Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

Nach der Saison ist vor der Saison…

Normalerweise ist der September die Zeit um nach einem langen Wettkampfjahr die Akkus wieder aufzuladen. Nicht so in diesem Jahr.

Im Jahr vor den Olympischen Spielen bereitet sich auch der Gastgeber auf das kommende Großereignis vor. Und so kam es, dass sich eine kleine Delegation des Deutschen Kanu-Verbandes auf den Weg nach Tokio zur Vorolympischen Regatta machte. Mit dabei waren auch vier Potsdamer Athletinnen und Athleten ein Coach, und… Jürgen Eschert!

Richtig, Jürgen Eschert und Tokio, da war doch was! Jürgen berichtet uns von seiner Reise nicht nur zum Olympischen Testevent, sondern auch an den Sagamie-See, dem Ort seines großen Triumpfs 1964. Eine emotionale Reise…

Die Jugend träumt noch von Olympia, ein bisschen Olympia war in diesem Monat für sie schon. Bei den Olympic Hope Games in Bratislava und beim Olympiapokal in Wusterwitz. Günter Welke berichtet uns von den Nachwuchswettkämpfen.

Ein freudiges Ereignis gab es Ende des Monats. Die LBS übergab ihren Spendenscheck für das laufende Jahr.

Und sonst? Der Geburtstag von Ronny Rauhe und ein Nachtrag zum diesjährigen Kanalsprint, das Bootsgeflüster

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen und Artikel gern über info@kanuteamwork.de

Sport frei!

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

Tokio zwischen 1964 und 2020 - Jürgen Eschert auf eigenen Spuren auf dem Weg in die Zukunft

1964 war es vielleicht die Überraschung aus Deutscher und Potsdamer Sicht! Jürgen Eschert gewann die Goldmedaille im Einercanadier über 1000m. Nicht nur die erste für einen Deutschen Canadierfahrer, auch die erste für einen Athleten aus der Havelstadt. 55 Jahre später reiste Jürgen mit der Deutschen Kanurennsportnationalmannschaft abermals nach Tokio für das Olympische Testevnent und besuchte dabei auch die Stätte seines größten sportlichen Erfolgs. Hier berichtet er uns von diesem emotionalen Ereignis

Nach dem Jahr 1964 finden 2020 zum zweiten Mal die Olympischen Sommerspiele in Tokio statt. 1964 waren diese für den Kanu-Club Potsdam, seit seiner Gründung im Jahre 1960 in Leipzig, der Beginn einer langen olympischen Erfolgsgeschichte. Im Einer-Canadier über 1000 m konnte ich damals in Tokio für den KCP, die erste olympische Goldmedaille erringen. Als ich nun im Dezember 2012 durch das Nationale Olympische Komitee Japans schriftlich gebeten wurde, eine Befürwortung einer erneuten Bewerbung für Olympische Sommerspiele in Tokio zu formulieren, kam ich dieser Bitte sofort und gerne nach. Die positiven Erinnerungen an das Land, an die freundlichen Menschen aber auch an die Organisation und Durchführung der Olympischen Spiele waren noch immer in mir präsent. Für mich eine freudige Nachricht, als Japan den Zuschlag für 2020 erhielt.

Eine noch größere Freude war aber Anfang dieses Jahres die Anfrage durch den RBB, ob ich mir vorstellen könne, meine alte Wettkampfstätte in Tokio zu besuchen und dort nochmals zu paddeln. Natürlich konnte ich es. Die Reise sollte gemeinsam mit der deutschen Nationalmannschaft zu den vorolympischen Wettkämpfen, ein Jahr vor den Olympischen Spielen, erfolgen.

Ich sagte zu, denn wer darf und kann schon mit 78 nochmals dort paddeln, wo man mit 23 Jahren seinen größten sportlichen Erfolg gefeiert hat. Hinzu kam, dass mit Sebastian Brendel, der Nachfolger als Olympiasieger in meiner Disziplin und unserem Club, ebenfalls die Reise nach Tokio antritt und bei den Testrennen startet und mich zum Sagami-See begleiten wird. Es war also nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch in die harte Realität des Hochleistungssports, eine Standortbestimmung vor Olympia.

