berühmt berüchtigte Linie „hart aber herzlich“ durchaus bekannt und scheint den jungen Männern genau die richtigen Werte vermitteln zu können.
Auch Clemens Paarmann muss in seiner Trainingsgruppe manchmal verbal durchgreifen, die Sportler bräuchten das von Zeit zu Zeit, „die Jungs sind danach auch nicht drei Wochen beleidigt“, schmunzelt er.
Eine größere Herausforderung stelle eher die Tatsache dar, dass es oftmals nicht bei dieser „Kerngruppe“ bleibe, sondern Sportler aus der Herren-Leistungsklasse oder auch die LK-Canadier-Damen häufiger im täglichen Training dabei seien. „Die Koordinierung von Schule, Ausbildung, Uni und Sport bedeutet natürlich eine ganze Menge Extra-Arbeit für uns, aber diese lohnt sich in jedem Fall. Die Zusammenarbeit der Trainingsgruppen ist für unseren kontinuierlichen Erfolg immens wichtig. Der starke Konkurrenzkampf unter den Männern treibt sie umso mehr an und die Damen sind dann auch immer ein guter Gemütsausgleich während des Trainings.“ Er sei froh, dass diese Variabilität im Endeffekt zu Topleistungen führe und sich die Sportler schon oft für ihre harte Arbeit belohnen konnten.
Seine berühmten Flip Flops ziehe er übrigens erst ab der 0 Grad- Grenze nicht mehr draußen an. „Das war irgendwie schon immer so“, lächelt er. Nicht schon immer war Clemens Paarmann dagegen Kanutrainer. 1999 tauschte er seine ausstudierte Medizinerstelle gegen seine offensichtliche Berufung ein. Das ist doch wohl die Leidenschaft, die es braucht. „So lala“ gibt es hier eben nicht.

Bruno und das „grüne Band“: 

Erneute Ehrung für den KC Potsdam 

Unser Chefstatistiker Günter Welke hat es akribisch errechnet: In den vergangenen 32 Jahren wurden bislang 42 Kanuvereine und -abteilungen des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) -  darunter mit dem Kanu-Club Potsdam im OSC sowie den Kanuabteilungen von WS PCK Schwedt, Einheit Spremberg und ESV Lok RAW Cottbus vier aus dem Land Brandenburg -  mit dem  „Grünen Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ durch den DOSB und die Commerzbank  geehrt. Bundesweit erhielten sechs  Kanuvereine oder -abteilungen mehrfach die begehrte Auszeichnung. Nach 1996, 2005 und 2012 wurde dem KC Potsdam im OSC am 17. Oktober  2018  in Berlin nun bereits zum vierten Mal die Ehre zuteil, das mit einer Förderprämie von 5000,- Euro verbundene „Grüne Band“ in Empfang nehmen zu dürfen. 

Die aus mehreren Nachwuchssportlern und drei Trainern bestehende Abordnung des Kanu-Clubs Potsdam unter Leitung von Jeffrey Zeidler sah der 17.00 Uhr beginnenden und nicht alltäglichen Ehrung im Haus der Commerzbank ebenso erwartungsvoll entgegen, wie die Vertreter sechs weiterer Vereine aus Berlin und Brandenburg. Auch die Tageszeitung „Potsdamer Neueste Nachrichten“ ließ es sich nicht nehmen, das Geschehen vor Ort durch den  Journalisten Matthias Schütt zu begleiten und in ihrer Ausgabe am nächsten Tag mit Wort und Bild  zu dokumentieren.

Nach Würdigung der Leistungen der auserkorenen Vereine und Übergabe des „Grünen Bandes“ mit einem symbolischen Scheck durch die beiden Olympiasieger Sabine Spitz (Mountainbike) und Moritz Fürste (Hockey) bestand die Möglichkeit, sich gegenseitig in einer Gesprächsrunde sowie bei einem Imbiss auszutauschen und bekannt zu machen. Insgesamt ein emotional und kurzweilig gestalteter Abend, der allen Anwesenden sicherlich nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. „Es war für uns alle ein tolles Erlebnis“, bestätigte am nächsten Tag der Potsdamer Trainer Jeffrey Zeidler.

