Verehrte Mitglieder des Kanuclubs Potsdam
und seines Fördervereins, liebe Kanufreunde,

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was für ein aktionsreicher September liegt hinter uns! Kanalsprint und Wasserspiele binnen 14 Tagen verlangten vom Organisationsteam um Fördervereins-Vize Andreas Gerlach Meisterleistungen. Am Ende stehen zwei runde Veranstaltungen, die dem Renommee unseres Kanusports dienlich waren. Zum einen paddelten Weltspitzen im Herzen der Stadt und zum anderen entdeckten mehr als Tausend Städter ihr Herz fürs Paddeln – die Kanuspitze zeichnet diese in der Welt einmalige Kombination. atmosphärisch nach.
Und wir blicken nach München, wo sich im September nahezu alles traf, was in Deutschland im Kanu nach Medaillen strebt. Deutsche Meisterschaften von den Senioren bis zur Jugend, Nationalmannschaftscup und die Ergebnisse der „Brandenburger Adler“ sind dokumentiert.
Bleibt das „Bootsgeflüster“. Hier begleitet Ex-Weltmeister Ronald Verch ab dieser Ausgabe unsere Besten „auf Arbeit“. Lassen Sie sich überraschen, was Tabea Medert derzeit lernt und wo Sie Jan Vandrey überraschend begegnen können.

Viel Vergnügen mit der „Kanuspitze“ – Anregungen gern über info@kanuteamwork.de

„Sport frei“

Ihr KCP-Fördervereinsvorstand

21. Potsdamer Energie- und Wasserspiele – über Tausend Potsdamer entdecken ihr Herz für den Kanusport

Am Wahl-Sonntag fanden auf dem Gelände des Kanu-Clubs Potsdam die 21. Potsdamer Energie- und Wasserspiele 2017 statt. Insgesamt 55 Boote mit über 600 aktiven Teilnehmern sowie hunderten Besuchern ließen die diesjährige Veranstaltung des Fördervereins wieder zu einem vollen Erfolg werden.

Bei typischem Herbstwetter lud der Kanu-Club Potsdam auch in diesem Jahr wieder zum größten Paddelwettkampf für alle Freunde des Paddelsports in und um Potsdam ein. Ein jeder war aufgefordert, sich mitsamt seinem Betrieb oder Sportverein in ein Zehner-Mannschaftscanadier zu setzen und im sportlichen Wettkampf gegen andere Mannschaften aus Potsdam und der Region zu bestehen. Dieser Einladung folgten insgesamt 55 Teams. Damit der Erfolg nicht von ungefähr kommt, bereiteten sich viele Teams in den Wochen vor den Wasserspielen bereits akribisch auf das große Rennen vor. Unter der Leitung von Katrin Wagner-Augustin und Björn Welke konnten die Teams dabei auf die Unterstützung vieler unserer Vereinsmitglieder, von unserem Urgestein Wolfgang Lange angefangen bis zu unseren Nachwuchshoffnungen Tom-Lucas Hinz, zählen. Mit vielen Tipps versuchten sie das Beste aus den Mannschaften heraus zu holen und weckten nicht selten während der Trainingseinheiten den Ehrgeiz der Hobbypaddler.

Die 600 Teilnehmer präsentierten sich hochmotiviert am Wettkampftag an der mittlerweile traditionellen Wettkampfstätte zwischen Kanuscheune und Bootshaus des KCPs auf dem Gelände des Sportparks Luftschiffhafen. Oberbürgermeister Jann Jacobs und Frau Sophia Eltrop, Geschäftsführerin EWP, eröffneten dann feierlich die diesjährigen Wasserspiele. Nachdem in einigen Kategorien aufgrund der hohen Teilnehmerzahl sogar Vorläufe absolviert werden mussten, standen am späten Nachmitttag die heiß ersehnten Finals auf dem Programm. Im den Rennen der Betriebe konnten sich letztlich die Statt-Indianer der Energie- und Wasser Potsdam (EWP) vor der Bundespolizei und den VICinger (VIC Planen und Beraten GmbH) mit dem ersten Boot der beratenden Ingenieure behaupten. Dies ist umso bemerkenswerter, da im Boot der Bundespolizei auch unsere Mitglieder der Bundespolizeisportschule in Kienbaum Sebastian Brendel, Stefan Kiraj und Tibor Gecso sowie der Ruderolympiasieger Hans Gruhne befanden und für Vortrieb sorgten.