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht aufgeregt war, eine Zeitreise zu machen und in mein altes leistungssportliches Leben einzutauchen. Der Präsident des Japanischen Kanu-Verbandes half bei der Vorbereitung und unterstützte das Vorhaben. Nicht nur ein gut restauriertes Holzboot war vor Ort, sondern auch mein alter japanischer Konkurrent und Sportsfreund, Honda Daisaburo, inzwischen 81 Jahre alt, empfing mich in einem neu errichteten Bootshaus.

Alle Olympiabauten vor Ort, einschließlich das Olympische Dorf der Kanuten, wurden zurückgebaut. Der Ort Sagamiko, ein Naherholungsgebiet von Tokio, ca. 80km von dort entfernt, wurde aus einem kleinen Dorf zu einer Kleinstadt entwickelt. Eine Landschaft wie bei uns im Mittelgebirge, mit einem wunderschönen Bergsee und einer ausgebauten Kanu- und Ruderwettkampfstrecke, bieten noch heute ideale Trainings- und Wettkampfbedingungen für die ansässigen Kanu- und Ruderclubs.

In einem der Räume des Bootshauses betreibt man auch Traditionspflege und hat ein großes Modell der Olympiaanlagen von 1964 aufgebaut und in einer Vitrine kann man die originale Startpistole, eine Stoppuhr und ein Windmessgerät bewundern. Ein besonderer Blickfang ist aber eine große gegossenene Bronzetafel, mit den Namen der Olympiasieger der 7 olympischen Disziplinen. Für mich ein ergreifender Moment, als ich diese Tafel in meinen Händen halten durfte.

Der Höhepunkt für mich aber war, als ich in einen original Renn-Canadier der sechziger Jahre steigen konnte und auf der Wettkampfstrecke von 1964 paddeln konnte. Gedanken und Emotionen konnte ich erleben, die ich schon lange verdrängt hatte und ein Gefühl der Freude, der Dankbarkeit und auch ein wenig Demut, dass ich das alles nach 55 Jahren erleben durfte. Deshalb gilt mein Dank denen, die diese Idee dazu hatten und die das organisiert und unterstützt haben. Allen voran Jörg Klawitter, dem RBB und dem Deutschen Kanu-Verband.

Tokio 1964 C1 1000m

Die vorolympischen Wettbewerbe in Tokio

Von der analogen und schwarz-weißen Welt ging es dann am nächsten Tag in die digitale bunte Welt der Gegenwart - den vorolympischen Wettbewerben. In der abgespeckten Nationalmannschaft starteten neben Sebastian Brendel vom KCP noch die Canadierfahrerin Annika Loske und die Kajakfahrer Ronny Rauhe und Max Lemke, begleitet von unserem Kajak-Bundestrainer Arndt Hanisch. Anliegen der Veranstaltung ist es, ein Jahr vor den Olympischen Spielen alle bereits vorhandenen Anlagen und die Technik unter Wettkampfbedingungen zu testen und alle sich abzeichnenden Fehler und Mängel aufzudecken und in der verbleibenden Zeit noch zu beseitigen. Die Sportler haben die Möglichkeit, alle objektiven Bedingungen zu testen und sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten und einzustellen. Es bestand aber auch die Möglichkeit die Stadt Tokio, ohne den Olympiastress und ohne zusätzliche Touristen in dieser schon jetzt überfüllten Millionenmetropole, kennenzulernen. Mir war das 1964 nicht vergönnt und nun ein angenehmer Nebeneffekt, gemeinsam mit der Nationalmannschaft die Stadt und einige Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Unsere jungen Sportler passten gut auf, dass ich nicht abhanden kam und immer wieder zurück ins Hotel fand. Die Wettkampfstätten und das notwendige Umfeld der Ruderer und Kanuten sind schon heute voll funktionsfähig, von der Lage und von den äußeren Bedingungen mit denen von 1964 aber nicht vergleichbar.