So haben das ebenfalls die anwesenden Potsdamer Nachwuchspaddler empfunden, zu denen auch der 12jährige Bruno Spangenberg gehörte und der schon ein bisschen stolz darauf war, dass sich die Potsdamer Abordnung im Gegensatz den anderen ausgezeichneten Vereinen so umfangreich mit jungen Sportlern präsentierte.  Bruno war vier Jahren mit seinen Eltern aus der Nähe von München nach Potsdam umgezogen  und hatte  kurz darauf den Weg in die Nachwuchstrainingsgruppe des KC Potsdam gefunden.

Bruno wurde vor wenigen Wochen in  die Potsdamer Sportschule aufgenommen wurde und wird im nächsten Jahr in die Altersgruppe der A-Schüler wechseln. Auf die Frage, wie er so schnell nach seinem Umzug zum Kanusport gefunden hat, antwortet Bruno: „Ich hatte im Fernsehen eine Sendung über Wildwasser-Kanusport gesehen, die mich sehr interessierte und neugierig machte.  Meine Mutti hat mir gesagt, dass es sicherlich keinen großen Unterschied zum Kanu-Rennsport geben wird und somit haben wir uns ohne Umweg zu dem erfolgreichen  Kanu-Club Potsdam begeben.“

Zunächst hat er das Paddeln im Kajak erlernt, darauf ist er eine Zeit lang  sowohl im Kajak als auch im Canadier gefahren. „Das Paddeln im Canadier macht mir jedoch mehr Spaß und so bin ich bei diesem Boot geblieben“, outete sich das aufgeschlossene und hellwache Paddeltalent, das sich sowohl  in seinem Trainingsumfeld als auch an der Sportschule gut aufgehoben fühlt und Sebastian Brendel zu seinem Vorbild erkoren hat.

Immerhin hat Bruno bei den diesjährigen Landes- und Ostdeutschen Meisterschaften im Altersbereich der B-Schüler bereits einige Meisterschaftsmedaillen gewonnen. Bei der D-Kader-Qualifikation Anfang Oktober hat er gleichfalls einen überdurchschnittlichen Leistungsstand unter Beweis gestellt, Mittlerweile hat vor wenigen Monaten ebenfalls der drei Jahre jüngerer Bruder Emil wachsende Freude  am  Paddeln beim KC Potsdam gefunden.

psssst…Bootsgeflüster:

Feierfolgen bei Franziska, Katrin und Lutz 

Ex-Weltmeister Ronald Verch schreibt über das, was sich hinter den Kulissen des erfolgreichsten Kanuclubs der Welt ereignet oder besprochen wird. Heute: Neue Namen und neue Klammerwerte im KCP. 

„Franziska John? Kenn ich nicht“ Noch nicht! Die junge Dame wird in den nächsten Jahren sportlich auch wieder auf sich aufmerksam machen. 

Ein neues Gesicht in der internationalen Kanuwelt ist Franzi nun wirklich nicht mehr, schließlich ist seit 2009 in der Nationalmannschaft der Leistungsklasse vertreten, wurde Olympiasiegerin und viermal Weltmeisterin. Aber eines ist trotzdem neu und wird bei der ein oder anderen Kontrahentin im ersten Moment vielleicht doch für leichte Verwunderung sorgen – ihr Nachname. War im Jahr 2018 doch immer Franziska Weber in den Startlisten zu lesen, taucht 2019 Franziska John an den Startlinien dieser Kanuwelt auf.

Bei ihrer Hochzeit mit dem ehemaligen Weltklasse-Canadierfahrer Peter John hat Franzi ihren Mädchennamen abgelegt und seinen Nachnamen angenommen. Mit neuem Namen und den Erinnerungen an diesen unvergesslichen Tag geht sie nun hochmotiviert an die Vorbereitung für die neue Saison um 2019 auch mit neuem Namen wieder international für Furore zu sorgen. Wir drücken ihr dafür die Daumen! 

Happy Birthday Katrin und Lutz!

Bei zwei ehemaligen Potsdamer Weltklassekanuten hat sich im vergangenen Monat die Altersangabe verändert. Die vierfache Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin wurde 41 Jahre jung, während der Bronzemedaillengewinner der Spiele von Peking 2008 sowie zweifache Weltmister Lutz Altepost seinen 37. Geburtstag feierte.

Nach ihrer aktiven Karriere sind beide dem Potsdamer Kanusport bekanntlich erhalten geblieben und geben ihre ganze Erfahrung nun an die Damen-Junioren im Kajakbereich (Lutz) bzw. Herren-Junioren im Canadier (Katrin) weiter.