Das Rennen der Vereine gewannen die hohen Favoriten von Preussen-Kanu vor dem Boot der Fichten-Jets (SG Fichtenwalde 1965 e.V.) sowie dem Team der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg e.V. Das Rennen der Partner gewannen das Boot des Ministerium für Jugend, Bildung und Sport unter dem Kommando des damals noch amtierenden und mittlerweile zurückgetretenen Ministers und Freund des Kanusports Günter Baaske vor den Statt-Indianer und den Panzerbauern von Stoof International. Der Minister nutze hierbei seinen guten Draht zu Basti Brendel und Stefan Kiraj, um sich ihre schlagkräftige Unterstützung zu sichern. Damit konnten die beiden Olympiasieger wenigsten einen Sieg an diesem Nachmittag feiern. Im traditionellen Frauenrennen konnte die SG Fichtenwalde 1965 e.V. mit ihrem Frauenteam „Fiwa La Vida“ vor unserer Olympiasiegerin Manuela Mucke mit ihrem Team der Pro Potsdam GmbH sowie der Mannschaft „Die Captain von Morgan“ (LKC Babelsberg e.V.) den Sieg für sich verbuchen. In der erstmals ausgetragenen OSC-Vereinsmeisterschaft siegten die Preussen-Kanuten vor den Schwimmern und den Fechtern. Es wurden jedoch nicht alle Rennen im 10er-Canadier ausgetragen. Das Rennen „Parteien vs. Wirtschaft“ im großen 20iger-Canadier gewann das Boot der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) vor der Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK) und dem Boot der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Neben den vielen Aktiven fanden auch hunderte Unterstützer und Schaulustige den Weg in den Potsdamer Luftschiffhafen. Sie konnten bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem Familien ihre Liebsten bei ihrem Wettkampf anfeuern und auf Siege anstoßen, aber vielleicht auch den kleinen Ärger vergessen machen, wenn eine andere Mannschaft die Bootsspitze doch knapp vorn hatte. Auch für die Unterhaltung der Kleinsten war mit zahlreichen Möglichkeiten gesorgt. Am Ende gab es Lob von vielen Teilnehmern der diesjährigen Wasserspiele. Gerade der reibungslose Ablauf sorgte für einen positiven Eindruck der letztlich durch den schönen Sonnenschein am Ende der Veranstaltung noch unterstrichen wurde. So können die Wasserspiele auch in ihre 22. Auflage im Jahr 2018 gehen. Wir freuen uns schon.

Ronald Verch

Politik im Boot, der ganze OSC im Wettstreit und die Wirtschaft zieht mit

Andreas Gerlach

Im Gespräch mit der Kanuspitze:
Organisationschef Andreas Gerlach zieht eine positive Bilanz der 21. Wasserspiele

 

Energie und Wasserspiele 2017 erstmals im September – wie fällt Ihr Fazit aus?

Ein bisschen Risiko war natürlich dabei, aber wir hatten mit dem Wetter das Glück der Tüchtigen. Die Terminlage in diesem Jahr war etwas komplizierter als sonst und wir werden prüfen, ob sich wieder in den Sommertagen 2018 ein Datum findet. Sehr zufrieden waren wir mit der Beteiligung. Immerhin haben mehr als 60 Boote gemeldet und auch die einzelnen Kategorien für die Wettbewerbe haben sich bewährt. Besonders erfreulich, dass neben den Booten aus den Betrieben und Vereinen auch einige Boote der Politik dabei und diese gleich hochkarätig besetzt waren. Finanzminister Christian Görke, der Chef der Staatskanzlei Thomas Kralinski und mehrere Beigeordnete der Stadt Potsdam gingen mit gutem Beispiel voran und paddelten mit. Und Sportminister Günter Baaske hat, wie wir nun wissen, sogar bei einen seiner letzten Termine im Amt wahr genommen.

Unter den Teilnehmern waren auch wieder zahlreiche prominente Sportler?

Das gehört seit Jahren zum Konzept und ist sowohl für die Teilnehmer und auch die Zuschauer motivierend. Einige ehemalige Spitzenkanuten, wie Manuela Mucke oder Jörg Schmidt saßen in Booten von Betrieben oder halfen wie Kathrin Wagner-Augustin bei der Organisation. Als Steuerleute oder Bootspaten griffen Sebastian Brendel, Ronny Rauhe oder Stefan Kiraj zum Paddel und auch unter den Zuschauern war die Kanuelite der Vergangenheit präsent. Toll auch, dass Ruderolympiasieger Hans Gruhne, Schwimm-Olympiafinalist Christian Diener und weitere Athleten das Fest bereicherten und mit für gute Stimmung sorgten. Die erstmals ausgetragene Vereinsmeisterschaft des OSC Potsdam dürfte auch für die Zukunft den Ehrgeiz der Fechter, Radsportler oder Modernen Fünfkämpfer geweckt haben und einen festen Platz im Programm finden.