2020 warten anspruchsvolle Bedingungen

Lagen diese Wettkampfstätten 1964 in einer der schönsten Landschaften Japans, befinden sie sich 2020 in einem vom Meer mit einer Betonmauer abgeschotteten Hafenbecken, mit seitlich eingefassten Betonmauern. Die Strecke liegt in einem Industriegebiet am Rande eines neu entstandenen Satelitenstadtteils, wie sie sich um ganz Tokio herumziehen. Einziger ansehnlicher Ausblick, an der ansonsten sehr funktional und modern errichteten Wettkampfstrecke, hinter der Ziellinie schaut man aufs offene Meer mit großen Schiffen und einer architektonisch super hohen Autobrücke. Durch die Meeresnähe ist die Wettkampfstrecke sehr windanfällig, zeigte sich aber an den Wettkampftagen von seiner sanften Seite. Eine Besonderheit des Hafenbeckens in Tokio ist - das gab es bisher bei keiner Weltmeisterschaft und bei Olympischen Spielen - dass sich dort tausende, wenn nicht sogar Millionen von Fischen befinden, die ständig bis zu 1/2 Meter aus dem Wasser springen. Es sieht aus, wie in einem Karpfenteich. Bisher ist kein Fisch in ein Boot gesprungen, doch die Möglichkeit besteht. Bei einer Größe von ausgewachsenen Zandern, sicher ein Problem.

Potsdamer Starter wussten zu überzeugen

Da sich fast alle Sportlerinnen und Sportler bereits im Urlaubsmodus befinden, kann der sportliche Wert der Leistungen nicht überbewertet werden. Trotzdem bestätigten unsere deutschen Sportlerinnen und Sportler nach den Welt- und Deutschen Meisterschaften nochmals ihre außergewöhnliche Stellung auf dem internationalen Parkett. Sebastian Brendel kam mit den Bedingungen am besten zurecht und holte sich mit einer beeindruckenden taktischen Leistung einen souveränen Sieg, gegen sehr starker Konkurrenz. Es war eine sehr gelungene Generalprobe für 2020 und nährt die Hoffnung, dass wir im kommenden Jahr zu unserem 60.Jubiläum des KCP, die 20 olympische Goldmedaille erringen können.

Auch weil unsere beiden Kajakfahrer Ronny Rauhe und Max Lemke eine gute Leistung ablieferten. Beide starteten im Einer-Kajak über 200m und erreichten das B-Finale. Sie hatten das Pech, dass sie gemeinsam in einem Zwischenlauf waren und als Gegner die ersten 4 des Endlaufes hatten. Hinzu kam, dass beide Vierer-Weltmeister sehr stark mit der Zeitumstellung von 7 Stunden zu kämpfen hatten und in den ersten Tagen fast die gesamte Nacht durchwachten. Ein Problem, dass ich von 1964 kannte und eine wichtige Erkenntnis für die rechtzeitige Anreise und Akklimatisation für 2020 ist.

Den zweiten Sieg für die deutsche Nationalmannschaft holten Tom Liebscher/ Dresden und Jakob Schopf/ Berlin im Kajak-Zweier über 1000m und einen 3. Platz von Jakob Schopf im Einer-Kajak über 1000m. Mit diesen guten Leistungen und mit den in Tokio gemachten Erkenntnissen können unsere Sportlerinnen und Sportler und ihre Trainer in eine gute Olympiavorbereitung gehen. Aus heutiger Sicht werden es 2020 sehr schöne und perfekte Olympische Spiele, auf die wir uns alle freuen können.

LBS-Brandenburg setzt Unterstützung fort

Die LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG führt ihr langjähriges Engagement für den Förderverein für den Kanu Club Potsdam e.V. fort. Der Vorstandsvorsitzende Werner Schäfer und Vorstandsmitglied Winfried Ebert überreichten am 26. September in Potsdam den dazugehörigen Scheck in Höhe von 5.000 Euro an den Schatzmeister des Vereins, Dr. Jörg Krause.