Die Mitglieder des Kanu-Clubs Potsdam sowie des Fördervereins für den Kanu-Club wünschen den beiden alles Gute nachträglich zum Geburtstag, vor allem viel Gesundheit, privat nur das Beste und sportlich ihnen und ihren Schützlingen für den weiteren sportlichen Weg maximale Erfolge.

Olympiapokal: 

Zwölf Potsdamer Nachwuchspaddler in Siegerlaune 

Die elf- bis sechzehnjährigen Paddeltalente (B-Schüler, A-Schüler und  Jugend) von fünf Kanu-Landes-Verbänden bestritten am 23.September den als Olympiapokal ausgeschriebenen und  regelmäßig  im Herbst ausgetragenen Vergleichswettkampf zwischen Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf der traditionsreichen Regattastrecke (Olympische Spiele 1936 und Kanu-WM 1966) in Berlin-Grünau, die als  älteste Sportstätte der Bundeshauptstadt gilt. Die Rennen  wurden im Einer- und Zweierboot über 500 m ausgetragen. Dazu gesellte sich je Altersklasse ein Staffelrennen über 200 m. Der LKV Brandenburg belegt zweiten Platz. 

In der Gesamtwertung platzierte sich der Nachwuchs aus Sachsen mit 333 Punkten vor Brandenburg (321) und Berlin (292). Die 12/13-jährigen Brandenburger B-Schüler sicherten sich den ersten Platz in der Wertung ihrer Altersklasse.

Das Brandenburger Punktekonto basierte u. a. auf 11 Siegen, 8 zweiten und 15 dritten Plätzen.  Dabei erwiesen sich im Canadier Erik Etlich (Jugend) und Kajakfahrer Lois Schulz (B-Schüler) mit jeweils drei ersten Plätzen als die Erfolgreichsten in der Brandenburger Mannschaft. Als zweifache Sieger zeichneten sich Canadierfahrer Arwin Stebe (Jugend) und im Kajak der B-Schüler Hannes Prause aus.

Zwölf  der insgesamt 18 Brandenburger Nachwuchskanuten, die in einem der Siegerboote paddelten, kamen vom Kanu-Club Potsdam (KCP) im OSC:

  • In der Altersklasse der Jugend  Felix Kliemann, Chantel Tornow und Justine Böttcher.
  • Bei den A-Schülern Leon Reckzeh, Arthur Kowalski, Luis Schmitt, Ben Hanisch, Lilly Timm und Jana Wolf.
  • Im Altersbereich der B-Schüler Carlos Petzold, Max Anders und Gabriel Iffert.

Zu den zweitplatzierten KCP-Sportlern/-innen in den Einzelrennen gehörten Florin Bange, Chantal Tornow und Arthur Kowalski.

In den auf Rang drei die Ziellinie überquerenden Booten paddelten u.a. Greta Siwulla, Emma Heu, Mara Feilbach, Joline Böhm, Bruno Spangenberg, Carlotta Loske, Ole Maurer, Linus Bange, Anton Winkelmann, Arwin Stebe, Erik Etlich, Felix Kliemann, Leonard Friedrich und Brain Marienhagen. 

Günter Welke

Bilanz am Schluss:

42 Nachwuchskanuten vom KCP erfüllen D- Kader-Norm 

Mehr als 140 Nachwuchssportler der Jahrgänge 2001 bis 2008 aus zwölf Brandenburger Kanuvereinen/ -abteilungen waren am 06. Oktober auf dem Gelände des Potsdamer Sportparks Luftschiffhafen angetreten, um einen sportlichen Leistungsnachweis in verschiedenen Disziplinen mit dem Boot, auf der Laufbahn und im Kraft- bzw. Geschicklichkeitsbereich zu erbringen. Das Gesamtergebnis war ausschlaggebend dafür, ob den jeweiligen Mädchen und Jungen für die Wettkampfsaison 2019 der Status eines Landeskaders zuerkannt werden konnte. 