Am Sonntag haben alle Ihnen als Organisationschef gedankt. Zu Recht! Wem wollen Sie besonders Dank sagen?

Es ist wie überall, man braucht ein starkes Team, viele Helfer und Partner. Wie schon beim Kanalsprint möchte ich natürlich den Sponsoren danken. Unser neuer Premium-Partner die Energie- und Wasser Potsdam, die AOK-Nordost, E.dis, DB Regio Nordost, Total, BB-Radio und die Stadt Potsdam haben einen wichtigen Teil zum Erfolg beigetragen. Natürlich aber auch Mitglieder des Fördervereins und weitere Sponsoren, die ebenfalls vor Ort waren. Nur über ein großes Netzwerk lässt sich der Kanusport in Potsdam tragen. Direkt bei den Veranstaltungen waren AVMS, Zound´z Unlimited und Securitas zuverlässige und kompetente Partner. Speziell bedanken möchte ich auch bei der Geschäftsführerin des Stadtsportbundes Potsdam, Anne Pichler, bei Jürgen Höfner und Björn Welke vom OSC und bei Tom Gronow vom LKV.

Thomas Braune

Der Stadtkanal toleriert keinen Fehler

Reminiszenzen an den diesjährigen Kanalsprint vom Ehrenvorsitzenden des KCP-Fördervereins

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Das trifft auch auf den Kanalsprint zu.
Der 11. Potsdamer Kanalsprint ist vorbei und war wie alle vorherigen ein tolles sportliches Event.
Sowohl für die vielen teilnehmenden Weltmeister und Olympiasieger, wie auch für die über 2.000 Zuschauer links und rechts am Potsdamer Stadtkanal - nur ein paar Meter entfernt von den vorbei rasenden Sportlern.
Ich finde, die Organisatoren um Andreas Gerlach, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, haben in sehr kurzer Zeit eine rundum gelungene Veranstaltung vorbereitet und auch durchgeführt. Dabei haben sie es geschafft, dass über Jahre entwickelte Format, interessant und abwechslungsreich zu präsentieren.
Einen großen Anteil daran hatte wieder einmal der Programmchef von BB-Radio und Moderator der Veranstaltung, Jens Herrmann. Er, der schon den 1. Kanalsprint moderierte, hatte mit Torsten Gutsche, den 3fachen Olympiasieger und elfmaligen Weltmeister, einen fachlichen Partner an seiner Seite.
Was diese Veranstaltung immer wieder spannend und interessant macht - auch diesmal - das ist die Schwierigkeit der Strecke, die Streckenlänge und die Nähe zu den Zuschauern. Die nicht kalkulierbare Wellenbildung auf dieser kurzen Sprintstrecke stellt immer wieder alle Sportler vor allergrößte Schwierigkeiten. Paddel auflegen und Kenterungen im vollen Sprint, waren auch diesmal das Salz in der Suppe. Für den Zuschauer gar nicht so schnell zu sehen, doch ob Olympiasieger oder Nachwuchssportler, diese Strecke ist für alle sehr tückisch und toleriert keinen Fehler.
Ich denke, dass macht dieses Event auch so interessant, spannend und attraktiv. Erfreulich finde ich auch, dass der Potsdamer Kanalsprint inzwischen eine große Anziehungskraft für internationale Spitzenkanuten hat. Das war auch in diesem Jahr so und wertet diese Veranstaltung nochmals auf.
Wir konnten wieder großen Spitzensport im Kanu erleben, mit einem großartigen Sieg unseres Potsdamer Sprintasses Ronny Rauhe im K 1 und zwei zweiten Plätzen von Franziska Weber im K 1 und Sebastian Brendel im C 1.
Als Mittelstreckenspezialisten haben sie sich die beiden auf dieser schwierigen Sprintdisziplin super geschlagen. Einen sehr positiven Aspekt habe ich bei der 11. Auflage noch feststellen können. Die meisten Sponsoren - denn ohne geht es nicht - waren so wie die DB-Regio oder die E.dis AG, schon bei der Erstauflage 2005 dabei.
Dafür ein großes Danke.
Der 12. Kanalsprint 2018 steht vor der Tür, ich denke wir können uns schon heute darauf freuen.