Jörg Krause hob dabei die Verlässlichkeit der LBS hervor. Die Bausparkasse gebe mit ihrer im Jahr 2002 begründeten Partnerschaft Planungssicherheit bei der Vorbereitung der Aktiven gerade auch auf Großereignisse wie die Weltmeisterschaften im vergangenen Monat im ungarischen Szeged. Ohne solch eine Förderung seien die Erfolge der Sportler mit insgesamt 7 Medaillen bei den Wettbewerben nicht möglich.

Olympiasieger Sebastian Brendel, Szeged-Weltmeister Felix Frank sowie der viertplazierte der diesjährigen WM Timo Haseleu nutzen als Vertreter der Sportler ebenfalls die Gelegenheit sich bei Werner Schäfer und Winfried Eberl für die jahrelange Unterstützung zu bedanken.

Bausparkasse seit 17 Jahren Partner des Fördervereins

„Eine Unterstützung liegt aus unserer Sicht gleich in doppelter Hinsicht nahe“, so Werner Schäfer. Zum einen trainieren die Kanuten in unmittelbarer Nachbarschaft zur eigenen Zentrale auf dem Templiner See. Zum anderen sind beide in ihrem jeweiligen Metier äußerst erfolgreich: die Potsdamer Athleten als Aushängeschilder des deutschen Kanusports und die LBS als Marktführer in ihrem Geschäftsgebiet. "In unserer jahrelangen Partnerschaft konnten wir die Potsdamer Kanuten mit bisher insgesamt 145.000 € unterstützen und freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr diesen Betrag weiter anwachsen lassen können", so Schäfer.

Nach erfolgreicher Scheckübergabe konnte auf der Dachterasse der LBS-Zentrale bei Kaffee und kleinen Snacks der herrliche Blick auf den Templiner See genossen werden, ein Anblick auf ihr tägliches Trainingsrevier, den die anwesenden Athleten noch nicht oft erleben durften.

Die Mitglieder des Kanu-Clubs Potsdam, des Fördervereins für den KCP und insbesondere die Athletinnen und Athleten möchten sich an dieser Stelle herzlich für die Unterstützung der LBS bedanken!

Sechs Medaillen für Potsdamer Kanunachwuchs bei Hope Games in Bratislava

Die internationale Bedeutung der jährlich veranstalteten Hope Games für den Nachwuchs im Kanu-Rennsport wurde erneut in Bratislava unterstrichen. Vom 13.-15.09.2019 waren 835 fünfzehn- bis siebzehnjährige Paddeltalente aus 36 nationalen Kanuverbänden aller Kontinente in der slowakischen Hauptstadt bei den Rennen über 200 m, 500 m und 1000 m im Kampf um die begehrten Medaillen dabei.

Deutsches Team mit 52 Teilnehmern, darunter vier aus Potsdam

Zur Auswahlmannschaft des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV), der mit 52 Aktiven nach Ungarn (94 Sportler/-innen) und Polen (55 Sportler/-innen) das zahlenmäßig drittstärkste Aufgebot stellte, gehörten mit Justine Böttcher, Chantal Tornow, Anton Winkelmann und Erik Etlich auch vier Nachwuchskanuten des Kanu-Clubs Potsdam im OSC.

Zwei Gold-, drei Silber- und eine Bronzemedaille für Nachwuchs des KC Potsdam

An zwei Siegen, drei Silber- und einer Bronzemedaille für den DKV waren drei der jungen Potsdamer Kanu-Rennsportler/-innen beteiligt. Ein Ergebnis, über das nicht nur die begleitende Nachwuchstrainerin und einstige mehrfache Potsdamer Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin sehr erfreut war. Am erfolgreichsten zeigte sich hierbei die Canadierfahrerin Justine Böttcher (15 Jahre). Sie belegte den ersten Platz im C1 über 1000 m, gewann zudem im C1 zweimal Silber (200 m und 500 m) und erkämpfte eine weitere Silbermedaille gemeinsam mit ihrer DKV-Partnerin Tabea Gabelunke im C2 über 200 m.