Von den Teilnehmern hat jeder Zweite die vorgegebene Normpunktzahl erreicht, einige von ihnen mit sehr beachtlichen Ergebnissen. Besonders erfreulich war die Feststellung, dass mit 42 jungen Rennkanuten mehr als 70% der Teilnehmer vom Landesstützpunkt des KC Potsdam die D-Kader-Qualifikation erfüllten. Mit jeweils fünf bis sieben D-Kader-Bestätigungen erzielten auch die Paddeltalente aus den Landesstützpunkten Kanu-Rennsport vom Rathenower WSV Kanu und von den Kanuabteilungen des SV Stahl Finow sowie der SG Einheit Spremberg gute  Resultate.

Herausragende Einzelleistungen vollbrachten vor allem Matwej Genrich, Justine Böttcher, Max Anders, Lilly Timm, Luis Schmitt, Mika Francke, Max Weißhuber, Carlotta Loske, Felix Kliemann und Ben Hanisch (alle KC Potsdam) sowie Arthur Kowalski (Kanuabteilung der WSF Pirschheide) und Pauline Gribba (Rathenower WSV).

Nicht weniger überzeugend präsentierten sich mit ihrem Endresultat die jungen KCP-Athleten Bennet Kärger, Keon Voigt, Hannes Müller, Mara Feilbach, Finley Schüler, Florin Bange, Bruno Spangenberg, Gabriel Iffert, Jana Wolf sowie ebenfalls Rio Sternkiker (Schwedt), Noam Voigt und Nele Schlüsselburg (beide Blau Weiß Wusterwitz), Philipp Dürfeld und Tim Ole Methner (beide Spremberg) und Roman Bartoli (Brandenburger KV Freie Wasserfahrer). 

Günter Welke 

Kunsthaus SANS TITRE

Kunst und Sport

Dem Kunsthaus SANS - TITRE und seinem Spiritus rector Mikos Meininger gebührt das Verdienst, im Reigen der Kunstgalerien Potsdams immer mehr zu einer angesagten Adresse zu werden, weil er neue Wege beschreitet und mit Herz und Verstand unermüdlich daran arbeitet, mit seinen Mitstreitern Erlebnisräume zu schaffen, in denen sich Künstler und Rezipienten, oder besser du und ich und viele andere, austauschen können über künstlerische Arbeiten und deren Sinn und Wert für unser Leben.

Denn Kunst gehört zu unserem Leben, für den Einen mehr als für den Anderen.

Diese Erkenntnis hat auch Sebastian Brendel gewonnen, der in einer vielbeachteten Ausstellung des Potsdamer Fotografen Michael Lüder mit im Mittelpunkt stand. Die Ausstellung wurde vom Förderverein des Potsdam Museums organisiert und kuratiert

SANS FEMMES….POTSDAMMAENNER

zeigte künstlerische Porträts von Menschen unserer Stadt, die den Fotografen im Laufe vieler Jahre beeindruckten und nun für jeden Besucher sichtbar machte, was er an ,,seinen“ Protagonisten schätzt.

Dass Lüder den Sport in Person von Brendel in seine Ausstellung einbezog, verdeutlicht nicht nur dass Potsdam eine Stadt des Sports ist, sondern das der Sport hohe gesellschaftlich anerkannte Werte besitzt, bei dem die Öffentlichkeit an den Leistungen und Haltungen herausragender Athleten erkennt, welches Potential er besitzt. Die Sportlerinnen und Sportler verwirklichen also nicht nur individuelle Werte, sondern zeigen im Handeln auch den Wert des Sports selbst.

Kunst, Kultur und Sport bringen Menschen zusammen, erfüllen sie mit Leidenschaft und regen zur Auseinandersetzung an, sind immer Begegnung und Austausch. Sebastian Brendel und Michael Lüder haben bei ihrer Begegnung im Bootshaus Achtung und Anerkennung gespürt, das sieht man den Bildern an, die keinen „abgehobenen“ Olympiasieger zeigen, eher einen in sich ruhenden Athleten, der sich seiner Leistung zwar bewusst ist, aber sich nicht darüber erhebt.

Diese Charaktereigenschaft macht ihn zu einem Vorbild für viele Menschen weit über den Sport hinaus. Das in den Bildern vom Sportler Sebastian Brendel zu sehen .......ist die Leistung von Michael Lüder. 

Peter Frenkel

Und zum Schluss: 

Wir danken für Ihr Interesse! 

Die letzte Kanuspitze dieses Jahres erreicht Sie am 14. Dezember. Sie wollen sich mit einer Idee oder einem Beitrag an der nächsten Kanuspitze beteiligen?

Nicht zögern: info@kanuteamwork.de