Jürgen Eschert

…psssst…Bootsgeflüster...

Ex-Weltmeister Ronald Verch schreibt über das, was sich hinter den Kulissen des erfolgreichsten Kanuclubs der Welt ereignet oder besprochen wird. Heute: Unsere Topathleten in der Ausbildung – Teil 1

Eine erfolgreiche Saison mit vielen emotionalen Höhepunkten liegt hinter unseren WM-Teilnehmern. Da im Kanu, wie in den meisten anderen Sportarten auch, die Karriere und die finanziellen Möglichkeiten aufgrund der Erfolge endlich sind, gehen unsere Topathleten neben der sportlichen Karriere auch einer beruflichen Ausbildung nach bzw. werden z.B. durch die Bundeswehr, die Bundespolizei oder die Landesfeuerwehr unterstützt. Heute und in den nächsten Ausgaben wollen wir zeigen, was sie dort so erleben.

Tabea Medert

Unsere zweifache Silbermedaillengewinnerin der diesjährigen Kanu-WM ist als Angehörige der Sportfördergruppe Frankfurt/Oder eine von derzeit 744 Spitzensportler/innen der Bundeswehr. Nachdem sie im letzten Herbst bereits die Allgemeine Grundausbildung in Hannover absolviert hat, ist die Obergefreite derzeit zum Übungsleiterlehrgang im niedersächsischen Warendorf. An der dortigen Sportschule der Bundeswehr wird sie zur Übungsleiterin des Breitensports in der C-Lizenz ausgebildet. „Neben dem Theorieunterricht wird uns in vielen praktischen Übungseinheiten gezeigt, wie man als Übungsleiter ein Training oder eine Sportstunde durchführen würde. „Als Leitungssportler sind einige Inhalte natürlich schon bekannt, aber es ist schon interessant nun mal die Perspektive zu wechseln und auch selber anzuleiten“, so die 23-jährige. Neben einem Theorietest wird auch eine praktischen Prüfung abverlangt. „Mein Thema lautete: Handball, Spiel- und Übungsformen mit dem Schwerpunkt miteinander. Also absolutes Neuland für mich, aber nichtsdestotrotz habe ich die Prüfung hervorragend hinter mich gebracht.“ Mit der Übungsleiterlizenz in der Tasche könnte Tabea uns nun also auch Beine machen...

Jan Vandrey

Die Ausbildung zum Feuerwehrmann hat er im Februar 2015 erfolgreich abgeschlossen, den LKW-Führerschein hat er auch schon. Um aber Beamter auf Lebenszeit zu werden, muss Jan auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter meistern. Den Theorieteil hat der Brandmeister im mittleren Dienst bereits im letzten Herbst in Bad Saarow erfolgreich absolviert, nun steht die Praxis an. „Die praktische Ausbildung erstreckt sich über zwei Monate, einen Monat war ich im Klinikum Ernst von Bergmann in der Notaufnahme, nun bin ich noch einen Monat auf der Rettungswache.“ Das diese Ausbildung kein Zuckerschlecken wird, war dem Weltmeister im C4 der WM in Racice bereits im Vorfeld klar. „Letztes Jahr habe ich wirklich viel gelernt, dies nun auch gerade in solch stressigen Situationen wie der Erstversorgung von Kranken und Verletzten anzuwenden, ist eine große Herausforderung. Schließlich ist man dort in einer sehr verantwortungsvollen Position“, so der 26-jährige Athlet, der einst im heimischen Schwedt das Paddeln erlernte. „Aber ich bin ja zum Glück erst noch in der Ausbildung und werde hervorragend begleitet und angeleitet, das hilft sehr.“ Auch der Umgang mit schwierigen Situationen gehört dazu. „Im Rahmen meiner Ausbildung zum Feuerwehrmann bin ich ja schon mit vielen Schicksalen in Berührung gekommen, aber viele Verletzungen sehe ich so auch zum ersten Mal. Da hilft es ungemein wenn man darüber sprechen kann und einem viel erklärt wird.“ Und das Jan einen tollen Job macht, konnten wir zu den diesjährigen Wasserspielen sehen. An diesem Nachmittag wieder im Dienst führte ihn ein Einsatz zufällig auf das Gelände des Luftschiffhafens. Im RTW mit Blaulicht fuhr unser Olympiasieger mit seinen Kollegen vor und konnte einer Person zur Hilfe eilen. Da fühlen wir uns doch zukünftig gleich viel sicherer wenn wir Jan in unserer Nähe wissen.