Die zweite Potsdamer Goldmedaille gewann Anton Winkelmann (15 Jahre) mit DKV-Partner Jan Peter Graf im K2 über 1000 m. Für die gewonnene Bronzemedaille zeichnete Erik Etlich (16 Jahre) im C4 des DKV über 200 m verantwortlich. Auch seine Clubgefährtin Chantal Tornow (15 Jahre) zeigte sich in ihren Rennen sehr couragiert und war in einigen Endläufen innerhalb des Mittelfeldes platziert.

Günter Welke

Kurzbericht von Chantal Tornow und Justine Böttcher zu ihrer Teilnahme an den Olympic Hope Games

„Am Sonntagabend fuhren wir vier (Chantal, Justine, Erik und Anton) in das Vorbereitungstrainingslager nach Kienbaum. Dort verweilten wir drei Tage, um die Mannschaftsboote einzufahren und uns damit auf die Hope Games in Bratislava gründlich vorzubereiten. Wind und Wetter erschwerten das Training.

Am Donnerstagmorgen fuhren wir nach Bratislava, kamen dort aber erst am späten Nachmittag an. Bereits am nächsten Tag bestritten wir auf der 1000 m-Strecke unsere ersten Rennen. Das ging für sehr erfolgreich für uns aus, denn wir haben zweimal Gold gewonnen und im Finale außerdem einen fünften und sechsten Platz belegt.

Am darauffolgenden Tag wurde die Strecke halbiert und somit befanden wir uns auf der 500 m- Strecke. Auch wie am Tag davor, konnten wir uns für das Finale qualifizieren und sogar Medaillen gewinnen. Am letzten Tag waren die 200 m an der Reihe. Wie auch an den ersten beiden Tagen konnten wir uns für das Finale qualifizieren und haben dort gut abgeschnitten.

Am Sonntag sind wir gegen 19.00 Uhr zurück nach Deutschland gefahren. Über acht Stunden Fahrt hatten wir hinter uns, als wir kurz nach  drei Uhr das Bootshaus in Potsdam erreichten.“

Brandenburger Kanunachwuchs mit starken Leistungen beim Olympiapokal

Der Brandenburger Kanunachwuchs aus mehreren Vereinen hatte am 22.09. beim 25. Olympiapokal in Wusterwitz seine Leistungsstärke unter Beweis gestellt. Ein Großteil der Brandenburger Landesauswahl wurde vom Kanu-Club Potsdam im OSC gestellt.

Die Kanuabteilung von BW Wusterwitz rettete diese Traditionsveranstaltung, nachdem der als Veranstalter festgelegte Sächsische Kanuverband kurzfristig mitgeteilt hatte, dass er die Durchführung des  Olympiapokals nicht sicherstellen könnte.

LKV Brandenburg gewinnt Gesamtpokal und zwei Pokale der Altersbereiche

Dieser Vergleichswettkampf  der elf- bis 16-jährigen Rennkanuten (Schüler bis Jugend) der Landesverbände Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt endete für den LKV Brandenburg mit dem Gewinn der Pokale in  der Gesamtwertung sowie in den Altersgruppen der A- und B-Schüler. Bei der Jugend wurde der zweite Platz hinter Sachsen und vor Berlin belegt.

Sieben Brandenburger Doppelsieger

Mit ihren Doppelsiegen im Einer- und Zweierboot über 500 m hatten nachfolgende Brandenburger Nachwuchstalente besonderen Anteil am Gesamterfolg des Landesverbandes:

Jugend:                               Hedi Moana Kliemke (im C2 mit Susanne Kliemann)

Schülerinnen A2:                   Jana Wolf (im K2 mit Lilly Timm),

Schülerinnen A2                    Hanna Kaschowitz (im C2 mit Stella Schmidt)

SchülerA2                             Bruno Spangenberg (im C2 mit Leonard Friedrich)

Schüler A1:                           Louis Schulz (im K2 mit Tim Ole Methner)

Schüler A1:                           Noam Voigt (im C2 mit Max Anders

Schüler B:                             Matjew Genrich (im K2 mit Finley Schüler)

Günter Welke

D-Kaderüberprüfung für 160 Nachwuchspaddler im Sportpark Luftschiffhafen

Am 28.09. ging es im Sportpark Luftschiffhafen für ca. 160 Paddeltalente der Jahrgänge 2003 bis 2009 aus zwölf Brandenburger Kanuvereinen/-abteilungen darum, bei der D-(Landes-) Kaderqualifikation einen allseitigen Leistungsnachweis im Boot, auf der Laufbahn, beim Kugelweitwurf und im Kraftraum sowie teilweise beim Gewandtheitslauf zu erbringen. Mit dem Erreichen einer altersentsprechend vorgegebenen Punktzahl waren die Voraussetzungen für die Zuerkennung des Kaderstatus in der Wettkampfsaison 2020 geschaffen.

Mit über 50 jungen Athleten stellte der Kanu-Club Potsdam im OSC etwa ein Drittel aller Prüflinge. Aus den Kanu-Standorten Finow, Rathenow, Spremberg und Schwedt waren je 20 bis 13 Sportler/-innen in Potsdam angereist. Obwohl die wechselnden Witterungsbedingungen für die im Freien zu absolvierenden Leistungstests keine optimalen Bedingungen boten, war bei allen jungen Wettkämpfern der Wille erkennbar, die persönlichen Bestleistungen abzurufen.

Potsdamer Teilnehmer besonders gut vorbereitet

Im Endergebnis erfüllten insgesamt mit 60 Nachwuchsathleten etwa 38% der Teilnehmer die Anforderungen für den D-Kaderstatus. Dabei erwiesen sich die für den KC Potsdam im OSC startenden Paddeltalente besonders gut vorbereitet. Denn die geforderte Norm wurde von 41 Potsdamer Sportlerinnen und Sportlern erfüllt. Mit  77% lagen sie demzufolge weit über den Durchschnitt.

Paddeltalente mit überdurchschnittlichen Leistungen

Herausragende Leistungen wurden vor allem von Miriam Kantor (Einheit Spremberg), Louis Schulz (Rathenower WSV Kanu), den Potsdamern Lilly Timm, Bruno Spangenberg, Leon Reckzeh, Jana Wolf, Luise Engel, Liu Schilling, Leon Voigt, Tim Ole Methner und Lukas Fredrich sowie der Rennpaddlerin Ida Beuer von Blau Weiß Wusterwitz geboten.

Günter Welke

...pssst...Bootsgeflüster...

Ex-Weltmeister Ronald Verch schreib über das, was sich hinter den Kulissen des erfolgreichsten Kanuclubs der Welt ereignet oder besprochen wird. Heute: der Geburtstag eines Ausnahmekönners und ein visueller Nachtrag zum Kanalsprint

Happy Birthday Ronald Rauhe!

Mehr als die Hälfte seines Lebens in der A-Nationalmannschaft! Wer kann das schon von sich behaupten? Ronald „Ronny“ Rauhe kann es. Seit mittlerweile 20 Jahren gehört der gebürtige Berliner zum Kreis der Auswahlmannschaft der Leistungsklasse des Deutschen Kanuverbandes. Und das im mittlerweile nicht mehr ganz so zarten Alter von 38 Jahren. Am 3. Oktober begann der Olympiasieger von 2004 seinen Ehrentag.

Die Mitglieder des Kanu-Clubs Potsdam sowie des Fördervereins für den Kanu-Club gratulieren Ronny ganz herzlich zu seinem Ehrentag! Wir wünschen ihm für das neue Lebensjahr vor allem viel Gesundheit, privat für seine Familie nur das Beste und natürlich sportlich für seinen Weg zu seinen sechsten Olympischen Spielen im nächsten Jahr in Tokio sportlich maximale Erfolg!

Bildergalerie: Bootsgeflüster (Bild: Ronald Verch)

Wette gewonnen! Hier der visuelle Beweis

Zum diesjährigen Kanalsprint wettete Lotto-Brandenburg, dass unsere vier Olympiasieger Franziska John, Ronald Rauhe, Sebastian Brendel und Jan Vandrey es nicht schaffen 100 Bälle aus dem Potsdamer Stadtkanal zu fischen. Für die vier Motivation genug ihrem Sponsor das Gegenteil zu beweisen. Für alle, die es verpasst haben gibt es dieses Spektakel hier noch einmal…