Ronald Verch

MÜNCHEN eins
50 Medaillen bei den 96. Deutschen Meisterschaften
KC Potsdam im Medaillenspiegel Erster vor 111 anderen Vereinen

Mit 21 x Gold, 14 x Silber und 15 x Bronze an der Spitze der Medaillenbilanz

Mit insgesamt 21 Gold-, 14 Silber- und 15 Bronzemedaillen (Leistungsklasse, Junioren und Jugend) aus 81 Finalentscheidungen erreichte der Kanu-Club Potsdam im OSC wiederum ein äußerst respektables Ergebnis bei den Deutschen Meisterschaften Kanu-Rennsport vom 01.-03.09. in München. Wenngleich die Anzahl von 35 Goldmedaillen des Vorjahres - immerhin das zweitbeste Resultat des KC Potsdam in den letzten 26 Jahren - nicht getoppt werden konnte, behaupteten sich die Potsdamer Kanusportler dennoch klar vor weiteren 111 auf der Olympiastrecke bei Oberschleißheim gestarteten Vereinen und Renngemeinschaften (RG). Die RG Nordrhein-Westfalen kam mit 14 Goldmedaillen den Potsdamern, die zudem aufgrund von Erkrankungen einzelner Leistungsträger auf die Teilnahme an einigen Rennen verzichtet mussten, noch am nächsten.

Ronald Rauhe erfolgreichster Potsdamer Sportler in der Leistungsklasse (Medaillen Leistungsklasse: 8/ 4/ 5)

In der Leistungsklasse stach besonders der Dreifachsieg der Potsdamer Sprinter im K1 über 200 m mit Ronald Rauhe vor Timo Haseleu und Felix König hervor. Rauhe gewann zwei weitere Goldmedaillen über 200 m im K2 und K4. Ebenfalls dreimal Gold verbuchte Stefan Kiraj (C1 und C2 über 200 m und C4 mix über 1000 m). Das Olympiasiegerduo im C2 über 1000 m Sebastian Brendel/ Jan Vandrey gewann mit zwei Sekunden Vorsprung klar vor dem SC Magdeburg und dem zweiten Potsdamer Boot mit Stefan Kiraj und Fabian Dittrich.

Junioren mit einem DM-Titel (Medaillen Junioren: 1/ 5/ 8)

Stine Noack verzeichnete im K1 über 500 m den einzigen Sieg für die Junioren des KC Potsdam. Immerhin konnte aber der K4-Junioren-Weltmeister Martin Hiller vier Silbermedaillen im K1 über 500 m, im K2 über 200 m sowie im K2 und K4 über 1000 m erkämpfen.

Überragender Nachwuchs im Jugendbereich (Medaillen Jugend:12/ 5/ 2)

Als eindeutig erfolgreichster Nachwuchssportler im Jugendbereich erwies sich in München der Potsdamer Canadierfahrer Florian Köppen mit sieben Goldmedaillen, die er im C1 über 200 m, 500 m und 1000 m sowie im C2 über 500 m, 1000 m und 5000 m gemeinsam mit Tom-Lukas Hinz und schließlich noch C4 mix über 500 m holte. Darüber hinaus sicherte er sich den Gewinn des Nationalmannschaftscups (NMC) der Jugend in der Einzelwertung. Den ersten Platz in der Einzelwertung Kajak männlich verfehlte Elias Kurth denkbar knapp. Der erste Rang in der Mannschaftswertung für den Landes-Kanu-Verband Brandenburg (LKV) in der Disziplin Canadier männlich ist vor allem den Leistungen von Köppen und Hinz geschuldet. Darüber hinaus gewann der LKV Brandenburg auch die Mannschaftswertung in der Disziplin Kajak männlich vor allem durch die starken Einzelleistungen von Elias Kurth und Julius Köhle.

Jedoch auch die junge Potsdamer Canadierspezialistin Isabelle Zanin ließ mit vier Siegen bei vier Finalläufen (C1 über 200 m, 500 m und 5000 m sowie im C2 über 500 m) keinen Zweifel darüber aufkommen, wer die „Chefin im Ring“ ist. Den Gewinn der Einzelwertung im NMC ließ sie sich ebenso von keiner ihrer Konkurrentinnen streitig machen.

MÜNCHEN zwei
Nationalmannschaftscup 2017

Die Tradition zur Auszeichnung der saisonbesten Jugendpaddler im Kanu-Rennsport sowohl im Einzel- als auch im Mannschaftswettbewerb geht zurück bis in das Jahr 1997.

In den ersten sechs Jahren wurde dieser Wettbewerb unter der Bezeichnung Kelts-Cup geführt und im Verlaufe der Zeit geringfügig modifiziert. So wurden u. a. anfänglich in der Gesamt-Mannschaftswertung die besten Vereine ausgezeichnet und erst vor wenigen  Jahren wurde die Mannschaftswertung nach Disziplingruppen und  Landesverbänden vorgenommen. 

Nach Abschluss der sechs Wertungsrennen, die letzten beiden Rennen fanden traditionell während der Deutschen Meisterschaften statt, erzielten die für den KC Potsdam startenden Sportlerinnen und Sportlerin München  ein überragendes Ergebnis.

Sie stellten mit den Canadiern Isabelle Zanin und Florian Köppen die Sieger in zwei von vier Einzelwettbewerben und sorgten zudem dafür, dass der LKV Brandenburg zwei von drei Mannschaftswertungen für sich entschied. Leider war in der Disziplingruppe „Canadier weiblich“ keine Mannschaftswertung ausgeschrieben, denn auch diese hätten die jungen Brandenburger Sportlerinnen eindeutig zu ihren Gunsten entschieden. Lediglich in der Disziplingruppe „Kajak weiblich“ konnte kein vorderer Platz vom KC Potsdam belegt werden.

MÜNCHEN drei
KV Brandenburger Adler trumpfte stark auf

KV Brandenburger Adler am erfolgreichsten in der Altersklasse der Schülern A (Medaillen KV BA Schüler A: 7/ 7/ 5)

Seit 1999 starten die leistungsstärksten 13/-14-jährigen Schüler A aus den Brandenburger Kanuvereinen/ -abteilungen für den Kanuverein Brandenburger Adler. Damit konnte vor allem eine ansprechende Anzahl von Mannschaftsbooten besetzt werden. 

Potsdamer Sportschüler als Rückgrat der „Brandenburger Adler“

Die größte Anzahl der dem KV Brandenburger Adler zugehörigen Nachwuchssportler stellen in der Regel die am Potsdamer Landesstützpunkt trainierenden Sportschüler. Einen bedeutenden Anteil an dem leistungsstarken Auftreten der Schüler A vom Kanuverein  Brandenburger Adler (KV BA), die in München um Titel und Medaillen in 28 Meisterschaftsdisziplinen kämpften,  hatten vor allem die dreifachen Goldmedaillengewinner Justine Böttcher (C1 200 m, C8 mix 500 m und Mehrkampf, Greta Siwulla/ Chantal Tornow (C2 500 und 2000 m sowie C8 mix 500 m) sowie Felix Kliemann (C1 über 2000 m sowie C4 mix und C8 mix jeweils über 500 m).  Obendrein gewannen J. Böttcher, G. Siwulla und C. Tornow jeweils zweimal Silber.

Zweimal Gold gewannen Mati Francke, Max Müller und Lieve-Anderson Weil. Auch Laila Heine und Erik Etlich paddelten in dem Gold-Achter. Etlich konnte zudem noch drei Silbermedaillen erringen. 

Starke Canadierflotte  des KV Brandenburger Adler

Mit je sieben Mal Gold und Silber sowie fünfmal Bronze erwies sich der KV Brandenburger Adler im Schüler A-Bereich als die eindeutig stärkste Mannschaft vor dem Kanuteam Berlin (5/ 4/ 5). Allein 17 aller Medaillen der Brandenburger Adler gingen auf das Konto der Canadierfahrer/ -innen. 

Günter Welke

Einschulung 2017
Elf Paddeltalente an Potsdamer Sportschule neu aufgenommen

Gut gefüllte MBS-Arena zeugt von großer Anteilnahme

Mit herzlichen und aufmunternden Worten begrüßte am 03.09. in der mit etwa 800 Jugendlichen und deren Angehörigen  zur Hälfte gefüllten MBS-Arena die Direktorin  Frau Dr. Gerloff die neuen Sportschüler und deren Erziehungsberechtigte zum Schulanfang 2017. Nach ausreichender Information über Lernen, Trainieren und Leben auf dem Gelände des Sportparks Luftschiffhafen erhielten die Sportschüler ihre Zertifikate und kleine Begrüßungsgeschenke aus den Händen der Klassenlehrer und Verantwortlichen der Landessportverbände überreicht. Nach anschließenden Gruppenfotos ging es für die neuen Schüler und deren Angehörige in die Klassenräume, wo über weitere Details informiert wurde. Auch die Trainingsstätten wurden teilweise in Augenschein genommen. 

Sechs der Neuen kommen vom KC Potsdam

Diesem Tag hatten die elf neuen Kanu-Sportschüler sicherlich schon entgegengefiebert. Mit dem Lernbeginn in einer siebten Klasse der Sportschule Friedrich Ludwig Jahn sind acht von ihnen  nunmehr in ein neues von der Klassenlehrerin Frau Christ-Willner  betreutes Kollektiv zusammen mit sechs ebenfalls neu eingeschulten Nachwuchs-Volleyballerinnen integriert. In die achte bzw. neunte Klasse wurden die Nachwuchskanuten Charlotte Pietzsch (Potsdam), Janek Weßel (Sandersdort/ Sachsen-Anhalt) und Finn Jähnke (Mecklenburg-Vorpommern) eingeschult.
Untereinander fremd sind sich die Kanusport betreibenden drei Mädchen und acht Jungen  jedoch keinesfalls, denn zum Kennenlernen hatten sie bereits während der zuvor gemeinsamen Teilnahme an vielen Wettkämpfen ausreichend Zeit. Dennoch bedeutet es für  die jetzt im Internat untergebrachten neuen Sportschüler, dass sie die tägliche Vertrautheit im Kreise der Familie besonders in den ersten Tagen und Wochen erst einmal vermissen werden. Das wird sich jedoch bald relativieren, denn in der Gemeinschaft mit den Trainingsgefährten am Landesstützpunkt des Kanu-Clubs Potsdam ist bis jetzt jeder herzlich aufgenommen worden. Zumal mit Mara Feilbach, Florin Bange, Hannes Müller, Jakob Scherfenberg und Charlotte Pietzsch fünf der neuen Sportschüler bereits der Nachwuchsgruppe des KC Potsdam angehörten.
Seit 1993 wurden an der Potsdamer Sportschule insgesamt 278 Kanu-Sportschüler aufgenommen. Allein 136 davon kamen aus dem Nachwuchsbereich des KC Potsdam.

Sechs neue Kanu-Sportschüler im Internat untergebracht

Die im Internat untergebrachten und neu in Potsdam lernenden und trainierenden Paddeltalente der siebten Klasse kommen von den Kanuabteilungen der Brandenburger Vereine Einheit Spremberg (Luis Schmitt), Blau Weiß Wusterwitz (Keon Voigt) und Empor Eberswalde (Leon Michael Reckzeh) sowie aus Wolmirstedt/ Sachsen-Anhalt (Emma Heu). Zu den im „Haus des Sports“ eingezogenen jungen Sportlern gehören auch die Acht-/ bzw. Neuntklässler Janek Weßel und Finn Jähnke.

Ehemalige Turnerin fühlt sich bei den Kanuten richtig wohl

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Bereits vor längerer Zeit war die derzeit noch 12-jährige Mara Feilbach fest entschlossen, eine Sportschule zu besuchen. Im Alter von vier Jahren hatte sie mit dem Turnen begonnen und hätte sich auch gern in dieser Sportart weiterentwickelt, die jedoch an der Potsdamer Sportschule nicht relevant ist. Deshalb wechselte sie vor zweieinhalb Jahren zum Kanu-Rennsport und fühlt sich seither in der Nachwuchsgruppe des Kanu-Clubs Potsdam im OSC gut aufgehoben.

„Mir gefällt das Paddeln sehr gut und ich möchte mich auch auf diesem Gebiet weiter sportlich betätigen“, unterstreicht die trainingsfleißige neue Sportschülerin. Auf ihre Leistungen in der Kanusaison 2017 will sie weiter aufbauen. So belegte sie u.a. einen guten fünften Rang im Kanumehrkampf der Schülerinnen B bei den Ostdeutschen Meisterschaften.

Günter Welke

Starke Leistungen der Nachwuchskanuten bei den Olympic Hopes - Nachwuchskanuten aus 33 Nationen aller Kontinente in Tschechien

Genau vier Wochen nachdem u.a. die Potsdamer Paddelasse um Sebastian Brendel bei den Weltmeisterschaften Kanu-Rennsport in Racice ihre Leistungsstärke unter Beweis stellten, trafen an gleicher Stelle vom 15.-17. Sptember  zehn Nachwuchskanuten vom Landesstützpunkt des Kanu-Clubs Potsdam im Bestand der 40-köpfigen Auswahlmannschaft des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) auf einen großen Teil der weltbesten Nachwuchspaddler der Jahrgänge 2000 bis 2002 aus 33 nationalen Verbänden aller Kontinente.

Die Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften in München waren ausschlaggebend dafür, dass  zehn Potsdamer Nachwuchskanuten für die Wettkämpfe in 40 Bootsdisziplinen nominiert und  in Racice von ihrer  Lehrerin-Trainerin Petra Welke und dem Trainer Clemens Paarmann betreut wurden. Die meisten Einsätze waren für  Florian Köppen (7), Tom-Lukas Hinz (6) und Isabelle Zanin (6) vorgesehen.

Von 66 Entscheidungen aller drei Altersklassen konnte das ungarische Nachwuchsteam 45 % für sich entscheiden. In der Medaillenwertung mit 30 Gold- 15 Silber- und 21 Bronzemedaillen und in der Punktetabelle (746) etablierte sich damit Ungarn an der Spitze aller  teilnehmenden Nationen.

Ebenso eindeutig platzierte sich die DKV-Auswahl) mit 17/ 15/ 16 Medaillen und 555 Punkten an der zweiten Position vor den tschechischen „Olympiahoffnungen“ (6/ 7/ 4 Medaillen und 280 Punkte).

Die DKV-Bilanz wurde von den jungen Rennkanuten aus Potsdam nicht unerheblich beeinflusst, denn an 9 Gold-, 8 Silber- und 7 Bronzemedaillen waren sie unmittelbar beteiligt und jeder von ihnen, außer Florian Köppen,  war in mindestens drei Endläufen vertreten.

Für den Potsdamer Canadierfahrer  Florian Köppen verliefen die Wettkämpfe allerdings etwas unglücklich. Nachdem er am ersten Tag seine beiden Rennen im C1 und C2 über 1000 m souverän gewonnen hatte, musste er aufgrund einer Erkrankung auf  weitere fünf  Starts an den folgenden Tagen verzichten.

Canadierfahrerin Isabelle Zanin avancierte mit dreimal Gold (C1/ 1000m sowie C2/ 200 m und 1000 m) und zweimal Silber (C1 200 m und 500 m) zur erfolgreichsten Potsdamer Teilnehmerin an den Olympic Hopes in Racice.

Neben Florian Köppen zeichnete sich auch Lucas Hinz  als zweifacher Goldmedaillengewinner (C1/ 200 m und C2/ 1000 m) aus.

Je einmal standen Stine Noack (K4/ 200 m), Elias Kurth (K2/ 200 m), Jonas Schmitt (K4/ 500 m) und Charlotte Pietzsch (C2/ 1000 m) auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes. 

Gleich dreimal Bronze gewann Patricia Schwarz (C1/ 500 m sowie C1 und C2/ 1000 m).

Alle Medaillen- und weitere Finalplätze der Potsdamer Sportler/-innen im Überblick:

  Gold Silber Bronze  Finalplätze 
Isabelle Zanin, JG 2002 3 2 - 4. 
Tom-Lucas Hinz, JG 2001 2 2 -  
Florian Köppen, Jahrgang 2001 2 - -  
Jonas Schmitt, Jahrgang 2000 1 2 -  
Stine Noack, Jahrgang 2000 1 1 2 7.
Charlotte Pietzsch, Jahrgang 2001 1 1 - 4.
Elias Kurth, Jahrgang 2001 1 - 1 6.
Patricia Schwarz, Jahrgang 2000 - - 3 4.,  4.
Roar Benecke, Jahrgang 2000 - - - 4.,  4.,  6.,  6. ,  7.
Janeck Weßel, Jahrgang 2000 - - - 7.,  8.,  9.

Günter Welke

Nachwuchsgewinnung steht beim Kanu-Club Potsdam weiterhin hoch im Kurs

Nicht selten sind ganze Schulklassen der jüngeren Jahrgänge zu Gast bei den Kanusportlern im Potsdamer Luftschiffhafen. Der bzw. die eine oder andere Grundschüler/ -in wird sicherlich Gefallen an der Ausübung des Kanusports in der Nachwuchsgruppe von Jeffrey Zeidler finden.

Olympiasieger plauderten aus ihrem Leben

Auch bei weniger freundlichem Wetter wollen Grundschüler das Paddelerlebnis nicht missen